Gruß aus dem Museum

Merken
Gruß aus dem Museum

Wels kann auf eine über 750 Jahre währende Tradition der Lederherstellung und Lederverarbeitung zurückblicken. Das Handwerk und später die industrielle Fertigung von Leder waren ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Stadt. Die günstige Möglichkeit mit einer ausreichenden Versorgung für dieses mit Wasser verbundene Gewerbe ließ schon früh ein eigenes Viertel entstehen, das westlich vor der Stadt lag und dem Lederertor seinen Namen gab.

Die Welser Ledererzunft wird erstmals 1437 erwähnt. Um ihre Bedeutung und ihren Wohlstand zu zeigen besaß sie prunkvolle Repräsentationsgegenstände. Der Zunft-Pokal zeigt am Deckelknauf einen Ritter, dessen Schild das Zunftzeichen der Lederer trägt.

Zunft-Pokal der Lederer I Silber, vergoldet I 1738
H 40 cm, Ø 12 cm

Der Pokal steht im Stadtmuseum Wels – Burg

Foto: Ingeborg Micko

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Kunst die sich ausbreitet. Die entsteht, die erlebbar ist und das Publikum einbezieht.  Die Kollaterale wurde aus der Coronazeit geboren und ist als Format genau dafür tauglich, mit Abstand und Achtsamkeit Kunst und Kunstschaffenden zu begegnen. Herzlich willkommen!

Der Welser Tiergarten, Landschaften in Grönland oder Blumenblüte in Südafrika – Ilse Wiespointner reist schon seit Jahrzehnten um die Welt und macht von ihren Reisen ganz besonderen Schnappschüsse. In der Corona Zeit hat sie sich entschlossen, ihre Bilder mit der ganzen Welt zu teilen, sie auf Google Maps zu stellen. Innerhalb kürzester Zeit kann sich die Welserin über 17.000 Klicks freuen.

Die Galerie Marschner feiert 15 jähriges Bestandsjubiläum und das mit einer Ausstellung mit Werken von Drago Julius Prelog.

15 Jahre Galerie Marschner

Ein wichtiger Termin für alle Welser Bildungs- und Kulturinteressierten ist der Dienstag, 1. Juni: Ab diesem Tag fährt der Wissensbus wieder seine Haltestellen im Stadtgebiet an. Und um 19:00 Uhr starten die Welser Kulturdialoge – und zwar online über das Studio 17 im Medienkulturhaus.

Welser Wissensbus startet mit 1. Juni

Das Warten hat ein Ende. Am 2. Oktober sperrt der Kornspeicher endlich wieder seine Türen auf. Nach monatelangen Umbauarbeiten startet das Kulturhaus neu durch – mit neuem Leiter und neuer Ausrichtung. Wir haben einen ersten Blick hineingeworfen.

Fibeln sind antike Gewandspangen und waren Bestandteile der Tracht in den römischen Provinzen. Diese Sicherheitsnadeln gibt es in unterschiedlichen Ausformungen und Materialien, wobei Tiermotive äußerst beliebt waren. Die Welser Hundefibel wurde 2012 bei einer Ausgrabung in der Fabrikstraße gefunden. Sie ist aus Bronze mit einer bunten Emailauflage und zeigt einen laufenden Hund mit Halsband. Die Emailauflage entsteht durch eine Aufschmelzung einer Glasmasse. Diese wurde meist in pulverisiertem Zustand auf eine Metallunterlage aufgebracht und erhitzt. Die farbige Wirkung erzielte man durch Zusatz von Metalloxiden im Glas. Hunde waren in der Römerzeit beliebte Haustiere, meist wurden sie als Wach-, Jagd- und Hirtenhunde eingesetzt, aber es gab auch bereits kleine Schoßhunde. Die Hundefibel ist im Stadtmuseum Wels-Minoriten Archäologische Sammlung ausgestellt. Foto: Ursula Egger

Gruß aus dem Museum