Italiens Tourismus rechnet mit herbem Verlust

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Italiens Tourismus rechnet mit herbem Verlust

Der italienische Tourismus rechnet wegen der Coronavirus-Krise mit einem katastrophalen Jahr 2020. Die Branche beziffert die möglichen Verluste auf 120 Milliarden Euro. “Wir rechnen mit einem Umsatzrückgang von 70 bis 80 Prozent”, berichtete Luca Patane, Präsident des Touristikerverbands Confcommercio Confturismo, im Gespräch mit der Mailänder Wirtschaftszeitung “Sole 24 Ore” (Dienstagsausgabe).

Im Zeitraum März bis Mai erwartet die Touristikbranche 30 Millionen weniger Übernachtungen. Die Auswirkungen der Krise seien auch für die Gastronomie und den Handel besonders negativ. Auch wenn der Lockdown in Italien aufgehoben werden sollte, werde die Mobilität der Bürger weiterhin reduziert sein. Gerechnet wird mit einem Sommer mit wenig Ausländern.

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Argentinien verlängert die Ausgangssperre in den Großstädten bis zum 27. April. “Wir haben es geschafft, die Kurve der Neuinfektionen abzuflachen”, sagt Präsident Alberto Fernandez in einer Fernsehansprache. Die Ausgangssperre war am 20. März verhängt worden. Argentinien meldet bisher 1.975 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus und 82 Tote. “Ohne die Ausgangssperre könnten wir jetzt 45.000 Fälle haben”, warnt Fernandez.

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Beim Tiroler Kristallkonzern Swarovski steht eine radikale Neuordnung an. “Es ist für alle sehr schmerzhaft, aber wir müssen die Schritte setzen, die wir schon vor Jahren hätten setzen sollen”, sagte der neue Vorstandsvorsitzende von Swarovski, Robert Buchbauer, laut österreichischer Medien zur Finanznachrichtenagentur “Bloomberg”. Buchbauer will das Unternehmen stark verkleinern und überlegt, an die Börse zu gehen. In der Swarovski-Familie stoßen die Pläne auf Widerstand. Die Familie läuft Gefahr, die Kontrolle zu verlieren, sollte der seit April neue Chef seine Pläne für eine Aktiengesellschaft und einen möglichen Börsengang oder einen strategischen Partner durchbringen. Buchbauer ist selbst Mitglied der Dynastie. Weniger Shops Swarovski werde sich auf höherwertige Produkte mit unverkennbarem Design konzentrieren, statt zu versuchen, alles für alle anzubieten. “Swarovski-Kristalle auf einem Zehn-Euro-T-Shirt tragen nicht zu unserer Profitabilität bei und schaden unserem Markenimage”, wird Buchbauer zitiert. Der neue Vorstandsvorsitzende will auch die Anzahl der derzeit noch rund 3.000 Shops reduzieren. Swarovski hatte im Juli angekündigt, im Herbst in Wattens von den derzeit noch bestehenden 4.600 Stellen weitere 1.000 abzubauen. Mittelfristig würden am Hauptsitz rund 3.000 Menschen beschäftigt sein. Denn bis 2022 soll sich der Mitarbeiterstand noch einmal um 600 Stellen verringern. Bereits Ende Juni hatte Swarovski bekanntgegeben, rund 200 Arbeitsplätze in den Bereichen Marketing und Vertrieb zu streichen. “Es geht um das Überleben des Unternehmens” Die Familie Swarovski sei “bestürzt über kolportierte Pläne für unseren Stammsitz”, sagte Paul Swarovski damals in einer der APA vorliegenden Stellungnahme. Aber Buchbauer bleibt dabei: Wenn Swarovski eine Zukunft haben und seinen Status als weltweit anerkannte Marke behalten will, müsse das Unternehmen jetzt schmerzhafte Einschnitte vornehmen. Eine alpine Familienfehde fürchtet er nicht. “Schlechte Nachrichten erzeugen immer viele Emotionen”, sagte der Manager laut “Bloomberg”. “Am Ende geht es aber um das Überleben dieses Unternehmens.”

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Luftverschmutzung reduziert die Lebenserwartung im weltweiten Durchschnitt um fast zwei Jahre. Damit sei sie “das größte Risiko für die menschliche Gesundheit”, erklärten die Autoren des Indexes AQLI zu Luftqualität und Lebenserwartung. In besonders schwer betroffenen Ländern in Asien reduziere die Luftverschmutzung die durchschnittliche Lebenserwartung um fast zehn Jahre. Besonders betroffen sind der Studie zufolge die vier asiatischen Länder Bangladesch, Indien, Nepal und Pakistan, in denen fast ein Viertel der Weltbevölkerung lebt. Die Luftverschmutzung sei hier 44 Prozent höher als noch vor 20 Jahren. Die Lebenserwartung sinke dadurch um durchschnittlich fünf Jahre, in manchen Regionen Indiens und Bangladeschs sogar um fast zehn Jahre. Besonders in Südostasien verschmutzten Wald- und Feldbrände zusammen mit Verkehr und Kraftwerken die Luft, hieß es in der Studie. In 89 Prozent der Region, in der insgesamt 650 Millionen Menschen leben, übersteige die Luftverschmutzung die von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Grenzwerte. Der Index setzt die Luftverschmutzung durch Feinstaubpartikel, hauptsächlich durch die Nutzung fossiler Brennstoffe, in Beziehung zur menschlichen Gesundheit. In den USA, Europa und Japan habe sich die Luftqualität dagegen verbessert, schrieben die Forscher. Im weltweiten Durchschnitt reduziere sie die Lebenserwartung aber weiterhin um fast zwei Jahre. Mit Blick auf die Corona-Pandemie sagte AQLI-Begründer Michael Greenstone, langfristig sei Luftverschmutzung eine noch größere Gefahr als das Coronavirus. Auch führe eine Belastung durch Luftverschmutzung zu einem höheren gesundheitlichen Risiko bei einer Covid-19-Erkrankung. Greenstone forderte, nach der Pandemie den Kampf gegen Luftverschmutzung zu priorisieren.

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Das Außenministerium warnt vor Reisen nach Kroatien und hat für das Land per Mitternacht die höchste Reisewarnstufe ausgesprochen. Grund sind deutlich steigende Fallzahlen bei Covid-19-Infektionen. “Die Reisewarnung kam überraschend, vor allem weil es durch das ganze Land geht”, sagte der Präsident des Österreichischen ReiseVerbands und TUI-Austria-Prokurist Josef Peterleithner am Montag zur APA. Der Tourismusexperte hätte eine partielle Reisewarnung für angemessen gehalten, statt pauschal dazu aufzurufen, das Land zu verlassen. Er ist verwundert, dass es keine regionale Differenzierung innerhalb Kroatiens gab wie etwa zuletzt etwa in Österreich mit St. Wolfgang oder in Spanien, wo auch zunächst Inseln wie die Balearen ausgenommen wurden. Konzentration auf Makarska, Pag In Kroatien konzentrierten sich die Corona-Erkrankungen beispielsweise auf die Markarska Riviera und die Insel Pag – Istrien oder viele Inseln hätte man weiterhin normal bereisen können, so der ÖRV-Präsident, der auch die “kurzfristige Kommunikation” der Regierung Freitagmittag mit Gültigkeit per Mitternacht von Sonntag auf Montag bemängelte. “Panikartige Aufbrüche” Bei der Rückkehr nach Österreich muss man nun einen Corona-Test machen oder zuhause in Quarantäne bleiben. “Es kam zu panikartigen Aufbrüchen, die zu Staus geführt haben – andere wiederum sagten, ich bin auf einer Insel oder einem Segelboot und gehe halt dann in Quarantäne“, berichtete Peterleithner. “Diese rasche Reisewarnung für Kroatien hat den Konsumenten verunsichert und kann Auswirkungen auf andere Destinationen haben”, meinte er weiters. Der Tourismus sei im Grunde genommen in einer Talsohle bei Auslandsreisen gewesen und sei nun ein wenig angelaufen mit Italien, den Balearen, Kroatien und griechischen Inseln. Kroatien ist dem Verband zufolge mit 1,5 Millionen Gästen und 7,6 Millionen Nächtigungen aus Österreich nach Italien die wichtigste Urlaubsdestination im Ausland. Wer eine Pauschalreise gebucht hat Urlauber, die eine Pauschalreise über ein Reisebüro oder Reiseveranstalter gebucht hätten, seien nun gegenüber Individualreisenden im Vorteil, da sie mit Bestehen der Reisewarnung kostenlos umbuchen oder stornieren können. Das ist gesetzlich in der Pauschalreiserichtlinie verankert. Wer selber mit dem Auto anreist und ein Hotelzimmer gebucht hat, hat hingegen kein Anrecht auf ein Gratis-Storno und ist nun auf die Kulanz des Beherbergungsbetreibers angewiesen. Denn dieser stellt seine Leistung nach wie vor zur Verfügung, der Kunde muss nach seinem Aufenthalt nur Corona-Bürokratie einhalten. “Kostenlos stornieren in den nächsten Wochen” Österreichs größter Reiseveranstalter TUI lässt jetzt “für die nächsten Wochen” kostenlos stornieren. “Für die nächsten Wochen, deshalb weil wir abwarten und weil die Reisewarnung ja vielleicht wieder aufgehoben wird”, sagte Peterleithner. “Wir warten einfach bis eine Woche vor Reiseantritt – manche Reiseveranstalter sagten auch früher ab, wenn etwa ein umfangreiches Programm mit zu organisieren ist.” Bei einer Reisewarnung kann der Kunde zurücktreten, wenn die Reise “zeitnah” ist. Besteht etwa eine Reisewarnung für das spanische Festland, kann er nicht auch aus Sorge einen Balearen-Aufenthalt gratis stornieren. “Angst ist kein Stornierungsgrund”, erklärte der Reiseexperte die Rechtslage. Urlauber, die aus einer Destination mit Reisewarnung nach Österreich zurückkommen, müssen entweder bei der Einreise ein ärztliches Gesundheitszeugnis vorlegen, das einen negativen PCR-Test bestätigt, der nicht länger als 72 Stunden zurückliegen darf; oder sie fahren über die Grenze nach Hause und machen dort umgehend (innerhalb von 48 Stunden) in einem Krankenhaus oder Testzentrum die vorgeschriebene standardisierte Untersuchung und müssen daheimbleiben, bis das Ergebnis vorliegt; oder sie machen keinen Test bleiben zehn Tage in Heimquarantäne. Ausweitung der Gratis-Drive-in-Coronatests gefordert Die Gratis-Drive-in-Coronatests für Kroatien-Heimkehrer, die in Wien angeboten werden, seien “begrüßenswert”, meinte Peterleithner. Der ReiseVerband plädiert nun aber auch für eine Ausweitung dieser Möglichkeit:“Ein Wunsch des ÖRV ist es, auch hinkünftig allen Urlaubern kostenlose Coronatests zu ermöglichen, die man entweder bei den Grenzen machen kann, oder in den einzelnen Städten”, sagte der Branchensprecher.

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