IHS-Chef Martin Kocher folgt Aschbacher nach

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IHS-Chef Martin Kocher folgt Aschbacher nach

“Für den Forscher ist es natürlich leichter, unangenehme Wahrheiten auszusprechen, als für die Politik” hat der Verhaltensökonom im November in einer seiner regelmäßigen “Außensichten” geschrieben: Wie er es nun angehen wird, muss der der 47-jährige gebürtige Salzburger nun im Angesicht der durch die Corona-Krise ausgelösten Rekordarbeitslosigkeit im Arbeitsministerium beweisen.

Kocher ist kein ÖVP-Mitglied und soll als Experte das Arbeitsressort übernehmen, hieß es am Sonntag aus Parteikreisen. Details will die Regierung bei einer Pressekonferenz um 13 Uhr präsentieren.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen will noch am Sonntag ein erstes Gespräch mit dem Nachfolger führen, hieß es aus der Hofburg. Die Angelobung ist dann für morgen, Montag, geplant.

Kocher, geboren 1973 in Altenmarkt /Zauchensee, hat in Innsbruck studiert, “2002 promovierte er mit der besten Dissertation seines Jahrganges im Fach öffentliche Finanzen”, heißt es in seinem Porträt auf der Seite des IHS. 2007 wurde er in Innsbruck Professor, weitere akademische Stationen waren Amsterdam, Norwich, und vor allem die Ludwig-Maximilians-Universität in München, wo er Studiendekan und Dekan der Volkswirtschaftlichen Fakultät war.

Zuletzt war Kocher auch Vorsitzender des Fiskalrats, der über die Staatsfinanzen wacht.

“In seinem Fachgebiet, der Verhaltensökonomik, forscht und arbeitet Kocher zuletzt am Verständnis von Vertrauen, Kooperation und moralischem Verhalten, an den wirtschaftlichen Folgen von Unsicherheit und an versicherungsökonomischen Fragen sowie an vertragstheoretischen Problemen”, heißt es in seinem Porträt.

Kocher ist verheiratet. Seine Freizeit verbringt er gerne draußen, entweder in den Bergen oder beim Sport als Langstreckenläufer, so das IHS.

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