Lentos erhält sechs Gemälde von Marie-Louise von Motesiczky

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Lentos erhält sechs Gemälde von Marie-Louise von Motesiczky

Das Lentos Kunstmuseum in Linz hat sechs Ölgemälde verschiedener Schaffensperioden der 1996 verstorbenen, österreichisch-britischen Malerin Marie-Louise von Motesiczky geschenkt bekommen. Der Marie-Louise von Motesiczky Charitable Trust hat dem Museum nach jahrelanger Zusammenarbeit die Werke mit einem Gesamtwert von rund 220.000 Euro überlassen, teilte das Lentos am Freitag mit.

Vier der sechs Bilder werden aktuell gemeinsam mit Arbeiten von Herbert Bayer, Ida Kerkovius und Max Oppenheimer im Raum “Nationalsozialistische Propaganda, Entartete Kunst und Exil” gezeigt. Die Neubesitze “Modell mit Vogelkäfig”, “Gerda”, “Miriam”, “Swimmingpool”, “Stillleben mit Zitrone” und “Stillleben mit Pinsel, Ananas und roten Tulpen” sind zwischen 1945 bis 1980 entstanden.

Die Malerin wurde 1906 in Wien geboren und wuchs in einer wohlhabenden und kunstsinnigen jüdischen Wiener Unternehmerfamilie auf. Unmittelbar nach dem Anschluss im Jahr 1938 verließ sie Wien und ging 1939 mit ihrer Mutter Henriette nach England, wo sie den Rest ihres Lebens verbrachte. Motesiczky zähle wegen ihrer “ungeschönten Mutterbildnisse, eindringlichen Selbstportraits und symbolträchtigen Stillleben” zu den “überzeugendsten figurativen Malerinnen des 20. Jahrhunderts”, hielt das Lentos fest.

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