Italien denkt über totales Ausgehverbot nach

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Italien denkt über totales Ausgehverbot nach

Angesichts der hohen Zahl von Bürgern, die sich trotz Appellen im Freien aufhalten, hatte die Lombardei eine restriktivere Ausgangssperre gefordert. Der lombardische Präsident Attilio Fontana meinte, sollten sich die Bürger nicht an die Vorsichtsmaßnahmen halten, könnte die Lombardei die Regierung zu einer weiteren Verschärfung der Quarantäne aufrufen.

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Die Österreichischen Bundesbahnen werden ab Gültigkeit der Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln per nächsten Montag nicht selbst Masken verteilen. Auch werden die Zugbegleiter nicht direkt einschreiten, falls die Maskenpflicht nicht eingehalten werde. Ein ÖBB-Sprecher wies jedoch darauf hin, dass am Montagnachmittag noch nichts Offizielles bezüglich der Bestimmungen vorgelegen sei. “Unsere Zugbegleiter werden keine Sherriffs spielen – das dürfen sie nicht und das können sie auch nicht”, erklärte Daniel Pinka von der ÖBB-Medienabteilung der APA. Man würde den Fahrgast höflich auf die Maskenpflicht hinweisen und bei Nicht-Befolgen wahrscheinlich mit der Polizei in Kontakt treten müssen. Das flächendeckende Austeilen von Masken auf mehr als 1.000 Bahnhöfen in ganz Österreich sei schon aus logistischen Gründen nicht machbar. “Unserer Auftrag ist, unsere eigenen Mitarbeiter mit Masken zu versorgen. Alle Fahrgäste mit Masken zu versorgen, wird sich nicht ausgehen.”

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Karl Nehammer (ÖVP) rechnet mit geänderten Maßnahmen nach Ostern und mit zahlreichen Anzeigen in den kommenden Wochen. Dass Kritiker vor einem Polizeistaat warnen, kann er nachvollziehen.

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Die Weltbevölkerung soll laut einer groß angelegten Studie bis 2100 deutlich weniger stark wachsen als bisher von den Vereinten Nationen vorhergesagt. Ein internationales Forscherteam legt in einem am Mittwoch im renommierten Medizin-Fachblatt “The Lancet” veröffentlichten Papier dar, dass es bis zum Ende des Jahrhunderts voraussichtlich 8,8 Milliarden Menschen auf der Erde geben werde. Da sind zwei Milliarden weniger als laut aktuellen UN-Prognosen. Die Geburtenrate in 183 von 195 Ländern werde so weit sinken, dass die Bevölkerungszahl ohne Einwanderung nicht mehr aufrechterhalten werden könne, schrieben die Wissenschafter. Mehr als 20 Länder, darunter Japan, Spanien, Italien und Polen, werden der Studie zufolge bis 2100 die Hälfte ihrer Bevölkerung verlieren. Auch das bevölkerungsreichste Land China werde von aktuell 1,4 Milliarden auf rund 730 Millionen Einwohner zum Jahrhundertende schrumpfen. Wachsen werden der Prognose zufolge hingegen Länder in Afrika südlich der Sahara. Nigeria könnte demnach in 80 Jahren mit 800 Millionen Menschen nach Indien das bevölkerungsreichste Land der Erde werden. “Wenn Frauen mehr Zugang zu Bildung und Geburtenkontrolle bekommen, entscheiden sie sich im Durchschnitt für weniger als 1,5 Kinder”, erklärte der Leiter der Studie, Christopher Murray vom Institut für Gesundheitsmessung und -auswertung (IHME) der Washington-Universität in Seattle, das von der Bill und Melinda Gates Stiftung unterstützt wird. Die Entwicklung sei eine “gute Nachricht” für die Umwelt, sagte Murray, denn eine kleinere Weltbevölkerung könne die Nahrungsmittelproduktion zurückfahren und den Ausstoß von Treibhausgasen senken. Für Länder in Subsahara-Afrika bringt das dort prognostizierte Bevölkerungswachstum nach Ansicht von Murray wirtschaftliche Chancen mit sich. Für die meisten Länder außerhalb von Afrika dürfte die sinkende Zahl an Arbeitskräften aber “tiefgreifende negative Folgen für die Wirtschaft” haben. So sinke die Zahl der Arbeitskräfte in China beispielsweise von rund 950 Millionen heute auf 350 Millionen 2100 – ein Rückgang von 62 Prozent. In Nigeria steige sie hingegen von heute 86 Millionen auf 450 Millionen. Die alternden Gesellschaften müssten daher ihre Sozial- und Gesundheitssysteme reformieren, mahnten die Studienautoren. Da die Lebenserwartung zudem steige, nehme die Zahl der Menschen, die älter als 80 Jahre sind, von 140 Millionen auf 866 Millionen zu. Mehr als viertel der Weltbevölkerung werde bis zum Jahrhundertende älter als 65 Jahre alt sein. Länder mit hohem Einkommen könnten diesen Entwicklungen mit einer flexiblen Einwanderungspolitik und sozialer Unterstützung für Familien mit Kindern begegnen, hieß es in der Studie. Murray warnte davor, dass manche Länder angesichts dieser Prognosen den Zugang zur Geburtenkontrolle beschränken könnten. Der wesentliche Faktor, warum Murrays Team auf ein deutlich geringeres Wachstum der Weltbevölkerung kommt als die UNO, ist die angenommene Geburtenrate. Während die Vereinten Nationen in ihren Prognosen über das Jahrhundert von einer Geburtenrate von 1,8 Kindern pro Frau ausgehen, wird sie laut den Analysen von Murray und seinen Kollegen auf unter 1,5 Kinder pro Frau fallen. Für eine stabile Bevölkerungszahl ist eine Geburtenrate von 2,1 Kindern pro Frau nötig. Der Chefredakteur des Journals “The Lancet”, Richard Horton, erklärte, die Studie zeige eine radikale Verschiebung der geopolitischen Machtverhältnisse. “Am Ende dieses Jahrhunderts wird die Welt eine multipolare sein, in der Indien, Nigeria, China und die USA die wichtigsten Mächte sind.”

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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) leitet eine großangelegte Studie zur Wirksamkeit von fünf Medikamenten bei der Behandlung von Coronavirus-Infizierten. Krankenhäuser in neun Ländern beteiligten sich bereits daran, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf. Darunter sind Frankreich, der Iran, Norwegen und Spanien. Unter den getesteten Wirkstoffen sind antivirale Medikamente, die etwa gegen das HI-Virus entwickelt wurden, das die Immunschwächekrankheit AIDS auslösen kann. Das deutsche Robert-Koch-Institut hat indes die Hoffnungen auf einen baldigen Impfstoff gegen das Coronavirus gedämpft. “Ich persönlich schätze es als realistisch ein, dass es im Frühjahr 2021 sein wird”, sagte Präsident Lothar Wieler.

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