Kurz: Das wird noch "sehr, sehr lange dauern"

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Kurz: Das wird noch "sehr, sehr lange dauern"

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) erwartet angesichts der Coronaviruskrise, dass es noch “sehr, sehr lange dauern” werde, bis in Österreich wieder Normalbetrieb herrscht. Zumindest vier Wochen werden Kinder nicht in die Schule gehen können, sagte Kurz im Telefoninterview mit “krone.tv”. Was danach ist, könne er noch nicht abschätzen.

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WT1 sagt DANKE

Asteroiden rasen sehr häufig an der Erde vorbei – meist aber in recht großem Abstand. Näher kommt unserem Planeten Anfang nächsten Monats der Asteroid “2011 ES4”. “Am 1. September bitte nicht zu weit aus dem Fenster lehnen”, machte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit einem Tweet auf den Asteroiden aufmerksam. Dann sause “ein Mini-Asteroid ziemlich knapp an der Erde vorbei”. Bis auf rund 130.000 Kilometer – etwa ein Drittel der Distanz zwischen Erde und Mond – wird “2011 ES4” der Erde demnach nahe kommen. Sein Durchmesser werde auf 22 bis 49 Meter geschätzt, sagte Manfred Gaida von der DLR-Abteilung Erforschung des Weltraums. Da für den Asteroiden bisher erst wenige Messungen vorlägen, könne die genaue Größe noch nicht genannt werden. Der Asteroid werde den sogenannten Apollo-Asteroiden zugerechnet, von denen man inzwischen etwa 4.000 Bahnen kenne. Mit “Nahbegegnungen”, bei denen ein Asteroid innerhalb der Mondbahn an der Erde vorbeirausche, sei durchschnittlich 2,4 Mal pro Jahr zu rechnen, sagte Gaida.

Asteroid "2011 ES4" fliegt knapp an der Erde vorbei

Nach dem Klopapier und der Germ gibt es ein neues Objekt der Begierde: In Klagenfurt bildeten sich vor Läden, die Stoffe verkaufen, meterlange Schlangen – selbstgenähte Stoffmasken stehen derzeit hoch im Trend.

Nach Klopapier und Germ werden nun Stoffe gehamstert

In 30 Minuten liefert ein an der Wiener Klinik Donaustadt entwickelter SARS-CoV-2-Test einen Nachweis des Erbguts des Virus. Das auf der sogenannten LAMP-Methode zur Vervielfältigung der Erbinformation basierende Verfahren wurde nun in Zusammenarbeit mit der Wiener Firma Ingenetix zur Marktreife gebracht und europaweit zertifiziert. Der rasche und günstige Test “schließt eine sehr wichtige Lücke”, wie Ko-Entwickler Walter Klimscha im Gespräch mit der APA erklärte. Wie auch beim Standardverfahren zum Nachweis des neuen Coronavirus – dem PCR-Test – geht es beim “Loop-mediated isothermal amplification”-Verfahren (LAMP) um das Auffinden kleiner Mengen des Erbguts des Virus. Die Methode an sich ist seit rund 20 Jahren eine bekannte und etablierte Reaktion, die der Bioinformatiker Armin Robubi und der Leiter der Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin der Klinik Donaustadt, Klimscha, für den SARS-CoV-2-Nachweis weiterentwickelt haben. Auf Basis der gleichen Reaktion hat in den vergangenen Monaten auch ein Team um Forscher vom Institut für Molekulare Pathologie (IMP) und vom Institut für Molekulare Biotechnologe (IMBA) der Akademie der Wissenschaften (ÖAW) ähnliche Verfahren entwickelt. Einfach und schnell Im Gegensatz zum PCR-Test sind hier aber keine Hightech-Laborgeräte notwendig. Im Fall des Tests der beiden Mediziner wird die mittels Rachenabstrich entnommene Probe in Kochsalzlösung aufgelöst. Dann wird die LAMP-Reaktion ohne weitere Proben-Aufbereitung gestartet. Die Erbgut-Vervielfältigung erfolgt bei einer konstanten Temperatur um 63 Grad Celsius.Beim PCR-Test muss hingegen ein komplexer und exakter Wechsel der Temperatur eingehalten werden, was nur mit Spezialgeräten bewerkstelligt werden kann und etwa drei bis vier Stunden dauert. Der Vorteil von LAMP-Tests liegt also in ihrer relativen Einfachheit und der deutlich kürzeren Dauer bis zum Ergebnis. Der Ausgangspunkt für die Entwicklung an der Klinik Donaustadt (vormals SMZ-Ost) war der Mangel an Testmöglichkeiten auf Covid-19-Infektionen am Beginn der Pandemie in ganz Österreich. Robubi hatte dann die erste Idee für die Eigenentwicklung, so Klimscha. Nach anfänglicher Skepsis der Spitalskollegen gegenüber dem experimentellen Verfahren konnten die Wissenschafter durch eine Studie und in der klinischen Praxis zeigen, dass es funktioniert. “Wir haben den Test dann so weit verfeinert, bis er wirklich gut funktioniert hat”, sagte Klimscha. Das führte in der Folge zu einer ersten hausinternen Zertifizierung. Ab Ende September war auch der an Wiener Schulen eingesetzte “Cluster Buster Bus” mit mobilem Labor an Bord mit dem neuen Verfahren unterwegs, was “viele Erfahrungswerte” mit sich brachte. Europaweite Zertifizierung “Gewisse Vorbehalte” blieben mancherorts dennoch und können nun hoffentlich mit der breiteren Überprüfung und der seit Anfang Dezember bestehenden europaweiten Zertifizierung ausgeräumt werden. Es handle sich hier um den ersten RT-LAMP-Test aus Österreich mit europaweiter CE-Zertifizierung als “In-vitro Diagnostikum” (IVD), heißt es seitens des Wiener Gesundheitsverbundes, zu dem die Klinik Donaustadt gehört. Klimscha: “Damit steht einer kommerziellen Anwendung auch durch Labors nichts mehr im Wege und auch die rechtliche Basis für die Verwendung ist geschaffen.” Aufgrund der Geschwindigkeit und der Möglichkeit, trotzdem auch recht geringe Virenkonzentrationen von lediglich rund 100 Erregern pro Probedirekt nachzuweisen, könne der Test dort von Nutzen sein, wo schnell auch Menschen mir relativ wenig Viruslast erkannt werden müssen. Das trifft etwa auf Alten- und Pflegeheime oder Krankenhäuser zu.Klar sei, dass der PCR-Test als “Goldstandard” noch weniger Viren – nämlich 1 bis 20 pro Probe – detektieren kann. Reinigt man die Probe auch noch auf, komme man mit dem Wiener Test in ähnliche Gefilde eines Anschlagens bei mitunter um die 40 Viren, erklärte Klimscha. Aber schon beim Nachweis von 100 Erregern liege man in einem Bereich, bei dem das deutsche Robert Koch Institut (RKI) anmerkt, dass Personen dann gar nicht mehr infektiös sind.”Der Test ist sehr robust und auch für den Feldeinsatz geeignet” und damit in “kritischen Einheiten” wie Betreuungseinrichtungen für ältere oder vorerkrankte Menschen direkt einsetzbar. Ein Selbsttest sei das Verfahren aber nicht, wie der Mediziner betonte: “Er spielt seine Stärken in den Händen von Experten aus.” Insgesamt lasse sich so die Lücke zwischen den nicht für alle Anwendungen ausreichend präzisen Antigen-Schnelltests und dem PCR-Verfahren schließen. Schlussendlich könne so Spitalspersonal sehr präzise und zeitnah mehrmals getestet werden. Möglich sei auch das Verwenden von Proben aus Nasenabstrichen oder Gurgeltests. “Der Test ist nicht die eierlegende Wollmilchsau”, in der Pandemie für epidemiologischen Ansprüche aber vermutlich das derzeit “geeignetste Verfahren”, zeigte sich Klimscha überzeugt.

Neuer Corona-Test aus Wiener Krankenhaus europaweit zertifiziert

Mattia Binotto setzte sich auf einen roten Stuhl und rollte immer weiter nach hinten – bis der Teamchef des schwer kriselnden Formel-1-Rennstalls Ferrari mit dem Rücken zur Wand saß. Vermutlich war sich der 50-Jährige der Symbolhaftigkeit gar nicht bewusst, als er dort hockte bei der Videokonferenz in einem winzigen Raum im Motorhome der Scuderia auf dem Hungaroring. Flankiert wurde er dabei von seinen beiden enttäuschten Fahrern Sebastian Vettel und Charles Leclerc, die im Ungarn-Grand-Prix nicht über die Ränge sechs bzw. elf hinausgekommen waren. Beide waren auf der Rennstrecke vor den Toren Budapests sogar vom überragenden Lewis Hamilton im Mercedes sogar überrundet worden – Höchststrafe. Sehr schmerzlich sei das “für uns und unsere Fans”, gestand Binotto. Die ersten drei Rennen sind aus Ferrari-Sicht überstanden, schlimmer noch als befürchtet. Grund zur Freude brachte der Neustart nicht. Die Marke aus Maranello, die sich im Winter noch so auf den 1.000. Grand Prix ihrer so ruhmreichen Historie in der Motorsport-Königsklasse in diesem Jahr gefreut hatte, rätselte auch nach ihrem 994. WM-Lauf über den SF1000 und dessen Potenzial. Der ehemalige Serien-Weltmeister Vettel erreichte mit Platz sechs seine beste Saisonplatzierung. Leclerc bekam dagegen als Elfter nicht einmal einen Punkt. “Unsere Normalität ist nicht gut genug”, betonte Vettel auf seiner quälenden Abschiedstournee bei der Scuderia, die er am Saisonende verlassen wird. Ein paar Tage Lebensnormalität bei seiner Familie in der Schweizer Wahlheimat dürften dem Deutschen nun gut tun. Nach den drei Stresswochen ist am kommenden Wochenende rennfrei, ehe es zum Doppelpack nach Silverstone geht – zu den Heimrennen von Formel-1-Dominator Hamilton. Fast zwangsläufig wissen auch die beiden Ferrari-Piloten, dass sie den Briten auf dem Weg zum siebenten WM-Triumph in der Corona-Notsaison nicht aufhalten werden. Auf die Frage, wie der 35-Jährige überhaupt noch davon abzuhalten sei, antworte Vettel: “Wenn Valtteri Weltmeister wird.” Gemeint war Hamiltons Teamkollege Bottas, doch auch den hat der 86-fache Grand-Prix-Gewinner und 90-fache Polesetter nach dessen Auftaktsieg schon wieder im Griff. “Das Auto und der Motor sind ein bisschen ein Biest, genau was wir brauchten. Es ist ein Auto, das Fahrer mögen”, meinte Mercedes-Teamchef Toto Wolff zum schwarz lackierten Silberpfeil, von dessen Qualität der Ferrari meilenweit entfernt ist. “Wir können die Lücke erst dann schließen, wenn wir verstanden haben, warum unser Auto so langsam ist”, lautete Binottos fast schon verzweifelter Kommentar. Und dazu soll alles und jeder nach der Rückkehr in die Heimat offensichtlich auf den Prüfstand kommen. “Jeder wird seine Arbeit analysieren und den Mut haben müssen, den Kurs zu wechseln, wenn das notwendig ist, denn die aktuelle Dynamik ist nicht akzeptabel”, stellte der Ferrari-Teamchef klar. Es gebe keine andere Lösung, “um diese Situation in den Griff zu kriegen”. Im Detail äußerte sich Binotto nicht dazu. “Rollen Köpfe?”, fragte aber bereits “La Gazzetta dello Sport” und gab sich selbst die spekulative Antwort: “Ja, wenn es bedeutet, dass die verschiedenen Abteilungen besser funktionieren.” Als Teamchef ist Binotto selbst maßgeblich verantwortlich für die Performance des Rennstalls – von enttäuschenden Ergebnissen bis zu teaminternen Karambolagen und dem frühen Ausfall beider Autos beim zweiten Rennen am Sonntag vor einer Woche in Spielberg. Seit Jänner 2019 ist er Ferrari-Teamchef. Der Maschinenbau-Ingenieur löste damals den ehemaligen Zigaretten-Manager Maurizio Arrivabene ab und sollte die Scuderia zum ersten Fahrertitel seit 2007 (Kimi Räikkönen) führen. Doch von diesen hohen Ansprüchen ist Ferrari aktuell meilenweit entfernt. Nach drei Rennen belegen Leclerc, der im Auftaktrennen in Österreich noch Zweiter war, und Vettel in der WM nur die Ränge sieben bzw. zehn. Und in der Konstrukteurswertung ist Ferrari lediglich Fünfter und damit nur noch graues Mittelmaß. Kein Wunder also, dass bereits heftig über Binottos Ablöse spekuliert wird.

Ferrari-Teamchef Binotto nach nächstem Debakel unter Druck

Die Türkei will nach Ansicht der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) die Corona-Krise nutzen, um das Internet strenger zu kontrollieren. In einem Gesetzesentwurf zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen von Covid-19 sei eine dementsprechende Passage “vergraben”, kritisierte HRW am Montag. Ziel sei, Plattformen wie Facebook, Twitter und Youtube der “Kontrolle und Zensur der türkischen Regierung zu unterwerfen”, hieß es weiter. Der Entwurf sieht nach HRW-Angaben vor, dass Plattformen mit mehr als einer Million täglichen Nutzern einen gesetzlichen Vertreter benennen müssen. Dieser sei verpflichtet, binnen 72 Stunden auf Forderungen der Behörden wie etwa das Entfernen von Inhalten oder die Sperrung von Konten zu reagieren. Andernfalls werde die Bandbreite zunächst um 50 Prozent und dann um 95 Prozent reduziert, was die Plattform in der Türkei unbrauchbar mache. “Die Nachricht ist: sich fügen oder sterben”, so die Organisation.

Menschenrechtler werfen Türkei Internet-Zensur vor