LASK übt sicht trotz Tabellenführung in Bescheidenheit

Merken
LASK übt sicht trotz Tabellenführung in Bescheidenheit

Erstmals seit dem Ende des Grunddurchgangs der Vorsaison im vergangenen März steht der LASK wieder an der Spitze der Fußball-Bundesliga. Mit dem 3:0-Heimsieg am Sonntag über die SV Ried zogen die Linzer um einen Punkt an Meister Red Bull Salzburg vorbei, der sich tags zuvor einen Umfaller gegen die Admira geleistet hatte. Auf euphorische Wortmeldungen wurde im Lager der Oberösterreicher jedoch verzichtet.

Trainer Dominik Thalhammer betonte, die Spitzenposition sei “nur eine Momentaufnahme. Es sind erst zehn Runden gespielt.” Ähnlich äußerte sich Abwehrchef Gernot Trauner im Sky-Interview. “Es ist schön, hat aber aktuell wenig Aussagekraft. Es gibt keinen Grund, in Ekstase zu verfallen.”

Bei aller Bescheidenheit ist Platz eins laut Thalhammer allerdings auch ein Beweis dafür, dass zuletzt viel richtig gemacht wurde. “Es ist ein Statement für die Entwicklung der Mannschaft”, sagte der 50-Jährige und sprach von einem “Gefühl der Freude und Bestätigung”.

Mit besonderer Zufriedenheit nahm Thalhammer zur Kenntnis, dass man eine extrem defensiv eingestellte Mannschaft locker besiegte. “Wir sind mittlerweile in der Lage, auch gegen tiefstehende Gegner eine unglaubliche Spielkontrolle zu haben.”

Zudem ging beim LASK trotz des kräftezehrenden 3:3 am Donnerstag in der Europa League gegen den Premier-League-Tabellenführer Tottenham der Fokus nicht verloren. “Es zeichnet Spitzenmannschaften aus, dass sie den Übergang von internationalen Spielen gegen absolute Top-Gegner in die Liga schaffen”, resümierte Thalhammer.

Der nächste Europa-League-Auftritt am Donnerstag wird weniger spannend – zum einen, weil der Gegner Ludogorez Rasgrad heißt, zum anderen, weil die Chance auf den Aufstieg ins Sechzehntelfinale bereits dahin ist. Daher dürfte Thalhammer rotieren, immerhin wartet am darauffolgenden Sonntag das Bundesliga-Spitzenspiel bei Red Bull Salzburg.

Für diese beiden Partien könnte Peter Michorl ausfallen. Der Mittelfeldspieler blieb gegen Ried wegen Muskelproblemen im Oberschenkel zur Pause in der Kabine. Auch hinter dem Einsatz des im Finish vom Platz getragenen Mamoudou Karamoko steht ein großes Fragezeichen.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Auch der Tennis-Weltranglistenerste Novak Djokovic hat einen positiven Test auf das Coronavirus abgegeben. Er ist damit der vierte Spieler, der als Teilnehmer der von ihm mitorganisierten Adria-Tour infiziert ist. Zuvor waren positive Tests von seinem serbischen Landsmann Viktor Troicki, dem Bulgaren Grigor Dimitrow und dem Kroaten Borna Coric bekanntgeworden. Djokovic hatte an beiden Turnieren der Adria-Tour in Belgrad und Zadar teilgenommen. Er geriet stark in die Kritik, weil die Show-Veranstaltungen trotz Corona-Pandemie ohne sichtbare Hygienevorschriften abgehalten wurden. Auch der Österreicher Dominic Thiem spielte in Belgrad, er gab seitdem drei negative Covid-19-Tests ab. Dimitrow-Manager Georgi Stoimenow hat Versäumnisse eingeräumt. “Wir waren nicht so diszipliniert, wie es sein musste”, sagte er dem bulgarischen Fernsehsender bTV. Dem 29-jährigen Bulgaren gehe es nun gut und er erhole sich allmählich. “Gestern hatte er keine der Symptome mehr, die er zuvor hatte.” Dimitrow hatte nach dem Turnier Bulgarien besucht, in seiner Geburtsstadt Haskowo werden nun alle Kontaktpersonen auf das Coronavirus getestet – auch viele Kinder, mit denen er sich dort fotografieren ließ. 19 Menschen wurden nach einem Bericht des bulgarischen Staatsradios unter Quarantäne gestellt. Djordje Djokovic, Bruder von Novak und Eventdirektor des Belgrader Turniers, sprach gegenüber dem serbischen Prva Televison von einem “worst case scenario”. “Rund 100 Menschen sind getestet worden und es hat mich schwer getroffen, dass einige positiv zurückgekommen sind”, sagte Djordje Djokovic. Darunter neben Bruder Novak auch Djokovic-Trainer Marco Panichi und Dimitrow-Coach Christian Groh. Angesichts der laxen Hygienemaßnahmen und Fotos feiernder Tennisprofis mit freiem Oberkörper erinnerte Wimbledonsieger Andy Murray seine Kollegen an ihre Vorbildfunktion. Die einstige Nummer eins der Welt aus Großbritannien sagte der britischen Tageszeitung “The Times”: “Ich hatte immer ein gutes Verhältnis zu Novak. In der Nachbetrachtung macht das, was da passiert ist, aber keinen guten Eindruck.” Top-Athleten auf der ganzen Welt müssten zeigen, “dass wir das ernst nehmen und uns darüber im Klaren sind, dass wir Abstandsregeln einhalten”.

Auch Tennis-Weltranglistenerster Djokovic Corona-positiv

Der Traum vom Landesmeister – der ist dieses Wochenende für den EC WINWIN Wels vorerst leider geplatzt. Doch die Fans sind stolz auf ihr Team, denn der Gegner im Endspiel war kein leichter.

Langsam wird die Situation für den FC Wels brenzlig. Mit gerade einmal sechs Punkten aus 14 Spielen droht heuer der Abstieg aus der Regionalliga Mitte. Im letzten Spiel der Hinrunde gastierte jetzt Gleisdorf in der Huber Arena – und die kämpfen um den Aufstieg mit.

FC Wels vs. Gleisdorf - Abschluss der Regionalliga-Hinrunde

Gunskirchen bekommt endlich das langersehnte Sportzentrum. Seit 2001 wird diskutiert, jetzt wurden im Gemeinderat die nötigen Beschlüsse gefasst. Das Herzstück wird dabei der neue Fußballbereich inklusive Spielfeldern, Clubgebäude und Zuschauertribünen. Anfang der Woche fand der Spatenstich für das rund 4 Mio. Euro teure Projekt statt.

Sie alle kennen Eishockey. Männer, die mit ihrer Schutzkleidung fast schon an Grizzlies erinnern, versuchen einen Puck ins gegnerische Tor zu bekommen. Und jetzt bitte stellen sie sich einmal vor, man ersetzt das Eis durch eine Plane mit Seifenwasser. Kein Scherz, das sieht dann so aus.