Letzter Star aus "Vom Winde verweht": Olivia de Havilland ist tot

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Letzter Star aus "Vom Winde verweht": Olivia de Havilland ist tot

Olivia de Havilland hatte einen Traumstart in Hollywood. Als Kind britischer Eltern in Tokio geboren, kam sie noch als Kleinkind nach Kalifornien. Der österreichische Theatermann Max Reinhardt entdeckte sie 19-jährig in der Rolle der Hermia in Shakespeares “Sommernachtstraum”. Das Filmstudio Warner Brothers nahm sie gleich für sieben Jahre unter Vertrag und brachte sie an der Seite von Errol Flynn groß heraus. Acht Filme drehte sie mit dem Herzensbrecher, darunter die Abenteuerschinken “Der Verrat des Surat Khan” und “Robin Hood, König der Vagabunden”. Auf der Leinwand knisterte es heftig, doch allen Gerüchten zum Trotz seien sie nie ein Liebespaar gewesen, beteuert die Schauspielerin.

Sie krönte ihre Karriere mit zwei Oscars. 1946 gewann sie ihren ersten Goldbuben in der Hauptrolle von “To Each His Own”. Das Drama um eine ledige Mutter lief in Deutschland unter dem Titel “Mutterherz”. Drei Jahre später kam die Auszeichnung als beste Schauspielerin in William Wylers Rachedrama “Die Erbin”.

Unvergessen aber bleibt ihre Rolle in “Vom Winde verweht”. Mit dem Film verbindet sie aber auch eine bittere Enttäuschung. In der Oscar-Nacht 1940 wurde das Südstaatendrama mit acht Trophäen ausgezeichnet, sie ging als Nebendarstellerin aber leer aus.

Ihre Langlebigkeit schreibt sie laut “Vanity Fair” den drei L-Worten “Liebe, Lachen und Licht” zu. Wie die zweifache Mutter im vorigen Jahr “Entertainment Weekly” verriet, kann sie ihren 100. Geburtstag kaum erwarten. “Die Vorstellung, ein ganzes Jahrhundert zu leben, gefällt mir sehr. Stellen sie sich das einmal vor. Was für eine Leistung.”

Nun ist einer der letzten großen Filmdiven der goldenen Ära Hollywoods verstorben. Laut “Hollywood Reporter” sagte ihre Publizistin, sie sei in Paris, wo sie lebte, aus natürlichen Gründen 104-jährig gestorben.

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