Härtefallfonds: Flexiblerer Betrachtungszeitraum in Phase 2

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Härtefallfonds: Flexiblerer Betrachtungszeitraum in Phase 2

Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) hat in Verhandlungen mit der Regierung Nachjustierungen im Corona-Härtefallfonds für Klein- und Kleinstunternehmen erreicht. Seit 20. April läuft die zweite Phase des Härtefallfonds. Der bisherige Beobachtungszeitraum wird um weitere drei Monate verlängert und Jungunternehmer können auch bei Gründung zwischen 2018 und 2020 Hilfe beantragen. Als weitere Adaptierungen gilt ab sofort eine Mindestförderhöhe von 500 Euro pro Monat, womit individuelle Härtefälle und etwaige Investitionen aufgefangen werden sollen.

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KTM greift dank “Pole für Pol” nach dem erstem Heimsieg in Spielberg. Pol Espargaro erzielte Samstag 22 Tausendstel vor dem Japaner Takaami Nakagami (Honda) Quali-Bestzeit und geht Sonntag als Favorit in den Grand Prix der Steiermark. Als Dritter überraschte drei Tage nach einer Handoperation Johann Zarco, der Franzose muss aus der Boxengasse starten. Andrea Dovizioso folgt nur aus Reihe drei. Die nur neunte Quali-Zeit war selbst für den am Samstag oft zurückhaltenden, dreifachen Österreich-Sieger ein mageres Ergebnis, obwohl bei hochsommerlichen Bedingungen ideale Verhältnisse am Red Bull Ring herrschten. Sonntag könnte es freilich regnen. Zudem lagen die Top-12 in der Quali nicht einmal sechs Zehntelsekunden auseinander. Die wegen Corona verkürzte MotoGP-WM 2020 ist wegen des Fehlens von Weltmeister Marc Marquez – der verletzte Spanier dürfte auch in Misano noch fehlen – sowie der neuen Michelin-Reifen eine der engsten der Geschichte. Für Ducati könnte am Sonntag (14.00 Uhr MESZ/live ServusTV) eine große Siegesserie zu Ende gehen. Die Italiener sind seit der Rückkehr der MotoGP nach Spielberg (2016) ungeschlagen, drei der bisher fünf Siege in Serie hat Dovizioso geholt. Womöglich vertraut “Desmodovi” nicht nur auf die Power seines Bikes, sondern auch die spezielle Startvorrichtung (Ride Height System), die seine Desmosedici 2020 hinten absenken kann. Auf dem Papier hat aber Espargaro nun die besten Karten auf den Sieg im zweiten Österreich-Rennen innerhalb einer Woche. Er würde mit seinem Premierenerfolg in der “Königsklasse” nicht nur ein Luxus-Auto gewinnen, sondern vor allem auch die Ducati-Serie auf dem Powerkurs in Österreich beenden. “Unglaublich. Ich habe auf die erste oder zweite Reihe gehofft und nicht gedacht, dass wir die Pole schaffen”, freute sich Espargaro. “Ich habe davor viel zu viele Fehler gemacht”, gestand der Spanier. “Das jetzt hat das ganze Team verdient.” Zudem sieht sich Espargaro in einer idealen Position für seinen ersten MotoGP-Sieg, denn “in Spielberg aus der ersten Reihe zu starten ist superwichtig”. Außerdem fährt Dovizioso von weit hinten los. “Das ist gut. Denn die Ducatis sind vor allem am Anfang, wenn die Reifen noch frisch sind, am schwierigsten zu überholen”, ergänzte der Spanier. Espargaro hat die österreichische RC16 über Jahre maßgeblich mitentwickelt und war deshalb umso frustrierter, dass nicht er, sondern MotoGP-Rookie Binder in Brno den ersten GP-Sieg für KTM geholt hat. Sportdirektor Pit Beirer freute sich daher vor allem für Espargaro. “Er war doch schon sehr unter Druck.” Für KTM sei das ein weiterer Meilenstein, so Beirer. “Unglaublich. Unser Projekt fängt langsam an zu fliegen.” Für die zweite Geschichte des Tages sorgte Zarco. Der verletzte Franzose ließ das FP4 zwar aus, fuhr dann aber beide Qualis und imponierter am Ende als Dritter. “Dabei wollte ich nur einige Qualitätsrunden hinlegen”, erklärte er. Dass er wegen der eggen ihn ausgesprochenen Strafe aus der Boxengasse los fahren muss, hält Zarco für ungerecht. “Ich habe nicht wirklich etwas falsch gemacht”, sagte er im Rückblick auf die gefährliche Situation vor einer Woche auf dem Red Bull Ring. “Ich muss es akzeptieren. Kopf runter und die bittere Pille schlucken”, hat sich Zarco vorgenommen. In der Moto3 ersparte sich der Österreicher Max Kofler zwar Dauer-Startplatz 26, war aber über Rang 29 und die letzte Startreihe noch unglücklicher. Der Oberösterreicher hatte Pech, weil er im Q1 von einem Konkurrenten umgerissen wurde und sich danach mit Reifenproblemen nicht mehr verbessen konnte. “So habe ich mir den Samstag absolut nicht vorgestellt. Da ist viel Pech zusammengekommen”, gestand der 20-jährige WM-Rookie vor dem Rennen am Sonntag (11.00 Uhr MESZ). Koflers Renn-Plan: “In den ersten beiden Kurven die Ellbogen ausfahren und dann an der Spitzengruppe dranbleiben.” Pole in der Moto3 holte der Argentinier Gabriel Rodrigo (Honda). In der Moto2 sicherte sich überraschend der Spanier Aron Canet (Speed Up) seine erste Pole.

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Vor dem Weißen Haus in Washington hat es nach Angaben von US-Präsident Donald Trump eine Schießerei gegeben. Auf eine Person sei dabei von Sicherheitskräften geschossen worden, sagte Trump am Montag zu Journalisten. Zuvor hatte der Präsident eine Pressekonferenz abrupt verlassen und wurde von Personenschützern aus dem Raum geleitet. Der Vorfall hat sich laut Trump außerhalb des Zauns ereignet, der das Weiße Haus umgibt. “Es scheint alles unter Kontrolle zu sein.” Zum Zustand der Person konnte Trump keine Angaben machen. Der Mann sei in ein Krankenhaus gebracht worden. Zuerst ging man davon aus, dass der Mann, der für die abrupte Unterbrechung der Pressekonferenz sorgte, bewaffnet gewesen sei. Der US-Sender CNN berichtet jedoch unter Berufung auf Ermittler-Kreise, dass der 51-jährige niedergeschossene Mann vermutlich unbewaffnet war und nur behauptet hatte, eine Waffe bei sich zu tragen. Danach sei er auf den Beamten zugerannt und habe mit einem Gegenstand in der Hand eine beim Schießen übliche Position eingenommen. In einer Twitter-Nachricht des Secret Service hieß es, die Untersuchung zu dem Fall laufe noch. Der am Oberkörper getroffene Mann und der Sicherheitsbeamte wurden in Krankenhäuser gebracht. Der Mann sei nicht in den Komplex rund um das Weiße Haus eingedrungen und eine Gefahr für Trump oder andere Personen innerhalb des Geländes habe zu keinem Zeitpunkt bestanden, betonte der Secret Service.

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Der Dirigent und ehemalige Generalmusikdirektor der Wiener Staatsoper, Franz Welser-Möst, übt Kritik am gerade aus dem Amt geschiedenen Direktor Dominique Meyer. “Die Staatsoper hat international an Relevanz verloren”, so Welser-Möst in den “Oberösterreichischen Nachrichten”. “Ein Haus muss lebendig sein und pulsieren”, argumentierte der Dirigent. “Das zeigt sich unbedingt nicht nur an Auslastungszahlen, die, so wie sie kolportiert worden sind, sowieso nicht gestimmt haben. Es gibt eine Gefälligkeit, die gefährlich ist. Kunst muss auch leidenschaftlich diskutiert werden”. Welser-Möst war 2014 aufgrund von “Auffassungsunterschieden in künstlerischen Belangen” mit Meyer als Generalmusikdirektor zurückgetreten. Er habe dann eine Vereinbarung unterschrieben, wonach er sich bis 1. Juli 2020 nicht zu seiner Zeit an der Staatsoper äußern dürfe, schildert er im Interview. “Wenn ein Haus auf lange Sicht vom Tourismus lebt, dann wird das gefährlich”, meinte der Dirigent unter Hinweis auf die Coronakrise. Auch bei der künstlerischen Ansicht, “also was szenisch passiert und auch was das Sängerensemble und Engagements anlangt, habe ich die Meinung von Dominique Meyer oft nicht geteilt”: “Für mich war es ein Problem, dass er viele junge, hübsche Sängerinnen engagiert hat, die einfach mit wenig oder gar keiner Erfahrung plötzlich Ensemblemitglied in der Wiener Staatsoper waren. Das ist ja keine Ausbildungsstätte, sondern ein Riesenbetrieb mit rund 50 verschiedenen Opern pro Jahr.”

Welser-Möst: Staatsoper hat an Relevanz verloren

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