Heuriges Jahr "touristisch verloren"

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Heuriges Jahr "touristisch verloren"

In der Hotellerie, bei Restaurants sowie Reisebüros und Reiseveranstaltern sorgt die Corona-Krise praktisch für einen Totalausfall. In Österreich drohen heuer Nächtigungseinbrüche von 30 bis 50 Prozent, schätzt Tourismusökonom- und Forscher Egon Smeral. “Insgesamt rechnen wir damit, dass das Jahr 2020 als ‘touristisch verloren’ anzusehen ist.”

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Wegen der Corona-Krise riegelt Argentinien seine Grenzen komplett ab. Bis kommenden Mittwoch dürfen selbst argentinische Staatsbürger nicht mehr in ihr Heimatland einreisen, wie die Regierung in Buenos Aires am Freitag mitteilte. Vor knapp zwei Wochen hatte Argentinien bereits seine Grenzen für Ausländer geschlossen. Laut einem Bericht der Zeitung “La Nación” wurden seitdem etwa 12.000 Argentinier aus dem Ausland mit Repatriierungsflügen heimgeholt. Weitere 10.000 sollen noch im Ausland gestrandet sein. Bisher infizierten sich in Argentinien 590 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus. 14 Patienten starben. Seit einer Woche gelten weitreichende Ausgangsbeschränkungen. Bis zum 31. März dürfen die Menschen landesweit ihre Häuser und Wohnungen nicht mehr verlassen. Erlaubt sind nur Besorgungen in nahe gelegenen Lebensmittelgeschäften und Apotheken. Es wurde erwartet, dass die Ausgangsbeschränkungen noch weiter verlängert werden.

Argentinien schließt Grenzen auch für eigene Bürger

Die Corona-Krise trifft auch die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) hart, es geht viel Geschäft verloren. “Wir müssen derzeit konzernweit von 10 Millionen Euro pro Tag weniger Umsatz ausgehen”, sagt ÖBB-Chef Andreas Matthä im “Kurier” (Online) Donnerstagnachmittag. Zeitliche Folgen hat die Corona-Pandemie auch für die Brennerbasistunnel-Großbaustelle. “Die einzige Baustelle, die wir tatsächlich einstellen werden müssen, ist der Brennerbasistunnel, weil es auf italienischer Seite hier behördliche Anordnungen und auf Tiroler Seite verschärfte Restriktionen gibt. Dort werden wir sicher zeitlich in Verzug kommen, denn so eine große Baustelle wieder hochzufahren, das wird dauern”, sagt der ÖBB-Chef. Rund 25 bis 30 Prozent der Bundesbahnmitarbeiter werden in Kurzarbeit gehen müssen, verteilt über das ganze Unternehmen. Beim ÖBB Postbus gebe es rund 30 Prozent weniger bestellte Verkehre, in den Quarantänegebiete seien es 60 bis 70 Prozent. “Aber selbst dort fahren noch einzelne Busse, denn sonst würden Krankenpfleger, Polizisten oder andere kritische Berufsgruppen nicht in die Arbeit und wieder nachhause kommen”, schildert der Bahnchef in dem Interview.

Brennertunnelbau wird temporär eingestellt

Eine leicht verletzte Person forderte Samstagfrüh ein Verkehrsunfall auf einem vereisten Brückenabschnitt der Innkreisautobahn bei Krenglbach (Bezirk Wels-Land).

Unfall nach Eisregen auf Innkreisautobahn bei Krenglbach fordert eine verletzte Person

Zum Auftakt der Restsaison in der NBA sind alle Spieler der Utah Jazz und der New Orleans Pelicans unmittelbar vor dem Abspielen der US-Nationalhymne auf die Knie gegangen. Die Basketballer trugen zudem schwarze T-Shirts mit weißer Schrift und dem Slogan “Black lives matter” (Schwarze Leben zählen). Auch alle im TV sichtbaren Trainer, Betreuer und Schiedsrichter beteiligten sich an dem symbolischen Protest gegen Rassismus und Polizeigewalt gegen Afroamerikaner und knieten nieder. Die aufgezeichnete Variante von “The Star-Spangled Banner” war eine Instrumental-Version ohne den üblichen Text. Im Spiel trugen viele Spieler Botschaften statt ihres Namens auf dem Trikot. Den ersten Korb im Spiel warf übrigens jener Spieler, dessen positiver Coronatest im März der Auslöser für die Saisonunterbrechung gewesen war. Der Franzose Rudy Cobert traf beim ersten Versuch aus kurzer Distanz und erzielte damit die ersten zwei Punkte für Utah Jazz gegen die New Orleans Pelicans. Die NBA spielt ihre Saison mit einem reduzierten Teilnehmerfeld zu Ende und hat alle Mannschaften auf dem Gelände von Disney World in Florida einquartiert. Unter ihnen ist auch der österreichische NBA-Spieler Jakob Pöltl, der mit seinen San Antonio Spurs am Freitagabend (Ortszeit, Samstag 2.00 Uhr MESZ) das erste Bewerbsspiel nach der Coronapause gegen die Sacramento Kings absolviert. Das von den NBA-Stars praktizierte Knien während der Hymne als Form des Protests geht auf den Football-Profi Colin Kaepernick zurück, der 2016 als Quarterback der San Francisco 49ers auf diese Art und Weise demonstrierte. Kaepernick wurde für seinen Schritt angefeindet und auch vom NFL-Establishment geschnitten. Seit 2017 ist er ohne Vertrag. US-Präsident Donald Trump übte ebenfalls scharfe Kritik an Spielern, die während der Hymne niederknien, weil er dies als unpatriotisch ansieht. Unter dem Eindruck der mächtigen Protestbewegung infolge der Tötung des Afroamerikaners George Floyd haben die Profiligen aber ihre Haltung geändert. So ist es Spielern der NFL und der Fußball-Liga MLS offiziell erlaubt, während der Hymne auf die Knie zu gehen.

Beim ersten NBA-Spiel nach Coronapause knieten alle Spieler

Mit dem ÖBB-Sommerticket konnten junge Menschen kreuz und quer durch Österreich reisen – einen ganzen Sommer lang. Seit letztem Jahr wurde die Gültigkeit des Tickets jedoch auf einen Monat beschränkt, was einem erheblichen Preisanstieg gleichkommt. Bernhard Stegh und Christoph Kaspar vom Verein „Junge Generation Marchtrenk“, der sich in der Stadtgemeinde für offene Jugendarbeit und für die Förderung von Jugendaktivitäten einsetzt, stehen dieser Preisentwicklung skeptisch gegenüber.

Förderung von Jugendmobilität in den Sommermonaten

Für zwei Matches kehrt Dominic Thiem am Dienstag und Mittwoch auf Rasen zurück. Österreichs Tennis-Star ist beim “bett1Aces”-Einladungsturnier in Berlin topgesetzt und trifft am Dienstag im Halbfinale auf Altstar Tommy Haas (GER) oder Italiens Hoffnung Jannik Sinner. Zusätzlich spielt er am Wochenende in Berlin auch noch zwei Matches auf Hartplatz. Mit Kitzbühel spielt Thiem also eine Art “Mini-Grand-Slam”. Von der Höhenlage auf Sand in Kitzbühel zu seinem ersten Rasenmatch seit Wimbledon 2019 sei “schon eine große Umstellung”, meinte der dreifache Grand-Slam-Finalist am Montag. “Aber ich fühle mich wohl, habe auch sehr viele Matches gespielt und war in Nizza auf Hartplatz, in Österreich auf Sand…” Als ersten Gegner wünscht er sich den aus seiner Tennispension kurz zurückkehrenden Altstar und mittlerweile Indian-Wells-Turnierboss Haas. “Ich hab gegen beide noch nie gespielt. Gegen Tommy würde ich schon gern ein echtes Match spielen.” Gegen Sinner werde es noch genügend Tourmatches geben. Thiem spielt gern auf Rasen, seine Erfolge bei den French Open hätte ihm aber in den vergangenen Jahren nicht genügend Vorbereitungszeit gelassen. “Generell spiele ich gut darauf und habe 2016 echt große Erfolge gefeiert mit dem Titel in Stuttgart, dem Halbfinale in Halle.” Richtig ernst soll es freilich Mitte August auf der ATP-Tour werden, doch noch steht hinter den US Open ein großes Fragezeichen. Auch wenn so mancher Spieler sich aktuell gegen ein Antreten entscheiden würde, meint Thiem: “Ich glaube, dass die Entscheidung nicht in unserer Hand liegt, sondern beim amerikanischen Tennisverband, natürlich auch bei der amerikanischen Regierung, dem New Yorker Bürgermeister. Das Ganze steht auf sehr wackeligen Beinen und alles andere als sicher.” Allerdings glaubt der 26-jährige Niederösterreicher, dass es bei grünem Licht zur Austragung auch sicher sei, dorthinzureisen. “Wir werden in einer Riesenbubble (Blase, Anm.) sein, wie man es auch bei der Formel 1 in Spielberg gesehen hat. Wir werden keinen Kontakt zur Außenwelt haben.” Eine Entscheidung erwartet er in den nächsten Tagen oder Wochen. Die vergangenen vier Monate seien eine sehr spezielle Zeit gewesen, nun sehe sein Alltag schon wieder relativ normal aus. Als Australian-Open-Finalist in Topform hätte er seine bisher beste Saison spielen können. Ob er sich durch das Ausbrechen der Coronavirus-Pandemie darum betrogen fühlt? “Überhaupt nicht. Erstens kann man das sowieso nicht ändern, es ist ein Schicksal der Natur, zweitens gibt es auch wichtigere Dinge als Sport und Tennis. Und drittens gibt es auch Spieler, die es um einiges schlimmer erwischt hat als mich. Ich habe sechs, sieben unglaubliche Jahre auf der Tour gehabt. So eine Pause zu haben in einer guten Phase meiner Karriere ist natürlich bitter, aber was sollen Leute sagen, die gerade raufgekommen sind, am Weg nach oben sind und jetzt gestoppt worden sind? Oder Leute, die bald ihre Karriere beenden, die ein halbes Jahr verloren haben?” In Berlin, wo ein besonders rigoroses Sicherheitskonzept herrscht, fühlt sich Thiem jedenfalls sicher. “Auch letzte Woche in Kitzbühel haben wir alles getan, um es sicher zu halten und Risiken zu vermeiden.” Der viel diskutierte, von Novak Djokovic organisierte Adria-Cup seit “natürlich ein Fehler gewesen”. “Das kann man auch nicht bestreiten. Dort war plötzlich wieder die Normalität vorhanden. Keiner hat irgendwelche Gesetze gebrochen, aber trotzdem haben wir ein bisschen den Bezug zur Realität verloren dort. Wir haben einfach die ganze Euphorie von den Kindern, den Fans gesehen und uns dazu verleiten lassen, eben diese Abstandsregeln nicht mehr einzuhalten. Das war ein Riesenfehler im Nachhinein.” Er hoffe, dass alle aus den Fehlern gelernt haben. Kommentare aus Australien, gemeint ist Nick Kyrgios, seien hingegen “sehr entbehrlich”.

Thiem kehrt für Einladungsturnier auf Rasen zurück