Guter Teil der Eltern mit Fernunterricht überfordert

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Guter Teil der Eltern mit Fernunterricht überfordert

Vor allem Eltern von Volksschülern sind daheim als Lernunterstützer gefordert. In über 80 Prozent trifft diese zusätzliche Belastung in der Praxis die Mütter, schreibt Studienautor Stephan Huber vom Institut für Bildungsmanagement und Bildungsökonomie der Pädagogischen Hochschule Zug. Zwar bewerten mehr als acht von zehn Eltern die Aufgaben im Verhältnis zu ihren Kompetenzen als nicht schwer. Allerdings fühlen sich der Studie zufolge bei der Beschulung 29 Prozent bzw. bei der Betreuung im Fernunterricht zwischen 13 und 46 Prozent überfordert.

Unter Lehrern nennen 40 Prozent fehlende Elternunterstützung als Herausforderung beim Distance Learning. Ein häufiger Grund dafür ist der Metastudie zufolge Zeitmangel: Je nach Befragung berichten zwischen einem Viertel und zwei Drittel der Eltern, dass ihnen zu wenig Zeit für die Lernunterstützung ihrer Kinder bleibt, unter anderem wegen ihrer Berufstätigkeit oder weiterer Kinder. Ebenso groß ist die Gruppe, die angibt, ihren Kinder pro Tag im Schnitt weniger als eine Stunde beim Lernen helfen zu können.

Zwischen 15 und 35 Prozent fühlen sich der Sache inhaltlich nicht gewachsen, ein Viertel der Eltern hat laut eigenen Angaben außerdem keine oder nur geringe digitale Kompetenzen. Während bei den fachlichen Kompetenzen nur jedes vierte Kind von hochqualifizierten Eltern eine Hilflosigkeit der Eltern wahrnimmt, ist es unter Schülern, deren Eltern geringes Bildungsniveau aufweisen, jeder zweite.

Zusätzlich gibt zwischen einem Siebentel und einem Drittel der Eltern an, sie könnten ihre Kinder bei Motivationsproblemen nicht zum Lernen bewegen. In vielen Fällen verläuft die Lernbetreuung durch die Eltern auch nicht reibungslos: Zwischen 20 und 62 Prozent der Eltern geben an, dass es durch den Fernunterricht häufiger zu Streit oder Konflikten kommt oder die Beziehung zu ihren Kindern sehr oder ziemlich belastet ist.

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