Hilfsorganisation: Lage für Arme in Afrika dramatisch

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Hilfsorganisation: Lage für Arme in Afrika dramatisch

In Afrikas Armenvierteln könnten die Maßnahmen gegen das Coronavirus nach Einschätzung von Helfern zur tödlichen Falle werden. Nach Angaben der Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer vom Sonntag müssen Arme rausgehen, um Geld zu verdienen. Doch würden die Ausgangssperren, die eine Verbreitung des Virus eindämmen sollen, teils mit massiver Gewalt durchgesetzt.

Dies sei lebensbedrohlich für den ärmsten Teil der Bevölkerung. “Ihnen bleibt nur die Wahl: am Coronavirus oder am Hunger zu sterben“, sagt Salimane Issifou, Leiter der SOS-Kinderdörfer im westafrikanischen Staat Benin. In den Ländern südlich der Sahara leben den Angaben der Hilfsorganisation zufolge413 Millionen Menschen in extremer Armut – mehr als die Hälfte aller Armen weltweit.

Zwar versuchten die meisten Regierungen, die Armen zu unterstützen, aber das seien Tropfen auf den heißen Stein. So hätten dort 565 Millionen Menschen keinen Zugang zu sanitären Einrichtungen, 330 Millionen kein sauberes Wasser. Abstand halten sei in überfüllten Slums wie in Kibala in Kenia oder in den Townships von Südafrika nicht möglich.

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