Italien sucht Klassenzimmer - Unterricht auch in Hotels

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Italien sucht Klassenzimmer - Unterricht auch in Hotels

Die italienische Regierung kämpft gegen die Zeit, um nach der mehrmonatigen Coronavirus-Pause am 14. September die Wiedereröffnung der Schulen zu ermöglichen. Ab Herbst sollen die Schüler auf Einzelbänken in den Klassenzimmern sitzen. Klassen sollen aus maximal 15 Schülern bestehen. Schulen sind auf der Suche nach zusätzlichen Räumlichkeiten. Selbst Kinos sind als Klassenzimmer angedacht.

Seit dem 5. März sind die Schulen in Italien geschlossen. Bis zum Ende des Schuljahres Mitte Juni wurde lediglich Fernunterricht angeboten. Auch Kindergärten sollen im September neu starten, und zwar mit mehr Personal. Die Suche nach zusätzlichen Räumen für circa 400.000 Schüler sei voll im Gange, erklärte Bildungsministerin Lucia Azzolina.

Wegen der Platznot in den Schulen könnte der Unterricht auch in Kinos, Theatern und Museen stattfinden. Auch in Kongresszentren, Hotels und in Bed & Breakfast suchen die Schulleiter Plätze für die Klassen, sie müssen jedoch bestimmte Sicherheitsstandards erfüllen, berichtete die Tageszeitung “La Stampa” (Montagausgabe).

Die italienische Regierung denkt auch an einen gestaffelten Ein- und Austritt in den Schulen. Der Austausch unter den Klassen soll stark eingeschränkt werden. Auf umstrittene Pläne, wie Plexiglas-Wände um die Schulbänke aufzustellen, hat die Regierung von Premier Giuseppe Conte inzwischen verzichtet. So werden Kinder auch keinen Mundschutz tragen müssen. Schulkantinen sollen wieder öffnen. Fernunterricht wird weiterhin aufrechterhalten, aber nur für ältere Schüler.

Die italienischen Schulen, die am 5. März nach Ausbruch der Coronavirus-Epidemie geschlossen worden waren, sollen am 14. September wieder öffnen. Einzige Ausnahme ist Südtirol, wo der Unterricht bereits am 7. September beginnen wird. Südtirol hält am eigenen Schulkalender fest.

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