Immer mehr Patienten verschweigen Erkrankung

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Immer mehr Patienten verschweigen Erkrankung

Immer mehr Patienten, die sich dieser Tage an den Rettungsnotruf 144 wenden, verschweigen laut Rotem Kreuz ihre Corona-Erkrankung oder Symptome einer möglichen Infektion. Das gefährde nicht nur die Rettungskräfte selbst, sondern in der Folge auch andere Patienten, erklärte der Bundesrettungskommandant Gerry Foitik am Freitag auf APA-Anfrage. Das Rote Kreuz ruft zur “Fairness” auf.

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Die Drogeriemarktkette “Bipa” bietet in einigen Wochen den Verkauf eines Corona-Tests an. Michael Putz, Geschäftsführer des Unternehmens “Lead Horizon”, das den PCR-Test für Zuhause zur Verfügung stellt, hat am Montagnachmittag gegenüber der APA einen dementsprechenden Bericht auf “krone.at” bestätigt. Das vom Wiener Virologen Christoph Steininger mitgegründete Unternehmen stellt die Test-Kits für “Bipa” zur Verfügung. Die Probe wird zu Hause gemacht und in einem zertifizierten Labor ausgewertet. Im Test-Kit befindet sich eine Flüssigkeit, die gegurgelt und in ein beigelegtes Röhrchen gespuckt werden muss. Das Ganze wird dann ans Labor per Post geschickt. Testergebnis innerhalb eines Werktages Wenn die Probe eingetroffen ist, soll ein Testergebnis innerhalb eines Werktages verfügbar sein, die dann per SMS an den Kunden übermittelt wird. Laut “krone.at” sollen in drei bis vier Wochen die Tests in mehr als 500 “Bipa”-Filialen und im Onlineshop verfügbar sein. Wieviel der Test kostet ist unklar. Die Drogeriemarktkette war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

PCR-Tests bald in Drogeriemarkt erhältlich

SPÖ-Obfrau Pamela Rendi-Wagner hat ihre Forderung nach einer Vier-Tage-Woche ein weiteres Mal verteidigt. Es gebe eine breite Mehrheit in der Partei, die sowohl dafür, als auch für die Einführung eines 1.700-Euro-Mindestlohns stehen würden, sagte sie am Montag im ORF-“Sommergespräch”. Parteiinterne Kritiker, wie Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, rufe sie “öfter als ihm lieb ist” an. Eine Vier-Tage-Woche, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise abzufedern, müsse ein freiwilliges Angebot an Unternehmen sein, betonte Rendi-Wagner abermals. Was die SPÖ-Obfrau laut eigener Aussage jedenfalls nicht will ist, diesen Vorschlag gegen jenen zum Mindestlohn auszuspielen, denn: “Es gibt eine breite Mehrheit in der SPÖ, die für beides stehen.” Eine Maßnahme allein reiche nicht, um Österreich aus der Krise zu führen. Dass sie als angesehene Epidemiologin von der Regierung nicht mehr in das Krisenmanagement zur Coronapandemie eingebunden wird, ärgert Rendi-Wagner nicht wirklich. Man müsse hier Befindlichkeiten beiseite stellen, sagte sie. Immerhin habe die türkis-grüne Regierung auch Vorschläge – etwa zu Fieberchecks und das Verbot von Großveranstaltungen – wenige Tage später aufgenommen, meint die ehemalige Gesundheitsministerin. Dennoch übte Rendi-Wagner auch Kritik am Umgang der Regierung mit der Coronakrise. So hätte ein Rekordstau wie zuletzt an der Kärntner Grenze locker verhindert werden können, sei die Rückreisewelle doch nicht überraschend gekommen. “Das Wichtigste beim Management einer Krise ist Klarheit und Sicherheit”, findet die SPÖ-Obfrau und Medizinerin, die eine allgemeine Grippe-Impfpflicht zwar ablehnt, diese aber für medizinisches Personal vorschlägt. Dass zwei SPÖ-Funktionäre als Mitglieder der Österreichisch-Weißrussischen Gesellschaft das dortige Regime offensichtlich unterstützen, findet die Parteichefin nicht in Ordnung. Sie habe ihren Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch beauftragt, die beiden Mitglieder schriftlich aufzufordern, dies zu unterlassen, “sonst wird es Konsequenzen geben”. Konkret zuständig sei dafür aber die niederösterreichische Landespartei. Zuversichtlich zeigte sich Rendi-Wagner für die Wien-Wahl, auch wenn sie kein konkretes Wahlziel nennen wollte, da der Wahlkampf ihrer Meinung nach noch nicht einmal begonnen habe. Die ganze Partei stehe hinter dem amtierenden Bürgermeister Michael Ludwig, der für Kontinuität stehe. Außerdem gelte: “Was eine Stadt wie diese nicht braucht, ist ein Experiment.” Und auch selbst will Rendi-Wagner laut eigener Aussage Spitzenkandidatin bei der nächsten Bundeswahl sein.

Rendi-Wagner sieht breite SPÖ-Mehrheit für Vier-Tage-Woche

Sebastian Vettel hat noch keine Entscheidung über seine Zukunft nach Ende seines Vertrages mit Ferrari mit Jahresende getroffen. Für den vierfachen Weltmeister könnte es sowohl in einem neuen Auto weitergehen, er könnte aufhören oder ein Jahr Auszeit nehmen. Zumindest schloss er am Montag bei “Sport & Talk” auf ServusTV keine dieser drei Optionen aus. “Ja, die gibt’s”, sagte Vettel dazu. Allerdings: wenn er seinen Rücktritt erklären sollte, dann soll dieser auch halten. “Wenn man die Entscheidung trifft, die Tür zuzumachen, … muss man bereit sein, die geschlossene Tür geschlossen zu lassen”, sagte der 33-jährige Vettel, der bestätigte, dass er sich in der Steiermark eine Almhütte gekauft hat. Diese besucht er aktuell nur einmal im Jahr, dies könne in Zukunft aber weit öfter passieren, deutete er an. “Es war überraschend, aber ich akzeptiere die Entscheidung und versuche, dieses Jahr meine Aufgabe zu erfüllen”, sagte Vettel zum überraschenden Aus bei Ferrari. Red-Bull-Teamchef Christian Horner sieht Vettels Formel-1-Zukunft skeptisch. “Wenn er die Formel 1 verlässt, ist das ein Verlust für die Formel 1. Wir haben zwei Fahrer, die einen super Job machen. Es ist schwierig, ihn unterzubringen. Wir haben nicht erwartet, dass er so rüde von Ferrari auf den Markt gesetzt wird”, sagte Horner auf ServusTV. Der 52-fache GP-Sieger selbst hat noch keine Entscheidung getroffen und “weiß es noch nicht für mich selbst”. Er müsse ein Umfeld finden, das passt. “Die letzten fünf Jahre habe ich in vielerlei Hinsicht sehr genossen, aber sie haben auch sehr viel Kraft gekostet”, gestand Vettel. Ums Geld geht es ihm für eine weitere Zukunft in der Formel 1 nicht. “Das Finanzielle ist überhaupt nicht im Vordergrund. Ich bin nach wie vor sehr ehrgeizig, Motorsport ist mein Leben. Mit der richtigen Aufgabe und dem richtigen Platz würde ich mich nach wie vor sehr zu Hause fühlen”, sagte Vettel. Sein erster Anruf in der Formel-1-Welt nach der Ferrari-Entscheidung galt übrigens Red-Bull-Berater Helmut Marko, seinem ehemaligen Mastermind. “Ich habe ihn sofort angerufen, weil ich mich mit ihm sehr gut verstehe, und ich habe ihn um Rat gebeten”, erzählte der Deutsche.

Vettels Zukunft weiter offen

Die UN haben eine direkte Reaktion auf die Drohung von US-Präsident Donald Trump zum endgültigen Zahlungsstopp an die Weltgesundheitsorganisation WHO vermieden. “Alle Antworten auf die aufgeworfenen Fragen sind in den Bemerkungen des Generalsekretärs gestern bei der WHO-Jahresversammlung zu finden und ich habe wirklich nichts hinzuzufügen“, sagte Sprecher Stéphane Dujarric am Dienstag in New York.

Vereinte Nationen vermeiden direkte Reaktion auf Trump-Brief

Wohl niemand kann derzeit sagen, ob die Planungen für die Wiederaufnahme der Tennis-Tour im August am Ende nicht genau das bleiben: ein schöner Plan. Gewiss ist, dass Veranstaltungen wie die Einladungsturniere in Kitzbühel oder nun Berlin funktionieren: kleine Spielerfelder, ein paar Zuschauer, strenge Hygienemaßnahmen. Fest steht bisher, dass in zweieinhalb Wochen die Damen-Tour mit dem WTA-Turnier in Palermo wieder starten soll, eine Woche darauf sind die Veranstaltungen in Lexington in den USA und in Prag vorgesehen. Die Herren sollen am 14. August in Washington wieder einsteigen. Ob die US Open ab 31. August stattfinden werden, ist weiter ungewiss. Dominic Thiem betonte in Berlin nach seinem Sieg auf Rasen am Mittwochabend, dass er mehr für möglich hält als Turniere mit zwölf Teilnehmern. “Von den Spielern ist ein normales Turnier auf jeden Fall möglich. Wenn alle Spieler, alle Betreuer negativ (auf Corona, Anm.) sind, ist es möglich, so eine Bubble zu schaffen in einem größeren Rahmen. Kitzbühel und auch jetzt waren sehr gute Beispiele, wie es gehen könnte”, betonte der Weltranglisten-Dritte. 800 Zuschauer, die im Steffi-Graf-Stadion in Berlin erlaubt gewesen wären, könnten für Stimmung sorgen. Es gebe viele Spiele auf der Tour, bei denen vor allem in den ersten Runden weniger dabei wären, merkte Thiem an. Wie viele Fans in Zukunft zugelassen werden könnten, darauf wollte sich der Niederösterreicher nicht festlegen. “Das ist nicht meine Aufgabe.” In Palermo umfasst das Einzelfeld 32 Spielerinnen, Doppel soll mit 16 Paaren gespielt werden. Alles müsse vorsichtig ausprobiert werden, sagte Berlin-Teilnehmerin Anastasija Sevastova dem lettischen Rundfunk: “Wir werden es in Prag und Palermo versuchen und schauen, ob es geht, ob wir es ein gesamtes Turnier lang aushalten.” Vielspieler der vergangenen Wochen wie Thiem oder sein Berlin-Finalgegner Matteo Berrettini fühlten sich fast schon wieder im Turniermodus und haben auch kein Problem damit, wie sonst auch nur zwischen Hotel und Anlage zu pendeln. Sie waren aber ausschließlich in Europa unterwegs, wo ab dem 27. September in Paris die French Open stattfinden sollen. In den USA ist die Lage schwieriger. Bedenken wegen der Corona-Fallzahlen und mögliche Reisebeschränkungen lassen momentan keine gesicherte Planung für die Profis zu, wenn es um Übersee-Events geht. Wenn die US Open nicht in diesem Monat doch noch abgesagt werden, müssen die Aktiven selbst entscheiden. Der Italiener Berrettini geht nun kurz in den Urlaub, dort will sich der Weltranglisten-Achte mit seinem Team Gedanken machen. Thiem stand am Donnerstag schon wieder auf dem Trainingsplatz. In einem Hangar des ehemaligen Berliner Flughafens Tempelhof wird ab Freitag auf Hartplatz gespielt. “Man spielt vielleicht nur einmal im Leben in einem Hangar”, scherzte Thiem. Österreich habe schon einmal im Hangar in Wien-Schwechat Davis Cup gespielt, merkte er an. “Aber da war ich noch nicht dabei.” 2011 war es, als Jürgen Melzer und Co. gegen Frankreich mit 2:3 unterlagen.

Nur Show oder mehr? - Thiem: "Möglich, Bubble zu schaffen"

Popstar Justin Bieber hat sich auf Twitter in mehreren Posts zu Vorwürfen gegen ihn geäußert. “Gerüchte sind Gerüchte, doch sexuellen Missbrauch nehme ich nicht auf die leichte Schulter”, schrieb der 26-Jährige. Wie US-Medien wie “People” und “Pitchfork” berichteten, habe eine Frau den Musiker auf Twitter beschuldigt, sie im Jahr 2014 in einem Hotel in Texas sexuell genötigt zu haben. Der Tweet und der Account seien später vom Nachrichtendienst entfernt worden, hieß es weiter in den Berichten. Eigentlich habe er sich sofort äußern wollen, schrieb Bieber. “Aber aus Respekt gegenüber den vielen Opfern, die täglich mit diesen Problemen leben müssen, wollte ich sicher sein, vorher alle Fakten zusammen zu haben.” Er verwies auf Rechnungen, Magazinberichte und Fotos. Er sei nie in dem Hotel gewesen; seine damalige Freundin, die Schauspielerin Selena Gomez, sei in der Nacht bei ihm gewesen. Der Musiker folgerte: “Diese Geschichte ist faktisch unmöglich.” Deshalb werde er mit Twitter und den Behörden rechtliche Schritte einleiten. Justin Bieber wurde mit 13 Jahren entdeckt, unter Vertrag genommen und schnell international erfolgreich. Er machte immer wieder mit Skandalen auf sich aufmerksam. Von 2011 bis 2014 waren er und Selena Gomez immer wieder ein Paar. Inzwischen ist Bieber mit dem US-Model Hailey Baldwinverheiratet.

"Sexuellen Missbrauch nehme ich nicht auf die leichte Schulter"