Infektionen in Hotels in St. Wolfgang: Köstinger gegen "Alarmismus"

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Infektionen in Hotels in St. Wolfgang: Köstinger gegen "Alarmismus"

Gäste, die sich von 17. Juli bis 23. Juli in einem der vier Unterkünfte aufgehalten haben, rät der Corona-Krisenstab, ihren Gesundheitszustand genau zu beobachten. Für Tourismusministerin Köstinger ist “Alarmismus fehlt am Platz”.

n Oberösterreichs Tourismusort St. Wolfgangsind in vier Beherbergungsbetrieben mehrere Corona-Fälle aufgetreten. In den Hotels “Seevilla” und “Hotel Peter” wurden acht Mitarbeiter positiv auf Covid-19 getestet. Auch im “13er Haus” sowie im “W3” haben sich Infizierte aufgehalten, informierte der Krisenstab Freitagfrüh.

Nach Auskunft der beiden Hotels hätten die Mitarbeiter alle einen Mund-Nasen-Schutz bei Kontakt mit Gästen getragen. Inzwischen wurden in den zwei Häusern das gesamte Personal getestet. Gästen, die sich von 17. Juli bis 23. Juli in einem der vier Unterkünfte aufgehalten haben, rät der Krisenstab, ihren Gesundheitszustand genau zu beobachten und beim Auftreten möglicher Symptome die telefonische Gesundheitsberatung 1450 anzurufen.

Auf Initiative von 26 Tourismusbetrieben aus der Region Wolfgangsee werden am Freitag im Rahmen der seit einem Monat geplanten freiwilligen Testreihe bei mehr als 500 Mitarbeitern Abstriche genommen.

Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) hat am Freitag zu den Corona-Fällen in St. Wolfgang betont, dass die Nachverfolgung der Betroffenen funktioniert hat und die Infizierten rasch isoliert wurden. Es würde sich zeigen, dass die Ansteckungen nicht im Hotel, sondern im Freizeitbereich der Mitarbeiter stattgefunden hätten. “Alarmismus ist jetzt fehl am Platz”, sagte sie im Ö1-Mittagsjournal.

Sie beobachte aber auch mit Sorge die steigenden Infektionszahlen. Ziel sei es, die Infektionsketten zu durchbrechen, dafür werde intensiv getestet. Dass in vier Wochen nur 14.000 Abstriche genommen wurden, obwohl das ursprüngliche Ziel lautete, bis zu 65.000 Tests in der Woche durchzuführen, sei nicht zufriedenstellend. Köstinger setzt hier auf ein gestiegenes Problembewusstsein und mehr Aufklärung. Weiters würden die Registrierungen täglich steigen und die Testungen laufend mehr, so das Ministerium zur APA.

SPÖ-Gesundheitssprecher Philip Kucher forderte heute, dass die Verantwortung für die Tests in das Gesundheitsministerium wandern soll. “Wir haben immer gewarnt, dass die Teststrategie im Tourismus nicht bei Ministerin Köstinger liegen darf. Die realen Testungen sind meilenweit vom versprochenen Ziel entfernt. Eine umfassende Teststrategie hätte von den Profis im Gesundheitsministerium ausgearbeitet werden sollen”, so Kucher.

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