Kommt jetzt in ganz Österreich die Registrierungspflicht?

Merken
Kommt jetzt in ganz Österreich die Registrierungspflicht?

Nicht nur der Gesundheitsminister, auch der türkise Koalitionspartner hat keine Bedenken mehr gegen eine Registrierungspflicht. Den Gesundheitsbehörden wäre bei der Kontaktverfolgung durchaus geholfen.

Bisher wollte die Koalition von einer bundesweiten Registrierungspflicht in Lokalen nichts wissen. Die Grünen führten den Datenschutz ins Treffen, der ÖVP saß die Gastronomie im Nacken, die gegen die “Zettelwirtschaft” polemisierte.

Doch offenkundig vollzieht sich innerhalb der Koalition in diesen Tagen ein Meinungsschwenk. Gesundheitsminister Rudolf Anschoberwürdigte  am Abend in einem Interview auf Oe24 die Maßnahme in  Wien als “Erleichterung beim Contact Management”. Und: “Wir werden uns das anschauen. Wenn es datenschutzrechtskonform ist, dann ist es ein unterstützenswerter Weg.” In Wien muss man Name, Telefonnummer und Mailadresse bekannt geben. Falsche Angaben werden weder überprüft noch sanktioniert.

Die ÖVP schickte postwendend Generalsekretärin Gaby Schwarz vor. Die Volkspartei würde den Gesundheitsminister unterstützen, sollte er österreichweit eine Registrierpflicht in der Gastronomie umsetzen wollen. „Als Volkspartei werden wir all jene Maßnahmen befürworten, die zu einer schnellstmöglichen Eindämmung der Pandemie führen.“

Kurz begrüßte die Wiener Registrierung

Auffällig war in den letzten Tagen, dass Bundeskanzler Sebastian Kurz die Wiener Registrierungspflicht mehrfach begrüßt hat, obwohl die Wiener diesen Schritt als Gegenmodell zum türkisen Wunsch nach einer Vorverlegung der Sperrstunde verstanden wissen wollten.

Wunsch der Gesundheitsbehörde

Hinter vorgehaltener Hand hieß es bereits letzte Woche in ÖVP-geführten Ländern, die regionalen und lokalen Gesundheitsbehörden würden sich massiv dafür aussprechen, dass Gäste in Lokalen und Kaffeehäusern ihre Daten hinterlassen, um beim Auftauchen von positiven Fällen rasch alle Kontaktpersonen ausfindig zu machen.

Mickey Mouse in Deutschland

Deutschland hat diesen Schritt bereits vor dem Sommer gesetzt, allerdings hatten bald die Behörden über Fake-Namen (Mickey Mouse, Max Mustermann) und falsche Telefonnummern geklagt.

Teilen auf:
Kommentare:
  1. Elke Mascherbauer sagt:

    👍👍👍

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Für die heurige Sommersaison bräuchten die heimischen Touristiker Klarheit, wann und wie sie ihre Hotels und Pensionen wieder bewirtschaften können. Sie müssen sich aber weiter gedulden. “Wir werden nächste Woche Konzepte präsentieren, wie wir das stufenweise Hochfahren für Hotellerie und Gastronomie darstellen wollen”, sagte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) am Mittwoch. Das stehe “immer unter Bedacht, dass es keine steigenden Infektionszahlen gibt”.

Köstinger vertröstet heimische Touristiker auf nächste Woche

Das Risiko neuer Corona-Infektionen steigt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO), wenn die Urlaubszeit zu Ende geht und es kühler wird. Das liege daran, dass sich dann wieder mehr Menschen in geschlossenen Räumen statt draußen aufhalten, sagte eine Sprecherin. Ob und wann es in welchen Ländern zum neuen Anstieg von Infektionen oder einer zweiten Welle komme, sei nicht vorherzusagen. “Wir wissen, dass das Virus sich draußen weniger effektiv verbreitet als in geschlossenen Räumen, dass gut gelüftete Räume weniger Risiko bergen als schlecht gelüftete und dass das Abstandhalten ebenfalls eine Rolle spielt”, sagte die Sprecherin. “Umweltbedingungen wie Luftfeuchtigkeit, Temperaturen und UV-Strahlung dürften auch eine begrenzte Rolle spielen.” Es liege am Verhalten der Menschen Die tatsächlichen Übertragungsraten hingen aber vom Verhalten der Menschen und den geltenden Schutzmaßnahmen ab, um das Risiko von Covid-19 und anderen Atemwegserkrankungen, die sich in kälteren Monaten ausbreiteten, einzudämmen. Es könne nötig sein, bereits aufgehobene Maßnahmen vorübergehend erneut zu verhängen. “Wir können keine Vorhersagen machen, wann die Pandemie weltweit oder in einem bestimmten Land ihren Höhepunkt erreicht, oder wo und wann wir mit neuen Höhepunkten oder Wellen von Fällen rechnen müssen”, sagte die Sprecherin. Das Risiko eines Wiederaufflammens der Krankheit bestehe in jedem Land. “Mit der Pandemie umzugehen ist ein Marathon, kein Sprint.” 

WHO: Risiko für Infektionen steigt, wenn es kühler wird

Der 15-jährige Luka Romero ist seit Mittwochabend der jüngste Akteur, der jemals in der spanischen Primera Division zum Einsatz gekommen ist. Exakt 15 Jahre und 229 Tage war Romero alt, als er für Real Mallorca in den Schlussminuten des Auswärtsspiels bei Real Madrid aufs Feld kam. Die Königlichen übernahmen nach dem 2:0 wieder die Tabellenführung vom FC Barcelona. Romero brach damit den Uralt-Rekord von Francisco Bao Rodriguez, der 1939 für Celta Vigo im Alter von 15 Jahren und 255 Tagen erstmals im Oberhaus zum Einsatz kam. In Spanien wird der offensive Mittelfeldspieler nicht nur aufgrund seiner Statur bereits mit einem ganz Großen verglichen. Von “Mexikos Messi” ist die Rede. Dabei spielt der nur 1,65 Meter große Romero wie Barcelonas Weltstar für die argentinische Auswahl. Aufgrund eines Engagements seines im Amateurbereich spielenden Vaters wurde Romero in Mexiko geboren. Als er zwei Jahre alt war, wanderte die Familie nach Ibiza aus, wo Romero senior seine Karriere ausklingen ließ. Später ging es weiter nach Mallorca. Als Siebenjähriger soll Romero bereits zur Probe beim FC Barcelona vorgespielt haben. Da seine Familie nicht nach Katalonien ziehen wollte, war einem Wechsel aber der Riegel vorgeschoben. Im November wird Romero 16 Jahre alt. Europas Topclubs sollen für eine Verpflichtung bereits Schlange stehen. Den Vergleich mit Messi lehnt die Familie ab. “Das ist zu viel Druck für einen 15-Jährigen. Er ist Luka, und er hat Messi, einen einmaligen, begnadeten Spieler, von dem er lernen kann”, sagte Vater Diego Romero der Nachrichtenagentur Efe.

"Mexikos Messi" gab bei Reals Sieg gegen Mallorca sein Debüt

Der Münchner Infektiologe Clemens Wendtnerhält in der Corona-Pandemie auch eine vierte und fünfte Welle für möglich. Womöglich würden diese aber flacher als die erste und zweite Welle verlaufen. “Ich gehe nicht davon aus, dass wir eine riesige dritte Welle bekommen, weil wir relativ früh mit dem Lockdown eingegriffen haben”, sagt der Chefarzt der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing, “Solange es keine Durchimpfung in der Bevölkerung gibt und solange wir nicht sommerliche Temperaturen draußen haben, sollten wir uns aber an den Gedanken gewöhnen, dass es vielleicht auch eine vierte und fünfte Welle geben kann”, sagte Wendtner, der mit seinem Team vor einem Jahr die bundesweit ersten Corona-Patienten behandelt hatte, der Deutschen Presse-Agentur weiter. “Wir haben es mit unserem Verhalten selbst in der Hand. Die Kunst wird darin liegen, dass wir von diesen Wellen nicht ganz so viel mitbekommen und sie flach halten. Und das funktioniert, wenn wir uns eher früher als später konsequent dazu entschließen, Einschränkungen zu akzeptieren.” Diese könnten dann auch eher auf ein erträglicheres Mindestmaß reduziert werden. Zügig impfen Das Wichtigste sei es nun, zügig mit dem Impfen voran zu kommen. “Wir müssen quasi im Akkord impfen. Es darf keine Anstrengung zu groß sein, um zum frühestmöglichen Zeitpunkt einen Großteil unserer Bevölkerung zu erreichen. Das ist das A und O in dieser Pandemie. Wir dürfen hier auch im Sommer nicht vergessen, dass danach der Herbst kommt.” Für offene Fragen und Zweifel an der Impfung müsse es mehr Aufklärung geben. Die Impfstoffe hätten alle üblichen Testphasen durchschritten, die Nebenwirkungen seien sehr gering. Jeder könne etwa mit Mund-Nasen-Schutz, Abstand und auch Impfung dazu beitragen, dass die Pandemie unter Kontrolle komme und einschränkende Maßnahmen gelockert werden könnten. “Das ist noch mal ein Appell an die Vernunft und an die Solidarität. Nur gemeinsam können wir es schaffen.”

Infektiologe hält auch vierte und fünfte Welle für möglich

In allen neun Bundesländern sind laut Österreichischer Gesundheitskasse (ÖGK) Corona-Visitendienste eingerichtet worden. Sie sollen Patienten, die aufgrund eines COVID-19 Verdachts oder einer bestätigten Infektion, keine Ordination aufsuchen können, optimal betreuen, teilte die ÖGK am Samstagabend in einer Aussendung mit. Die Visiten in Wien werden durch den Ärztefunkdienst durchgeführt, in anderen Bundesländern geschehe dies zum Teil in Zusammenarbeit mit dem ärztlichen Bereitschaftsdienst, erklärte die ÖGK. Die Ärzte seien mit Fahrern unterwegs und mit Schutzbekleidung ausgerüstet. Diese österreichweiten Visitendienste werden durch eine gemeinsame Finanzierung durch Land und Sozialversicherung ermöglicht.

Visitendienste in allen neun Bundesländern

Der Steirer Matthias Schwab hat beim mit 3,5 Mio. Dollar dotierten Golfturnier der US-PGA-Tour in Truckee in Kalifornien ex aequo den dritten Platz belegt. Auf der letzten Runde verbesserte er sich vom achten Rang und lag knapp vor Schluss sogar kurz in Führung. Nach der angewandten Stableford-Zählweise kam er auf 37 Punkte, es gewann der US-Amerikaner Richy Werenski mit 39 Punkten. Auf dem Par-71-Kurs gelang Matthias Schwabeine 66er-Runde, er verzeichnete ein Eagle, fünf Birdies und zwei Bogeys. Seine Chancen auf eine bessere Platzierung vergab er mit einem Bogey am letzten Loch.

Topplatz für Matthias Schwab dank 66er-Runde in Truckee