In New Yorks Kliniken geht die Angst um

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In New Yorks Kliniken geht die Angst um

Der Höhepunkt der Corona-Ansteckungswelle in New York wird erst in rund drei Wochen erwartet – doch bereits jetzt droht die Lage in der US-Küstenmetropole außer Kontrolle zu geraten. Unter Ärzten und Pflegern im Zentrum der Pandemie in den USA geht die Angst um, sich selbst anzustecken. Seit dem Tod des 48-jährigen Krankenpflegers Kious Kelly ist die Besorgnis noch gestiegen. Wegen Ansteckungsgefahr vor allem unter medizinischem Personal, Krankenhäuser in US-Metropole geraten an ihre Grenzen.

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Die Coronakrise lässt nicht nur die Beitragseinnahmen der Krankenkassendrastisch sinken sondern auch die Ausgaben für Medikamente rasant steigen. Wie die APA aus den Sozialversicherungen erfuhr, hat die Erleichterung bei der Medikamentenverschreibung schon im März zu einem exorbitanten Anstieg der Kosten bei den Heilmitteln geführt. Allein im März 2020 sind die Ausgaben der sozialen Krankenversicherung für Heilmittel um rund 25 Prozent von 236 Millionen auf 295 Mio. Euro gestiegen – und das obwohl die Coronakrise erst Mitte des Monats schlagend geworden ist. Im Jänner lag dieser Anstieg noch bei moderaten bei 4,7 Prozent, im Februar bei 8,4 Prozent. Die Daten für April liegen noch nicht vor. Die Österreicher haben offenbar nicht nur Lebensmittel und Klopapier in großen Mengen auf Vorrat gekauft, sondern auch Medikamente. Und da offenbar die teureren Medikamente, heißt es in den Sozialversicherung. Die Einlösung von Rezepten in öffentlichen Apotheken auf Kosten der sozialen Krankenversicherung ist nämlich im Vergleichszeitraum nur um 5,5 Prozent gestiegen.

Coronakrise lässt Medikamentenkosten rasant steigen

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Polizisten ab sofort mit Mundschutz unterwegs

Bis auf Widerruf hat die Slowakei am Freitag die Staatsgrenzen für Lastwagen geschlossen. Damit solle verhindert werden, dass sich wie bisher Kolonnen von der ungarischen Grenze durch das ganze Land ziehen, begründete die slowakische Polizei auf ihrer offiziellen Facebookseite den Schritt. Da Ungarn schon länger seine Grenzen geschlossen hält, bilden sich auf slowakischer Seite schon seit Tagen derart lange Lkw-Rückstaus, dass sie auch den Verkehr in der Hauptstadt Bratislava behindern und im Norden bis nach Tschechien reichen. Ausgenommen von der slowakischen Sperre sind nach Polizeiangaben alle Transporte, die eine Adresse in der Slowakei als Ziel haben, sowie Tiertransporte und Lieferungen von verderblichen Waren.

Slowakei sperrt Grenzen für Lastautos

“Headbanger kommen als Erwachsene besser zurecht als Nicht-Metal-Fans”. Das sagte Dee Snider, einst schriller Frontman von Twisted Sister, im Gespräch mit der APA unter Berufung auf eine Studie. Der US-Sänger bringt am Freitag das Set “For The Love Of Heavy Metal Live”heraus und erzählte am Telefon in seinem Haus in Belize, warum ihn seine Manager für Nostradamus halten. Aufklärungsbedarf benötigt zunächst einmal die besagte Studie. “Ich würde deswegen sogar von einem Fachblatt für Psychologie interviewt”, berichtete der 65-Jährige nicht ohne Stolz in der Stimme. “Die Experten waren vom Ergebnis der Untersuchung verwirrt! Aber ich konnte ihnen den Grund nennen: Dunkle Emotionen müssen ausgedrückt werden. Frust, Herzschmerz, Angst – all das muss raus! Das gelingt uns durch Heavy Metal. Wir gehen zornig ins Konzert und lächelnd wieder nach Hause. Weil wir die schlechten Gefühle heraus- und in der Konzerthalle zurückgelassen haben. Fans anderer Musikstile können das nicht.” Daher sehe er es als seine Aufgabe, “das Publikum auf eine emotionale Reise mitzunehmen”, wie Snider betonte. “Und diese sollte Spaß machen. Das Publikum soll schreien, lachen und auch seinen Ärger rauslassen.” Das Programm auf “For The Love Of Heavy Metal” (erscheint als Tonträger plus Video) sei entsprechend gestaltet. Da es Corona bedingt derzeit so gut wie keine Konzerte gibt, kommt das Paket für Fans wohl zur rechten Zeit. Dabei war der Release bereits vor der Krise geplant. “Meine Manager glauben ja, ich wäre Nostradamus”, lachte Snider. “Denn ich habe im Vorjahr angekündigt, dass ich 2020 keine Shows spielen werde. Ich hatte natürlich keine Ahnung, dass ich tatsächlich gar nicht auftreten hätte können. Aber die Frage kam auf, was wir 2020 den Fans bieten könnten. Da entstand die Idee eines Konzertfilms und Livealbums. Das Projekt zeigt mit Liveaufnahmen, Backstageszenen und Interviews, woher ich komme und wie ich heute bin.” Der Musiker stand vor 30 Jahren gemeinsam mit Kollegen wie Frank Zappavor dem US-Senat, um gegen Zensur im Namen des angeblichen Jugendwohls anzukämpfen. “Zensur bleibt ein Thema”, sagte dazu Snider. “Die Konservativen überall auf dieser Welt wollen alles kontrollieren. Künstler verschieben stets die Grenzen. Die Konservativen wollen dann diese Grenzen wieder ein Stück nach hinten rücken.” Mit dem Istzustand sollten sich Kreative allerdings nicht zufriedengeben: “Man stelle sich mal vor, was passiert wäre, wenn Künstler nie Grenzen überschritten hätten, wo da jetzt die Menschheit stehen würde”, sinnierte Snider. “Es ist ein fortwährendes Kräftemessen. Schrägerweise kommen mittlerweile mehr Meinungen von der linken Seite, was man alles nicht mehr sagen dürfe in der Kunst. Nicht einmal Satire ist davon ausgenommen.” “Trump zerstört all das, was unser Land ausgemacht hat” Was hält der Sänger vom Verbannen heute nicht mehr politisch korrekter Filme? “Es gibt sicher bessere Wege, sich mit Werken aus der Vergangenheit auseinanderzusetzen, als sie wegzusperren.” Klare Worte findet der Künstler zur aktuellen Situation in seiner Heimat: “Pures Chaos! Trump zerstört all das, was unser Land ausgemacht hat. Manche Leute dachten: Oh, wir haben einen schwarzen Präsidenten, jetzt ist alles gut. Aber Trump hat allen die Wahrheit gezeigt: Da gibt es einige grausliche, böse Menschen in diesem Land, engstirnige, sexistische Rassisten.” Sein Konzertfilm sei daher auch als Statement gedacht: “Ich ließ mehrere Shows filmen und diese zu einem Konzert zusammenfügen. Denn man hat das Gefühl, dass die Welt zerfällt, aber Musik verbindet uns alle. Es ist schön zu sehen, wie ich in Schweden vor einem überwiegend hellhäutigem Publikum und beim nächsten Song in Brasilien vor dunkelhäutigen Fans auf der Bühne stehe – und alle haben Freude mit den gleichen Liedern und dem gleichen Künstler. Das zeigt doch, wie nahe wir uns alle sind, dass wir mehr gemeinsam haben als Unterschiede.” Dee Snider wurde mit Twisted Sister (“I Wanna Rock”) berühmt (“Wir wurden mit Mitsing-Hymnen bekannt, aber wir waren im Herzen eine waschechte Metalband”), sein blonder Lockenkopf und viel Make-up prägten sein Erscheinungsbild. War ihm das Selbstvertrauen in die Wiege gelegt worden? “Na ja, ich war kein populäres Kind”, antwortete der Frontman. “Aber ich hatte immer das Gefühl, es mir zu verdienen, auf einer Bühne zu stehen und vom Publikum ernst genommen zu werden. Das war mein Ego.” Mittlerweile arbeitet Snider solo und lebt an mehreren Orten. “Wir haben in Belize ein Haus am Strand renoviert. Als sich die Covid-Krise zuspitze, sind wir gleich hierhergezogen. Aber normalerweise verbringe ich auch Zeit in Las Vegas und New York.” Von einem ruhigen Dasein am Meer will der quirlige Blondschopf also nichts wissen: “Mein nächstes Projekt sind zwei Filme, bei denen ich Regie führe. Einer ist das Remake eines 80er-Horror-Klassikers. Und ich habe soeben meinen ersten Roman fertiggestellt.”

Dee Snider: "Headbanger kommen als Erwachsene besser zurecht"