Heuer deutlich mehr Tote durch Influenza als durch Corona

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Heuer deutlich mehr Tote durch Influenza als durch Corona

Nach einer am Mittwoch veröffentlichten Schätzung der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) sind in der zu Ende gegangenen Influenza-Saison deutlich mehr Menschen in Österreich an der “klassischen” Grippe gestorben als an Corona. Laut der AGES-Berechnung kamen in der Saison 2019/2020 rund 834 Menschen ums Leben, gegenüber 673 an oder mit dem Corona-Virus Verstorbene.

Da die Influenza als Todesursache häufig nicht erkannt oder registriert wird, ist es internationaler Standard, dass die mit Influenza assoziierten Todesfälle durch Modellierungen geschätzt werden. Ein solches Modell gibt es in Österreich in Kooperation des Nationalen Referenzzentrums für Influenzaepidemiologie der AGES mit dem Nationalen Referenz-Laboratorium für Influenza am Department für Virologie der Medizinischen Universität Wien.

Der Zeitraum der Grippesaison reicht jeweils von der Kalenderwoche 40 des Vorjahres bis zur Kalenderwoche 20 des aktuellen Jahres. Heuer wurde die klinische Sentinel-Surveillance in der Kalenderwoche 13, also früher als üblich, beendet. Dies kann laut AGES zu einer Unterschätzung der Influenza assoziierten Mortalität geführt haben. Zum Vergleich: In der Saison 2018/19 starben 1.373 Personen in Österreich an Grippe, in den beiden Saisonen davor waren es 2.851 bzw. 4.436, also gab es einen kontinuierlichen Rückgang.

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Der Anbruch des 40. Lebensjahrs ist normalerweise noch kein besonderer Meilenstein. Doch für Herzogin Meghan, die am 4. August 39 Jahre alt wird, dürfte sich das vergangene Jahr wie ein ganzes Jahrzehnt angefühlt haben. Sie und ihr Mann Prinz Harry(35) haben sich in dieser Zeit vom engeren Kreis des britischen Königshauses losgesagt. Das Leben in Windsor mit seinen für die britische Oberschicht typischen Anlässen wie dem Pferderennen in Ascot tauschten sie mitsamt dem inzwischen einjährigen Söhnchen Archiegegen die US-Metropole Los Angeles. Ihren Überzeugungen Taten folgen zu lassen, sei das härteste für sie gewesen, gestand Meghan Mitte Juli in einer Videobotschaft zu einer Konferenz für Mädchen. Ob das eine Anspielung an den “Megxit” war, wie die Loslösung von den Royals genannt wird, blieb unklar. Sie fühlte sich vom Königshaus im Stich gelassen, als die britische Boulevardpresse gegen sie Stimmung machte. Das geht aus Gerichtsunterlagen in einem Rechtsstreit mit dem Verlag des britischen Boulevardblatts “Mail on Sunday” hervor. Unzweifelhaft dürfte der Schritt für Meghan schwierig gewesen sein. Wahrscheinlich ging es dabei auch darum, nicht nur als Anhängsel ihres Mannes gesehen zu werden. Sie selbst sieht sich nicht in erster Linie als Royal sondern als “bekannte amerikanische Schauspielerin, Unternehmerin und Frauenrechtsaktivistin”, wie aus den Einlassungen ihrer Anwälte hervorgeht. Was will sie mit der neu gewonnenen Freiheit anfangen? Die Umrisse sind bisher nur unscharf zu erkennen. Harry und Meghan wollen eine Stiftung mit dem Namen Archewell gründen. So viel ist bereits bekannt. Doch wann genau der Start kommen soll, ist unklar. Kürzlich machte sich Meghan in einer Ansprache an Schülerinnen ihrer alten Highschool für die Black-Lives-Matter-Bewegung stark. Sie habe zunächst gezögert – aus Angst, kritisiert zu werden, sagte sie. 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