Italien rekrutiert zusätzliche Krankenpfleger

Merken
Italien rekrutiert zusätzliche Krankenpfleger

Das von der Coronavirus-Krise schwer belastete Italien startet mit der Rekrutierung zusätzlicher Krankenpfleger. Der Zivilschutz hat auf seiner Webseite einen Aufruf veröffentlicht: Gesucht werden Krankenpfleger, die vor allem in der Lombardei, der am stärksten betroffenen Region, eingesetzt werden sollen.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Im Skandal um den wegen Sexualverbrechen verurteilten und inzwischen gestorbenen Unternehmer Jeffrey Epstein hat dessen Ex-Partnerin Ghislaine Maxwell vor Gericht eine Beihilfe abgestritten. Maxwell plädierte bei der Anhörung am Dienstag in New York, bei der sie per Video in den Gerichtssaal zugeschaltet war, auf “nicht schuldig”. Höchststrafe von fünf bis zehn Jahre Ihr werden sechs Anklagepunkte vorgeworfen, darunter Verführung Minderjähriger zu illegalen Sexhandlungen und Meineid. Die 58-Jährige, die Anfang Juli im US-Bundesstaat New Hampshire festgenommen wurde, soll laut Staatsanwaltschaft bei den Sexualverbrechen Epsteins eine maßgebliche Rolle gespielt haben. Maxwells Anwälte hatten im Vorfeld der Gerichtsanhörung versucht, ihre Mandantin von Epstein zu distanzieren. Die beiden hätten vor seinem Tod mehr als zehn Jahre lang keinen Kontakt mehr gehabt. Auf die Anklagepunkte, die sich auf die Jahre 1994 bis 1997 beziehen, stehen jeweils Höchststrafen von fünf bis zehn Jahren Gefängnis. Wann ein Prozess beginnen könnte, war vorerst unklar.

Ex-Partnerin Ghislaine Maxwell plädierte auf "nicht schuldig"

Austropop-Legende Rainhard Fendrich hat sich in der Coronakrise mit einem Video auf Facebook gemeldet. In diesem performt er für Österreich “von daheim” seinen Hit “I am from Austria”. Am Beginn des Videos bedankt sich Fendrich bei den Ärzten und Krankenschwestern, bei den Kassierinnen und jenen, die die Regale einräumen, sowie den Lkw-Fahrern. Er denke auch an alle, die mit ihren Kindern zuhause Home-Office machten, und an die Menschen in Tirol, die unter Quarantäne stehen, sagt der Musiker und lobt auch die Politik. “Unsere Regierung macht eine großartige Arbeit derzeit. Ein wunderbares Krisenmanagement. Bitte hört auf das, was der Gesundheitsminister sagt.”

Fendrich singt zuhause "I am from Austria"

Aufgrund der Coronakrise finden die French Open der Tennis-Profis heuer erst von 27. September bis 11. Oktober statt und damit nur zwei Wochen nach dem Finale der US-Open. Für ÖTV-Star Dominic Thiem ergibt sich aber auch noch eine Terminkollision, da in der zweiten New-York-Woche auch sein Heimturnier in Kitzbühel (7. bis 13. September) stattfindet. “Erst mal ist es cool, dass die French Open stattfinden. Egal ob im Mai oder im Oktober. Das Problem ist nur: Zwischen US Open und French Open sind nur zwei Wochen Abstand – bei beiden weit kommen wird fast unmöglich sein. Wenn ich die US Open richtig gut spiele, werden die French Open ganz, ganz schwer. In New York früh rausfliegen wäre dagegen besser für Paris. Ich muss eines der beiden Grand Slams opfern, so ist es im Moment”, erklärte Thiem im Interview mit der “Tiroler Tageszeitung” (Dienstag) anlässlich seines Einladungsturniers “Thiem’s 7”, das am (heutigen) Dienstag in Kitzbühel begann. Die Terminkollision in der zweiten US-Open-Woche bezeichnete der 26-jährige Niederösterreicher dagegen als “Win-win-Situation. Wenn ich in New York gut spiele, komme ich dort weit. Ansonsten setze ich mich in den Flieger und freue mich auf Kitzbühel. Da kann ich nur gewinnen”, meinte Thiem mit Blick auf das Sandplatzturnier in Tirol, wo er Titelverteidiger wäre. Dem Australien-Open-Finalisten dieses Jahres “taugt nicht”, wie “die Leute” den deutschen Tennis-Star Alexander Zverev “kritisieren”. Dieser hatte nach der von mehreren positiven Corona-Fällen überschatteten Adria Tour angekündigt, sich selbst zu isolieren, wurde aber kurz nach dieser Aussage auf einer Party gefilmt. “Er wird behandelt, als wäre er ein Volksschulkind. Aber er ist ein 23-jähriger Mann. Klar hat er einen Fehler gemacht – aber ich verstehe nicht, wieso sich da jetzt alle einmischen”, betonte Thiem. Der French-Open-Finalist der vergangenen beiden Jahre gab aber auch zu, dass bei der Adria Tour “Fehler passiert sind, die mir extrem leidtun (…). Die Hygieneregeln wurden nicht eingehalten. Aber es ist gleich wie bei Zverev: Ich verstehe nicht, wieso sich so viele auf Novak Djokovic (Initiator des Turniers, Anm.) einschießen. Er hat kein Gesetz gebrochen. Das muss man auch mal klar sagen”, betonte Thiem, dass er “die Kritik an uns nicht” verstehe. “Ich war jetzt in Nizza, habe Bilder von anderen Städten gesehen. Da geht es nicht anders zu als beim Turnier in Belgrad. Und dann jetzt so auf Djokovic einhauen? Das ist mir zu billig.” Zur geplanten Rückkehr der ATP-Tour in Washington (ab 14. August) sagte Thiem: “Das wackelt extrem. In Amerika steigen die Corona-Zahlen enorm, jetzt wurde auch Spieler Frances Tiafoe positiv getestet. Und es ist auch alles andere als sicher, dass die US Open stattfinden. Das wäre sonst der Start zurück in die Normalität.”

Thiem "muss eines der beiden Grand Slams opfern"

Im Atlantik befinden sich einer neuen Studie zufolge Millionen Tonnen Mikroplastik. Allein in den oberen Wasserschichten der ersten 200 Meter seien es nahezu zwölf bis 21 Millionen Tonnen des Abfalls. Zu dem Schluss kommen Messungen von Forschern des “National Oceanography Centre” (NOC) in Großbritannien, die in der Fachzeitschrift “Nature Communications” veröffentlicht wurde. Bisher habe es wegen fehlender Mikroplastik-Messungen keine Möglichkeit für Wissenschafter gegeben, die angenommene Menge von in den Ozean gelangten Kunststoff mit der im Wasser abzugleichen, sagte Studienleiterin Katsiaryna Pabortsava. “Unsere Forschung ist die erste, die dies über den gesamten Atlantik von Großbritannien bis zu den Falklandinseln durchgeführt hat.” Die NOC-Foscher berechneten dabei die Häufigkeit von drei verschiedenen Plastiksorten, die zusammen mehr als die Hälfte des weltweiten Kunststoffabfalls ausmachten. Dafür nahmen sie an insgesamt zwölf Orten Proben aus drei unterschiedlichen Tiefen innerhalb der ersten 200 Meter unterhalb der Wasseroberfläche. Sie fanden bis zu 7.000 Mikroplastik-Partikel mit einer Größe von mindestens 0,0032 Zentimeter pro Kubikmeter Meerwasser. Die Wissenschafter wollen mit ihren Erkenntnissen die Grundlage für eine bessere Bewertung der ökologischen Schäden durch Mikroplastik legen. Bisher fehlten solide Schätzungen zur Menge der Kunststoffe vor allem in abgelegenen Orten wie zum Beispiel mitten auf dem Ozean. Der gesundheitliche Einfluss des allgegenwärtigen Mikroplastiks auf Lebewesen beschäftigt die Forschung. Solche winzigen Partikel wurden unter anderem bereits in Schnee, Lebensmitteln und Trinkwasser nachgewiesen. Alleine in den USA verursache jeder der rund 330 Millionen Einwohner jeden Tag rund 340 Gramm Plastikmüll, geht aus einer vor wenigen Monaten veröffentlichten Studie hervor. Dieser landet teilweise in der Natur und zerfällt dort langsam in immer kleinere Bestandteile. Die Mikroplastik-Partikel gelangen in Flüsse und Seen, das Meer, die Böden und auch die Atmosphäre. Ein Teil der Partikel sei über die Atmosphäre etwa bei Regen eingetragen worden – sie seien so klein, dass sie selbst über Kontinente hinweg transportiert würden.

Millionen Tonnen Mikroplastik im Atlantik

Rund zwölf Prozent der Schüler waren für ihre Lehrer während der Schulschließungen aufgrund der Corona-Pandemie nicht oder nur schwer erreichbar. Zu diesem Ergebnis kommen laut “Standard” erste Resultate einer Online-Befragung des Instituts für Höhere Studien (IHS). Bei jenen Kindern, die die Pädagogen schon vor der Corona-Krise als benachteiligt einstuften, waren es sogar dreimal so viele. An der noch laufenden Studie nahmen bisher rund 5.000 Lehrer teil. Die ersten Resultate basieren auf etwa 2.500 Antworten. Nach Einschätzung der Lehrer waren zwei Drittel ihrer Schüler vom Homeschooling stark belastet oder überfordert. Ein Drittel kämpfte mit Schwierigkeiten wegen der Rahmenbedingungen, etwa wegen mangelnder Computer- oder Internetausstattung, fehlenden Raums oder unzureichender Hilfeleistung durch die Eltern. 40 Prozent der Lehrer orteten außerdem negative Auswirkungen der Schulschließungen auf das Kompetenzniveau ihrer Schüler.

Zwölf Prozent der Schüler für Lehrer schwer erreichbar

“You can’t always get what you want.” Genau das denken sich Stars des globalen Pop-Business wie Mick Jagger oder Sheryl Crow und sagen “Nein”: Sie wollen verhindern, dass Politiker ihre Musik bei Wahlkampfveranstaltungen nutzen. Entzündet hat sich die Diskussion – wie so oft – an Donald Trump, der in der Vergangenheit immer wieder Lieder berühmter Musiker bei Wahlkampfauftritten verwendete. “Stellt Euch vor, wie es sich anfühlt, ‘Rockin’ the Free World’ zu hören, nachdem dieser Präsident gesprochen hat, als wäre es sein Titelsong“, schrieb der 74-jährige Neil Young, nachdem US-Präsident Trump seinen Song verwendet hatte. Der Musiker überlegt – wie viele andere – Trump zu klagen. Die “Rolling Stones” waren darüber erzürnt, dass “You can’t always get what you want” politisch verwendet wurde und drohten ebenso mit Klage. Regeln für Politiker Jetzt fordert die Organisation “Artist Rights Alliance” in einem offenen Brief, dass Parteien und Politiker die Zustimmung der Urheber einholen müssen: Nur dann soll ein Song auch verwendet werden dürfen. “Kein Künstler sollte gezwungen sein, seine Werte preiszugeben oder mit Politikern in Verbindung gebracht zu werden, die er nicht respektiert oder unterstützt“, ließ die Organisaton auf Twitter verlautbaren. Um nachzuspüren, warum Neil Young die Verwendung von “Rockin in the Free World” so erzürnt, sollte man sich seinen Song doch noch einmal anhören.

Mick Jagger, Sheryl Crow und Neil Young haben jetzt genug