Königliche Schwanenzählung in England wird wegen Corona gestrichen

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Königliche Schwanenzählung in England wird wegen Corona gestrichen

Die alljährliche Tradition der königlichen Schwanenzählung auf der Themse im Südosten Englands muss in diesem Jahr Medienberichten zufolge wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Das “Swan Upping” könne in diesem Jahr nicht stattfinden, da die Vorgaben zum Abstandhalten nicht gewährleistet werden könnten, berichteten mehrere britische Sonntagszeitungen.

Bei der Schwanenzählung handelt es sich um ein Ritual aus dem zwölften Jahrhundert. Es ist erst das zweite Mal in der 900 Jahre alten Tradition, dass es abgesagt werden muss: Zuletzt war die Aktion im Jahr 2012 wegen Überschwemmungen gestrichen worden, wie der “Daily Telegraph” berichtete.

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Deutschland erwägt Quarantäne für Nicht-EU-Flugpassagiere

Zwei Tage nach der Explosionskatastrophe von Beirut sind 16 Mitarbeiter des Hafens der Mittelmeer-Metropole festgenommen worden. Das teilte der amtierende Militärrichter Fadi Akiki laut einem Bericht der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur NNA am Donnerstagabend mit. Mehr als 18 Menschen seien befragt worden, darunter Mitglieder des Hafenvorstands und der Zollverwaltung. Die Ermittlungen gingen weiter, hieß es. Ziel sei, “alle Fakten im Zusammenhang mit der Katastrophe zu klären”, teilte Akiki mit. Der Ort der Explosion – ein Industriegebiet am Hafen im Norden der libanesischen Hauptstadt – werde bis zum Abschluss der Ermittlungen geschlossen bleiben. Die Aufsicht hätten hier die libanesische Armee sowie die Informationsabteilung der Kräfte für innere Sicherheit. Zuvor waren bereits mehrere Verantwortliche des Hafens unter Hausarrest gestellt worden. Sie sollen in den vergangenen Jahren für die Lagerung und Bewachung der großen Mengen Ammoniumnitrat zuständig gewesen seien, die bei dem Vorfall möglicherweise explodierten. Unklar blieb dabei, welche Vorwürfe ihnen gemacht werden oder ob ihnen ein ordentliches Gerichtsverfahren droht. In Beirut hatte eine heftige Detonation am Dienstag große Teile des Hafens zerstört und ganze Straßen im Zentrum in Scherben und Trümmer gelegt. Bei der Spekulation um das Ammoniumnitrat richtet sich der Verdacht auf das unter moldauischer Flagge fahrende Frachtschiff “Rhosus”, das 2013 große Mengen der gefährlichen Substanz in den Hafen gebracht haben soll. Auch eine deutsche Diplomatin wurde getötet, wie der deutsche Außenminister Heiko Maas mitteilte. Aus dem Außenministerium in Wien hieß es, dass es keine Hinweise auf betroffene Österreicher gebe. Schon bald nach der schweren Detonation am Dienstag hatte es Rufe nach einer umfassenden Untersuchung und Aufarbeitung des Vorfalls gegeben, bei dem Tausende verletzt wurden und bis zu 300.000 Menschen ihr Zuhause verloren. Zugleich wurden Forderungen nach einer unabhängigen, internationalen Ermittlung lauter. Diesen schlossen sich vier frühere libanesische Ministerpräsidenten und der führende drusische Politiker Walid Joumblatt an. Viele Libanesen haben das Vertrauen in die herrschende politische Klasse verloren. Der französische Präsident Emmanuel Macron forderte bei einem Besuch mit deutlichen Worten Maßnahmen gegen die ausufernde Korruption im Land. Der Libanon müsse mit “starken politischen Initiativen” gegen die Korruption und die Undurchsichtigkeit des Bankensystems zu kämpfen, wie der 42-Jährige laut Aufnahmen des französischen Senders BFMTV. Die “politische, moralische, wirtschaftliche und finanzielle Krise” müsse mit “extrem schnellen Reaktionen” bewältigt werden. Der Libanon war früher Teil des französischen Mandatsgebiets im Nahen Osten, die beiden Länder sind immer noch eng verbunden. In Frankreich leben heute zahlreiche Libanesen. Bei einer Tour durch eine zerstörte Gegend im Zentrum von Beirut wurde der Präsident von wütenden Bewohnern empfangen. “Warum sind Sie gekommen?”, riefen einige von Balkons herunter. “Ihr seid alles Mörder”, schrie eine Frau unter Tränen. “Wo waren Sie gestern? Wo waren Sie am Vortag? Wo waren Sie, als diese Bomben im Hafen gelagert wurden?” Andere beschimpften den libanesischen Präsidenten Michel Aoun als “Terrorist”. Wütenden Libanesen versprach Macron auf der Straße, am 1. September wiederzukommen. Indes lief die internationale Hilfe weiter an. Die Weltgesundheitsorganisation brachte 20 Tonnen Hilfsgüter ins Land, um Hunderte Menschen mit Brand- und anderen Verletzungen zu versorgen. Die EU sagte Nothilfe in Höhe von mehr als 33 Millionen Euro zu, um etwa medizinische Ausrüstung zu finanzieren. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident Charles Michel riefen die Staats- und Regierungschefs der Union, darunter Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), in einem Brief zu einer verstärkten Unterstützung des Libanon auf. Die Vereinten Nationen wollen mit mindestens neun Millionen Dollar (7,6 Millionen Euro) Soforthilfe die unmittelbare Not nach der Explosionskatastrophe in der libanesischen Hauptstadt Beirut mindern. Teil des UNO-Koordinationsstabes ist auch ein Österreicher. Der Bundesheer-Offizier Gernot Hirschmugl wollte noch am Donnerstag nach Beirut aufbrechen, um dort als Mitglied eines zwölfköpfigen Teams das humanitäre Krisen- und Katastrophenmanagement der verschiedenen internaitionalen Organisationen zu koordinieren. Aus der Türkei, Griechenland, Zypern und Katar traf ebenfalls Hilfe ein. Auch Israel, das mit dem Libanon keine diplomatischen Beziehungen pflegt, will bei der Versorgung von Opfern helfen. Viele Krankenhäuser sind überlastet. Coronavirus-Tests und -behandlungen wurden in mehreren großen Krankenhäusern eingestellt. Rettungshelfer suchten weiter nach Überlebenden. Im Einsatz waren Armeesoldaten, Mitarbeiter des Roten Kreuzes und Freiwillige. Noch immer werden dem Roten Kreuz zufolge rund 100 Menschen vermisst. “Ich warte hier, ich bewege mich nicht weg”, rief eine Frau in Nähe des abgesperrten Hafens. “Mein Bruder arbeitete im Hafen und ich habe von ihm nichts gehört, seitdem es die Explosion gab.” Der frühere Besitzer des Frachtschiffs “Rhosus” wies jegliche Verantwortung zurück. Libanesische Behörden hätten der Besatzung 2013 die Weiterfahrt untersagt, die Ladung als gefährlich eingestuft und beschlagnahmt, sagte der russische Geschäftsmann Igor Gretschuschkin der Zeitung “Iswestija”. Nach seiner Darstellung begründete der Libanon damals seine Entscheidung mit fehlenden Dokumenten. Zudem hätten die Behörden Bedenken beim Transport des Stoffes gehabt, sagte er. Er sei nach einer Strafzahlung bankrottgegangen und wisse nicht, wer anschließend für die “Rhosus” verantwortlich gewesen sei.

16 Verhaftungen nach Detonation in Beirut

Nach gut einem Monat regierungskritischer Proteste hat Bulgariens Ministerpräsident Boiko Borissow seinen Rücktritt in Aussicht gestellt. Allerdings soll dies erst nach einer Entscheidung des Parlaments für die Wahl einer verfassungsgebenden Volksversammlung geschehen, wie Borissow am Freitag in einer TV-Ansprache bekanntgab. Staatschef Rumen Radew lehnte Borissows Ankündigung entschieden ab. Seine bürgerliche Partei GERB werde dazu einen Entwurf für eine neue Verfassung mit Änderungen etwa bei der Justiz einbringen. “Es ist Zeit für Verantwortung und Entschlossenheit”, sagte Borissow. “Es ist Zeit für einen Neustart.” Einen Termin nannte er allerdings nicht. In dem EU-Mitgliedsland fordern Demonstranten bereits seit dem 9. Juli den Rücktritt der Regierung und eine Abstimmung über eine verfassunggebende Versammlung. Die Koalition aus Bürgerlichen und Nationalisten ist seit 2017 im Amt. Die Demonstranten begründen ihre Forderungen mit mafiösem Handeln und Abhängigkeit von Oligarchen. Die nächste reguläre Parlamentswahl wäre im März 2021. Ein Gespräch über Verfassungsänderungen sei nur “nach den von der Gesellschaft geforderten Rücktritten” der Regierung und des Generalstaatsanwalts möglich, sagte Radew am Abend in einer Ansprache an das Volk, die im Fernsehen und im Rundfunk übertragen wurde. “Kann die Mafia die Justiz reformieren? Die Antwort ist nein.” Demonstranten erklärten in einer ersten Reaktion, dass sie ihre Aktionen trotz der Ankündigung fortsetzen wollten. “Dies ist nur ein Versuch Borissows, Zeit zu gewinnen”, sagte einer der Organisatoren der Proteste, Nikolaj Hadschigenow, dem Staatsradio. Die angekündigten Verfassungsänderungen könnten auch von einem regulären Parlament gemacht werden. Borissow versuche, noch eine Weile an der Macht zu bleiben, kritisierte der Aktivist Arman Babikian. Die Protestler antworteten mit neuen Aktionen. In der Haupstadt Sofia versammelten sie sich zum 37. Mal im Zentrum zu einer abendlichen Demonstration. Vorübergehend wurde die Fernstraße von Sofia nach Belgrad blockiert. Aktivisten kündigten weitere Blockaden an. Die Polizei räumte am Morgen in Sofia eine nicht angemeldete Blockade an einer großen Kreuzung vor der Botschaft Rumäniens, ohne dass dabei jemand verletzt wurde. Ihr Eingreifen sorgte bei den Demonstranten für Empörung und Kritik. Drei weitere wichtige Straßenkreuzungen in Sofia sind seit Tagen durch nicht angemeldete Zeltlager versperrt. Eine Neuwahl fordern auch die aus den früheren Kommunisten hervorgegangenen Sozialisten und Präsident Rumen Radew, der ihnen nahesteht.

Bulgariens Premier Borissow stellt Rücktritt in Aussicht

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) rechnet mit Mehrkosten von bis zu 800 Millionen US-Dollar (735,63 Mio. Euro) für die Organisation der verschobenen Olympischen Spiele in Tokio, die nun von 23. Juli bis 8. August 2021 stattfinden sollen. Diese Summe nannte IOC-Präsident Thomas Bach am Donnerstag nach Ende einer Exekutivsitzung in einer Telefonkonferenz. Am 24. März hatten das IOC und die japanische Regierung beschlossen, die Spiele wegen der Coronavirus-Pandemie um ein Jahr zu verschieben. “Wir gehen davon aus, dass wir für unseren Teil und unsere Verantwortung bei der Organisation der verschobenen Spiele Tokio 2020 Kosten von bis zu 800 Millionen US-Dollar tragen müssen“, sagte Bach. Die Pandemie habe “erhebliche finanzielle Auswirkungen auf die Olympischen Spiele, die olympische Bewegung und das IOC.”

Olympia: IOC erwartet 800 Mio. Dollar Mehrkosten durch Verschiebung

Brasiliens Profifußballer haben Einschränkungen beim Gehalt wegen der Covid-19-Pandemie zurückgewiesen und damit einen Vorschlag der Vereine abgelehnt. Die Spielergewerkschaft FENAPAF schickte dem Repräsentanten der Clubs, Fluminese-Präsident Mario Bittencourt, am Mittwochabend (Ortszeit) ein entsprechendes Schreiben. Die Clubs hatten während der Spielbetrieb stillsteht 25 Prozent weniger Gehalt vorgeschlagen. Die Spieler stimmten jedoch vorgezogenem Kollektivurlaub im April zu, allerdings bei vollem Urlaubsentgelt und dem vorgeschriebenen Drittel eines Monatsgehalts bis zum 4. Mai. Falls die Clubs die Zahlungen nicht bewerkstelligen können, soll der Brasilianische Fußballverband CBF als Bürge für diese einstehen. Viele brasilianische Erstligaclubs sind hoch verschuldet und zahlen Gehälter bereits im regulären Spielbetrieb verspätet.

Brasiliens Fußball-Profis verweigern Gehaltskürzungen

Mit 33 Jahren hat Weltfußballer Lionel Messi wieder einen Rekord aufgestellt: Beim 5:0-Sieg des FC Barcelona am Sonntag im letzten Liga-Spiel bei Deportivo Alaves erzielte der Argentinier mit seiner 21. Torvorlage einen neuen Assist-Rekord für eine Saison. Das gelang ihm im Estadio de Mendizorroza in Vitoria in der 24. Minute, als er den Pass zum Führungstor der Gäste durch Ansu Fati spielte. Die bisherige Bestmarke von 20 Assists hatte Messis früherer Clubkollege Xavi Hernandez in der Saison 2008/2009 aufgestellt. Der frühere Mittelfeldregisseur ist seit Mai 2018 Trainer des Al-Sadd Sports Club. “Messi ist ein Rekord-Fresser”, schrieb die katalanische Fachzeitung “Sport”. Mit seiner Rekord-Vorlage ermöglichte Messi im letzten Saison-Ligaspiel der Blaugrana den siebenten Treffer des erst 17-jährigen Fati. Messi selbst traf in der 33. Minute zum 2:0 und erzielte auch das Tor zum 5:0-Endstand (75.). Für die restlichen Tore zeichneten der Uruguayer Luis Suarez (43.) und der Portugiese Nelson Semedo (56.) verantwortlich. Mit seinem Doppelpack erhöhte Messi sein Torkonto auf 25 und hatte vor den Abendspielen beste Chancen, zum vierten Mal in Serie und zum siebenten Mal insgesamt den “Trofeo Pichichi” für den Torschützen-König der Liga zu gewinnen. Auch das wäre ein Rekord. Noch liegt Messi gleichauf mit Telmo Zarra, der in den 1940er- und 1950er-Jahren mit Bilbao sechs Mal bester Liga-Torjäger Spaniens wurde. Die letzten Entscheidungen in der spanischen Primera-Division fielen am Sonntagabend. Platz drei sicherte sich Atletico Madrid durch ein 1:1 gegen Real Sociedad. Das Quartett für die direkte Teilnahme an der Champions League stand schon zuvor fest: Real Madrid beendete die Saison nach dem 2:2 bei Leganes mit 87 Punkten vor dem FC Barcelona (82), Atletico und dem FC Sevilla (beide 70). In der Europa League spielen 2020/21 der Tabellenfünfte FC Villarreal (60 Punkte nach 4:0 gegen SD Eibar) und Real Sociedad (56). Zumindest die EL-Qualifikation schaffte als Siebenter der FC Granada (56/4:0 gegen Athletic Bilbao). Celta Vigo, Team des ehemaligen Salzburg-Trainers Oscar Garcia, reichte ein 0:0 bei Fixabsteiger Espanyol Barcelona, um knapp den Klassenerhalt zu fixieren. Das Nachsehen hatte Leganes, das neben Espanyol und Real Mallorca den Gang in die zweite Liga antreten muss.

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