Gibbons gewann Auftakt zu virtueller Tour de France

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Gibbons gewann Auftakt zu virtueller Tour de France

Der Südafrikaner Ryan Gibbons hat den Auftakt der virtuellen Tour de France gewonnen. Der NTT-Profi setzte sich über 36 km auf der Plattform Zwift vor Pier-Andre Cote (CAN/Rally) and Nick Schultz (AUS/Mitchelton) durch. Der Tiroler Patrick Gamper (Bora) landete nicht im Spitzenfeld. Im Laufe der nächsten beiden Wochen folgen noch fünf weitere Etappen. Die Organisatoren der wegen der Corona-Krise auf Ende August verschobenen Rundfahrt haben selbst eine digitale Version auf die Beine gestellt. Das Kräftemessen findet über sechs Etappen, verteilt auf drei Juli-Wochenenden, auf der Plattform Zwift statt. Mehrere Topstars wie die Tour-Sieger Chris Froome, Geraint Thomas und Egan Bernal haben zugesagt.

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Für den italienischen Handel, der seit dem 10. März zum Lockdown gezwungen ist, hat am Dienstag eine neue Phase begonnen. Neben Supermärkten, Apotheken, Trafiken und wenigen anderen lebenswichtigen Aktivitäten dürfen in mehreren italienischen Regionen Buchhandlungen, Schreibwarenshops und Geschäfte, die Baby- und Kinderkleidung verkaufen, wieder öffnen. Auch im Bereich der Holzwirtschaft aktive Betriebe dürfen die Produktion wieder starten. Buchhandlungen bleiben allerdings noch in den Regionen Lombardei, Piemont und Kampanien geschlossen. Diese Gebiete haben sich aus Sicherheitsgründen für eine weitere strenge Fortsetzung des Lockdowns entschlossen. Die Regierung von Premier Giuseppe Conte, die am Freitag eine Verlängerung des strikten Ausgangsverbots bis zum 3. Mai beschlossenhatte, arbeitet indes mithilfe einer neueingerichteten Taskforce an der sogenannten “Phase 2”, die den Neustart der produktiven Tätigkeiten unter Vorsichtsmaßnahmen vorsieht. Insiderinformationen zufolge könnten nach dem 3. Mai die Modebranche, die Autoproduktion sowie die Metallindustrie die Produktion wieder aufnehmen. Über diese Möglichkeit führt die Regierung Conte Gespräche mit den Gewerkschaften, die in den nächsten Tagen vertieft werden sollen, hieß es in Rom.

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Der Streaming-Dienst Netflix sagt dem Lagerkoller den Kampf an. Mit dem Netflix-Party-Tool kann man Serien und Filme des Streaming-Dienstes mit Freunden oder Verwandten schauen. Es ist ein Add-on für den Chrome-Browser und im Chrome Web Store zu finden. Aktiviert man das Tool, können mehrere Teilnehmer gleichzeitig und synchron Netflix-Serien streamen und sich gleichzeitig im integrierten Chat-Fenster austauschen.

Netflix bietet App zum gemeinsamen Fernsehen

Wetterbedingt mehr Besucher als in den Freibädern hat es am Freitag in den Thermen gegeben, die Mitte März wegen der Corona-Pandemie geschlossen worden waren und jetzt wieder aufsperren durften. Der Andrang hielt sich allerdings in Grenzen, ergab ein Rundruf der APA. Einige Thermen hatten von der Möglichkeit, den Betrieb wieder zu öffnen, gar nicht Gebrauch gemacht. Geschlossen blieben etwa die Therme Aqua Dome in Längenfeld im Tiroler Ötztal oder die Kärnten Therme Warmbad-Villach. Die behördlichen Auflagen, die eine Verbreitung des Coronavirus verhindern sollen, würden einen wirtschaftlichen Betrieb unmöglich machen, hieß es seitens des Kärntner Unternehmens. Man hoffe auf weitere Lockerungen in den kommenden Wochen und rüste sich für den Neustart, der mit Ferienbeginn am 6. Juli erfolgen soll. In Längenfeld soll der Thermen- und Saunabetrieb voraussichtlich am 26. Juni wieder aufgenommen werden. Die Therme Wien öffnete dagegen nach elfwöchiger Pause wieder ihre Pforten, wobei man sich im Vorfeld von Hans-Peter Hutter, Facharzt für Hygiene an der Medizinischen Universität Wien, ein ausgeklügeltes Schutz- und Hygienekonzept ausarbeiten hatte lassen. Damit soll verhindert werden, dass sich SARS-CoV-2 einnistet und verbreitet. 300 einzelne Maßnahmen wurden getroffen. Der Mund-Nasen-Schutz darf etwa lediglich in den Duschen und im Schwimm- bzw. Thermenbereich abgelegt werden. Der Mindestabstand von einem Meter gilt auch in den Becken, der Zutritt zu diesen ist limitiert. Die Saunakammern und die Solewelt sind in der Therme Wien vorerst nicht benutzbar. Anders wird mit den Saunalandschaften dagegen in den Thermen Bad Blumau und Bad Schallerbach umgegangen. Sämtliche Wasser- und Saunaattraktionen stünden “weitestgehend uneingeschränkt zur Verfügung”, wird seitens der Eurotherme Bad Schallerbach betont. Ein “vollelektronisches Besuchermanagement- und Zutrittssystem” ermögliche “eine exakte Gäste-Steuerung in allen Thermen- und Saunabereichen”, in Verbindung mit der peniblen Grundreinigung der gesamten Anlagen sei ein maximaler Hygienestandard während des Aufenthalts garantiert, ist der Website zu entnehmen. Auch in Bad Blumau gibt es zahlreiche Vorsichtsmaßnahmen, so die Beschränkung auf zehn Quadratmeter pro Person oder der Verzicht auf Aufgüsse.   Besonders offensiv wirbt die Therme Loipersdorf um Gäste. “Chlor tötet Viren”, heißt es in großen Lettern auf der Homepage. Die Überlebensfähigkeit eines Coronavirus in der Umwelt sei “sehr gering”, wird betont. Das gelte insbesondere für die Beständigkeit des Virus im Wasser. Es gebe derzeit weder Hinweise noch Belege, dass man sich über Wasser mit SARS-CoV-2 anstecken kann.

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Deutschland, Frankreich, Italien und die Niederlande haben einen ersten Vertrag über mindestens 300 Millionen Impfdosen gegen das Coronavirus geschlossen. Das teilte das deutsche Gesundheitsministerium am Samstag in Berlin mit. Die Entwicklung eines Impfstoffs könnte im günstigen Fall schon Ende des Jahres abgeschlossen sein, hieß es aus dem Ministerium. Vertragspartner ist das Pharmaunternehmen AstraZeneca. Dieses nannte eine Größenordnung von “bis zu 400 Millionen Dosen”. Profitieren sollen alle EU-Staaten, die dabei sein wollen. Die Impfdosen würden relativ zur Bevölkerungsgröße aufgeteilt. Dabei geht es nach Angaben des Konzerns um den an der Universität Oxford entwickelten Covid-19-Impfstoff AZD1222, der derzeit in einer großen Studie geprüft wird. AstraZeneca hatte nach eigenen Angaben vor kurzem schon ähnliche Vereinbarungen unter anderem mit Großbritannien und den USA abgeschlossen. “Viele Länder der Welt haben sich schon Impfstoffe gesichert, Europa noch nicht”, erklärte der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn. “Durch das zügige koordinierte Agieren einer Gruppe von Mitgliedsstaaten entsteht in dieser Krise Mehrwert für alle EU-Bürger. Wir wollen gemeinsam mit der Kommission künftig noch schneller und verhandlungsstärker werden.” Der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza sprach wie das Unternehmen von einer Lieferung von “bis zu 400 Millionen Impfstoffdosen für die gesamte europäische Bevölkerung”. Der mögliche Impfstoff sei aus Studien an der Universität Oxford hervorgegangen. Der Versuchsprozess sei in einem “fortgeschrittenen Stadium” und werde im Herbst abgeschlossen. Dann könne bis Ende des Jahres mit der Verteilung der ersten Tranche begonnen werden. “Der Impfstoff ist die einzige endgültige Lösung für Covid-19”, erklärte Speranza am Samstag auf Facebook. Die vier Staaten haben sich nach Angaben des deutschen Gesundheitsministeriums zu einer Impfallianz zusammengeschlossen und sind mit mehreren Unternehmen im Gespräch, die an aussichtsreichen Impfstoffen forschen. “Damit Impfstoffe sehr zügig nach einer möglichen Zulassung in diesem oder im nächsten Jahr in großer Zahl verfügbar sind, müssen Produktionskapazitäten schon jetzt vertraglich gesichert werden”, hieß es weiter. Bei der Videokonferenz der EU-Gesundheitsminister am Freitag sei zudem vereinbart worden, die Aktivitäten der Impfallianz mit denen der EU-Kommission zusammenzuführen. Weltweit gab es nach Angaben des deutschen Verbands forschender Pharma-Unternehmen (vfa) im Mai mehr als 120 Impfstoffprojekte, von kleinen Firmen wie Biontech aus Mainz oder Curevac in Tübingen bis zu Konzernen wie Sanofi und GlaxoSmithKline. Möglicherweise könnten viele Anbieter zugleich oder kurz aufeinander Impfstoffe auf den Markt bringen, sagte vfa-Präsident Han Steutel damals. Doch wann tatsächlich ein Corona-Impfstoff zugelassen wird, weiß derzeit niemand. Noch vor wenigen Jahren wurde für die Entwicklung solcher Vakzinen ein Zeitraum von 15 bis 20 Jahren veranschlagt. Neue Technologien können den Prozess zwar beschleunigen, doch nach wie vor muss – neben der Wirksamkeit – auch die Sicherheit eines Wirkstoffes in klinischen Studien bestätigt werden.

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