Judi Dench kann kaum mehr sehen

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Judi Dench kann kaum mehr sehen

In der Augsburger Allgemeinen sagte die 85-Jährige: “Früher habe ich auch gerne und viel gelesen, aber leider sind meine Augen ja so schlecht geworden, dass das nicht mehr geht.” In der Coronazeit verbrachte sie zudem Zeit mit ihrem Enkel. Wegen ihrer schlechten Augen habe sie vorübergehend auch mit ihrer neben dem Schauspiel zweiten großen Leidenschaft aufgehört, dem Malen, berichtete Dench. “Aber ein Freund überzeugte mich davon, dass man auch malen kann, wenn man nicht mehr alles sieht.” Seitdem gehe sie wieder jeden Dienstag zu einer Malgruppe, bei der kaum gesprochen werde: “ein himmlisches Vergnügen.” In der Zwangs-Mal-Pause wegen Corona habe sie sich die Zeit mit ihrem Enkel vertrieben, sagte die Schauspielerin. Dieser habe versucht, ihr heutiges Tanzen beizubringen. “Wir haben jede Menge Tiktok-Videos dadurch gefüllt”, berichtete die unter anderem als James-Bond-Chefin M bekannt gewordene Schauspielerin. Diese Rolle vermisse sie kein bisschen, sagte sie. Sie habe die Rolle ohnehin nur angenommen, “weil mein Mann die Vorstellung toll fand, mit einer Bond-Frau unter einem Dach zu leben.”

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Am Dienstag führte die Statistik der Pekinger Gesundheitskommission nun zum ersten Mal seit Jänner überhaupt keinen neuen Todesfall mehr auf. Erneut gab es  32 “importierte” Infektionen, die bei Menschen bei der Einreise nach China nachgewiesen wurden. Insgesamt sind den offiziellen Angaben zufolge in China bisher 3.331 Menschen mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

China meldete erstmals keine neuen Toten

Das Coronavirus hat Bevölkerung, Politik und Gesundheitssystem überrascht und überfordert. Ein schwerwiegender Nebeneffekt war, dass andere Krankheiten nicht behandelt wurden, weil es Zugangsbeschränkungen gab oder sich die Patienten wegen einer möglichen Corona-Infektion nicht trauten, ins Spital oder in die Ordination zu gehen. Damit müsse Schluss sein, erklärten sieben prominente Mediziner bei einem gemeinsamen Auftritt gestern in Linz. „Wir haben viel gelernt“, und im Gesundheitssystem gebe es eine „neue Professionalität“, hieß es. Das Coronavirus werde sich zu den bestehenden Winterinfekten „dazugesellen“, sagte Franz Allerberger, Leiter des Geschäftsfeldes Öffentliche Gesundheit der Agentur für Gesundheit (AGES) in Wien: „Es wird bleiben, damit müssen wir leben.“ Die Sterblichkeit sei in etwa doppelt so hoch wie bei der Grippe, aber Corona lasse sich bewältigen. Die ärztliche Versorgung müsse sichergestellt bleiben. „Ein Kind mit 39 Grad Fieber muss zum Arzt, da gibt es kein Diskussion. Da geht es nicht darum, in zwei Tagen zu klären, ob es Corona hat, sondern andere schwere Krankheiten auszuschließen.“ „Niemand muss sich vor dem Arzt oder dem Krankenhaus fürchten“, sagte Rainer Gattringer, Leiter des Instituts für Hygiene und Mikrobiologie des Klinikums Wels-Grieskirchen. Die Spitäler seien in Sachen Hygiene sehr gut aufgestellt. Im europäischen Vergleich weist Österreich die niedrigsten Resistenzzahlen bei Bakterien auf. Auch im niedergelassenen Bereich sei das Ansteckungsrisiko minimiert worden.   Das Gesundheitssystem in Österreich sei „so gut vorbereitet auf den Herbst und Winter wie noch nie“, sagte Petra Apfalter, Leiterin des Instituts für Hygiene, Mikrobiologie, Tropenmedizin des Ordensklinikums Linz. Früher habe es „Schludrigkeit“ im System gegeben, kranke und gesunde Personen seien im gleichen Raum gewesen, das sei jetzt nicht mehr der Fall, erklärte Günter Weiss, Direktor der Innsbrucker, Universitätsklinik für Innere Medizin II. Es brauche einen rationalen Umgang. Wichtig sei, rasch jene wenigen, die schwerer von der Krankheit betroffen sind, herauszufiltern. Die Ärzte müssen wieder die zentrale Rolle spielen, so eine Botschaft der sieben Experten. Sie sollen entscheiden, wer getestet wird, nicht etwa jemand in der Hotline 1450 – „unreflektiert auf Zuruf“, sagte Wolfgang Ziegler, Kurienobmann-Stellvertreter der niedergelassenen Ärzte der Ärztekammer Oberösterreich. Generell müsse der Hausarzt die erste Anlaufstelle sein, Patienten könnten bedenkenlos in die Ordinationen kommen. Bei Corona-Symptomen sollen sie den Arzt anrufen. All das sei im März und April schwierig gewesen, weil „uns die nötige Schutzausrüstung gefehlt hat“„ Die niedergelassenen Ärzte haben laut Ziegler das Abstandsmanagement optimiert, sowohl zeitlich als auch räumlich. „Wir müssen zurück zu einer Normalität. Ich warne davor, dass Patienten etwa chronische Erkrankungen und Vorsorge vernachlässigen“. Wir müssen zurück zu einer Normalität. Ich warne davor, dass Patienten etwa chronische Erkrankungen und Vorsorge vernachlässigen Der Grazer Public-Health-Experte Martin Sprenger sagte, in der Medizin gelte das Prinzip der Verhältnismäßigkeit. Der Nutzen müsse größer sein als die Nebenwirkung. Kritisch merkte er Arbeitslosigkeit und etwa nicht behandelte Herz-Kreislauf-Erkrankungen wegen des Lockdowns an. In puncto Behandlungsmethoden berichtete Weiss von Entwicklungen und Fortschritten wie etwa bei der Beatmung. Bei der Entwicklung von Medikamenten appellierte er: Qualität vor Tempo. Ähnliches gilt laut den Experten beim Impfstoff. Wann dieser komme, wisse derzeit niemand.

Ärzte-Appell: Spitäler sind Corona-sicher

Bisher gab es in Österreich 26.361 positive Testergebnisse. Mit heutigem Stand (27. August 2020, 09:30 Uhr) sind österreichweit 733 Personen an den Folgen des Corona-Virus verstorben und 22.317 sind wieder genesen. Derzeit befinden sich 145 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung und davon 24 der Erkrankten auf Intensivstationen. Die Neuinfektionen in letzten 24 Stunden – insgesamt 328 Fälle – teilen sich auf die Bundesländer Österreichs wie folgt auf: Burgenland: 8 Kärnten: 5 Niederösterreich: 28 Oberösterreich: 60 Salzburg: 10 Steiermark: 33 Tirol: 51 Vorarlberg: 3 Wien: 130

Wieder über 300 Neuinfektionen in Österreich

Der Ibiza-U-Ausschuss tagt Mittwoch und Donnerstag zum letzten Mal vor der Sommerpause. An beiden Tagen sind Vertreter der Justiz geladen. Den Anfang macht Strafrechtssektionschef Christian Pilnacek, der u.a. zu den nicht immer friktionsfreien Ermittlungen und zu einem Treffen mit Walter Rothensteiner, Novomatic-Aufsichtsratschef und Beschuldigter in der Casinos-Causa, befragt werden wird. Neben Pilnacek sind am Mittwoch Johann Fuchs von der Oberstaatsanwaltschaft Wien und WKStA-Staatsanwältin Christina Jilek geladen. Am Donnerstag stehen dann die Leiterin der Staatsanwaltschaft Wien, Maria-Luisa Nittel, und Gregor Adamovic von der WKStA den Abgeordneten Rede und Antwort. Für Gesprächsstoff zwischen den Fraktionen dürfte auch die Ladungsliste für den Herbst sorgen. Schließlich wurden zwei eingebracht, eine von SPÖ und NEOS sowie eine von der ÖVP. Letztlich muss Ausschuss-Vorsitzender Wolfgang Sobotka (ÖVP) über die Reihenfolge der Ladungen entscheiden.

Ibiza-U-Ausschuss befragt Justizvertreter

Sebastian Vettel hat noch keine Entscheidung über seine Zukunft nach Ende seines Vertrages mit Ferrari mit Jahresende getroffen. Für den vierfachen Weltmeister könnte es sowohl in einem neuen Auto weitergehen, er könnte aufhören oder ein Jahr Auszeit nehmen. Zumindest schloss er am Montag bei “Sport & Talk” auf ServusTV keine dieser drei Optionen aus. “Ja, die gibt’s”, sagte Vettel dazu. Allerdings: wenn er seinen Rücktritt erklären sollte, dann soll dieser auch halten. “Wenn man die Entscheidung trifft, die Tür zuzumachen, … muss man bereit sein, die geschlossene Tür geschlossen zu lassen”, sagte der 33-jährige Vettel, der bestätigte, dass er sich in der Steiermark eine Almhütte gekauft hat. Diese besucht er aktuell nur einmal im Jahr, dies könne in Zukunft aber weit öfter passieren, deutete er an. “Es war überraschend, aber ich akzeptiere die Entscheidung und versuche, dieses Jahr meine Aufgabe zu erfüllen”, sagte Vettel zum überraschenden Aus bei Ferrari. Red-Bull-Teamchef Christian Horner sieht Vettels Formel-1-Zukunft skeptisch. “Wenn er die Formel 1 verlässt, ist das ein Verlust für die Formel 1. Wir haben zwei Fahrer, die einen super Job machen. Es ist schwierig, ihn unterzubringen. Wir haben nicht erwartet, dass er so rüde von Ferrari auf den Markt gesetzt wird”, sagte Horner auf ServusTV. Der 52-fache GP-Sieger selbst hat noch keine Entscheidung getroffen und “weiß es noch nicht für mich selbst”. Er müsse ein Umfeld finden, das passt. “Die letzten fünf Jahre habe ich in vielerlei Hinsicht sehr genossen, aber sie haben auch sehr viel Kraft gekostet”, gestand Vettel. Ums Geld geht es ihm für eine weitere Zukunft in der Formel 1 nicht. “Das Finanzielle ist überhaupt nicht im Vordergrund. Ich bin nach wie vor sehr ehrgeizig, Motorsport ist mein Leben. Mit der richtigen Aufgabe und dem richtigen Platz würde ich mich nach wie vor sehr zu Hause fühlen”, sagte Vettel. Sein erster Anruf in der Formel-1-Welt nach der Ferrari-Entscheidung galt übrigens Red-Bull-Berater Helmut Marko, seinem ehemaligen Mastermind. “Ich habe ihn sofort angerufen, weil ich mich mit ihm sehr gut verstehe, und ich habe ihn um Rat gebeten”, erzählte der Deutsche.

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