Keine Notschlachtungen in heimischen Zoos

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Keine Notschlachtungen in heimischen Zoos

Der Tierpark Neumünster in Schleswig-Holstein hat wegen der Corona-Zwangsschließung Notpläne für das Schlachten seiner Tiere erarbeitet. Dort stehe auch, wer im Fall des Falles zuletzt auf die Schlachtbank komme: Der 3,60 Meter große Eisbär “Vitus”, sagte Zoodirektorin Verena Caspari. Österreichische Zoos schließen derartige Pläne einstimmig und vehement aus, ergab ein Rundruf der APA.

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Italien sieht die epidemiologische Situation im Land durchaus unter Kontrolle. “Die Zahlen bezeugen, dass Italien weiter deutlich unter dem von der EU festgelegten Notstandsniveau liegt. Ich bin zufrieden, weil die ersten Buchungen deutscher und französischer Touristen in den italienischen Hotels eintreffen”, so der italienische Außenminister Luigi Di Maio im Interview mit RAI 1 am Montagabend. Österreich hatte vergangenen Donnerstag gegenüber allen Nachbarländern bis auf Italien die Corona-Einreisebeschränkungen aufgehoben. Das sorgte für Irritationen in Rom und auch in den an Österreich angrenzenden italienischen Regionen wie Südtirol oder Friaul-Julisch Venetien. Zuletzt hatte Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) sich allerdings optimistisch gezeigt, dass die Grenze zu Italien schon in den nächsten Tagen geöffnet werden könnte. Di Maio reist im Rahmen seiner “Europa-Tour” am Dienstag nach Athen zu Gesprächen zum Thema Grenzöffnung. Der italienische Außenminister drängt auf eine Grenzöffnung im EU-Raum ab dem 15. Juni, der seiner Ansicht nach zum “D-Day” des italienischen Tourismus werden sollte. Die Lage in Italien sei sicher. In sieben der 20 italienischen Regionen wurde am Montag kein einziger neuer Infektionsfall gemeldet. Inzwischen bereitet sich die Regierung auf weitere Lockerungsschritte am kommenden Montag vor. So sollen ab diesem Tag wieder Kinos, Theater und Opernhäuser zugänglich sein. Die Staatssekretärin im Gesundheitsministerium, Sandra Zampa, meinte, mit der Öffnung von Kinos und Theatern könnten auch Fußballstadien und Sportarenen zum Teil wieder Zuschauern zugänglich gemacht werden. Der Präsident der Region Venetien, Luca Zaia, will auf die Regierung von Giuseppe Conte Druck für den Neustart von Messen und Kongressen ausüben. “Das Messen- und Kongresssystem ist für unsere Region eine wichtige Einnahmequelle”, sagte Zaia. Auch Diskotheken, Spielhallen, sowie Hochzeitssäle sollen wieder öffnen.

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Die Premiere von Verdis “Don Carlo” mit Anna Netrebko an der Dresdner Semperoper im Mai ist wegen Corona ausgefallen – ihr Rollendebüt der Elisabetta aber nicht. Mit dem ersten Ton des Duetts “Io vengo a domandar” aus Giuseppe Verdis “Don Carlo” nimmt ihre Stimme die rund 330 Zuhörer gefangen, die später die russische Sopranistin, eine der prominentesten Sängerinnen der Gegenwart, feiern. Grandios, bezaubernd, besonders: Majestätisch betritt sie die Bühne der Dresdner Semperoper, in einer schwarzen, im Graffito-Stil bestickten Taftrobe. Anna Netrebko ist Elisabetta, Königin von Spanien – ohne Kostüm und Perücke. Musikalisch ist Elisabetta für Netrebko eine Herausforderung. “Diese Rolle hat viele niedrige Tessitura und sehr lange Phrasen im mittleren Register”, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. “Meiner Meinung nach wurde es für Sopran-Spinto geschrieben, was ich im Prinzip nicht bin.” Sie habe hart daran arbeiten müssen. Auch ohne Kulissen, Requisiten und großes Orchester ist Verdis Oper präsent. Wegen der Beschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie ist es ein fast exklusives Konzert in dem weltberühmten Opernhaus, das eigentlich 1250 Plätze hat und sich nach gut dreimonatiger Zwangspause nun spektakulär zurückmeldet. Mit “Aufklang! Don Carlo” hat das weltberühmte Opernhaus den Spielbetrieb wieder aufgenommen – mit Einschränkungen aufgrund der Hygieneregeln. Solisten, Musiker und Chorsänger hielten Abstand auf der Bühne. Nur Netrebko und ihr Mann, Tenor Yusif Eyvazov als Don Carlo, kamen sich bei den Duetten ganz nah. Beide hatten für die “Don Carlo”-Inszenierung in der Semperoper geprobt, aber die Aufführung im Mai musste abgesagt werden. Der Musikalische Leiter Johannes Wulff-Woesten arrangierte nun eine konzertante Fassung für Kammerensemble. Neben Netrebko und Eyvazov überzeugten auch die russische Mezzosopranistin Elena Maximova als Prinzessin Eboli sowie die Bässe Tillmann Rönnebeck als Philipp II. und Alexandros Stavrakakis als Mönch. Sie alle spielten ihre Rollen, obwohl es eine konzertante Präsentation war. “Man spürte Leidenschaft und auch Freude, dass sie wieder auftreten können”, sagte eine Mitfünfzigerin. 2016 hatte Netrebko schon einmal ein gefeiertes Rollendebüt an der Sächsischen Staatsoper, als Elsa in Richard Wagners “Lohengrin”. Auch damals hatte sie sich akribisch auf ihre erste deutschsprachige Partie vorbereitet – und mit dem erwarteten Wohlklang ebenso wie mit Textverständlichkeit brilliert. Für die 48-Jährige war es eine Freude, “wieder in Dresden und in diesem wunderbaren Theater zu sein”. Sie habe nur positive Erinnerungen an das erste Debüt, “die mir sehr am Herzen liegen”. Semperoper-Intendant Peter Theiler sprach von “Segen und Glück”, dass “die weltberühmteste Sängerin” auch in der konzertanten Version singt. Die drei noch folgenden Abende sind ebenso ausverkauft. “Einfach wunderbar!”, sagte ein junger Kölner mit Leidenschaft für die Oper und Anna Netrebko. “Sie hat heute besonders große Dynamik in ihrer Stimme gehabt, der Kontrast zwischen Piano und Forte”, schwärmte er.

Netrebko feiert grandioses Rollendebüt in Dresden

Mediziner der Ärztekammer Oberösterreich haben vor zu schnellem und zu intensivem Training nach einer überstandenen Covid-19-Erkrankung gewarnt. Sie raten, sich nach der Genesung vor dem Sportstart durchchecken zu lassen. Denn das Virus greife Organe an, die beim Sport eine zentrale Bedeutung haben, wie vor allem die Lunge und das Herz. “Wer zu schnell startet, riskiert lebensbedrohliche Herz-Kreislauf-Ereignisse. Die Lunge braucht in etwa sechs bis acht Wochen, um sich von einer Lungenentzündung zu erholen“, warnte Bernd Lamprecht, Fachgruppenvertreter für Lungenkrankheiten der Ärztekammer für Oberösterreich. War eine Beatmungsmaschine nötig, seien sogar bleibende Schäden an der Lungemöglich. Deshalb seien Nachuntersuchungen – auch bei jüngeren Sportlern– vor der Wiederaufnahme des Trainings wichtig. Den Arzt aufsuchen Bei einem leichten bis mittelschweren Verlauf der Krankheit und wenn sich die medizinischen Auffälligkeiten auf die Lunge beschränkt haben, könne nach wenigen Wochen mit Sport in leichter Form begonnen werden. Sollte man es übertreiben, riskiere man allerdings gefährliche Komplikationen wie Vernarbungen der Lunge, betonte der Spezialist. Freizeit- und Hobbysportlern mit schwereren Coronavirus-Symptomen rät er, drei bis sechs Monate nach der Genesung auf Wettkampfsport zu verzichten und vor dem ersten Training ärztlichen Rat einzuholen. Auch bei einer Infektion mit dem Virus ohne oder nur mit leichten Symptomen empfiehlt Helmuth Ocenasek, Referent für Sportärzte in der Interessenvertretung, noch zwei Wochen nach der 14-tägigen Erkrankungsdauer zu pausieren. Dann sollte langsam mit Einheiten von 15 bis 20 Minuten begonnen und genau beobachtet werden, wie es einem damit geht. Bei Schmerzen oder wenn die Belastungsgrenze schnell erreicht wird, sollte das Training eingestellt werden. Bei Herz-Rhythmus-Störungen oder Schwindel ist ein Arzt zu konsultieren. Taucher sollen unbedingt erneut eine Tauglichkeitsuntersuchung von einem erfahrenen Spezialisten durchführen lassen. Alles in allem seien das Empfehlungen der Fachgesellschaften, Evidenz gebe es noch nicht, da das Coronavirus noch sehr jung sei, gaben die Mediziner zu bedenken.

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Flugzeuge aus 18 Risikogebieten dürfen nicht mehr in Österreich landen