Kogler setzt bei Corona-App weiter auf Freiwilligkeit

Merken
Kogler setzt bei Corona-App weiter auf Freiwilligkeit

Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) setzt bei der Nutzung der Corona-App des Roten Kreuzes weiter auf Freiwilligkeit. “Die Hoffnung ist aber, dass es möglichst viele machen”, sagte er am Samstag in einer Pressekonferenz. Auch die Grüne Klubobfrau Sigrid Maurer verteidigte die App. Kritik am Wunsch von Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) nach einem verpflichtenden Einsatz kam von der FPÖ.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

US-Präsident Donald Trump nimmt nach eigenen Angaben ein Malaria-Medikament als Coronavirus-Prophylaxe. Er nehme seit etwa eineinhalb Wochen Hydroxychloroquin ein, sagte Trump am Montag im Weißen Haus. “Was hat man zu verlieren?” so der Präsident vor Journalisten. Es sei gut möglich, dass die Arznei etwas bewirke.  Ende April warnte die US-Lebensmittel- und Arzneibehörde (FDA) allerdings vor dem angeblichen Wundermittel: Es gebe keine belastbaren Beweise einer Wirksamkeit gegen Covid-19, das Mittel erhöhe aber das Risiko lebensgefährlicher Herzrhythmus-Störungen, hieß es. Zuvor hatte eine Studie bei Einnahme des Medikaments in Kombination mit einem Antibiotikum eine höhere Sterblichkeit bei Patienten festgestellt.

Bitte nicht nachmachen! Trump nimmt Malaria-Medikament als Prophylaxe gegen Corona

Der Innungsmeister der Bäcker in der Wirtschaftskammer, Josef Schrott, appelliert an die Österreicherinnen und Österreicher, bei den heimischen Bäckern – aber auch bei heimischen Fleischern – einkaufen zu gehen. Der Grund sind massive Umsatzeinbrüche im Zuge der Coronakrise, sagte Schrott am Montag im Gespräch mit der APA. “Manche Kollegen sprechen von Umsatzeinbrüchen bis zu 80 Prozent.” “Es gibt auch noch Fragezeichen, was konkret für Hilfen unterm Strich herauskommen, das ist noch nicht klar”, so Schrott. Weniger als 30 Prozent an Umsatzeinbrüchen gebe es jedenfalls nicht, so der Bäckermeister. “Die Situation ist dramatisch.”

Bäcker appellieren, beim Kleingewerbe einzukaufen

Europaministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) will mit Bürgergesprächen und einer Konferenz zur Zukunft der EU die österreichische Position für künftige Reformen finden. Vor der wegen der Coronakrise auf September verschobenen EU-Reformkonferenz lud Edstadler für Dienstag zu einem “Kickoff” im Kanzleramt, wie der “Standard” berichtete. Unter dem Titel “Unsere Zukunft – Europa neu denken” sollen erste Anstöße gesammelt werden. Dazu werden zunächst die Bundesländer und die EU-Gemeinderäte in einer Videokonferenz zugeschaltet. Physisch versammeln sich dann eine Schülergruppe, sowie Vertreter aus den Bereichen Forschung, Wirtschaft und Kultur. Schließlich wird es ein Treffen aller Botschafter von EU-Staaten in Wien geben. Eine Bundesländertour ist geplant. Ziel sei es, alles zu sammeln, was für die Position Österreichs als EU-Mitglied wichtig ist, was die Regierung ab Herbst in den europäischen Reformprozess einbringen will, erklärte die Ministerin.

Edtstadler startet EU-Reformdialog

US-Präsident Donald Trump hat im Streit mit mehreren Bundesstaaten über eine Lockerung der Corona-Maßnahmen von einer Meuterei gesprochen. Man sollte den demokratischen Gouverneuren sagen, dass der Film “Meuterei auf der Bounty” einer seiner Lieblingsstreifen sei, schrieb Trump am Dienstag auf Twitter. Der Republikaner hatte am Montag im Zusammenhang mit einer Lockerung der Schutzmaßnahmen eine “allumfassende Macht” des Präsidenten beansprucht. Mehrere Gouverneure, darunter der Demokrat Andrew Cuomo in New York, widersprachen ihm.

Trump spricht im Streit mit Gouverneuren von "Meuterei"

Der Präsident des überparteilichen Seniorenrates und des SPÖ-Pensionistenverbandes, Peter Kostelka, hat sich dafür ausgesprochen, am Eingang von Senioren- und Pflegeheimen kostenlose Corona-Tests für Besucher anzubieten. Im APA-Interview argumentierte Kostelka, dass man damit die Sicherheit der Bewohner gewährleisten und gleichzeitig ihre Vereinsamung verhindern könne. Nach dem Test- und Masken-Chaos dürfe man nun kein Impfchaos verursachen, warnte Kostelka. Vereinsamung sehr gefährlich Die Vereinsamung von Menschen nehme ihnen die Lust am Leben und sei deshalb sehr gefährlich, warnte der derzeit vorsitzführende Präsident des Seniorenrates. Bis eine ausreichende Zahl an Menschen geimpft ist, könnten aber nur Personen mit negativem Test Heimbewohner besuchen, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Kostelka fordert daher, dass am Eingang der Heime kostenlose Testsangeboten werden sollten. Gegen Impfpflicht Eine Impfpflicht für die ältere Generation und speziell für Heimbewohner lehnt Kostelka ab. Er verweist darauf, dass ohnehin mehr als zwei Drittel zur Impfung bereit seien. Für Betreuer und Betreuerinnen kann er sich jedoch vorstellen, die Impfung zu einer “Berufsvoraussetzung” zu machen. Das würde bedeuten, dass neu eingestellte Beschäftigte in diesem Bereich sich jedenfalls impfen lassen müssten. Bei jenen, die bereits in diesem Job arbeiten, will Kostelka zunächst ohne Verpflichtung zur Impfung auskommen. Nur wenn das nicht funktionieren sollte, würde er auch für diese Personengruppe über eine Pflicht diskutieren wollen. Warnung vor Impfchaos nach Masken-Chaos Der Seniorenratspräsident warnte davor, dass nach dem Test- und dem Masken-Chaos nun auch ein Impfchaos drohe. Das vor Weihnachten abgegebene Versprechen, wonach Personen über 65 je zehn kostenlose FFP2-Masken bekommen, sei bis jetzt nicht eingehalten worden. Außer “ein paar Alibi-Versendungen” sei nichts geschehen, die meisten Senioren hätten die Masken noch nicht erhalten, kritisierte Kostelka. “Grobe Fahrlässigkeit” Und bei den nun anlaufenden Impfungen sei eine genaue Strategie bisher nicht bekannt. Für Kostelka ist es daher “mehr als eine Befürchtung”, dass es ebenso wie bei den Masken und den Massentests auch hier zu einem Chaos komme. Er begrüßt zwar, dass die Regierung den allgemeinen Impfstart doch vorgezogen hat. Aber man wisse immer noch nicht genau, wer wann wo geimpft werden soll. Dass tausende Impfdosen nicht gleich verimpft wurden, hält Kostelka für eine “grobe Fahrlässigkeit”. Und die Vereinbarung, dass die Länder die Verimpfung vor Ort selbst koordinieren sollen, ist für Kostelka offenbar der Versuch von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), “die Zuständigkeit den Ländern zu übertragen, um sich selbst nicht die Finger schmutzig zu machen”. “Dramatische Entwicklung” Die Entwicklung bezeichnete der Seniorenrats-Präsident als “dramatisch”. Binnen zweieinhalb Monaten sei die Zahl der Corona-Toten um 560 Prozent auf rund 6.500 angestiegen, rund 43 Prozent davon in Heimen. Deshalb sei es auch richtig, dass die Heime erster Adressat bei den Impfungen seien. Aber gleichzeitig müssten auch die Senioren außerhalb der Heime geimpft werden. Die Menschen innerhalb und außerhalb der Heime müssten gleichgestellt werden, es dürfe da keine Privilegierung geben. Kostelka verwies darauf, dass es rund 475.000 Menschen über 80 und 770.000 zwischen 70 und 80 Jahren gebe. Das bedeute, dass rund 1,25 Millionen demnächst zu impfen seien. Dazu mahnte er eine präzise Vorbereitung ein. Geplante Pflegereform: Details fehlen Bezüglich der für das heurige Jahr von der Regierung angekündigten, großen Pflegereform fehlen dem Seniorenrats-Präsidenten noch die Details. Die bisher bekannten Überschriften, wie die Festlegung auf eine Budgetfinanzierung, die Notwendigkeit von 75.000 bis 100.000 zusätzlichen Pflegekräften in zehn Jahren oder die Verschränkung von Gesundheits- mit Pflegeeinrichtungen begrüßt Kostelka zwar. Aber noch sei unklar, wie viel Geld dafür notwendig sei und es handle sich nach wie vor nur um Versprechen: “Es gibt noch keinen Realisierungssilberstreif am Horizont.” Kostelka unterstützt auch das Ziel, dass die Menschen so lange wie möglich zu Hause gepflegt werden. Dazu müsse es aber Unterstützung geben, wofür es viele verschiedene Modelle gebe. Die Rolle der im Regierungsprogramm angekündigten Community Nurses sei etwa noch offen. Um das nötige Pflegepersonal zu bekommen, müssten die Arbeitsbedingungen verbessert und die nötigen Ausbildungseinrichtungen geschaffen werden. Wenn im Herbst die dafür nötigen Schulen nicht öffnen, verliere man noch ein Jahr, nachdem die große Reform eigentlich schon 2019 hätte starten sollen. Der von der Regierung geplanten Pflege-Lehre will sich Kostelka zwar nicht verschließen. Er befürchtet aber, dass diese den Großteil der Probleme nicht lösen werde, weil sich nicht allzuviele Jugendliche dafür interessieren würden und von diesen dann auch nur ein kleiner Teil tatsächlich im Beruf bleiben werde.

Kostelka will gratis Corona-Tests vor Seniorenheimen

1646 Personen sind in Österreich bisher positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Sieben Menschen starben bislang, vier gelten als offiziell bestätigt. Neun Personen sind wieder gesund. (Stand: Mittwoch, 15 Uhr) T: 328, Vbg: 124, NÖ: 256, W: 209, Stmk: 220, OÖ: 305, S: 89, Bgld: 20, K: 41), 9 genesene Personen, 11.977 Testungen  

1646 Personen positiv