Jede Schule bekommt ihr Corona-Krisenteam

Merken
Jede Schule bekommt ihr Corona-Krisenteam

Das Team unter Führung der Schulleitung soll laut dem nun aktualisierten “Covid-19 Hygiene- und Präventionshandbuch” alle “erforderlichen organisatorischen und pädagogischen Vorkehrungen” treffen, damit der Unterricht in allen Ampelphasen fortgeführt werden kann.

Das Ampelsystem der Corona-Kommission soll mit September vorgeben, ab welchem Infektionsgeschehen an Schulen Maßnahmen wie eine Maskenpflicht abseits des Sitzplatzes oder Einschränkungen im Musik- und Turnunterricht gelten werden. Doch selbst bei “grüner” Corona-Ampel müssen diverse Hygiene- und Präventionsmaßnahmen eingehalten werden. Für deren Umsetzung muss jede Schule ein Krisenteam einsetzen.

Das Team unter Führung der Schulleitung soll laut dem nun aktualisierten “Covid-19 Hygiene- und Präventionshandbuch” alle “erforderlichen organisatorischen und pädagogischen Vorkehrungen” treffen, damit der Unterricht in allen Ampelphasen fortgeführt werden kann. “Das oberste Ziel ist und bleibt, möglichst umfassend Normalität und ein Höchstmaß an gewohnter Struktur im schulischen Betrieb zu gewährleisten – auch bei einem Wechsel der Ampelfarben”, heißt es in dem samt Check- und Kontaktlisten 16-seitigen Papier. Außerdem ist darin auch die Vorgehensweise bei Corona-Verdachtsfällen festgelegt. Über allem soll ein “umsichtiges Agieren vor Ort” stehen, das an die sehr unterschiedlichen Gegebenheiten vor Ort und Altersgruppen der Schülern anzupassen ist.

Aufklärung

Das Krisenteam hat konkret dafür zu sorgen, dass alle Schüler, Lehrer und anderes Personal über die Hygiene- und Präventionsmaßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen der Schule informiert sind, Lehrer und Verwaltungspersonal müssen auch präventiv über das Ampelsystem und die entsprechenden Vorkehrungen informiert sein. Für Fragen von Lehrern, Schülern und Eltern sind klare Ansprechpartner zu definieren.

“Steuerung der Schülerströme”

Das Krisenteam muss u.a. die Infrastruktur vorbereiten und – wie schon aus der Zeit nach der Wiederöffnung der Schulen vor dem Sommer bekannt – für eine Steuerung der Schülerströme im Schulhaus sorgen (Pausenkonzept, Markierungen bei den Eingängen, eventuell Sektoreneinteilung im Schulhof). Es muss ausreichend Hygienemittel (Desinfektionsmittel, Flüssigseife etc.) sowie Ersatzmasken für Lehrer organisieren und zur Nachverfolgung im Falle einer Covid-19-Infektion über eine aktuelle Anwesenheits-Dokumentation und Kontakte aller Schüler, Lehrer und anderen Personen im Schulhaus verfügen.

Geringe Durchmischung

Das Krisenteam muss außerdem dafür sorgen, dass Schüler verschiedener Klassen so wenig wie möglich durchmischt werden sowie bei der Personalplanung Lehrer aus der Risikogruppe und bei der Lehrfächerverteilung eine mögliche Umstellung auf zeitweise Fernlehre (vor allem bei den Über-14-Jährigen) mitbedenken. Es muss auch ein Konzept für einen Notbetrieb samt Einrichtung von Lernstationen für Schüler erstellen, die bei einer Umstellung auf Fernunterricht Betreuung und/oder Unterstützung beim Lernen benötigen. Am Standort muss eine einheitliche digitale Lern- und Kommunikationsplattform festgelegt werden, mit der die Schüler bereits im Voraus vertraut gemacht werden. Außerdem müssen die Lehrer jedes Standorts sich punkto Gesamtbelastung der Schüler bei einer Umstellung auf Fernlehre abstimmen.

Umgang mit Verdachtsfällen

Das Krisenteam muss sich außerdem auf den Umgang mit Corona-Verdachtsfällen vorbereiten: Ist der betreffende Schüler oder Mitarbeiter gerade an der Schule, muss er sofort in einen eigenen Raum gebracht und die zuständige Gesundheitsbehörde informiert werden, bei Minderjährigen müssen auch die Eltern angerufen werden. Alle weiteren Entscheidungen – Abklärung vor Ort oder Abholen durch die Eltern, Umgang mit den engsten Kontaktpersonen – liegen bei der Gesundheitsbehörde. Bis zu deren Entscheidung bzw. zur definitiven Abklärung des Verdachtsfalls setzen die übrigen Schüler den Unterricht fort – “nach einem kräftigen Durchlüften der Klasse und Handdesinfektion aller Schülerinnen und Schüler”.

Wird ein Verdachtsfall bekannt und der Betroffene ist nicht in der Schule, muss er der Schule fernbleiben und die Gesundheitsberatung unter 1450 kontaktieren. Bei einem bestätigten Fall entscheidet auch hier die Gesundheitsbehörde über das weitere Vorgehen.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Für Pomp und Pathos, für Prominenz und Prunk hatte Juan Marse nie etwas übrig. Weder in seinem Privatleben noch in seinen Werken. Der spanische Schriftsteller, der als Autor des “kleinen Mannes”, der Arbeiter, der Verlierer und Außenseiter galt, ist tot. Er starb am späten Samstagabend im Alter von 87 Jahren in seiner Heimatstadt Barcelona, dem Hauptschauplatz seiner Romane. Marse galt als einer der größten spanischen Erzähler der Gegenwart und wurde seit vielen Jahren immer wieder als Außenseiter-Kandidat für den Literaturnobelpreis gehandelt. Den erhielt er nie. Neben vielen anderen Auszeichnungen bekam er aber im Jahr 2008 auch den Cervantes-Preis, die wichtigste literarische Auszeichnung in der spanischsprachigen Welt. Als er damals, vor zwölf Jahren, gefragt wurde, wie er sich auf die Übergabe des Cervantes-Preises durch den damaligen König Juan Carlos vorbereiten würde, antwortete er: “Ich werde ehrlich gesagt sicher viel Zeit dem Binden der Krawatte verbringen. Das gelingt mir nie”. Nach der Zeremonie beschwerte er sich, dass er einen Frack habe tragen müssen. “Ich sah aus wie ein Pinguin.” Als Reaktion auf Marses Tod gab es im Fernsehen lange Würdigungen, Sondersendungen wurden angekündigt. Ministerpräsident Pedro Sanchez würdigte den Autor von “Letzte Tage mit Teresa” und “Wenn man Dir sagt, ich sei gefallen…” und sprach der Familie sein Beileid aus. Das Barcelona vor dem Touristenboom “Ich erhalte in Brüssel die traurige Nachricht, dass Juan Marse von uns gegangen ist. Er war eine Schlüsselfigur der spanischen Literatur”, schrieb Sanchez vom EU-Gipfels über den Wiederaufbau Europas auf Twitter. Der sozialistische Politiker beschrieb den Romancier der sogenannten “Generation von 1950” als “Mann fester Überzeugungen”, “der uns mit seinen Werken in die soziale Realität des Barcelona der Nachkriegszeit transportiert hat”. Marse hat in der Tat wie kaum ein Zweiter das Barcelona vor dem Touristenboom, die hässliche und graue Industriemetropole der Zeit nach dem spanischen Bürgerkrieg (1936-1939) und vor den wegweisenden Olympischen Spielen von 1992 beschrieben. In seinen Romanen finden die Leser nicht die Flaniermeilen, die feinen Cafes und Restaurants, die Museen, Theater und Souvenirläden, und auch nicht die Touristenströme, die heute die Metropole prägen. Marse beschrieb die triste, schmutzige, hässliche und von den Luftbombardements von 1938 zum Teil zerstörte Stadt. Seine Helden waren gesellschaftliche Verlierer und Außenseiter: kleine Ganoven, Prostituierte, Herumtreiber oder auch dekadente Bourgeois. Zahlreiche seiner Bücher wurden verfilmt oder für das Theater adaptiert, sein Werk wurde in unzählige Sprachen übersetzt. Auf Deutsch erschienen neben “Wenn man Dir sagt, ich sei gefallen …” (1986) und “Letzte Tage mit Teresa” (1988), mit dem er daheim 1965 den Durchbruch schaffte, unter anderem auch “Die obskure Liebe der Montserrat Claramunt” (1991), “Der zweisprachige Liebhaber” (1993) oder “Liebesweisen in Lolitas Club” (2007). Nicht nur seine Werke, auch das Leben des Juan Marse hatte es in sich: Seine Mutter starb bei der Entbindung am 8. Jänner 1933. Der Vater, ein Taxifahrer, gab das Kind – das Juan Faneca hieß – zur Adoption durch ein Bauern-Ehepaar namens Marse frei, das er auf einer Droschkenfahrt kennengelernt hatte. Der kleine Juan war kein guter Schüler und verließ die Schule früh. Um den Adoptiveltern zu helfen, arbeitete er schon mit 13 in einem Juweliergeschäft. Der Autodidakt schrieb seinen ersten Roman während seines Militärdiensts.Anfang der 1960er-Jahre zog der Gegner des Regimes von Diktator Francisco Franco für vier Jahre nach Paris, wo er mit spanischen Kommunisten zusammenkam. Während der Diktatur wurden seine Werke zensiert, so dass Marse sie zeitweise in Mexiko veröffentlichen musste. Die Politik habe ihm aber nie interessiert. “Ich bin nur ein Erzähler”, betonte der Romancier immer wieder.

Der "Autor des kleinen Mannes" Juan Marse ist tot

Die Astronauten an Bord der Internationalen Raumstation ISS sind in die Isolation gegangen und verbringen ihr Wochenende im russischen Modul “Swesda”. Auf diese Weise wollen der US-amerikanische Kommandant Christopher Cassidy und seine beiden russischen KollegenIwan Wagner und Anatoli Iwanischingemeinsam mit der Bodencrew ein Sauerstoffleck aufspüren, wie die US-Raumfahrtbehörde NASA mitteilte. Alle Luken sollten geschlossen werden, damit die Ingenieure den Druck in den einzelnen Teilen der Station messen und so feststellen können, wo die Luft entweicht. Die Prozedur wird der NASA zufolge bis Montag dauern. Anschließend sollen die Astronauten das vermutlich winzige Loch abdichten. Sauerstofflecks traten in der mehr als 20-jährigen Geschichte der ISS schon häufiger auf. Das aktuelle wurde im September des vergangenen Jahres bemerkt. Für die Astronauten habe zu keiner Zeit Gefahr bestanden, betonte die NASA. Das Modul, in das sich die Männer nun zurückziehen, zählt zu den ältesten der ISS. Es beherbergt unter anderem Schlafquartiere, eine Küche, eine Toilette und ein Labor. “Die drei Bewohner der Station”, hieß es von der NASA, “haben genügend Platz.”

ISS-Crew muss wegen Sauerstofflecks in Isolation

Diese Woche startet die Energiesparmesse Wels! Weitere Highlights der Woche sind u.a. Schubert Pur – geHÖRT dazu, Sophie und das Drei Federn Rätsel oder die Eröffnung von 2 Künstlerinnen, 4 Räume!   

Die Highlights der Woche in Wels

Nach der Wiederzulassung des Unglücksfliegers Boeing 737 Max in den USA steht auch in Europa ein Ende des Startverbots bevor. Geplant sei, den Flugzeugtyp in einigen Wochen wieder abheben zu lassen, teilte die europäische Luftfahrtaufsicht EASA am Dienstag in Köln mit. Zunächst kann aber die Öffentlichkeit vier Wochen lang die von der EASA veröffentlichte Lufttüchtigkeitsanweisung für den Jet kommentieren. Die endgültige Fassung ist den Angaben zufolge ab Mitte Jänner zu erwarten. Nach zahlreichen Veränderungen an Hard- und Software und einer zusätzlichen Schulung der Piloten sollen die Jets auch in Europa wieder abheben dürfen – mehr als 22 Monate nach Beginn des Flugverbots. Die Reihe 737 Max war im März 2019 nach zwei Abstürzen mit insgesamt 346 Toten aus dem Verkehr gezogen worden. Als Hauptursache der Unglücke galt ein fehlerhaftes Steuerungsprogramm. Boeing hatte die Probleme eigentlich bereits nach dem ersten Absturz beheben wollen. Doch es traten wiederholt weitere Mängel auf, so dass es letztlich rund 20 Monate dauerte, bis die US-Luftfahrtbehörde FAA vergangene Woche das Flugverbot für die USA aufhob. Die EASA hatte bei Teilen des Wiederzulassungsverfahrens mit der FAA kooperiert, wollte aber auf eigener Wissensgrundlage eine unabhängige Entscheidung treffen. “Ich bin zuversichtlich, dass wir bei der Prüfung des Flugzeugs mit seinen Veränderungen jeden Stein umgedreht haben”, sagte EASA-Chef Patrick Ky. “Jedes Mal, wenn es so schien, dass Probleme gelöst waren, haben wir tiefer gebohrt und noch mehr Fragen gestellt.” Die gründliche Prüfung gebe der EASA das Vertrauen, dass das Flugzeug jetzt sicher fliegen könne.

Europas Aufsicht will Boeing 737 Max Anfang 2021 wieder zulassen

Ein Kreuzungsunfall zwischen PKW und Kleintransporter hat sich Montagfrüh in Gunskirchen (Bezirk Wels-Land) ereignet. Der Crash endete ersten Informationen zufolge eher glimpflich.

Kreuzungscrash in Gunskirchen fordert zwei Verletzte

Stellvertretend für alle Kinderärzte ein herzliches DANKESCHÖN an Dr. Rudolf Angermayr. Gerade jetzt haben Sie die Verantwortung übernommen, unsere Kinder zu schützen und tragen dazu bei, Infektionsketten zu unterbrechen und uns alle gesund zu halten. Für uns ein guter Grund, DANKE zu sagen!

WT1 sagt DANKE