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Dabei wurden vom 7. bis 13. November 1938 etwa 400 Menschen ermordet oder in den Selbstmord getrieben. Über 1.400 Synagogen, Betstuben und sonstige Versammlungsräume sowie tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört. Ab dem 10. November wurden ungefähr 30.000 Juden in Konzentrationslagern inhaftiert, von denen Hunderte ermordet wurden oder an den Haftfolgen starben. Die Pogrome markieren den Übergang von der Diskriminierung der deutschen Juden seit 1933 zur systematischen Verfolgung. Seit 1978 hat der 9. November auch auf Bundesebene den ihm gebührenden Rang als festes Erinnerungsdatum eingenommen. Ein gemeinsamer Vorstoß des Zentralrats der Juden, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und der Kultusministerkonferenz löste damals zahlreiche Schulveranstaltungen aus. Aktionswochen und Schweigemärsche gegen Neonazismus fanden starken Zuspruch. Alle Landesregierungen und Bundespräsident Walter Scheel beteiligten sich mit eigenen Gedenkveranstaltungen.

1990 war der 9. November zeitweise auch als deutscher Nationalfeiertag im Gespräch. Wegen des Mauerfalls von 1989 stand das Datum für den entscheidenden Durchbruch zur Wiedervereinigung. Es hätte zudem einen Bezug zu einigen historischen Ursachen der Novemberpogrome hergestellt: zur Novemberrevolution von 1918 sowie zum Hitler-Ludendorff-Putsch von 1923. Darin sah eine Minderheit der Bundestagsabgeordneten eine Chance zu einer gesamtdeutschen Identität, die die Freude über die Wiedervereinigung bewusst mit der Erinnerung an den Wendepunkt zum Holocaust als tiefster Schattenseite der deutschen Geschichte verbindet.

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Der US-amerikanische Filmemacher Leon Gast, der 1997 mit der Boxkampf-Dokumentation „When We Were Kings“ einen Oscar holte, ist tot. Der Regisseur sei am Montag in seinem Haus in Woodstock (US-Staat New York) gestorben, teilten die Veranstalter des Woodstock Film Festivals mit. Der Oscar-prämierte Film drehte sich um den legendären WM-Fight der US-Schwergewichtsboxer Muhammad Ali und George Foreman 1974 in Zaire, der heutigen Demokratischen Republik Kongo. Gast war ein langjähriges Beiratsmitglied des Woodstock-Filmfestivals. Er wurde 85 Jahre alt. Die Dokumentarfilmerin Barbara Kopple bestätigte den Tod ihres Kollegen dem Branchenblatt „Hollywood Reporter“. Gast habe seine Kamera auf „kulturelle Titanen“ wie Celia Cruz, B. B. King, Kobe Bryant und Muhammad Ali gerichtet, hieß es in einer Würdigung der Oscar-Akademie. „Man wird ihn vermissen“, schrieb der Filmverband auf Twitter. Seine Oscar-prämierte Doku „When We Were Kings“ drehte sich um einen der spektakulärsten Kämpfe der Boxgeschichte. Bei dem „Rumble in the Jungle“ traten die US-Schwergewichtler Muhammad Ali und George Foreman 1974 in Zaire (Demokratische Republik Kongo) in den Ring. Ali siegte damals in der 8. Runde durch K.O.. Gast war damals in Afrika, um ein Musikfestival zu dokumentieren, dreht dann aber viele Hundert Stunden Material rund um den Boxkampf. Erst zwei Jahrzehnte nach dem Event hatte er die Finanzierung und die Rechte für den Film zusammen. In „When We Were Kings“ kamen auch Zeitzeugen wie Sänger James Brown, Autor Norman Mailer und Regisseur Spike Lee zu Wort. Der Film kam 1996 in die Kinos und holte 1997 den Oscar als bester Dokumentarfilm. Bei der Oscar-Verleihung waren beide Boxer dabei.

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