Live-Operngala in Coronazeiten

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Live-Operngala in Coronazeiten

Es war das erste von drei Live-Konzerten. Kein Applaus für Anna Netrebko, keine Kusshand für Juan Diego Florez: Stars vor leeren Rängen präsentierte der ORF in Kooperation mit der Wiener Staatsoper gestern, Sonntag, Abend in einer Liveoperngala im Coronaformat. Im Wiener Radiokulturhaus fand sich ein guter Teil der ganz Großen der Opernwelt ein, um den Glanz ihrer Stimmen in die Isolation ihres Publikums zu tragen.

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Die FIFA-Ethikkommission wird sich nicht zu möglichen internen Ermittlungen gegen Präsident Gianni Infantino äußern. Das teilte der Fußball-Weltverband am Sonntag mit. Die Ethikhüter könnten Infantino angesichts der juristischen Ermittlungen gegen ihn für 90 Tage suspendieren. “Die Ethikkommission ist ein unabhängiges Organ der FIFA. Bitte beachten Sie, dass sich die Ethikkommission grundsätzlich weder zu möglichen laufenden Verfahren noch dazu äußert, ob Untersuchungen zu angeblichen Fällen laufen oder nicht”, hieß es. In der als Fragen & Antworten formulierten Mitteilung wies die FIFA erneut alle Vorwürfe gegen ihren Vorsitzenden zurück. Die umstrittenen Treffen mit dem Leiter der Bundesanwaltschaft, Michael Lauber, seien weder geheim gewesen, noch habe Infantino gegen Schweizer Recht oder FIFA-Regularien verstoßen. Dass man sich zu den Meetings in Hotels und Restaurants getroffen habe, sei ein Wunsch der Bundesanwaltschaft gewesen. “Das Ziel war ausnahmslos die vollumfängliche Kooperation mit den Behörden. Die FIFA versuchte damals grundsätzlich, das Vertrauen in ihre Institution wiederherzustellen. Der FIFA-Präsident war zum Zeitpunkt des ersten Treffens gerade einmal 24 Tage im Amt, die FIFA befand sich in einer desaströsen Situation und es bestand zudem die Gefahr, von den US-Behörden als kriminelle Organisation eingestuft zu werden”, hieß es von der FIFA. Die Staatsanwaltschaft hatte am Donnerstag ein Strafverfahren gegen Infantino eröffnet. Dabei geht es um Treffen mit Lauber. Der Vorwurf lautet unter anderem auf Anstiftung zum Amtsmissbrauch. Laut FIFA habe der ermittelnde Staatsanwalt “weder hinreichende Anhaltspunkte, noch eine klare und nachvollziehbare Rechtsgrundlage zur Eröffnung des Verfahrens dargelegt”.

FIFA-Ethikkommission äußert sich nicht zu Infantino-Fall

Die Rad-Straßen-Weltmeisterschaften 2020 in der Schweiz sind am Mittwoch abgesagt worden. Die Schweizer Veranstalter der vom 20. bis 27. September in Aigle/Martigny angesetzten Titelkämpfe mussten vor der Coronavirus-Pandemie kapitulieren. Der Beschluss erfolgte, nachdem der Bundesrat beschlossen hatte, das Verbot für Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen erst ab dem 1. Oktober zu lockern. Nach der Eishockey-WM in Zürich und Lausanne fällt damit auch das zweite Sport-Großereignis in der Schweiz 2020 der Pandemie zum Opfer. Die Organisatoren hatten bereits im Vorfeld der Bundesratssitzung angekündigt, dass die Rahmenbedingungen für die WM nur bei “wesentlichen Lockerungen” der aktuell geltenden Maßnahmen gegen die Eindämmung des Coronavirus gegeben seien. Zudem war die Liste jener Risiko-Länder, die für die Einreise Quarantänebestimmungen erfüllen müssen, zuletzt immer länger geworden. “Eine Heim-WM absagen zu müssen, ist höchst bedauerlich – allein schon, wenn ich an unsere Athletinnen und Athleten denke, die um die Chance gebracht werden, sich vor Heimpublikum zu präsentieren und womöglich eine Medaille zu gewinnen”, erklärte Patrick Hunger, der Präsident von Swiss Cycling, in einer Mitteilung. Es dauert aber nur vier Jahre, bis 2024 die nächsten Titelkämpfe im Nachbarland Österreichs in Szene gehen. Zürich war die Straßen-WM 2024 zugesprochen worden. Weltverbands-Präsident David Lappartient hatte im Juli erklärt, es gebe keinen Plan B für die Titelkämpfe. Doch nun könnte sich die UCI doch kurzfristig nach einer Ersatzlösung umsehen. Nach italienischen Medienberichten zeigen die Regionen Emilia Romagna und Veneto Interesse. Die Entscheidung soll bis 1. September fallen.

Keine Straßen-Rad-WM 2020 in der Schweiz

Fünf Verletzte forderte am späten Sonntagabend eine Kollision zwischen einem Auto und einem Pferdetransporter auf der Traunuferstraße in Schleißheim (Bezirk Wels-Land).

Kollision zwischen Auto und Pferdetransporter in Schleißheim fordert fünf Verletzte

Spielberg hat mit dem erstmaligen WM-Auftakt in Österreich Geschichte geschrieben und Lust auf mehr gemacht. “Es war ein wunderbarer Platz, um die WM zu beginnen”, war auch Formel-1-Sportchef Ross Brawn vom rot-weiß-roten WM-Doppel angetan. Lewis Hamilton kann eine Woche nach seinem Sieg-Comeback in Österreich mit dem 8. Triumph in Ungarn selbst Geschichte schreiben. Jeweils sieben Siege hat der Engländer bisher in Kanada und Ungarn eingefahren. Acht Grand-Prix-Siege auf einer Strecke hat bisher nur Michael Schumacher in Frankreich geschafft. “Es ist überwältigend, wie viele Siege, Titel und Poles Michael hat. Sie erinnern mich immer an seine Größe und seine unglaublichen Erfolge”, sagte Hamilton vor der Weiterreise von der Steiermark nach Ungarn. Diese nahm das ganze Mercedes-Team wegen der strengen Hygiene-Verordnungen im Nachbarland zum spätmöglichen Zeitpunkt in Angriff. “Niemand will von Montag bis Donnerstag im Hotelzimmer festsitzen”, erklärte Teamchef Toto Wolff, warum sein in Spielberg doppelt erfolgreiches Team zunächst in Österreich blieb. Mit dem Sieg in Spielberg und damit auf einer Strecke, die Hamilton im Gegensatz zum Teamkollegen Valtteri Bottas nicht sonderlich liegt, tankte der sechsfache Weltmeister jedenfalls mächtig Selbstvertrauen. “Österreich ist eine meiner schwächeren Strecken, Montreal und Budapest sind hingegen meine besten”, stellte Hamilton fest. Genau deshalb kam der Start-Ziel-Sieg auf dem Red Bull Ring samt Quali-Fabelrunde gerade richtig. “In jedem Sport brauchst du Selbstvertrauen. Und Ungarn habe ich immer geliebt”, gab sich der 35-Jährige für Budapest zuversichtlich. Der Hungaroring ist mit seinen eher langsamen Kurven aber ein Kurs, der auch Red Bull liegt. “Stimmt. Sie sind dort immer gut”, ist Hamilton klar, dass Max Verstappen und Alex Albon unabhängig vom Wegbrechen der Ferraris auch in Ungarn die ersten Herauforderer sein werden. “Es wird ein ganz enger Kampf mit ihnen”, ist Hamilton überzeugt. Auch, weil es am Rennsonntag in der ungarischen Tiefebene um die 30 Grad haben soll. “Die Hitze ist und bleibt unsere Achillesferse”, so Wolff. Verstappen wiederum ist nach dem halbherzigen Start in Spielberg klar, dass er als WM-Sechster und schon 28 Punkten Rückstand auf WM-Leader Valtteri Bottas im Kampf um den Titel des jüngsten Weltmeisters der Geschichte deutlich zulegen muss. “Wenn du um die WM kämpfen willst, musst du Rennen gewinnen. Wir müssen die Lücke zu Mercedes schließen”, machte der 22-jährige Druck auf sein Team. “Wir brauchen mehr Power auf den Geraden und auch mehr Grip”, lieferte er die To-do-Liste gleich mit. Auf dem Weg nach Ungarn hatte die Formel 1 zwei perfekt organisierte “Geisterrennen” in Österreich im Rückspiegel. Sensationelle TV-Quoten entschädigten dort für das Fehlen der Fans an der Strecke, an der man mit starkem Sicherheitskonzept beeindruckt sowie einem virtuellen Green Carpet, einer interaktiven Fan-Tribüne und ferngesteuerten Butlerwägen bei der Siegehrung für Staunen gesorgt hatte. “Es war zudem der sicherste Platz für den WM-Start”, machte Brawn klar, dass die Latte für die kommenden Rennen hoch liegt. Unterirdisch läuft es hingegen bei Ferrari. Der “Doppel-Selbstmord” in Kurve drei der ersten Spielberg-Runde kann nicht ohne Folgen bleiben. Nicht nur Wolff hat mittlerweile fast schon Mitleid mit dem Traditionsteam aus Italien. “Sie sind derzeit wirklich schwer geprügelt.” Abschreiben werde er Ferrari aber nie, so Wolff. “Wir wünschen uns alle ein starkes Ferrari. Wir brauchen sie vorne im Kampf mit allen anderen. So etwas wie in Österreich ist nicht gut für die Formel 1.”

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