Harley-Treffen am Faaker See in Kärnten abgesagt

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Harley-Treffen am Faaker See in Kärnten abgesagt
Die European Bike Week am Faaker See in Kärnten, auch bekannt als Harley-Treffen, wird heuer nicht stattfinden. Wie die Kärnten Werbung am Donnerstag in einer Aussendung mitteilte, hätten “viele weltweite Unsicherheiten” und das Bestreben, eine mögliche Ausbreitung des Coronavirus zu vermeiden, zur Absage geführt. Das Treffen wäre heuer von 8. bis 13. September über die Bühne gegangen.
Laut Kärnten Werbung sei man am Donnerstag von Harley-Davidson informiert worden, dass der Motorradhersteller die Veranstaltung heuer nicht durchführen werde. Die Entscheidung des Veranstalters sei zu akzeptieren, so die Kärnten Werbung. Man gehe jedoch davon aus, dass viele Besucher bereits einen Aufenthalt zum Termin im September gebucht haben, ein Großteil von ihnen werde wohl trotz der Absage den Urlaub in Kärnten verbringen. Aus diesem Grund will man kommende Woche Gespräche führen, wie man mit der neuen Situation umgehen soll.
Die European Bike Week ist laut den Organisatoren die größte Harley-Davidson-Veranstaltung der Welt. Jedes Jahr kommen mehr als 100.000 Motorradfans aus mehr als 50 Ländern an den Faaker See.
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Im APA-Interview plädierte er zudem für eine Rettungsaktion von geflüchteten Familien. “Als Caritas sind wir Armutsexperten, nicht Steuerexperten”, betonte Landau zwar, “aber aus der Erfahrung der täglichen Arbeit fordern wir ein erneuertes Solidaritätsversprechen für Österreich und eine Garantieerklärung der Bundesregierung, dass die Sanierung dieser Krise nicht auf dem Rücken von Kleinverdienern, Alleinerziehenden, kinderreichen Familien oder Menschen, die von Altersarmut betroffen sind, passieren darf.” Solange Milliardenunternehmen wie etwa Amazon in Österreich keine oder fast keine Steuern zahlen, “möchte ich nicht mehr über die Höhe von Arbeitslosengeld, Notstandshilfe und Sozialhilfe diskutieren müssen“. “Wir werden deutlich mehr Mittel für die Schaffung von dringend benötigten Arbeitsplätzen und für arbeitsmarktpolitische Programme brauchen, darauf ist das AMS vorzubereiten”, sagte Landau mit Blick auf den Arbeitsmarkt. 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Leider werden auch in diesem Winter über 100.000 Menschen vor der Frage stehen: Kann ich mir das Heizen noch leisten, oder reicht das Geld dann nicht mehr zum Essen.” Der Caritas-Präsident erwartet sich im Zuge einer Reform Rücksicht auf kinderreiche Familien und “realistische Kostenannahmen beim Thema Wohnen”. In der Pflege ist es für Landau an der Zeit für eine Ausbildungsoffensive, wobei unterschiedliche Ausbildungswege, etwa auch für Quereinsteiger, gefragt seien. Zudem müsse in diesem Bereich die Eigenfinanzierung abgeschafft werden, denn: “Niemand würde auf die Idee kommen, für eine HTL ein Schulgeld zu verlangen.” Auch höhere Gehälter und bessere Rahmenbedingungen für Pflegepersonal brauche es – “Applaus alleine reicht nicht aus”. Und auch beim Pflegegeld sei es an der Zeit für eine echte Reform. 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