Handydaten: Opposition übt scharfe Kritik an Regierung

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Handydaten: Opposition übt scharfe Kritik an Regierung

Die Oppositionsparteien haben das Vorgehen der Bundesregierung, mittels Handydaten des Telekomunternehmens A1 Rückschlüsse auf die Bewegung der Österreicher während der Corona-Krise zu ziehen, kritisiert. Die SPÖ sieht einen “massiven Grundrechtseingriff”, die FPÖ pocht auf die Freiheitsrechte der Bürger. Die Neos kündigen eine parlamentarische Anfrage an.

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Während sich um diese Zeit normalerweise Tausende Pilger auf die Kreuzwegprozession in die Jerusalemer Altstadt begeben, sind es heuer wegen der Corona-Pandemie nur vier Mönche – unter Polizeischutz. Die Teilnahme weiterer Prozessionsteilnehmer war im Rahmen der Anti-Corona-Schutzmaßnahmen von den Behörden verboten worden. Die Polizei drohte mit Strafen von umgerechnet 1250 Euro für jeden, der sich der Prozession zu nähern oder anzuschließen versuche.

Nur vier Pilger auf Karfreitagskreuzweg

Sieben von zehn Paaren haben den von der Coronakrise verursachten Lockdown eigenen Angaben zufolge gut überstanden. Dagegen haben 16 Prozent an ihrer Beziehung gezweifelt und ernsthaft an eine Trennung gedacht. Das hat eine bevölkerungsrepräsentative Marketagent-Studie im Auftrag der Online-Partneragentur Parship.at ergeben. Befragt wurden im Juni 1.003 webaktive Österreicher zwischen 18-69 Jahren. Die Fragen in Richtung Partnerschaft beantworteten ausschließlich 706 in einer Beziehung lebende Personen. Die Mehrheit der österreichischen Paare sieht sich demnach für Herausforderungen gut gerüstet. 84 Prozent betrachten ihre Beziehung als “belastbar”, 43 Prozent sogar als “sehr belastbar”. Besonders gut bewältigt werden – jedenfalls der eigenen Einschätzung nach – Herausforderungen wie Kindererziehung (57 Prozent) oder Hausbau (50 Prozent). Schlechter zurande kommen Paare dagegen mit der Pflege kranker Angehöriger (38 Prozent), Streit in der Familie oder im Freundeskreis (31 Prozent) sowie übermäßigem Stress im Beruf (30 Prozent). Insgesamt geht fast jeder vierte Österreicher davon aus, dass er mit Krisen sehr gut umgehen kann. Dabei sind Männer (26 Prozent) von sich überzeugter als Frauen (20 Prozent). Knapp 20 Prozent stufen sich demgegenüber als wenig bis gar nicht stressresistent ein.

Sieben von zehn Paaren haben Lockdown gut überstanden

Ein Serienunfall mit fünf bis sechs Fahrzeugen im dichten Ausflugs- und Urlauberverkehr auf der Westautobahn bei Eberstalzell (Bezirk Wels-Land) hat am Samstag für massive Staus gesorgt.

Serienunfall im Ausflugs- und Urlauberverkehr auf Westautobahn bei Eberstalzell

Ein Flugzeugunglück bei starkem Regen auf nasser Piste in Indien hat mindestens 17 Menschen das Leben gekostet. Mindestens 123 Menschen wurden laut einem Polizeimitarbeiter am Flughafen Calicut in der Stadt Kozhikode verletzt. Die Air-India-Express-Maschine IX-1344 aus Dubai mit 191 Menschen an Bord sei bei der Landung in dem südindischen Bundesstaat Kerala über die Landebahn hinaus geschossen. Danach fiel das Flugzeug rund zehn Meter nach unten, schrieb der Zivilluftfahrtminister auf Twitter. Anschließend sei es in zwei Stücke gebrochen. Die Piste ist schwierig anzufliegen, denn sie befindet sich auf einem Hügel. Unter den 184 Passagieren seien auch zehn Kleinkinder, berichtete ein Sprecher der Zivilluftfahrtbehörde. Alle Verletzten seien in Krankenhäuser gebracht worden, sagte der höhere Polizeimitarbeiter. Mindestens 15 von ihnen seien schwer verletzt. In der Region hatte es am Freitagabend stark geregnet. Der Flugzeug sei um 19.41 Uhr Ortszeit angekommen, hieß es von der Zivilluftfahrtbehörde. Der Flieger war Teil eines Rückholprogramms von indischen Bürgen, die wegen des Coronavirus im Ausland gestrandet waren. Laut Flugtracking-Internetseite FlightRadar24 flog die Maschine vor der Landung zunächst mehrere Kreise über dem Flughafen. Indiens Premier Narendra Modi twitterte: “Meine Gedanken sind mit denen, die ihre Liebsten verloren haben. Mögen die Verletzten so schnell wie möglich genesen.”

Flugzeug bei Landung in Indien verunglückt - Mehrere Tote

Die Regierung von Mosambik hat erstmals offiziell bestätigt, dass das im Libanon explodierte Ammoniumnitrat ursprünglich auf dem Weg in ihr Land gewesen war. Ein Regierungssprecher wies nach einer Kabinettssitzung am Dienstagabend allerdings jegliche Verantwortung für die verheerenden Explosionen zurück. Nicht das Ammoniumnitrat an sich sei das Problem, sondern die Lagerungsbedingungen und die Frage, warum das Material so lange im Hafen von Beirut gelagert gewesen war. Wie die Firma Fabrica de Explosivos de Mocambique (FEM) der Nachrichtenagentur AFP bestätigte, hatte sie 2013 das Ammoniumnitrat aus Georgien bestellt, aber nie erhalten. Stattdessen war das Schiff mit der 2.750-Tonnen-Lieferung in Beirut beschlagnahmt worden. Aus Firmenkreisen hieß es, FEM habe nichts mit der Logistik zu tun gehabt und könne auch nicht erklären, warum die Ladung stecken blieb. Die Firma bekam stattdessen eine neue Lieferung mit einem anderen Schiff. Ammoniumnitrat wird sowohl zur Herstellung von Düngemitteln als auch für Sprengstoffe benutzt und in Mosambik vor allem für den Bergbau eingesetzt. FEM ist laut eigenen Angaben in der Sprengstoffherstellung tätig. Die aufgehaltene Lieferung war seit der Beschlagnahmung ungesichert im Hafen von Beirut gelagert worden, bevor sie vergangene Woche detonierte. Bei den zwei Explosionen starben mehr als 170 Menschen, tausende weitere wurden verletzt. Vergangene Woche noch hatten mosambikanische Behörden jegliche Kenntnis von dem beschlagnahmten Frachter “Rhosus” und dessen Lieferung bestritten. Regierungssprecher Filimao Suaze sagte nun, es sei nicht Sache mosambikanischer Unternehmen, zu erklären, “warum das Schiff im Hafen von Beirut beschlagnahmt wurde und warum die Explosion stattfand”. Suaze betonte, dass die Häfen seines Landes in den vergangenen fünf Jahren mindestens vier Millionen Tonnen Ammoniumnitrat abgefertigt hätten – ohne bekannte Unfälle. Er versicherte, dass in seinem Land “alles dafür getan wird, dass wir nicht solche Situationen wie in Beirut haben”.

Mosambik wies Verantwortung für Explosion in Beirut von sich

Österreichs Tennis-Ass Dominic Thiem hat drei Tage nach dem Finale beim Kitzbüheler “Thiem’s 7” auch jenes auf Rasen in Berlin erreicht. Der 26-Jährige besiegte am Dienstag im Steffi-Graf-Stadion im zweiten Halbfinale den Südtiroler Jannik Sinner 6:3,7:6(5). Endspielgegner am Mittwoch ist mit Matteo Berrettini erneut ein Italiener, davor 4:6,6:3,10:6-Sieger gegen den Spanier Roberto Bautista Agut. Thiem war bei diesem “bett1Aces”-Einladungsturnier topgesetzt und stieg daher in der Vorschlussrunde ein. Genauso wird es in der zweiten Wochenhälfte im Hangar 6 des Flughafens Tempelhof auf Hartplatz sein. Sinner hatte sich am Montag gegen den Deutschen Tommy Haas durchgesetzt. Der 18-Jährige zeigte auch gegen Thiem sein Talent, auch wenn Rasen wie bei Thiem nicht der Lieblingsbelag ist. Der Niederösterreicher hat aber schon schöne Erfolge auf diesem Untergrund erreicht, u.a. den Stuttgart-Titel 2016. Basis für den Sieg im ersten Duell mit Sinner war eine sehr gute Aufschlagleistung. “Ich bin selber überrascht über mich ein bisschen”, meinte Thiem im Servus-TV-Interview. “Aber ich habe wirklich sehr, sehr gut serviert. Das hat mir geholfen. Das ist auch der einzige Schlag, der komplett vom Belag und von der Höhenlage unabhängig ist. Das ist der wahrscheinlich wichtigste Schlag auf Rasen, und der hat fast perfekt funktioniert.” Von hinten wiederum habe er versucht, den Ball reinzuspielen, sich viel Zeit zu geben, da er davor nur zwei Trainingseinheiten auf Rasen gehabt habe. Sein davor letztes Match auf Rasen hatte er im Vorjahr am 2. Juli bei der Erstrunden-Niederlage im Wimbledon gegen den US-Amerikaner Sam Querrey gespielt. Dass sein Rezept nun so gut funktioniert hat, freute den Weltranglisten-Dritten. “Ich bin echt glücklich, weil ich auch einen sehr guten Spieler besiegt habe.” Im ersten Satz hatte Thiem weniger Mühe, ein Break zum 3:1 reichte. Im zweiten Durchgang hielt Sinner viel besser mit, auch wenn er bei 5:5 zwei Breakbälle abwehren musste. Es ging ins Tiebreak, dessen Ausgang das erste Herren-Match bei diesem Event ohne Match-Tiebreak ermöglichte. Der zuletzt beim “Ultimate Tennis Showdown” (UTS9 in Biot bei Nizza) von Thiem besiegte Berrettini hat sich nach der Corona-Pause ebenfalls als Vielspieler präsentiert, er hat den Stuttgart-Titel vergangenes Jahr geholt. Berrettini hatte ebenfalls in Kitzbühel gespielt, war dort ins Halbfiale gekommen. Vor der Berlin-Anreise spielte er auch noch beim UTS-Turnier in Biot. Das bisher letzte Duell mit Thiem hat der Italiener bei den ATP Finals 2019 in zwei Sätzen gewonnen, gesamt steht es bei Thiem-Berrettini 2:2. “Er fühlt sich auf Gras pudelwohl, ich würde ihn schon favorisieren. Aber vielleicht kann ich den Sieg stehlen von ihm.” Die Beginnzeit des Finales war wetterbedingt vorerst noch nicht fixiert. Ergebnisse “bett1Aces”-Einladungsturnier Berlin Herren – Steffi-Graf-Stadion – Rasen: Dominic Thiem (AUT) – Jannik Sinner (ITA) 6:3,7:6(5) Matteo Berrettini (ITA) – Roberto Bautista Agut (ESP) 4:6,6:3,10:6 Finale (Mittwoch): Thiem – Berrettini

Thiem nach 6:3,7:6 gegen Sinner im Rasen-Finale von Berlin