Lockerung oder Verschärfung? Gastro kämpft, Maske auch im Freien steht im Raum

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Lockerung oder Verschärfung? Gastro kämpft, Maske auch im Freien steht im Raum

Die Gastro drängt – die vielen Schließungsmonate bringen viele trotz der Corona-Hilfen an den Rand der Existenz. Heute vormittag gibt es den nächsten Gipfel im Kanzleramt, die in Quarantäne befindliche Tourismusministerin Elisabeth Köstingerschaltet sich via Video zu. Die Vertreter von Gastronomie, Tourismus und Freizeitwirtschaft, angeführt von Wirtschaftskammerpräsident Harald Mahrer kämpfen darum, Aussicht auf eine Öffnung zu bekommen, die diesen Namen auch verdient.

Viele Ideen stehen im Raum – angefangen von Öffnungszeiten nur bis 18 Uhr, ein Öffnen nur der Schanigärten bis hin zu allen möglichen Überlegungen, wie Gästeregistrierung und Contact Tracing gewährleistet werden könnten. In einem Wunsch eint sich der vielstimmige Chor: Öffnen noch vor Ostern, das wäre für die Branche der rettende Anker, auf den sie hofft.

Dem steht die aktuelle Entwicklung der Infektionszahlen entgegen: Mehr als 2.000 Neuinfektionen waren es zuletzt, nachdem die Zahlen lange um die 1.500 pro Tag gependelt hatte. Tendenz steigend: Die Mutanten scheinen um ein Vielfaches infektiöser zu sein. Nicht zuletzt deshalb hat das Gesundheitsministerium nun einen Erlass herausgegeben, wonach die Länder auch die Maskenpflicht im Freien verordnen können. Dies zielt insbesondere auf die Knäuelbildung vor Geschäften etwa ab, bei der sich die Menschen erheblich näher kommen als sie sollten.

Die FFP2-Maskenpflicht kann von lokalen Behörden nun auch für bestimmte Bereichen im Freien angeordnet werden. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sprach am Donnerstag von einer “Risikophase bis Ostern”.

Eine (generelle) Pflicht auch im Freien eine FFP2-Maske zu tragen, bestehe derzeit ja etwa bereits auf Outdoor-Märkten, erinnerte Anschober am Rande einer Pressekonferenz. Mit der Adaptierung des Erlasses kann nun im Bedarfsfall seitens der lokalen Behörden eine solche Pflicht auch für andere stark frequentierte Orte im Freien – wie etwa bei Warteschlangen vor Einkaufszentren – eine FFP2-Pflicht angeordnet werden.

Zuständig sind (wie schon bei der bisherigen Möglichkeit, eine MNS-Pflicht zu verordnen) die lokalen Behörden, konkret die Landeshauptleute bzw. die Bezirksverwaltungsbehörden, und zwar dann, “wenn sie es als notwendig erachten”, so ein Sprecher Anschobers. “Das ist nicht der übliche Bereich, sondern dort, wo es eine hohe Frequenz gibt, wo der Mindestabstand aus unterschiedlichen Gründen nicht immer eingehalten werden kann”, betonte Anschober selbst.

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