Höchster Stand seit dem Frühjahr: Ölpreise legen weiter zu

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Höchster Stand seit dem Frühjahr: Ölpreise legen weiter zu

In Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete in Dienstagfrüh 46,58 US-Dollar (39,14 Euro). Das waren 52 Cent mehr als am Montag. Zeitweise wurde Nordseeöl bei 46,62 Dollar gehandelt und damit auf dem höchsten Stand seit Beginn der Coronakrise im März. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 54 Cent auf 43,60 Dollar.

Am Markt wurden die steigenden Ölpreise vor allem mit der Aussicht auf eine schnelle Einführung wirksamer Coronaimpfstoffe erklärt. Mittlerweile wird mit dem Beginn von Impfungen bereits im Dezember gerechnet. Bisher konnte die Coronapandemie nur mit harten Einschränkungen des öffentlichen Lebens eingedämmt werden, die einen Rückgang der Nachfrage nach Treibstoffen und damit nach Rohöl zu Folge haben.

Auch US-Präsidentschaft als Treiber

Außerdem verwiesen Marktbeobachter zur Begründung der Kauflaune am Ölmarkt auf den Beginn der Regierungsübernahme in den USA. Nach einer wochenlangen Hängepartie kann der Übergang zwischen der Regierung von Amtsinhaber Donald Trump und dem gewählten US-Präsidenten Joe Biden starten. Trump teilte am Montagabend (Ortszeit) auf Twitter mit, er habe die Behörden und seine Mitarbeiter angewiesen, mit Biden zu kooperieren.

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US-Sänger Neil Diamond (79) hat seinen Klassiker “Sweet Caroline” im Zeichen der Corona-Krise umgedichtet. “Passt auf euch auf dort draußen! “Hands…washing hands…”, schrieb der Musiker am Sonntag auf Twitter und verlinkte ein Video, in dem er vor einem brennenden Kamin zur Gitarre greift.

Neil Diamond schrieb Hitsong "Sweet Caroline" um

Strandurlaub an der Adria, Wandern in Österreich oder nur mal eine kleine Städtetour nach Paris: Deutschland macht sich Gedanken über den heurigen Sommerurlaub. Was in diesem Sommer möglich sein wird, ist noch völlig unklar. Die große Frage ist, ob Auslandsreisen in der Hauptferienzeit von Juni bis August wieder möglich sind. Für Österreich als Urlaubsland der Deutschen steht viel auf dem Spiel. Die wichtigste Gästegruppe in Österreich sind neben den Inlandstouristen – im Sommer wie im Winter – die Deutschen. Auf deutsche Urlauber entfielen im Sommer 2019 rund 7,9 Millionen Ankünfte und 29,5 Millionen Nächtigungen. Zum Vergleich: Inländische Gäste waren für 23,3 Millionen Übernachtungen in Hotels, Pensionen oder Ferienwohnungen verantwortlich.

Deutschland macht sich Gedanken über Sommerurlaub

Eine frühzeitige Entdeckung könnte in Zukunft ähnliche Pandemien verhindern, sagte Stephan Ludwig, Direktor des Instituts für Molekulare Virologie an der deutschen Uni Münster, in einem am Montag veröffentlichten Podcast seiner Uni. Wichtig sei eine Überwachung von sogenannten Schlüssel-Events wie Lebend- oder Wildtiermärkte in Asien. Das Coronavirus SARS-CoV-2 ist höchstwahrscheinlich von einem Tier auf den Menschen übergesprungen. “Wenn bei Routine-Untersuchungen auf Lebendtiermärkten vermehrt Infektionen gefunden werden, muss sofort die Bremse reingehauen werden, um die schnelle Verbreitung zu stoppen”, sagte Ludwig. Ein Frühwarnsystem könnte von der Weltgesundheitsorganisation oder den Vereinten Nationen eingerichtet werden. Bereits Mitte Juli hatten Wissenschafter im Fachjournal “Science” ein solches Frühwarnsystem für Viren aus dem Tierreich gefordert. So könnten auf Tiermärkten und Tierfarmen bestimmte Arten systematisch auf große Virenfamilien wie etwa Coronaviren untersucht werden. Kurz zuvor hatten Experten des UNO-Umweltprogramms (UNEP) und des International Livestock Research Institute (ILRI) davor gewarnt, dass durch Ausbeutung der Tierwelt und Zerstörung von Ökosystemen immer öfter Tier-Krankheiten auf den Menschen übertragen werden könnten. Virologe Ludwig verweist auf den Fund von 15 Infizierten 1997 in Hongkong. Damals sei das Vogelgrippe-Virus H5N1 aufgetreten und sofort seien drei Millionen Hühner geschlachtet worden, um die Verbreitung zu stoppen. Zwar sei das Virus Jahre später erneut aufgetreten, aber die erste Aktion sei richtig gewesen. Die aktuelle Corona-Pandemie sei nicht leicht in den Griff zu kriegen, sagte Ludwig. Dennoch spricht er von einer Art Testfall eines “nicht so superaggressiven Virus, bei dem wir die ganzen Maßnahmen ausprobieren und durchtesten können”. Es gebe auch andere Infektionen, bei denen jeder Zweite sterbe. Ein Verbot von Lebendtiermärkten hält Ludwig für wenig realistisch. Das sei eine Überlegung am Reißbrett und ein Eingriff in die Hoheit von Nationen. “Diese Märkte gehören zum kulturellen Leben einer Nation. Wir können den Chinesen das schlecht vorschreiben.” Eher stellt der Forscher die Frage in den Raum, warum es diese Märkte überhaupt gibt. “Tiere werden lebend verkauft, weil man zu wenig Konservierungsmöglichkeiten hat”, sagt der Wissenschafter aus Münster. Gefriertruhen könnten eine Lösung sein. Ludwig sieht durch die Globalisierung eine steigende Gefahr durch Zoonosen, also Krankheiten, die aus dem Tierreich auf den Menschen überzuspringen drohen. “Wir können jetzt von einem größeren Risiko reden, denn die Verbreitung hat sich geändert.”

Frühwarnsystem für Viren aus dem Tierreich gefordert

Vielleicht hat jemand von euch ein Familienmitglied oder einen Freund, bei dem ihr befürchtet, er könnte in die Spielsucht abrutschen oder scheint schon tief im Teufelskreis gefangen zu sein? Als (Ehe)-Partner, Elternteil, Schwester oder Bruder ist man oft mit vielen Schwierigkeiten konfrontiert, die diese Abhängigkeit mit sich bringt. Im Herbst finden deshalb wöchentlich jeweils am Donnerstag von 19:00 bis 21:00 Uhr “Entlastungsgruppen für Angehörige” in der Dragonerstraße 22 statt. Bei diesen Gruppenabenden vermitteln Psychologen und Sozialarbeiter wichtige Infos, Tipps und Strategien für den Umgang mit diesem Thema. Die Anmeldung zu dieser Gruppe ist wochentags unter +43 7242 235 1737 möglich. Das Beratungsangebot ist natürlich kostenlos und anonym.

Wels informiert

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) geht davon aus, dass die in den vergangenen Tagen aufgetretenen Probleme mit den Corona-Daten behoben wurden. Mehrere Länder hatten von massiven Schwierigkeiten beim Einmelden neuer Erkrankungen berichtet. “Die Nachricht heute Früh war, dass das erledigt ist und wieder zu 100 Prozent funktionieren sollte”, sagte Anschober bei einer Pressekonferenz. Heute, Donnerstag kam es dadurch zu “Nachmeldungen” in größerem Ausmaß. 9.262 Neuinfektionen  – das ist der bisherigen Höchstwert in Österreich. Die Bundesländer hatten zuletzt von massiven Problemen bei der Einmeldung neuer Covid-Infektionen ins “Epidemologische Meldesystem” (EMS) berichtet. Das ist jenes Register, in dem alle Personen erfasst werden, bei denen eine anzeigepflichtige Krankheit festgestellt wird. Hier konnten die Länder zuletzttausende schon am Mittwoch bekannte Testergebnisse erst am Donnerstag einmelden, weshalb die Statistik der Neuinfektionen massiv verzerrt wurde.Anschober meinte dazu, das EMS sei zwar “sehr weit entwickelt” und im Gegensatz zu anderen Ländern liefere dieses System in Österreich tagesaktuelle Daten. Allerdings sei die Datenbank bisher nur auf einige tausend Fälle im Jahr ausgelegt gewesen, nun gebe es tausende Fälle pro Tag. Man habe die Probleme mit externer Unterstützung bearbeiten lassen, “damit es zu keiner Verzögerung bei der Eingabe in das EMS mehr kommt.” Für den heutigen Donnerstag rechnet Anschober allerdings noch einmal mit Nachmeldungen und damit mit höheren Fallzahlen. Kritik aus den Ländern Kritik an dem Datenchaos kam zuletzt sowohl aus Kärnten als auch aus Wien. Laut dem Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) hat die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) mitgeteilt, dass die Datenbank eigentlich darauf ausgelegt sei 7.000 Salmonellenfälle im Jahr zu dokumentieren. “Und mit dem Ding wollen wir eine Covid-Pandemie dokumentieren. Das kann nicht funktionieren”, kritisierte Hacker am Mittwoch. Auch die Wissenschafter, die jene Prognoserechnungen durchführen, auf deren Grundlage die Politik über weitere Einschränkungen entscheiden soll, leiden unter der schlechten Datenlage. So verwies Stefan Thurner vom Complexity Science Hub Vienna im Ö1-Morgenjournal am Donnerstag darauf, dass der Höhepunkt der Neuinfektionen schwer erkennbar sei: “Wann der Peak erreicht ist, ist aufgrund der gegenwärtigen Datenlage sehr schwierig vorherzusagen.” Appell an Kaufhäuser und Kunden Anschober hat die jüngsten Bilder von größeren Menschenansammlungen in manchen Einkaufszentren am Donnerstag als “besorgniserregend” bezeichnet. “Wir haben in Österreich aktuell eine sehr hohe virologische Aktivität und damit ein hohes Risiko. Wir müssen daher alles tun, um Kontakte massiv zu verringern und das Risiko zu reduzieren. Die Bilder vom vergangenen Wochenende dürfen sich an diesem Wochenende nicht wiederholen”, warnte Anschober. “Ich appelliere an die Betreiber von Einkaufszentren, die Gesundheit ihrer Kunden zu schützen und entsprechende Vorbereitungen zu treffen. Die Einhaltung der vorgeschriebenen Höchstzahl an Kunden, das Verhindern von Menschenansammlungen und das Lenken der Kundenströme müssen von den Betreibern sichergestellt werden”, richtete der Gesundheitsminister seine Worte an die Verantwortlichen im Handel. An die Kunden appellierte Anschober, “die Einhaltung der geltenden Regeln wie etwa die Einhaltung des Mindestabstands und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes unbedingt einzuhalten. Ich empfehle eindringlich, Essen und Getränke nicht direkt im Einkaufszentrum zu konsumieren”, riet er in einer Aussendung. Gastronomiebetriebe dürfen Speisen von 6.00 bis 20.00 Uhr derzeit ausschließlich zur Abholung oder Zustellung anbieten, die direkte Konsumation an Ort und Stelle ist nicht erlaubt.   Unser Gesundheitssystem stößt in manchen Bereichen bereits an seine Grenzen. GESUNDHEITSMINISTER RUDOLF ANSCHOBER   Kommt es zu Schulschließungen? Die Expertenkommission werde von heute bis Freitag die Daten evaluieren. Am Freitag werden dann die neuen Maßnahmen bekannt gegeben. Ob es zu Schulschließungen kommen werde, wollte Anschober nicht sagen. Auf jeden Fall könnte es darum gehen, die Zahl der Kontakte und Bewegungssituationen der Menschen noch einmal drastisch zu senken, wie dies auch im Frühjahr gelungen sei. Alle Bereiche würden dabei gesamthaft betrachtet, von der Gastronomie über den Handel bis zu den Schulen, denn alle Maßnahmen hätten auch Auswirkungen aufeinander. In die Entscheidung einbezogen werden sollen jedenfalls auch die Prognoserechnungen für die Krankenhauskapazitäten. “Unser Gesundheitssystem stößt in manchen Bereichen bereits an seine Grenzen.”

Sorge um Massen in Einkaufszentren, Schulschließung offen

Das Sozialministerium hat am Dienstag klargestellt, dass der 1. Mai trotz der für dieses Datum angekündigten weiteren Lockerung der Handels-Beschränkungen kein normaler Einkaufstag wird. Ein Sprecher von Sozialminister Rudolf Anschober (Grüne) versicherte auf APA-Anfrage am Dienstag, dass die bestehenden Feiertagsregeln nicht verändert werden sollen. Die Regierung hatte am Montag angekündigt, kleinere Geschäfte bis 400 Quadratmeter Verkaufsfläche sowie Bau- und Gartenmärkte ab Dienstag nach Ostern wieder aufsperren zu lassen. Alle anderen Geschäfte sollen den Angaben zufolge ab 1. Mai wieder öffnen. Tatsächlich werden die meisten größeren Händler aber wohl am 2. Mai – einem Samstag – aufsperren. Denn der 1. Mai ist eine Feiertag – und dies wird laut Sozialministerium auch so bleiben.

1. Mai wird kein Einkaufstag