Handel soll während des Lockdowns schon um 19 Uhr schließen

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Handel soll während des Lockdowns schon um 19 Uhr schließen

Die österreichischen Geschäfte sollen während der Zeit der Ausgangsbeschränkungen bereits um 19 Uhr schließen. Darauf haben sich die Sozialpartner des Handels, Gewerkschaft GPA-djp und Wirtschaftskammer (WKÖ), geeinigt, wie sie am Montag mitteilten. “Nach dem Einvernehmen der Sozialpartner braucht es nun noch eine Verordnung des Gesundheitsministeriums, um Rechtssicherheit für die Öffnungszeitenregelung zu gewährleisten.”

Eine Öffnung der Geschäfte in der Früh zu einem früheren Zeitpunkt als zu jenem, zu dem das jeweilige Geschäft an dem Wochentag üblicherweise öffnet, soll dabei unzulässig sein. Die Ausgangsbeschränkungen zwischen 20 und 6 Uhr gelten vorerst bis 12. November, dürften aber mehrmals bis Ende November verlängert werden.

Starke Nachfrage, keine Hamsterkäufe

Indes registrieren die heimischen Supermärkte diesmal keine Hamsterkäufe. “Wir haben kaum diese Bevorratungseinkäufe feststellen können”, sagte etwa Rewe-Sprecher Paul Pöttschacher am Montag. Weder Hygieneartikel (Klopapier) noch Teigwaren, Reis oder Konserven seien am Samstag in den Billa-Filialen so stark nachgefragt worden wie am 13. März. “Die Unsicherheit ist nicht mehr so groß. Die Leute wissen, der Lebensmittelhandel bleibt offen.”

Auch bei Spar sei bisher alles im Rahmen. “Wir tun, was wir tun können. Unsere Lager sind voll, wir können alles liefern”, sagte Sprecherin Nicole Berkmann. Hamstertendenzen gebe es keine.

Plus 20 Prozent bei Zitrusfrüchten

Hofer stellte in den vergangenen Tagen schon eine “etwas überdurchschnittliche” Nachfrage nach Mehl, Germ und Toilettenpapier fest, jedoch sei die Situation nicht mit jener im März zu vergleichen, wie es in einer Aussendung des Diskonters hieß.

Ein weiterer Trend übrigens, der sich seit Ausbruch der Coronakrise verstärkt hat: gesunde, immunsystemstärkende Lebensmittel. “Bei Zitrusfrüchten haben wir in etwa ein Absatzplus von 20 Prozent. Auch bei biologischen Lebensmitteln merken wir einen Boom”, so Pöttschacher.

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