Jeder Zweite will nach Corona einen anderen Job

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Jeder Zweite will nach Corona einen anderen Job
Das Jobportal karriere.at hat in einer Befragung seiner Online-User einen großen Willen nach Veränderung registriert. Fast jeder zweite Arbeitnehmer will, sobald die Coronakrise überstanden ist, einen anderen Job. Der Großteil der Unternehmen ist noch am Überlegen, wie sie sich in Zukunft ausrichten sollen, so das Ergebnis der Umfrage.
“Wie geht’s nach Corona für dich weiter?”, wollte das Karriereportal wissen. Nicht weniger als 49 Prozent von 578 Usern haben die Option: “Ein neuer Job muss her” gewählt. 24 Prozent gehen hingegen davon aus, dass bei ihnen “alles beim Alten bleibt”. 22 Prozent sind nach eigenem Bekunden noch am Überlegen. Und fünf Prozent erklärten, dass sie sich firmenintern verändern möchten.
Die meisten Betriebe haben bisher keine Entscheidung für die Post-Corona-Zeit getroffen: “Wir sind noch am Sondieren”, erklärten 39 Prozent der 126 befragten Human-Resources-Manager, Geschäftsführer und Führungskräfte. 29 Prozent wiederum antworteten, dass sich für ihre Firma “gar nichts ändert”. “Unser Unternehmen muss sich neu aufstellen”, so 21 Prozent. 11 Prozent gaben an, dass einzelne Bereiche umstrukturiert werden.
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Die italienische Küstenwache hat das Rettungsschiff “Ocean Viking” auf unbestimmte Zeit festgesetzt. Der Entscheidung sei eine elfstündige Inspektion im sizilianischen Hafen von Porto Empedocle vorausgegangen, teilte die französische Hilfsorganisation SOS Méditerranée in der Nacht auf Donnerstag mit. Die Organisation sprach von einer neuen Stufe “behördlicher Schikane”. Nach Angaben der italienischen Küstenwache wurden bei der Inspektion der “Ocean Viking” mehrere “technische und betriebliche Mängel” festgestellt. Diese gefährdeten nicht nur die Sicherheit des Schiffes und seiner Besatzung, sondern auch jene der Flüchtlinge, die das Schiff nach Rettungseinsätzen aufnehme. Die “Ocean Viking” hatte am 7. Juli mit 180 aus Seenot geretteten Flüchtlingen an Bord im Hafen von Porto Empedocle angelegt. Die Geretteten wurden dort zunächst auf ein Quarantäneschiff gebracht, das sie nach zwei Wochen verlassen durften. Auch die “Ocean Viking” und ihre Besatzung wurden unter eine zweiwöchige Quarantäne gestellt, die am Dienstag aufgehoben wurde. Einen Tag später wurde das Schiff dann festgesetzt. SOS Méditerranée erklärte, die italienische Küstenwache habe als wesentliche Begründung für die Festsetzung der “Ocean Viking” angegeben, dass das Schiff mehr Menschen befördert habe als im Zertifikat für die Ausrüstung von Frachtschiffen angegeben. Die Organisation wies dies zurück. Bei Rettungseinsätzen komme es vor, dass die “Ocean Viking” tatsächlich eine größere Zahl von Menschen aufnehme als in den Papieren des Schiffes angegeben sei. Diese als “Passagiere” zu definieren, wie die italienischen Behörden dies getan hätten, sei jedoch falsch. Vielmehr handle sich um bei Seenotfällen Gerettete. “Es ist offensichtlich, dass die italienischen Behörden in den vergangenen Monaten angebliche Sicherheitsmängel vorgeschoben haben, um die zivilen Rettungsschiffe vom Mittelmeer zu verdrängen”, erklärte Verena Papke, Geschäftsführerin von SOS Méditerranée Deutschland. Durch die Festsetzung der Ocean Viking sei aktuell kein ziviles Rettungsschiff mehr im zentralen Mittelmeer im Einsatz, kritisierte sie.

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