Kurz setzt im Herbst auf Wirtschaft, Bildung, Soziales

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Kurz setzt im Herbst auf Wirtschaft, Bildung, Soziales

In den vergangenen Wochen war Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) für seine Verhältnisse relativ still – nach den fast schon täglichen Corona-Pressekonferenzen der vergangenen Monate haben der Kanzler und sein Team sich mit öffentlichen Äußerungen bewusst zurückgehalten – um sich selbst und der Bevölkerung eine Pause zu gönnen.

Nicht zufällig nur wenige Tage vor seinem ORF-“Sommergespräch” am kommenden Montag wird Kurz am Freitag dem Schweigen ein Ende bereiten: Mit einer umfassenden Pressekonferenz will der Kanzler und ÖVP-Chef wieder an die Öffentlichkeit gehen.

Neben aktuellen Corona-Maßnahmen will Kurz dabei auch drei programmatische Schwerpunkte für den Herbst präsentieren, wie sein Büro in einer am Dienstag versandten Ankündigung skizziert.

Einerseits soll der Sektor “Wirtschaft und Arbeit” angegangen werden – einerseits des Wachstumsrückgangs durch die Corona-Krise wegen, andererseits weil sich “durch die ökologische Transformation der Wirtschaft zahlreiche neue Wachstums- und Beschäftigungsmöglichkeiten ergeben”.

Der zweite Schwerpunkt soll “Digitalisierung und Bildung” sein: “Corona hat durch Home-Office und Homeschooling gezeigt, dass Digitalisierung rasch voranschreitet. Es gilt durch gezielte Investitionen in die Infrastruktur die Chancen für den Wirtschaftsstandort und das Bildungssystem bestmöglich zu nutzen”.

Drittens soll der Fokus auf “Sozialem Zusammenhalt” liegen: hier sollen vor allem Konzepte für Pflege in Heimen und zuhause angegangen werden.

In den vergangenen Wochen habe Kurz zahlreiche Gespräche geführt, unter anderem mit Historiker und Bestsellerautor Yuval Harari sowie Spitzen-Genetiker Josef Penninger. 

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