Kulturszene - Wir fühlen uns allein gelassen

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Peter Kowatsch (Welser Künstler) im Talk.

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Kommentare:
  1. GIUSEPPE PALERMO sagt:

    Brutta situazione!

  2. Manfred Mair sagt:

    Traurig 🙁

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Ein russisches Gericht hat den Starregisseur Kirill Serebrennikow in einem umstrittenen Verfahren schuldig gesprochen. Das Strafmaß war am Freitag zunächst unklar. Der 50-Jährige wurde wegen Veruntreuung von Fördergeldern verurteilt, wie das Bezirksgericht der Agentur Interfax zufolge in Moskau entschied. Serebrennikow ist auch im deutschen Sprachraum ein gefragter Künstler. Das Verfahren gilt als Schauprozess gegen die liberale Kunstszene in Russland. Die Staatsanwaltschaft hatte sechs Jahre Haft beantragt. Zahlreiche russische Künstler veröffentlichten im Vorfeld der Urteilsverkündung Videos, in denen sie ein ungerechtes Justizsystem beklagten. Viele Schauspieler, Sänger und Kulturschaffende erschienen am Freitag vor dem Gerichtsgebäude in Moskau. Sie empfingen Serebrennikow mit Beifall. Viele trugen T-Shirts mit der Aufschrift “Free Kirill!”, insgesamt seien etwa 400 Menschen dort, wie ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur berichtete. In einer Videoschaltung des Senders Echo Moskwy, der über die Urteilsverkündung live im Internet berichtete, sagte der wegen der schwierigen Lage für die Kultur in Russland ausgewanderte Kunstexperte Marat Gelman, dass sich Serebrennikow Feinde im Kreml gemacht habe. Serebrennikow habe sich aber niemals bereichert, betonte er. Der Theatermacher soll 129 Millionen Rubel (1,6 Millionen Euro) unterschlagen haben. Der Starregisseur übt in seinen Filmen und Theateraufführungen immer wieder auch Gesellschaftskritik. Serebrennikow hatte in seinem Schlusswort am Montag seine Unschuld beteuert und hervorgehoben, dass in dem Verfahren keine Beweise vorgelegt worden seien. Zugleich räumte er ein, dass die Buchhaltung seines Theaters schrecklich organisiert gewesen sei. Er verstehe aber nichts von Buchhaltung und Finanzen, sagte er. Deshalb gebe es Experten dafür. Eine Buchhalterin hatte Serebrennikow belastet. Ihr Fall wird in einem getrennten Verfahren behandelt. Mit Serebrennikow standen auch seine Kollegen Sofja Apfelbaum und Alexej Malobrodski sowie Juri Itin vor Gericht. Die Ermittlungen gegen das Team liefen seit Sommer 2017. Im vergangenen Jahr kam Russlands bekanntester Filme- und Theatermacher nach mehr als eineinhalb Jahren im Hausarrest mit Einschränkungen auf freien Fuß. Auch die deutsche Kanzlerin Angela Merkel sowie internationale Stars hatten sich für den Filme- und Theatermacher eingesetzt. Serebrennikow leitet in Moskau das populäre Theater Gogol-Zentrum. Er inszenierte aber auch in Berlin, Stuttgart und Hamburg – oft in Abwesenheit, weil er im Hausarrest saß und auch nach seiner Freilassung nicht reisen durfte. Im April 2021 soll seine Inszenierung von Richard Wagners “Parsifal” in der Wiener Staatsoper zu sehen sein. Tausende Kulturschaffende in Russland haben einen Unterstützerbrief für Serebrennikow unterzeichnet. Auch in Deutschland gab es im Internet Solidaritätsbekundungen unter dem Schlagwort #freekirill. Die Schaubühne Berlin betonte, dass es Anschuldigungen gebe, “die in dem seit 2017 laufenden Strafprozess in keiner Weise belegt werden konnten”. Das Theater sei “fassungslos und empört”, dass Serebrennikow mehrere Jahre in einem Gefängnis verbringen solle. Die Schaubühne kündigte eine Protestaktion am Freitagvormittag vor der russischen Botschaft in Deutschland an. Dort solle dem Botschafter eine Petition mit mehr als 55.000 Unterschriften übergeben werden. Auch der deutsche Schauspielstar Lars Eidinger rief zur Demonstration vor der diplomatischen Vertretung auf.

Regisseur Serebrennikow schuldig gesprochen

Die Ungewissheit wird die Sportler noch Monate begleiten. Niemand weiß, ob die auf 23. Juli bis 8. August 2021 verschobenen Sommerspiele in Tokio auch stattfinden werden. Die Corona-Pandemie blockiert das Sportgeschehen nach wie vor weitgehend, an Qualifikationswettkämpfe ist nicht zu denken. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hält an den Japan-Plänen fest und bastelt an Szenarien. Der Qualifikationsprozess ist derzeit noch in allen Sportarten ausgesetzt, das IOC hat mit den 33 Olympia-Fachverbänden diskutiert, wie dieser jeweils fortgesetzt werden könnte. Viele Fachverbände planen die Wiederaufnahme in den kommenden Wochen und Monaten. Wann es tatsächlich die Möglichkeit für Quotenplätze oder Ranglistenpunkte geben wird, bleibt allerdings abzuwarten. Erst muss die globale Reisefreiheit wiederhergestellt sein, um allen Athletinnen und Athleten eine faire Chance zur Teilnahme zu geben. Nicht nur für Österreichs Olympisches Komitee ist aber klar, dass bestehende Qualifikationen auch bestehen bleiben müssen. Österreich hat in der Leichtathletik (5 Athleten), im Schwimmen (4), Segeln (6), Schießen (2), Klettern (2), Rudern (1), Kanu (3), Turnen (1), Radsport (6), Reiten (4) und Tischtennis (3) persönliche Startplätze oder Quotenplätze geholt. In den meisten erfolgte durch die Fachverbände auch bereits eine namentliche Zuordnung, in einigen Fällen wird es interne Qualifikationen geben. 37 Athletinnen und Athleten wären also laut aktuellen Stand in Japan mit dabei. Einige weitere liegen in Olympia-Ranglisten auf aussichtsreichen Positionen, hätten die Spiele heuer stattgefunden, wäre ihnen die Teilnahme gewiss gewesen. Für manche könnte bzw. wird Tokio die einzige Möglichkeit bedeuten, einmal im Zeichen der Fünf Ringe dabei zu sein. Ob es rechtzeitig einen Impfstoff gegen das Virus geben wird, ist fraglich. Falls nicht, könnten nur sorgfältig ausgeklügelte Quarantäne-, Reise- und Durchführung-Bestimmungen halbwegs sichere Spiele möglich machen. Ohne Zuschauer sollen die Sommerspiele laut der Macher nicht ablaufen, eine Reduzierung wird aber geprüft. Konkrete Pläne wird es frühestens im Herbst geben. Die Arenen von heuer für die 339 Medaillen-Entscheidungen werden aber auch 2021 zur Verfügung stehen, ebenso das Olympische Dorf, dies wurde bereits ausgehandelt. “Einfachheit soll das Merkmal dieser Spiele sein”, sagte der Präsident des Organisationskomitees, Yoshiro Mori, im Rahmen der IOC-Session vergangene Woche. Die Zusatzkosten durch die Verschiebung werden Unsummen verschlingen. Als “Mammutaufgabe” bezeichnete IOC-Boss Thomas Bach die Neuorganisation der Spiele. Der Zeitplan wurde bestätigt und an die neue Zeitspanne angepasst, am 1. August soll es einen “Goldenen Sonntag” mit 25 Medaillenentscheidungen geben. Das Highlight soll der 100-m-Sprint sein. In der Leichtathletik beispielsweise ist die Qualifikationsphase noch für Monate unterbrochen, sie soll von 1. Dezember 2020 bis 29. Juni 2021 gehen, vor der Coronakrise erzielte Limits behalten ihre Gültigkeit. Der 29. Juni ist der Tag, den das IOC als neue Frist festgesetzt hat. Die internationalen Sommersport-Verbände können auch frühere Daten benennen. Laut IOC-Angaben sind bisher bereits 57 Prozent der gesamten Athleten-Quotenplätze vergeben.

Ungewissheit ein Jahr vor Olympia in Tokio größer denn je

Showrunnerin Krista Vernoff spricht auf einem Panel über die kommende “Grey’s Anatomy”-Staffel. Wie US-Medien berichten, wird die Corona-Pandemie in der nächsten Staffel von “Grey’s Anatomy” eine Rolle spielen: So soll die Arbeit von Menschen im Gesundheitswesen beleuchtet werden, die während der Pandemie an vorderster Front tätig waren. Bei einem Panel der Television Academy erzählte “Grey’s”-Showrunnerin Krista Vernoff, dass das Team bereits hart an den Corona-Storylines für die 17. Staffel arbeite. Vor jeder Staffel treffen sich die SchreiberInnen mit ÄrztInnen und tauschen sich über deren prägendste Erlebnisse aus – bei den diesjährigen Gesprächen sei natürlich viel über die Zeit während Corona gesprochen worden. “Die ÄrztInnen zittern und halten ihre Tränen zurück, sie reden darüber, als wäre es Krieg – ein Krieg, auf den sie nicht vorbereitet wurden”, sagte Vernoff über die Gespräche. Sie finde, die Show habe die Verantwortung, diese Geschichten zu erzählen. Die Dreharbeiten zur 17. Staffel haben noch nicht begonnen.

"Grey’s Anatomy" wird in der 17. Staffel die Corona-Pandemie thematisieren

Die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik trotzen dem Coronavirus und finden auch 2020 statt. Ein Großteil des ursprünglichen Programms soll über die Bühne gehen, teilten die Verantwortlichen am Mittwoch mit. So sollen auch alle drei Opernproduktionen, wenn auch in adaptierter Form, realisiert werden.   “Leonora” wird im Tiroler Landestheater mit kleinen szenischen Interaktionen konzertant dargeboten, hieß es. “La pellegrina” kann als rein konzertante Aufführung im Haus der Musik erlebt werden. Und ebendort sollen auch die drei szenischen Aufführungen der Barockoper:Jung “L’empio punito” stattfinden. Das Tiroler Landestheater und der Große Saal im Haus der Musik werden auch für die Konzerte die Hauptspielorte sein.

Innsbrucker Festwochen finden statt

Der “Verein gegen Tierfabriken” fordert, dass aufgrund der prekären Verkehrslage bei Grenzübergängen Tiertransporte gestoppt werden. “Tiertransporte werden in Österreich weiter abgefertigt, obwohl bekannt ist, dass diese stunden- oder gar tagelang an den Grenzen feststecken können. Ob sie ihre Zieldestination erreichen werden, ist ebenso ungewiss, denn die Ein- und Durchfuhrbedingungen der Länder können sich stündlich ändern, Grenzen sogar geschlossen werden”, teilt der Verein in einer Aussendung mit.

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Zuletzt hat es in der Coronakrise doch Bewegung der ÖVP in Richtung einer (vorübergehenden) Erhöhung des Arbeitslosengeldes gegeben. Sogar das wirtschaftsliberale Institut Agenda Austria ist nun für eine vorübergehende Erhöhung – aber mit einem recht raschen Absinken aufs Normalniveau. Nach rund acht Monaten solle die Nettoersatzrate überhaupt auf nur 45 Prozent sinken, so der Thinktank. “Das Arbeitslosengeld sollte in den ersten 17 Wochen von derzeit 55 Prozent des Netto-Letztverdienstes auf 65 Prozent erhöht und dann schrittweise abgesenkt werden”, so der Thinktank in einer Schrift “Starthilfe für Österreichs Wirtschaft”. Nach nur 18 Wochen sollte die Nettoersatzrate aber wieder auf 55 Prozent zurückgehen und “nach einer Gesamtbezugsdauer von 35 Wochen dann auf 45 Prozent absinken”.

Agenda Austria: Arbeitslosengeld vorübergehend erhöhen