Katholische Bischöfe machen sich an Schönborn-Ablöse

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Katholische Bischöfe machen sich an Schönborn-Ablöse

Österreichs römisch-katholischen Bischöfe sind am Montag in Mariazell zu ihrer bis Donnerstag laufenden Sommer-Vollversammlung zusammengetroffen. Wichtigster Tagesordnungspunkt ist die Wahl des neuen Vorsitzenden der Bischofskonferenz, nachdem Kardinal Christoph Schönborn (75) altersbedingt seinen Rücktritt von diesem Amt erklärt hat. Offen ist, an welchem der vier Tage die Wahl erfolgen wird.

Der neue Vorsitzende muss aus dem Kreis der Diözesanbischöfe gewählt werden. Alle fünfzehn Mitglieder der Bischofskonferenz sind aktiv wahlberechtigt, wobei sich diesmal mit Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics und Weihbischof Stephan Turnovszky zwei Mitglieder für die Tagung in Mariazell entschuldigt haben, wie die Kathpress berichtete. Erstmals nimmt der neue Kärntner Bischof Josef Marketz an einer realen Vollversammlung des Episkopats teil.

Bei dem bis Donnerstag angesetzten Treffen der Bischöfe gelten besondere Schutzmaßnahmen. So mussten alle Mitglieder der Bischofskonferenz im Vorfeld einen Corona-Test machen. Auch das Tagungsprogramm musste der Situation angepasst werden: So ist diesmal kein Studiennachmittag mit externen Personen geplant. Die sonst übliche Festmesse zum Abschluss der Tagung in der Basilika mit zahlreichen Gläubigen entfällt ebenfalls.

Die Corona-Pandemie steht auch inhaltlich im Zentrum der Tagung. Neben den gesamtgesellschaftlichen Konsequenzen der Krise sind genauso ihre Auswirkungen auf die Kirche ein zentrales Thema der bischöflichen Beratungen. Für Freitag (19. Juni) ist in Wien eine Pressekonferenz mit Schönborn sowie dem neuen Vorsitzenden der Bischofskonferenz geplant. Anders als sonst üblich wird die Pressekonferenz im Stephanisaal auf Stephansplatz 3 stattfinden, der aufgrund seiner Größe genug Platz für die nötigen Abstände bietet.

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