IOC erntet in Austragungsfrage zunehmend Widerspruch

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IOC erntet in Austragungsfrage zunehmend Widerspruch

Es kracht zunehmend im olympischen Gebälk. IOC-Präsident Thomas Bachspielt in der Frage nach der Austragung der Olympischen Spiele 2020 in Tokio weiter auf Zeit. “Die Absage würde den olympischen Traum von 11.000 Athleten aus 206 Nationalen Olympischen Komitees und dem IOC-Flüchtlingsteam zerstören”, sagte der 66-jährige Deutsche. “Eine solche Absage wäre die am wenigsten faire Lösung.”

Die Absage-Befürworter dürften aber das medizinische Fachpersonal mit im Boot haben. “Ich halte das für ausgeschlossen, dass wir in Tokio dieses Jahr die Olympischen Spiele austragen können”, sagte etwa Virologe Alexander Kekule in der ARD-“Sportschau”. In Japan stehe die “ganz große Welle” an Infizierten noch aus, eine Austragung sei unverantwortlich. “Es gibt für Viren quasi kein tolleres Fest als so eine Veranstaltung”, betonte Kekule.

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Die Neuinfektionen mit dem Coronavirus haben am Donnerstag in Österreich einen neuen Höchstwert erreicht. Mit Stand 9.30 Uhr wurden binnen 24 Stunden 1.552 Personen positiv auf Covid-19 getestet. 480 der Fälle wurden in Wien registriert, berichtete das Innenministerium in einer Aussendung. Am Donnerstag der vergangenen Woche waren es noch 1.209 bestätigte Neuinfektionen. Angesichts dieser steigenden Corona-Infektionszahlen hat sich Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Donnerstag mit einem schriftlichen Appell an die Bundesländer gewandt. In mehreren davon hätten die Zahlen ein “sehr besorgniserregendes Ausmaß” erreicht. Verschärfte Maßnahmen seien dort dringend notwendig.

Über 1.500 Neuinfektionen in Ö, Kanzler fordert Verschärfungen

Eine Allianz aus 40 Umweltschutzorganisationen sowie Vertretern aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft warnt vor einem “ungezügelten” Ausbau der Wasserkraft auf Kosten der Allgemeinheit. Die Initiative von WWF Österreich und Umweltdachverband forderte am Dienstag von Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) wirksame Naturschutzkriterien für das geplanten Erneuerbaren Ausbau Gesetz. Ziel ist es, dass “keine neuen Kraftwerke in Schutzgebieten sowie an den letzten intakten Flussstrecken subventioniert werden”. Mit dem geplanten Erneuerbaren Ausbau Gesetz wird die Ökostrom-Förderung neu geregelt. Die Regierung hat das Ziel, dass bis 2030 bilanziell übers Jahr gerechnet 100 Prozent der Stromversorgung aus Erneuerbaren Quellen kommen. Dafür müssten weitere rund 27 Terawattstunden (TWh) Erneuerbare dazukommen. Davon wird bei Photovoltaik in Zubau von 11 TWh angestrebt, bei Wind sind 10 TWh vorgesehen, bei Wasserkraft 5 TWh und bei Biomasse 1 TWh. Österreich habe einen viel zu hohen Energieverbrauch, so WWF-Programmleiterin Hanna Simons. Es reiche daher nicht aus, nur auf Ausbau zu setzen, es müsste stattdessen massiv Energie gespart und das Steuersystem komplett ökologisiert werden, um die Abhängigkeit von Öl und Gas stark zu verringern. Anstatt auch noch die letzten freien Fließgewässer zuzupflastern, müsse das Fördersystem grundlegend reformiert und auf Modernisierung und Effizienzsteigerung bestehender Kraftwerke gesetzt werden, so Umweltdachverband-Präsident Franz Maier.  

Umweltschützer warnen vor ungezügeltem Wasserkraft-Ausbau

Nach den Zahlen von Innen- und Gesundheitsministerium (Stand 9.30 Uhr) kamen am Sonntag 1267 Neuinfektionen dazu, damit haben sich seit Beginn der Pandemie in Österreich 393.778 Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert. Mitte der Woche sollten damit mehr als 400.000 Infektionen registriert sein. Die Sieben-Tage-Inzidenz – also die Zahl jener Menschen pro 100.000 Einwohner, die sich innerhalb einer Woche mit dem Coronavirus infizieren – pendelt schon seit geraumer Zeit um 150. Gegenüber Samstag fiel sie von 151 auf 146,7. Dabei liegen die meisten Bundesländer mittlerweile mehr oder weniger knapp über der 100er-Grenze, aber in Salzburg liegt die Sieben-Tage-Inzidenz noch immer sehr hoch, bei 220,3. Am zweithöchsten war sie in Kärnten mit 130,9. Die Zahl der Toten, die an oder mit dem Coronavirus gestorben sind, hatte am Samstag die 7.000er-Grenze seit Beginn der Pandemie überschritten und stieg bis Sonntag um weitere 29 auf 7.082. Pro 100.000 Einwohner können, statistisch gesehen, mittlerweile 79,6 Todesfälle mit der Pandemie in Verbindung gebracht werden. Innerhalb einer Woche sterben nach den Daten vom Sonntag in Österreich vier Menschen pro 100.000 Einwohner an oder mit Covid-19. 369.218 Patienten sind seit Beginn der Pandemie wieder von Covid-19 genesen. Damit gab es am Sonntag 17.478 aktive Infektionsfälle, um 195 weniger als gestern. Im Krankenhaus lagen 1.963 Patienten mit einer Covid-19-Erkrankung, um 47 weniger als gestern. Von ihnen befanden sich 328 auf Intensivstationen, ein Rückgang um 14. In den vergangenen 24 Stunden wurden 16.631 PCR-Testergebnisseeingemeldet – von ihnen 7,6 Prozent positiv -, wie immer am Wochenende ein relativ niedriger Wert. Das erklärt auch die verhältnismäßig kleine Zahl der Neuinfektionen. Der Sieben-Tage-Schnitt für eingemeldete Testergebnisse lag bei 19.746, jener für Neuinfektionen bei 1.865. Die Positivrate im Sieben-Tage-Schnitt lag bei 9,4. Die meisten Neuinfektionen wurden in Wien mit 281 registriert. Niederösterreich folgte mit 266. Dann kam bereits Salzburg mit 168 vor Oberösterreich mit 152 und der Steiermark mit 133. Vier Länder blieben zweistellig: Kärnten mit 97, Tirol mit 84, Vorarlberg mit 55 und das Burgenland mit 31 Neuinfektionen.

Zahl der Neuinfektionen in Österreich weiter vierstellig

Die von der Regierung, SPÖ und Sozialpartnern angekündigten regelmäßigen Corona-Tests am Arbeitsplatz betreffen über 530.000 Arbeitnehmer. Davon gehen ÖGB und Wirtschaftskammer aus. “Unsere Betriebe und ihre Mitarbeiter wollen wieder arbeiten. Dafür sind die regelmäßigen Tests ein wichtiger Schritt”, heißt es in einer Aussendung der Präsidenten Wolfgang Katzian (SPÖ) und Harald Mahrer (ÖVP). SPÖ-interner Widerspruch gegen das “Reintesten” kommt indes aus Tirol. Die Regierung hat sich mit SPÖ, Sozialpartnern und Bundesländern grundsätzlich auf eine neue Corona-Teststrategie geeinigt. Diese soll neben Covid-Tests als Zutrittsvoraussetzung zu Veranstaltungen auch regelmäßige Tests am Arbeitsplatz für bestimmte Berufsgruppen bringen. Und zwar überall dort, wo Abstandsregeln nicht eingehalten werden können oder wo viel Kundenkontakt stattfinden. Wer ist betroffen? Diese wöchentlich geplanten Tests sollen neben Gastronomie, Handel und “körpernahen Dienstleistungen” etwa auch Lehrerinnen und Lehrer, Verwaltungsbeamte im Parteienverkehr sowie Lagerarbeiter betreffen. In Summe sind das laut Angaben von ÖGB und Wirtschaftskammer 530.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in 2.400 Unternehmen. Arbeitsrechtliche Fragen wollen die Sozialpartner in den kommenden Tagen klären. So soll es einen Kündigungsschutz bei positivem Testergebnis geben, außerdem werden die Tests in der Arbeitszeit stattfinden – und zwar auch, wenn sie nicht direkt im Betrieb angeboten werden. “Bessere Alternative als Zusperren” “Eintrittstests in wichtigen Bereichen sind jedenfalls die bessere Alternative als Zusperren, denn jede weitere Lockdown-Woche verursacht Kosten in Milliardenhöhe”, heißt es in einer Gemeinsamen Aussendung von Gewerkschaftsbund und Wirtschaftskammer. Der Tiroler SPÖ-Chef Georg Dornauer fordert seine Partei indessen auf, den Zutrittstests nur dann zuzustimmen, wenn neben den Kunden im Handel explizit auch die Gastronomie-Kunden ausgenommen werden. Dies wurde zwischen Regierung und SPÖ grundsätzlich so vereinbart. “In den bisher bekannten Gesetzesdetails ist das nicht der Fall”, kritisierte Dornauer am Wochenende. Außerdem fordert er eine Klärung von offenen Fragen – etwa warum auch 48 Stunden alte Testergebnisse akzeptiert werden wollen, obwohl die Virologin und “Wissenschafterin des Jahres” Elisabeth Puchhammer-Stöckl sie nur einen Tag lang für aussagekräftig hält. “Wir sollten uns von Bundeskanzler Kurz und seiner Plagiatstruppe nicht für unausgegorene, überschießende und mäßig sinnvolle Maßnahmen einspannen lassen”, so Dornauer.

Halbe Million Arbeitnehmer sollen regelmäßig zum Corona-Test

Das Land Oberösterreich zahlt vorerst die Corona-Tests von 24-Stunden-Betreuerinnen aus Rumänien. Das teilten Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) und Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer (SPÖ) am Montag mit. Sie betonten aber, man gehe davon aus, dass der Bund letztlich diese Kosten übernehmen werde und das Land nur in Vorleistung gehe. Nachdem am Montag der erste Korridorzug mit Pflegekräften aus Rumänien in Wien-Schwechat angekommen ist, müssen die Pflegerinnen nun in einem Hotel einen Covid-19-Test machen, bevor sie mit Bussen weiter zu ihren Arbeitsplätzen fahren dürfen. Die Kosten für Testung und Hotel liegen bei 179 Euro pro Person und Einreise. Diese übernimmt für die oberösterreichischen Betroffenen nun das Land. Die Fahrtkosten von 100 Euro sind – wie auch bisher bei einem turnusmäßigen Wechsel des Pflegepersonals – von der zu betreuenden Person zu bezahlen.

Land übernimmt Kosten für Corona-Tests

Zu Weihnachten wegen Corona auf große Familientreffen verzichten? Für 18 Prozent der Menschen in Österreich kommt das nicht infrage, wie eine Erhebung von Marketagent.com ergeben hat. Eine fast gleich große Gruppe von 20 Prozent gab aber an, von Verwandtenansammlungen diesmal abzusehen. Mundschutz wollen die Befragten bei Familienbesuchen zu den Festtagen kaum tragen (nur einer von zehn), auf die Einhaltung des Mindestabstandes will dabei nur knapp jeder Dritte achten. “Nicht auf alle Feste verzichten” “Ich werde zumindest auf ein Familientreffen verzichten, aber nicht auf alle”, gaben knapp 30 Prozent von 500 repräsentativ befragten Frauen und Männern im Alter von 14 bis 75 Jahren an. Der Rest hat sich noch nicht entschieden (rund 19 Prozent) oder trifft ohnehin nie viele Verwandte zu Weihnachten. Frauen und Familien in Weihnachtsstimmung Weihnachtsstimmung trotz Corona herrsche besonders unter den Frauen und in Familien mit Kindern (je 71 Prozent), berichtete Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent. Knapp zwei Drittel werden im Coronajahr mit ihrem Partner bzw. ihrer Partnerin vor dem Christbaum stehen, bei gut jedem Zweiten sind die eigenen Kinder mit dabei. 46 Prozent feiern mit den Eltern oder Schwiegereltern und drei von zehn außerdem mit Geschwistern bzw. Schwager oder Schwägerin. Vor allem das Feiern mit Freunden dürfte der Coronakrise und den damit verbundenen Maßnahmen zum Opfer fallen. So gaben lediglich 7,8 Prozent an, das Fest mit Freunden und Bekannten zu verbringen. Ältere nehmen mehr Abstand Auf das Abstandhalten bei weihnachtlichen Familienfesten achten die Menschen hierzulande vermehrt zumindest mit zunehmendem Alter: Unter den 60- bis 75-Jährigen würden 69 Prozent von Berührungen jeglicher Art Abstand nehmen. Knapp die Hälfte aller Befragten plant, im Laufe der Feierlichkeiten regelmäßig zu lüften. Vier von zehn schränken die Teilnehmerzahl bei Familienfesten ein. Speziell ältere Verwandten bzw. jene, die einer Risikogruppe angehören, würden 17 Prozent in diesem Jahr nicht treffen.

18 Prozent wollen nicht auf große Familienfeiern verzichten