Karl Habsburg gesund aus Quarantäne entlassen

Merken
Karl Habsburg gesund aus Quarantäne entlassen

Offiziell sind bis Freitag 225 Personen in Österreich wieder genesen. Einer unter ihnen ist Kaiser-Enkel Karl Habsburg. Er teilte am Donnerstag mit, dass “ich nach der Infizierung mit dem Covid-19-Virus nach fast drei Wochen offiziell wieder gesund” sei.

Auf APA-Anfrage sagte der ehemalige EU-Parlamentarier, dass er sich öffentlich nicht näher zur Erkrankung äußern möchte, und verwies auf seine Mitarbeiter. Auf der österreichischen Homepage der Paneuropabewegung, wo er als deren Präsident unter “Karl von Habsburg” geführt wird, teilte er am Donnerstag mit, dass er soeben – nach negativem Corona-Test – den Bescheid über die Aufhebung der Isolation erhalten habe. “Auch wenn damit die häusliche Quarantäne für mich aufgehoben ist, ist es auch für mich keine Rückkehr zum normalen Leben. Die Lage macht es notwendig, zu Hause zu bleiben. Das ist die beste Möglichkeit, um die weitere Verbreitung des Virus einzudämmen.” Aus seinem Haus in Niederösterreich hatte er während der Krankheit wissen lassen, dass es zwar lästig sei, ihm aber gut gehe. “Es ist ja nicht die schwarze Pest.”

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Statement von Bürgermeister Dr. Andreas Rabl.

Die Ärztekammer ist für das Tragen von einfachen Schutzmasken im öffentlichen Leben zur Eindämmung des Coronavirus. Aufgrund fehlender Symptomatik sei vielen Menschen nicht bewusst, dass sie trotzdem Covid-19-positiv seien und damit andere Personen infizieren könnten, betonte ÖÄK-Präsident Thomas Szekeres. Die Tragepflicht in Supermärkten ab Montag begrüßte er.

Ärztekammer für Schutzmasken im öffentlichen Leben

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat am Donnerstag unterstrichen, “bis Ende des Sonntags” auf fast 30.000 Corona-Impfungen in Österreich kommen zu wollen. 200.000 Dosendes am Vortag von der EU zugelassenen Moderna-Vakzins kommen im ersten Quartal zusätzlich zu den laufenden Lieferungen von Biontech/Pfizer nach Österreich. Ein Mengenproblem gebe es nicht, “nur noch ein Lieferproblem” sagte der Sonderbeauftragte des Gesundheitsministeriums, Clemens Martin Auer. “Dass die mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und jetzt von Moderna überhaupt zugelassen werden, weiß man erst seit Ende November, Anfang Dezember”, betonte Auer den Umstand, dass diese Impfstoffe früher als erwartet Anwendung finden konnten. Für die 450 Millionen EU-Bürger bestehe jetzt das Problem, “dass die Liefermengen noch nicht ausreichendsind”, sagte der Sonderbeauftragte, jedoch gebe es insgesamt rund zwei Milliarden Dosen, die vertraglich zugesichert sind. Zwar wisse man auch heute noch nicht, ob es für alle sechs Vertragspartner der EU eine Marktzulassung geben wird, aber im Grund sei Sanofi der einzige Wackelkandidat, bei dem jedoch ohnehin eine spätere Zulassung erwartet wurde. Das Lieferproblem werde “von Tag zu Tag kleiner”, so Auer. 30.000 Bestellungen aus Heimen Biontech/Pfizer liefern rund eine Million Dosen im ersten Quartal, sagte Anschober, und derzeit rund 61.000 pro Woche. Über die dezentrale Impfstrategie sagte der Gesundheitsminister, dass “diese Pilotphase recht gut verlaufe”. “Ziel ist, dass wir bis Ende des Sonntags auf fast 30.000 Impfungen kommen werden”, für den kommenden Montag würden bereits 30.000 Bestellungen aus den Alters- und Pflegeheimen vorliegen. Die Bewohner und Mitarbeiterinnen in den Alters- und Pflegeheimen haben weiterhin erste Priorität, wie auch die Mitarbeiter der Covid-Stationen in den Krankenhäusern, erläuterte der Gesundheitsminister noch einmal den Impfplan mit dem Hauptziel, dann während des Sommers “ein konkretes Impfangebot” für alle Menschen in Österreich zu ermöglichen. Im Herbst 2021 solle durch die Immunisierungen keine Situation wie 2020 mehr entstehen können. Zudem bestätigte Anschober den am Donnerstag von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) verkündeten Plan, dass die gesamte Gruppe der Personen über 80 Jahren auch außerhalb von Heimen vorgezogen und Schritt für Schritt ebenfalls bereits ab Jänner geimpft werden soll. Dazu, “wie das logistisch vonstattengehen kann”, laufen laut Anschober Gespräche. Die “Gemeinden und Ärzte vor Ort” würden dabei auch eine gewisse Rolle spielen. “Niemand hat Impfdosen herumliegen lassen, ganz im Gegenteil”, betonte Anschober zur Kritik am Impfstart in Österreich. Nach der “guten Phase des Pilotbetriebs” werde man “Schritt für Schritt rasch sehr konsequent in die Breite gehen”. Die zweite Lieferung von Biontech/Pfizer mit 61.000 Dosen sei auch erst am heutigen Donnerstag in Österreich angekommen und verteilt worden, erläuterte Auer. Es sei “das legitime Anrecht aller”, zu fordern, dass es schneller gehen sollte, sagte Anschober. “Mir sind die Parteien lieber, die das fordern, als die, die an der Impfung zweifeln.” Abhängig von der EU Österreich sei davon abhängig, wann die jeweiligen Marktzulassungen in der EU erteilt werden, sagte Anschober. “Gleichzeitig ist es für mich ein Grundprinzip, dass wir in diese Entscheidung nicht eingreifen.” Dies sei keine politische Entscheidung, betonte der Minister zum Zulassungsprozess in Europa. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) erläuterte, dass die Zulassung des ersten Impfstoffs Hoffnung gab, die nun mit der Zulassung von Moderna verdoppelt worden sei. Sie dankte Bundeskanzler Kurz “dass er angeordnet hat, den Impfstart vorzuverlegen. Wir haben keine Zeit zu verlieren.” Tanner bezeichnete die Impfung “als eine Chance für ein schnelles Ende der Krise” und sicherte Anschober die weitere Unterstützung des Bundesheeres bei der Logistik zu. Was den Impfstoff von Moderna betrifft, kommt Österreich eine besondere Rolle in der EU zu. Denn wie Christa Wirthumer-Hoche, Leiterin des Geschäftsfeldes Medizinmarktaufsicht der Agentur für Gesundheits- und Ernährungssicherheit (AGES), erläuterte, werden die auszuliefernden Chargen jeweils von der AGES kontrolliert, bevor sie verimpft werden. Dafür schickt der Hersteller von jeder Charge Proben nach Österreich. Die AGES überprüft dann laut Wirthumer-Hoche die Identität (etwa, ob die angegebenen Inhaltsstoffe enthalten sind), den Gehalt (wie viele Milligramm pro Milliliter enthalten) sowie die Reinheit und das Aussehen (Farbe, Konsistenz, ob Sprünge im Behältnis sind usw.). “Was uns ganz besonders stolz macht, ist, dass uns der Hersteller beauftragt hat mit der Chargen-Freigabe für den gesamten EU/EWR-Raum”, sagte AGES-Geschäftsführer Thomas Kickinger bei der Pressekonferenz am AGES-Standort in Wien-Donaustadt. Der Hersteller dürfe sich das jeweilige Arzneimittellabor für die Prüfung aussuchen. Bei Moderna kam nun die AGES zum Zug, bei dem bereits seit kurz vor Weihnachten in der EU zugelassenen Biontech/Pfizer-Vakzin war es das deutsche Paul-Ehrlich-Institut.

Kein Mengenproblem, sondern "nur noch Lieferproblem"

Die Tschetschenen im Alter zwischen 19 und 37 Jahren stehen im Verdacht, einer Gruppierung anzugehören, die sich als “Sittenwächter” versteht. In den Fokus der Gruppe gerieten tschetschenische Frauen, die sich “zu westlich” verhielten. Weitere Opfer und Täter werden gesucht Die Polizei geht davon aus, dass es sowohl weitere Opfer als auch weitere Täter gibt. Die Ermittlungen laufen, teilte ein Polizeisprecher am Donnerstag mit. Ins Rollen kam der Fall, nachdem sich eine betroffene Frau an die Polizei gewandt hatte. Daraufhin meldeten sich weitere Frauen, die Ermittlungen der Polizei starteten. Bisher sind zehn Opfer bekannt. Gruppe seit Anfang des Jahres aktiv Die hierarchisch strukturierte Gruppierung soll seit zumindest Anfang des Jahres agiert haben, berichtete die Polizei. Die Mitglieder sollen aus Tschetschenien stammende Frauen, in manchen Fällen auch deren Partner und Familien, belehrt, bedroht und verfolgt haben – und zwar, wenn sich diese nach Ansicht der Beschuldigten “zu westlich” oder nicht den Wertvorstellungen entsprechend verhalten hatten. Die Opfer berichteten, dass beispielsweise ein Foto in Badebekleidung oder eine Beziehung zu einer nicht tschetschenisch-stämmigen Person ausgereicht hatte, um ins Visier der Gruppe zu geraten. Systematische Einschüchterung der Opfer Die Täter gingen systematisch vor, schilderte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Zuerst sollen die Mitglieder der Gruppierung den Bekanntenkreis, aber auch Soziale Medien, durchforstet haben. Gab es Anhaltspunkte für “Vergehen”, wurde jemand losgeschickt, um mit der jeweiligen Frau zu sprechen. Hat das nicht gefruchtet, wurden auch Familienmitglieder in die Drohungen miteinbezogen, so die Polizei. Weiters sollen Bilder der Frauen in Moscheen aufgehängt worden sein, um sie zu denunzieren. Laut Polizei folgten bei Nicht-Einlenken der Frauen weitere Drohungen und auch Gewalt, egal ob Zuhause oder am Arbeitsplatz. Initiiert wurden die Taten laut Polizei eher von den älteren Mitgliedern der Gruppe. Festnahmen Mitte Juni Mitte Juni erfolgte dann die Festnahme von sechs Personen, auch mit Unterstützung des Einsatzkommandos Cobra. Zusätzlich stellten die Beamten an den Wohnadressen der Beschuldigten in Wien und Linz Mobiltelefone, diverse Gas- und Schreckschusswaffen sowie 5.000 Euro Bargeld sicher. Festgenommene mehrfach vorbestraft Ob die Waffen bei den Drohungen an die Frauen zum Einsatz kamen, konnte die Polizei am Donnerstag nicht sagen. Die Verdächtigen sollen aber in Sozialen Netzwerken damit posiert haben, hieß es. Die Beschuldigten wurden wegen zahlreicher strafrechtlicher Delikte angezeigt, insbesondere wegen des Verdachts der mehrfachen Körperverletzung, Nötigung sowie der kriminellen Vereinigung.

Sechs "Sittenwächter" in Wien und Linz festgenommen

Die Ausschreitungen bei Demonstrationen in Wien-Favoriten belasten weiter das Verhältnis zwischen Wien und Ankara. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) warf der Türkei am Dienstag vor, “Unfrieden zu säen”. Es müsse ein Ende haben, “dass die Türkei versucht, auf die Menschen hier in Österreich Einfluss zu nehmen und diese auch für ihre Konflikte instrumentalisiert”, betonte Kurz vor Journalisten. Nach gewalttätigen Ausschreitungen zwischen kurdischen und türkisch-nationalistischen Demonstranten in der Vorwoche in Wien waren am Montag die jeweiligen Botschafter zu Gesprächen in die Außenministerien geladen. Die türkische Seite sprach von “Anwendung von Gewalt gegen türkische junge Menschen”. Das wollte Kurz am Dienstag nicht hinnehmen: Dass die Türkei von Polizeigewalt gegen Austro-Türken rede, sei “unerträglich”, er könne dies nur “auf das schärfste zurückweisen”. Bei den Auseinandersetzungen wurden Böller, Glasflaschen, Steine und Eisenstangen benutzt, unter anderem wurden sieben Polizisten verletzt. “Wir werden das nicht dulden.” Er habe den Innenminister gebeten, hier eine “Politik der Nulltoleranz” zu verfolgen, sagte Kurz. “Diese Konflikte, die werden aus der Türkei importiert”, kritisierte Kurz. “Wer ein Bedürfnis nach Straßenauseinandersetzungen hat, der soll das in der Türkei tun, aber in Österreich hat das keinen Platz.” Mit deeskalierenden Worten aus der Türkei rechnet Kurz nicht: “Ich erwarte mir nicht sonderlich viel Unterstützung aus der Türkei”, meinte er auf eine entsprechende Journalistenfrage. “Weil ich genau weiß, was die Türkei hier versucht: Nämlich Türken in Europa dafür zu nutzen, um Unfrieden zu säen und da und dort vor allem für die eigenen Interessen der Türkei Stimmung zu machen.” Aus seiner Sicht sei dies ein “Missbrauch der Menschen mit türkischen Wurzeln, die in Europa leben”. Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) versicherte, man werde jeden Straftäter konsequent verfolgen. “Diejenigen, die glauben, dass ein Mund-Nasen-Schutz sie vor einer Identifikation bewahrt, die irren sich.” Man verfüge über ausgezeichnetes Videomaterial, das gerade ausgewertet werde. So sei einer der mutmaßlichen Rädelsführer bereits identifiziert. Unter den elf Festgenommenen seien auch zwei türkische Staatsbürger, die unter anderem faustgroße Pflastersteine geworfen haben sollen – auch hier werde ermittelt. Es gelte nun zu prüfen, “welche Kontakte und Stränge es hier zur Türkei und zu diversen türkischen Vereinen in Österreich gibt”, meinte Kurz. “Und diese Verbindungen, die gilt es zu kappen.” Keine Freude mit den Auseinandersetzungen hat indes auch Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ). Er sprach sich “in letzter Konsequenz” für die Abschiebung der Randalierer aus. “Die Polizei soll konsequent vorgehen. Waren das testosterongesteuerte Jugendliche, oder gibt es da einen politisch motivierten, gewalttätigen Hintergrund?”

Kanzler Kurz kritisiert Türkei nach Demo-Ausschreitungen