Greta Thunberg geht von Erkrankung aus

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Greta Thunberg geht von Erkrankung aus

Nach ihrer jüngsten Reise nach Deutschland und in andere europäische Länder geht Klimaaktivistin Greta Thunberg davon aus, dass sie sich mit dem Coronavirus angesteckt hat. Nach ihrer Rückkehr nach Stockholm vor zwei Wochen habe sie sich in einer gemieteten Wohnung fernab von ihrer Mutter und Schwester selbst isoliert, später seien auch Symptome spürbar gewesen.

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In Steinhaus (Bezirk Wels-Land) ist es Freitagmittag zu einer Expolsion in einer Wohnung gekommen. Verletzt wurde ersten Informationen zufolge offenbar glücklicherweise niemand.

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Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) hat sich von der Verhandlungslinie von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) beim EU-Gipfel zum Corona-Wiederaufbauplan distanziert. Er hätte das ursprüngliche “Mischungsverhältnis von Zuschüssen und Krediten so belassen”, sagte Kogler am Donnerstag auf die Frage, was er beim Gipfel anders gemacht hätte. Die Grünen hätten sich entlang des Vorschlags der EU-Kommission und der deutschen Kanzlerin Angela Merkel und des französischen Präsidenten Emmanuel Macron eingeordnet, sagte Kogler in einer Online-Diskussion mit dem Vizepräsidenten der EU-Kommission, Frans Timmermans. Sowohl die EU-Kommission als auch der deutsch-französische Vorschlag hätten ein Volumen von 500 Milliarden Euro an Zuschüssen im “Next Generation EU” genannten Aufbaufonds vorgesehen. Die “sparsame” Nettozahler-Allianz von Österreich, den Niederlanden, Schweden, Dänemark und Finnland setzte beim Gipfel eine Reduktion der Zuschüsse auf 390 Milliarden Euro durch. 360 Milliarden Euro kommen als Kredite hinzu. Kogler betonte, das Gipfelergebnis enthalte dennoch “sehr viel Grünes”. Mit dem Regierungspartner hätten sich die Grünen darauf verständigt, dass es bei 30 Prozent Mittelbindung für die Ökologisierung bleibe. Obwohl in Österreich viel darüber geredet werde, dass es keine Schuldenunion geben dürfe, was auch eine semantische Frage sei, hätten die Grünen darauf bestanden, dass es bei den Finanzierungsinstrumenten bleibe. Für den Aufbaufonds nimmt die EU gemeinsam Schulden auf. Dies wäre bei einer FPÖ-Regierungsbeteiligung möglicherweise anders gekommen, sagte Kogler. Timmermans sagte, es sei sehr positiv, dass der Gipfel nach sehr schwierigen Verhandlungen gemeinsame Lösungen gefunden habe. Damit könne die EU ein Zeichen setzen, dass sie die Coronakrise bekämpfe. Die Mittelbindung von 30 Prozent für Klimaschutzausgaben sei “ein Riesenfortschritt”. Der Gipfel habe Rückschritte beim “Just Transition Fund” gebracht, der Regionen beim Übergang zum ökologischen Wirtschaften helfen soll, sagte Timmermans. Gegenüber dem Erstentwurf der EU-Kommission werde der “Just Transition Fund” aber immer noch verdoppelt. Auch Kogler sagte, man müsse “den Wald und nicht nur die Bäume sehen”. Es seien “weitreichende Schritte gelungen”. Kogler begrüßte insbesondere die Möglichkeit der EU für weitere eigene Einnahmequellen, wie einer Plastikabfallabgabe, auch für eine grenzüberschreitende CO2-Abgabe und eine Digitalabgabe habe man “den Fuß in die Tür bekommen”. Sowohl Kogler als auch Timmermans erhoffen sich noch Verbesserungen durch Verhandlungen des Europaparlaments mit dem EU-Rat. Der Vizekanzler sagte, er hätte nichts dagegen, wenn das EU-Parlament “weitere Nachschärfungen” im Bereich Rechtsstaatlichkeit vornehme. Timmermanns kündigte Vorschläge der EU-Kommission zur Ausgestaltung des Rechtstaatlichkeitsmechanismus an. “Auch der Mitgliedstaat Österreich muss Klartext reden, wenn es um mehr Rechtsstaatlichkeit geht”, so der EU-Kommissionsvize. Man dürfe Ungarns Premier Viktor Orban und dem mächtigen PiS-Chef Jaroslaw Kaczynski “nicht freie Hand geben, dass sie machen können, was sie wollen”. Dies wäre für die EU “existenzbedrohend”. Timmermans sagte, er erwarte vom Europaparlament grundsätzlich eine Unterstützung des Deals, aber in Teilbereichen noch Verbesserungen. Ob dies gelinge, hänge stark von der deutschen EU-Ratspräsidentschaft und Merkel ab. Der niederländische Sozialdemokrat Timmermans kritisierte die Positionierung des liberalen niederländischen Premiers Mark Rutte beim Gipfel, der gemeinsam mit Kurz und den “Sparsamen” Kürzungen beim Aufbaufonds und nationale Budgetrabatte durchgesetzt hatte. “Ich hätte eine andere Einschätzung der eigenen Interesse der Niederlande. Ich finde es im Interesse von Ländern wie Österreich und der Niederlande, dass der Binnenmarkt gut funktioniert”, sagte der EU-Kommissionsvize.

Kogler distanziert sich von Kurz-Linie beim EU-Gipfel

Der Südafrikaner Ryan Gibbons hat den Auftakt der virtuellen Tour de France gewonnen. Der NTT-Profi setzte sich über 36 km auf der Plattform Zwift vor Pier-Andre Cote (CAN/Rally) and Nick Schultz (AUS/Mitchelton) durch. Der Tiroler Patrick Gamper (Bora) landete nicht im Spitzenfeld. Im Laufe der nächsten beiden Wochen folgen noch fünf weitere Etappen. Die Organisatoren der wegen der Corona-Krise auf Ende August verschobenen Rundfahrt haben selbst eine digitale Version auf die Beine gestellt. Das Kräftemessen findet über sechs Etappen, verteilt auf drei Juli-Wochenenden, auf der Plattform Zwift statt. Mehrere Topstars wie die Tour-Sieger Chris Froome, Geraint Thomas und Egan Bernal haben zugesagt.

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Die norditalienische Region Venetien buhlt um österreichische Touristen in Hinblick auf die bevorstehende Sommersaison. “Unsere Strände sind die Heimstrände der Österreicher. In Badeortschaften wie Caorle, Bibione, Jesolo und Sottomarina sind Österreicher zu Hause”, betonte der Präsident der Region Venetien, Luca Zaia, im Gespräch. “In Venetien spricht man Italienisch und Deutsch. Wenn Venetien im touristischen Bereich groß geworden ist, verdanken wir das den österreichischen und deutschen Touristen, die uns als ihre Heimat betrachten”, sagte Zaia. Der Neustart des Tourismus nach der Aufhebung der Reisebeschränkungen am 3. Juni sei für Venetien von wesentlicher Bedeutung. “Die Coronavirus-Krise droht, uns 50.000 Jobs zu kosten, 35.000 davon allein in der Tourismusbranche”, warnte Zaia, Spitzenpolitiker der rechten Lega.

Venetien wirbt um österreichische Urlauber

In den vergangenen 24 Stunden wurden in Österreich 295 Corona-Neuinfektionen vermeldet – fast so viele wie in der Vorwoche. Am Wochenende gingen die Neuinfektionen dann zurück, blieben allerdings noch immer im dreistelligen Bereich. Die meisten Infektionen mit 146 binnen 24 Stunden gab es auch diesmal in Wien 146 – wobei die  Testergebnisse der Corona-Teststraße vor dem Happel-Stadion angeblich noch nicht eingerechnet sind. Die restlichen Neuinfektionen teilen sich folgendermaßen auf die Bundesländer auf: Tirol (41), Oberösterreich (37), Niederösterreich (32), Steiermark (25), Vorarlberg (4) und Kärnten (4). Derzeit befinden sich 116 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung und davon 19 der Erkrankten auf Intensivstationen. Bisher gab es in Österreich 23.829 positive Testergebnisse. Mit aktuellem Stand (18. August 2020, 9.30 Uhr) sind österreichweit 729 Personen an den Folgen von Covid-19 verstorben, 20.870 Patienten sind wieder genesen. Details aus dem Hotspot Wien Im August sind bisher 73,9 Prozent aller neuen positiven Befunde auf Kontaktpersonen der Stufe 1 zurückzuführen. Sie waren zum Zeitpunkt der Testung bereits in Heimquarantäne und eine weitere Verbreitung war damit zum Testzeitpunkt bereits unterbunden, berichtet das Gesundheitsamt.  Diese Kontaktpersonen der Stufe 1 werden in Wien durchgetestet, unabhängig davon, ob sie Symptome haben oder nicht. Im Rahmen des Contact Tracings wurden alleine in den letzten 14 Tagen 16.578  Kontaktpersonen der Stufe 1 identifiziert, abgesondert und durchgetestet. So konnte alleine im Juli bei über 97 Prozent der Fälle die Infektionsquelle nachvollzogen werden. Die von der Stadt Wien errichtete Teststraße für Kroatien-Rückkehrer, die zwischen dem 7. und dem 16. August in Kroatien waren, wird gut angenommen. Allein am Montag haben sich 1.435 Personen, die zu Fuß oder mit dem Auto gekommen sind, testen lassen. Die Teststraßen wurden ausgebaut, um dem großen Andrang gerecht zu werden.

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Öffentlichen Toiletten hängt das Image an, unrein, übelriechend und irgendwie unheimlich zu sein. Der weltberühmte japanische Architekt Shigeru Ban will das auf revolutionäre Weise ändern: mit durchsichtigen Toiletten. Zu bewundern sind diese seit neuestem in einem Park im berühmten Tokioter Szene-Stadtteil Shibuya. Wenn die Toiletten unverschlossen sind, werden die pastellfarbenen Glaswände durchsichtig. Jeder kann dann von außen auf die weißen, sauberen Klos und Waschbecken sehen. Sobald die Türen schließen, werden die aus Glasschichten und einem Spezialfilm bestehenden Wände undurchsichtig. Die hypermodernen Toiletten mit ihren strombetriebenen Verwandlungswänden sind Teil eines Projekts der Nippon Foundation namens “The Tokyo Toilet”. Ziel ist eine Wiedergeburt öffentlicher Toiletten als einem Ort, wo man sich wohl und sicher fühlt. “Es gibt zwei Dinge, über die wir beim Betreten einer öffentlichen Toilette besorgt sind, vor allem, wenn sie sich in einem Park befindet. Das Erste ist Sauberkeit und das Zweite ist, ob sich jemand drinnen befindet”, schreibt Ban auf der Projekt-Webseite. Ban ist einer von 16 Kunstschaffenden, darunter auch seine beiden Architektenkollegen Tadao Ando und Kengo Kuma, die das Projekt unterstützen. Was aber, so fragt sich mancher, wenn es mal zum Stromausfall oder sonstigen Pannen kommt? Keine Sorge, versichern die Projektleiter. Fällt der Strom aus, werden die Glaswände undurchsichtig. Was auch immer passiere, niemand könne hineinsehen.

Projekt in Tokio mit durchsichtigen WC-Anlagen