Italien bereitet sich auf "schwierige Monate" vor

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Italien bereitet sich auf "schwierige Monate" vor

Trotz sinkender Epidemiezahlen rechnet die italienische Regierung weiter mit harten Zeiten in der Coronavirus-Krise. “Wir müssen die Wahrheit sagen: Die Situation ist weiterhin dramatisch. Der Notstand ist nicht zu Ende, die Gefahr ist nicht verbannt. Auf uns warten noch schwierige Monate“, sagte Gesundheitsminister Roberto Speranza.

“Wir müssen die Bedingungen schaffen, damit wir mit diesem Virus zusammenleben können, zumindest bis ein Impfstoff oder eine Therapie gefunden wird“, sagte Speranza im Interview mit der Mailänder Tageszeitung “Corriere della Sera” (Sonntag-Ausgabe). Die Regierung arbeite an einem Fünf-Punkte-Plan für die öffentliche Gesundheit. Prioritär sei dabei die soziale Distanz am Arbeitsplatz und in der Öffentlichkeit. Gleichzeitig wächst in Italien der Unmut auf Europa.

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KTM greift dank “Pole für Pol” nach dem erstem Heimsieg in Spielberg. Pol Espargaro erzielte Samstag 22 Tausendstel vor dem Japaner Takaami Nakagami (Honda) Quali-Bestzeit und geht Sonntag als Favorit in den Grand Prix der Steiermark. Als Dritter überraschte drei Tage nach einer Handoperation Johann Zarco, der Franzose muss aus der Boxengasse starten. Andrea Dovizioso folgt nur aus Reihe drei. Die nur neunte Quali-Zeit war selbst für den am Samstag oft zurückhaltenden, dreifachen Österreich-Sieger ein mageres Ergebnis, obwohl bei hochsommerlichen Bedingungen ideale Verhältnisse am Red Bull Ring herrschten. Sonntag könnte es freilich regnen. Zudem lagen die Top-12 in der Quali nicht einmal sechs Zehntelsekunden auseinander. Die wegen Corona verkürzte MotoGP-WM 2020 ist wegen des Fehlens von Weltmeister Marc Marquez – der verletzte Spanier dürfte auch in Misano noch fehlen – sowie der neuen Michelin-Reifen eine der engsten der Geschichte. Für Ducati könnte am Sonntag (14.00 Uhr MESZ/live ServusTV) eine große Siegesserie zu Ende gehen. Die Italiener sind seit der Rückkehr der MotoGP nach Spielberg (2016) ungeschlagen, drei der bisher fünf Siege in Serie hat Dovizioso geholt. Womöglich vertraut “Desmodovi” nicht nur auf die Power seines Bikes, sondern auch die spezielle Startvorrichtung (Ride Height System), die seine Desmosedici 2020 hinten absenken kann. Auf dem Papier hat aber Espargaro nun die besten Karten auf den Sieg im zweiten Österreich-Rennen innerhalb einer Woche. Er würde mit seinem Premierenerfolg in der “Königsklasse” nicht nur ein Luxus-Auto gewinnen, sondern vor allem auch die Ducati-Serie auf dem Powerkurs in Österreich beenden. “Unglaublich. Ich habe auf die erste oder zweite Reihe gehofft und nicht gedacht, dass wir die Pole schaffen”, freute sich Espargaro. “Ich habe davor viel zu viele Fehler gemacht”, gestand der Spanier. “Das jetzt hat das ganze Team verdient.” Zudem sieht sich Espargaro in einer idealen Position für seinen ersten MotoGP-Sieg, denn “in Spielberg aus der ersten Reihe zu starten ist superwichtig”. Außerdem fährt Dovizioso von weit hinten los. “Das ist gut. Denn die Ducatis sind vor allem am Anfang, wenn die Reifen noch frisch sind, am schwierigsten zu überholen”, ergänzte der Spanier. Espargaro hat die österreichische RC16 über Jahre maßgeblich mitentwickelt und war deshalb umso frustrierter, dass nicht er, sondern MotoGP-Rookie Binder in Brno den ersten GP-Sieg für KTM geholt hat. Sportdirektor Pit Beirer freute sich daher vor allem für Espargaro. “Er war doch schon sehr unter Druck.” Für KTM sei das ein weiterer Meilenstein, so Beirer. “Unglaublich. Unser Projekt fängt langsam an zu fliegen.” Für die zweite Geschichte des Tages sorgte Zarco. Der verletzte Franzose ließ das FP4 zwar aus, fuhr dann aber beide Qualis und imponierter am Ende als Dritter. “Dabei wollte ich nur einige Qualitätsrunden hinlegen”, erklärte er. Dass er wegen der eggen ihn ausgesprochenen Strafe aus der Boxengasse los fahren muss, hält Zarco für ungerecht. “Ich habe nicht wirklich etwas falsch gemacht”, sagte er im Rückblick auf die gefährliche Situation vor einer Woche auf dem Red Bull Ring. “Ich muss es akzeptieren. Kopf runter und die bittere Pille schlucken”, hat sich Zarco vorgenommen. In der Moto3 ersparte sich der Österreicher Max Kofler zwar Dauer-Startplatz 26, war aber über Rang 29 und die letzte Startreihe noch unglücklicher. Der Oberösterreicher hatte Pech, weil er im Q1 von einem Konkurrenten umgerissen wurde und sich danach mit Reifenproblemen nicht mehr verbessen konnte. “So habe ich mir den Samstag absolut nicht vorgestellt. Da ist viel Pech zusammengekommen”, gestand der 20-jährige WM-Rookie vor dem Rennen am Sonntag (11.00 Uhr MESZ). Koflers Renn-Plan: “In den ersten beiden Kurven die Ellbogen ausfahren und dann an der Spitzengruppe dranbleiben.” Pole in der Moto3 holte der Argentinier Gabriel Rodrigo (Honda). In der Moto2 sicherte sich überraschend der Spanier Aron Canet (Speed Up) seine erste Pole.

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