Japans Chefmediziner zweifelt an Tokio 2021

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Japans Chefmediziner zweifelt an Tokio 2021

Der Chef der japanischen Ärztekammer stellt die Durchführung der Olympischen Spiele in 2021 ohne Impfstoff infrage. Es werde für Tokio eine Herausforderung darstellen, die Olympischen Spiele im kommenden Jahr auszurichten, wenn es keinen wirksamen Impfstoff gegen das Coronavirus gebe, sagte Yoshitake Yokokura. “Ich sage nicht, dass Japan die Olympischen Spiele ausrichten sollte oder nicht, aber dass es schwierig wäre, dies zu tun”, so Yokokura. Wegen der Coronavirus-Epidemie hatte Japan die ursprünglich für heuer geplanten Olympischen Spiele um ein Jahr verschoben.

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Um die Zivilcourage in Österreich ist es laut einer aktuellen IMAS-Umfrage schlecht bestellt. Die Meinungsforscher haben anhand einer Reihe von Situationsbeispielen abgefragt, ob man hier eingreifen sollte. Fazit: Vor zehn Jahren wurde das wesentlich häufiger für notwendig erachtet als heute. Hinzu kommt eine Lücke zwischen “man sollte” und “man würde”. IMAS hat von März bis Mai 1.031 Personen über 16 Jahre befragt. 39 Prozent davon haben den Eindruck, dass die Zivilcourage in den vergangenen Jahren abgenommen hat, nur 19 Prozent glauben an eine Zunahme. Der Rest sieht keine Veränderung (30 Prozent) oder hatte keine Meinung (zwölf Prozent). Als Situationen, in denen man unbedingt Zivilcourage zeigen sollte, nannten 71 Prozent, eine Frau zu verteidigen, die sexuell belästigt wird, und 70 Prozent, älteren Mitbürgern zu helfen, die im Straßenverkehr die Orientierung verloren haben. 65 Prozent finden, man sollte Hilfe für einen verletzten Obdachlosen holen. Recht weit unten in der Wichtigkeitsskala steht das Berichtigen oder Widersprechen bei Fake News in Sozialen Medien, das nur 24 Prozent für nötig halten. Vergleicht man die Zahlen mit Daten aus den Jahren 2010, so sind sie seither deutlich gesunken. Die Meinungsforscher legten den Befragten insgesamt 20 Situationen vor, in denen man sich für Gerechtigkeit einsetzen könnte. In keiner einzigen sahen heute mehr Leute Handlungsbedarf als vor zehn Jahren. Damals fanden etwa noch 80 Prozent, man solle sich die Nummer eines Fahrerflüchtigen notieren und an die Polizei weiterleiten, heute sind das nur mehr 60 Prozent. Einen Arbeitskollegen, der ungerecht behandelt wurde,vor dem Chef zu verteidigen, halten nur mehr 42 Prozent für nötig, 2010 waren es noch 61 Prozent. Beim Punkt “seinen Standpunkt auch entgegen der Mehrheit vertreten” sanken die zustimmenden Nennungen von 56 auf 38 und bei “sich zu einer politischen Partei bekennen” von 41 auf 24 Prozent. Zwischen dem “Was sollte man tun?” und “Was würde man tun?” klafft zudem eine große Lücke von bis zu 20 Prozentpunkten. So finden 47 Prozent, man sollte jemanden, der Müll auf die Straße wirft, darauf hinweisen. Tun würden es aber nur 27 Prozent. 36 Prozent finden, man sollte Ausländer darauf aufmerksam machen, sich an unsere Spielregeln zu halten, aber nur 16 Prozent würden das nach eigenen Angaben tatsächlich machen. Wiederum zeigte sich: In keiner der 20 von den Meinungsforschern vorgegebenen Situationen würden heute mehr Leute eingreifen als von zehn Jahren. Am kleinsten ist das Delta zwischen “man sollte” und “man würde” bei der Hilfe für ältere Menschen im Straßenverkehr – 70 Prozent halten das für angebracht, 63 Prozent würden es auch in die Tat umsetzen.

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