Großbritannien wird von Covid überrollt: Höchste Zahl seit Juni

Merken
Großbritannien wird von Covid überrollt: Höchste Zahl seit Juni

Großbritannien hat am Sonntag 1062 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 gemeldet. Es handelt sich um die höchste Zahl seit Ende Juni. Am Samstag waren 758 neue Erkrankungen verzeichnet worden. Großbritannien ist mit mehr als 46.500 Todesfällen bei nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten das von der Pandemie am stärksten betroffene Land in Europa.

Derzeit wird in dem früheren EU-Mitgliedsland darüber diskutiert, ob Anfang September die Schulen wieder öffnen sollen. Der konservative Premierminister Boris Johnson, der selbst eine Covid-19-Erkrankung überstanden hat, erklärte die Schulöffnung am Sonntag zur “nationalen Priorität”. Medien berichteten unter Berufung auf eine ungenannte Regierungsquelle, Johnson wolle im Falle eines starken Anstiegs der Coronavirus-Infektionen eher erneut Geschäfte, Gasthäuser und Restaurants schließen lassen als Schulen.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Die Weltbevölkerung soll laut einer groß angelegten Studie bis 2100 deutlich weniger stark wachsen als bisher von den Vereinten Nationen vorhergesagt. Ein internationales Forscherteam legt in einem am Mittwoch im renommierten Medizin-Fachblatt “The Lancet” veröffentlichten Papier dar, dass es bis zum Ende des Jahrhunderts voraussichtlich 8,8 Milliarden Menschen auf der Erde geben werde. Da sind zwei Milliarden weniger als laut aktuellen UN-Prognosen. Die Geburtenrate in 183 von 195 Ländern werde so weit sinken, dass die Bevölkerungszahl ohne Einwanderung nicht mehr aufrechterhalten werden könne, schrieben die Wissenschafter. Mehr als 20 Länder, darunter Japan, Spanien, Italien und Polen, werden der Studie zufolge bis 2100 die Hälfte ihrer Bevölkerung verlieren. Auch das bevölkerungsreichste Land China werde von aktuell 1,4 Milliarden auf rund 730 Millionen Einwohner zum Jahrhundertende schrumpfen. Wachsen werden der Prognose zufolge hingegen Länder in Afrika südlich der Sahara. Nigeria könnte demnach in 80 Jahren mit 800 Millionen Menschen nach Indien das bevölkerungsreichste Land der Erde werden. “Wenn Frauen mehr Zugang zu Bildung und Geburtenkontrolle bekommen, entscheiden sie sich im Durchschnitt für weniger als 1,5 Kinder”, erklärte der Leiter der Studie, Christopher Murray vom Institut für Gesundheitsmessung und -auswertung (IHME) der Washington-Universität in Seattle, das von der Bill und Melinda Gates Stiftung unterstützt wird. Die Entwicklung sei eine “gute Nachricht” für die Umwelt, sagte Murray, denn eine kleinere Weltbevölkerung könne die Nahrungsmittelproduktion zurückfahren und den Ausstoß von Treibhausgasen senken. Für Länder in Subsahara-Afrika bringt das dort prognostizierte Bevölkerungswachstum nach Ansicht von Murray wirtschaftliche Chancen mit sich. Für die meisten Länder außerhalb von Afrika dürfte die sinkende Zahl an Arbeitskräften aber “tiefgreifende negative Folgen für die Wirtschaft” haben. So sinke die Zahl der Arbeitskräfte in China beispielsweise von rund 950 Millionen heute auf 350 Millionen 2100 – ein Rückgang von 62 Prozent. In Nigeria steige sie hingegen von heute 86 Millionen auf 450 Millionen. Die alternden Gesellschaften müssten daher ihre Sozial- und Gesundheitssysteme reformieren, mahnten die Studienautoren. Da die Lebenserwartung zudem steige, nehme die Zahl der Menschen, die älter als 80 Jahre sind, von 140 Millionen auf 866 Millionen zu. Mehr als viertel der Weltbevölkerung werde bis zum Jahrhundertende älter als 65 Jahre alt sein. Länder mit hohem Einkommen könnten diesen Entwicklungen mit einer flexiblen Einwanderungspolitik und sozialer Unterstützung für Familien mit Kindern begegnen, hieß es in der Studie. Murray warnte davor, dass manche Länder angesichts dieser Prognosen den Zugang zur Geburtenkontrolle beschränken könnten. Der wesentliche Faktor, warum Murrays Team auf ein deutlich geringeres Wachstum der Weltbevölkerung kommt als die UNO, ist die angenommene Geburtenrate. Während die Vereinten Nationen in ihren Prognosen über das Jahrhundert von einer Geburtenrate von 1,8 Kindern pro Frau ausgehen, wird sie laut den Analysen von Murray und seinen Kollegen auf unter 1,5 Kinder pro Frau fallen. Für eine stabile Bevölkerungszahl ist eine Geburtenrate von 2,1 Kindern pro Frau nötig. Der Chefredakteur des Journals “The Lancet”, Richard Horton, erklärte, die Studie zeige eine radikale Verschiebung der geopolitischen Machtverhältnisse. “Am Ende dieses Jahrhunderts wird die Welt eine multipolare sein, in der Indien, Nigeria, China und die USA die wichtigsten Mächte sind.”

Weltbevölkerung wächst bis 2100 langsamer als angenommen

Mattia Binotto setzte sich auf einen roten Stuhl und rollte immer weiter nach hinten – bis der Teamchef des schwer kriselnden Formel-1-Rennstalls Ferrari mit dem Rücken zur Wand saß. Vermutlich war sich der 50-Jährige der Symbolhaftigkeit gar nicht bewusst, als er dort hockte bei der Videokonferenz in einem winzigen Raum im Motorhome der Scuderia auf dem Hungaroring. Flankiert wurde er dabei von seinen beiden enttäuschten Fahrern Sebastian Vettel und Charles Leclerc, die im Ungarn-Grand-Prix nicht über die Ränge sechs bzw. elf hinausgekommen waren. Beide waren auf der Rennstrecke vor den Toren Budapests sogar vom überragenden Lewis Hamilton im Mercedes sogar überrundet worden – Höchststrafe. Sehr schmerzlich sei das “für uns und unsere Fans”, gestand Binotto. Die ersten drei Rennen sind aus Ferrari-Sicht überstanden, schlimmer noch als befürchtet. Grund zur Freude brachte der Neustart nicht. Die Marke aus Maranello, die sich im Winter noch so auf den 1.000. Grand Prix ihrer so ruhmreichen Historie in der Motorsport-Königsklasse in diesem Jahr gefreut hatte, rätselte auch nach ihrem 994. WM-Lauf über den SF1000 und dessen Potenzial. Der ehemalige Serien-Weltmeister Vettel erreichte mit Platz sechs seine beste Saisonplatzierung. Leclerc bekam dagegen als Elfter nicht einmal einen Punkt. “Unsere Normalität ist nicht gut genug”, betonte Vettel auf seiner quälenden Abschiedstournee bei der Scuderia, die er am Saisonende verlassen wird. Ein paar Tage Lebensnormalität bei seiner Familie in der Schweizer Wahlheimat dürften dem Deutschen nun gut tun. Nach den drei Stresswochen ist am kommenden Wochenende rennfrei, ehe es zum Doppelpack nach Silverstone geht – zu den Heimrennen von Formel-1-Dominator Hamilton. Fast zwangsläufig wissen auch die beiden Ferrari-Piloten, dass sie den Briten auf dem Weg zum siebenten WM-Triumph in der Corona-Notsaison nicht aufhalten werden. Auf die Frage, wie der 35-Jährige überhaupt noch davon abzuhalten sei, antworte Vettel: “Wenn Valtteri Weltmeister wird.” Gemeint war Hamiltons Teamkollege Bottas, doch auch den hat der 86-fache Grand-Prix-Gewinner und 90-fache Polesetter nach dessen Auftaktsieg schon wieder im Griff. “Das Auto und der Motor sind ein bisschen ein Biest, genau was wir brauchten. Es ist ein Auto, das Fahrer mögen”, meinte Mercedes-Teamchef Toto Wolff zum schwarz lackierten Silberpfeil, von dessen Qualität der Ferrari meilenweit entfernt ist. “Wir können die Lücke erst dann schließen, wenn wir verstanden haben, warum unser Auto so langsam ist”, lautete Binottos fast schon verzweifelter Kommentar. Und dazu soll alles und jeder nach der Rückkehr in die Heimat offensichtlich auf den Prüfstand kommen. “Jeder wird seine Arbeit analysieren und den Mut haben müssen, den Kurs zu wechseln, wenn das notwendig ist, denn die aktuelle Dynamik ist nicht akzeptabel”, stellte der Ferrari-Teamchef klar. Es gebe keine andere Lösung, “um diese Situation in den Griff zu kriegen”. Im Detail äußerte sich Binotto nicht dazu. “Rollen Köpfe?”, fragte aber bereits “La Gazzetta dello Sport” und gab sich selbst die spekulative Antwort: “Ja, wenn es bedeutet, dass die verschiedenen Abteilungen besser funktionieren.” Als Teamchef ist Binotto selbst maßgeblich verantwortlich für die Performance des Rennstalls – von enttäuschenden Ergebnissen bis zu teaminternen Karambolagen und dem frühen Ausfall beider Autos beim zweiten Rennen am Sonntag vor einer Woche in Spielberg. Seit Jänner 2019 ist er Ferrari-Teamchef. Der Maschinenbau-Ingenieur löste damals den ehemaligen Zigaretten-Manager Maurizio Arrivabene ab und sollte die Scuderia zum ersten Fahrertitel seit 2007 (Kimi Räikkönen) führen. Doch von diesen hohen Ansprüchen ist Ferrari aktuell meilenweit entfernt. Nach drei Rennen belegen Leclerc, der im Auftaktrennen in Österreich noch Zweiter war, und Vettel in der WM nur die Ränge sieben bzw. zehn. Und in der Konstrukteurswertung ist Ferrari lediglich Fünfter und damit nur noch graues Mittelmaß. Kein Wunder also, dass bereits heftig über Binottos Ablöse spekuliert wird.

Ferrari-Teamchef Binotto nach nächstem Debakel unter Druck

Die NEOS orten im Wirtschafts- und Finanzministerium und in der Wirtschaftskammer rund um die Abwicklung des Härtefall-Fonds ein riesiges Datenleck, das die persönlichen Daten von mehr als einer Million Bürgern öffentlich einsehbar macht. Konkret soll über die Homepage des Wirtschaftsministeriums ein Register mit Namen, persönliche Adressen und Geburtstagsdaten einsehbar sein. Die NEOS wollen bei einer Pressekonferenz am Freitag nähere Details zu der Causa bekannt geben.

NEOS sehen "gigantisches Datenleck" rund um Härtefall-Fonds

Weltmeister Lewis Hamilton hat beim verspäteten WM-Auftakt der Formel 1 in Spielberg gleich eine starke Duftmarke gesetzt. Der Mercedes-Pilot war am Freitag in beiden Trainings für den Grand Prix von Österreich jeweils vor Teamkollege Valtteri Bottas Schnellster und sorgte am Nachmittag mit 1:04,304 Min. auch für die Tagesbestzeit. Probleme hatte hingegen Hausherr Red Bull Racing. Max Verstappen, in der ersten Übungseinheit noch Dritter hinter den beiden nun in Schwarz fahrenden Silberpfeilen, kam am Nachmittag über Platz acht nicht hinaus. Der Holländer hat die jüngsten beiden Auflagen des Rennens in Österreich gewonnen. Der hoch eingeschätzte RB16 zeigte diesmal aber zunächst kein gutes Fahrverhalten. Sowohl Verstappen als auch Teamkollege Alexander Albon klagten am Nachmittag über Abstimmungsprobleme und verzeichneten im Verlauf der 90-Minuten-Session einige Dreher. Die 71. Formel-1-Saison beginnt am kommenden Sonntag in Spielberg wegen der langen Corona-Pause mit knapp viermonatiger Verspätung. Das Rennen auf dem Red Bull Ring findet ohne Zuschauer und unter rigorosen Hygiene-Bedingungen statt. Eine Woche später folgt ebendort der Grand Prix der Steiermark.

Erste Spielberg-Bestzeit an Weltmeister Hamilton

Diese Geburt hat keiner kommen sehen! Pop-Superstar Justin Timberlake (39) und Schauspielerin Jessica Biel (38) sind offenbar zum zweiten Mal Eltern geworden. Das berichtet die britische „Daily Mail“. Demnach brachte Biel Anfang der Woche einen Jungen zur Welt. Sein Bruder Silas (5) und Papa Justin sollen gerade die Zeit gemeinsam mit Jessica und dem Baby genießen. Auch Jessicas Mutter Kimberly Conroe Biel (65) unterstützt die Familie demnach, wo sie kann. Freunden und Familie soll sie von der Geburt bereits berichtet haben. Eine offizielle Bestätigung steht aber noch aus. Für Fans kommt die Baby-Meldung aus dem Nichts! Justin und Jessica waren zuletzt im März in der Öffentlichkeit gesehen worden. Auch bei Instagram hielt sich Biel mit Ganzkörper-Aufnahmen zurück. Seit der Corona-Krise soll sich das Ehepaar in seinem Zuhause in Big Sky, Montana zurückgezogen haben. Die beiden haben offenbar ihre Mini-Krise bestens überstanden: Ende vergangenen Jahres war Timberlake mit einer Schauspiel-Kollegin händchenhaltend in einer Bar gesehen worden. Danach entschuldigte er sich öffentlich bei Instagram dafür, zu viel getrunken und seine Familie verletzt zu haben. Jetzt also zum Glück wieder positive Neuigkeiten aus dem Hause Timberlake.

Geheim-Geburt bei Justin Timberlake

Wegen der gestiegenen Covid-19-Infektionszahlen verschärft die Bundesregierung wieder die Präventionsmaßnahmen. Ab Freitag gilt im Lebensmitteleinzelhandel, in Supermärkten, Banken und der Post erneut die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, gab Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Dienstag bekannt. Strenger gehandhabt werden auch die Regeln an Österreichs Grenzen. Ebenfalls ab Freitag ist die Einreise aus Risikogebieten nur noch mit negativem PCR-Test erlaubt. Dieser muss aus zertifizierten Laboren stammen. Es kommt eine verstärkte Quarantäneüberwachung, und alle Grenzkontrollen werden gemeinsam mit den Gesundheitsbehörden durchgeführt. Kirchen und Religionsgemeinschaften mit Bezug zu Risikogebieten im Ausland drängt man zu einer generellen Maskenpflicht. Jene mit positiven Fällen sollen geschlossen werden. Das österreichische Corona-Ampelsystem, das das Covid-19-Risiko auf Bezirksebene einstufen soll, wird im Laufe des Augusts in Probebetrieb gehen. Das hat Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) angekündigt. Zwei grundlegende Beschlüsse dafür sollen bereits im Sommerministerrat Ende Juli beschlossen werden. Einerseits seien dies die Kriterien, nach denen die vierstufige Ampel gestellt wird, andererseits die Schaffung der Coronakommission, die diese Ampel schaltet. Im August soll die Regelung dann gemeinsam mit allen betroffenen Ministerien verankert werden. Insgesamt soll die Ampel vier Kriterien berücksichtigen. Und je nach Ampelstufe – von grün bis rot – sollen dann in den betreffenden Bezirken Maßnahmen verhängt werden.

Ab Freitag wieder Maskenpflicht beim Einkaufen