Lombardei denkt an Start der "Phase 2" im Mai

Merken
Lombardei denkt an Start der "Phase 2" im Mai

Während die Zahl der Covid-19-Infektionen sinkt, denkt die Lombardei an die “Phase 2” im Kampf gegen die Pandemie – die Wiederaufnahme der produktiven Tätigkeiten und die Lockerung der Ausgangssperre ab dem 4. Mai. “Wir sind in einer positiven Phase. Wir bereiten uns auf eine Wiederöffnung vor”, sagte der Gesundheitsbeauftragte der italienischen Region, Giulio Gallera, dem TV-Sender “SkyTg24”.

“Die Lage in der Lombardei ist heute wesentlich besser. Die Zahl der neuen Infizierten und der Patienten auf der Intensivstation ist rückläufig”, erklärte Gallera. Jetzt sei es wichtig, die Zahl der neuen Infektionen in Mailand zu drücken, wo weiterhin ein Zuwachs gemeldet wurde.

Die Gesundheitsberufe zahlen in Italien einen hohen Preis für ihren Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie. Weitere sechs Ärzte sind zuletzt der Lungenkrankheit Covid-19 erlegen. Damit stieg die Zahl der seit Beginn der Epidemie am 20. Februar gestorbenen Ärzte auf 115, berichtete die italienische Ärztekammer. Hinzu starben acht Apotheker.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Die ursprünglich für Mitte September geplante Wiedereröffnung des Wiener Raimund Theaters nach umfangreicher Generalsanierung fällt der Corona-Pandemie zum Opfer. Wie die Vereinigten Bühnen Wien (VBW) am Montag mitteilten, soll das Haus nun erst am 28. Jänner 2021 mit dem Musicalhit “Miss Saigon” eröffnet werden. Durch den coronabedingten, mehrwöchigen Baustopp gebe es zwar kleine Verzögerungen, die allerdings weniger relevant seien, unterstrich VBW-Geschäftsführer Franz Patay gegenüber der APA. Die Arbeiten an Fassade und Dach sollen mit Ende des Monats großteils abgeschlossen sein, während der Vorplatz über die Sommermonate hinweg sein neues Aussehen erhält. Man liege nach wie vor im Budget bei der Sanierung. Der Hauptgrund für die Verzögerung sei deshalb, dass die Anreise des globalen Darstellercasts und die Produktionsvorbereitungen durch die geltenden Reisebeschränkungen derzeit nicht möglich seien.

VBW verschieben Eröffnung des Raimund Theaters auf Jänner 2021

Wegen Amtsmissbrauch ist der Bürgermeister von Pichl bei Wels am Freitag vom Oberlandesgericht Linz zu 15 Monaten bedingter Haft verurteilt worden.

Bürgermeister von Pichl bei Wels verliert nach Verurteilung wegen Amtsmissbrauch nun auch sein Amt

26 positive Antikörpernachweise unter mehr als 2.000 getesteten Schülern ist eines der vorläufigen Ergebnisse einer groß angelegten Covid-19-Studie in Wien. Unter den über 500 Studienteilnehmern im Volksschulalter haben demnach gar nur zwei vor dem Sommer eine Infektion mit dem neuen Coronavirus durchgemacht, erklärte Ko-Studienleiter Thomas Frischer im Gespräch mit der APA. Vor allem bei den Unter-Zehnjährigen habe man es mit “verschwindend wenigen Kindern mit einem positiven Antikörpernachweis” zu tun, sagte der Mediziner von der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde des Wilhelminenspitals in Wien-Ottakring. Man dürfe nicht vergessen, dass davon auszugehen ist, dass nach einer Infektion über Monate hinweg Antikörper nachweisbar sind. Demnach handelt es sich auch nicht um eine Momentaufnahme der Infektionen zu Testzeitpunkt, wie beim PCR-Test, der im Rahmen der Studie zwei Mal positiv ausfiel, wie bereits Anfang Juli bekannt wurde. Bei derart wenigen kleinen Kindern, die in den Monaten vor der Testung nachweislich Kontakt mit dem SARS-CoV-2-Virus hatten, könne man nicht sagen, “dass die die großen Schleudern der Infektion sind. Wir können das aus unseren Daten nicht herauslesen”, erklärte Frischer, der im September mit Endergebnissen der Studie rechnet. Ausständig sind noch die Auswertungen der begleitenden Fragebögen, die etwa auf Risikofaktoren hinweisen oder darüber Auskunft geben könnten, wo sich die Kinder angesteckt haben. Trotzdem könne man schon jetzt die Schlussfolgerung ziehen, “dass vor allem im Grundschulalter Kinder keine nennenswerte Quelle dieser Infektion darstellen können”. Der Kinderarzt hat die Erhebung zusammen mit Zsolt Szepfalusi von der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde der Medizinischen Universität (MedUni) Wien im Mai initiiert. Über die Bildungsdirektion Wien ergingen Einladungen zur Teilnahme an Schüler aus der Bundeshauptstadt. Die Stichprobe sollte möglichst die gesamte Population der rund 240.000 Wiener Schulkinder gut abbilden. Aufgrund der Tatsache, dass neben PCR-Tests auch auf Antikörper getestet wurde, lässt die Studie auch Rückschlüsse über die bisherige Durchseuchung innerhalb der untersuchten Gruppe zu. Wie sich die Situation im Herbst an Schulen und Co darstellen wird, könne man zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht beurteilen. Dass im Zuge fallender Temperaturen auch andere Erkrankungen breiter auftreten werden, ist klar. Hier werde die Unterscheidung dann schwierig, denn besonders in der Pädiatrie habe eine Covid-19-Infektion “keine typische Symptomatik”, erklärte Frischer. Theoretisch könnte jeder Infekt mit Fieber Covid-19 sein, “aber wie gesagt: Es ist sehr, sehr selten. Wir haben in Wien nur vereinzelt kranke Kinder gehabt.” Im Wilhelminenspital habe man bisher jeweils erst eine Handvoll junge Patienten mit Covid-19 stationär oder ambulant behandeln müssen. Keiner davon sei wirklich schwer erkrankt gewesen. Wenn es im Verlauf des Herbstes zunehmend schwieriger wird, Corona-Verdachtsfälle etwa von Grippeerkrankungen zu unterscheiden, bestehe Gefahr, “dass man durch übertriebenes Absondern und Isolieren dann andere Kinder mit schwerwiegenden Infektion nicht zeitgerecht behandeln kann”, befürchtet Frischer. Hier werde besonders deutlich, wie sehr es genügend Tests braucht, deren Ergebnisse möglichst innerhalb weniger Stunden da sind, “sodass man keine verzögerten Therapien bei Kindern riskiert, die keine Covid-Infektion haben”.

Kaum Antikörper-Nachweise unter Wiener Schülern

Die Royals, allen voran die Queen, haben zum 150-jährigen Bestehen des Britischen Roten Kreuzes die Arbeit der vielen Helfer gelobt. Zu den Gratulanten gehörte am Dienstag auch Herzogin Kate, deren Großmutter und Urgroßmutter als Freiwillige bei der Hilfsorganisation als Krankenschwestern gearbeitet hatten. “Wie Sie und viele andere sind die beiden Teil der reichen Geschichte des Britischen Roten Kreuzes”, schrieb die Herzogin von Cambridge in einem Brief an die Hilfsorganisation, die sich auch um verletzte Soldaten kümmerte. Kates Oma Valerie Middleton half im Zweiten Weltkrieg, Urgroßmutter Olive Middleton im Ersten Weltkrieg. Königin Elizabeth II. und Prinz Charles unterstützen die Arbeit des Britischen Roten Kreuzes seit vielen Jahren.

Herzogin Kate würdigt Rotes Kreuz und ihre Oma

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat scharf auf Berichte reagiert, wonach die USA neue Vorwürfe gegen WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus erhoben haben. Die WHO weise persönliche Angriffe entschieden zurück, teilte die UN-Organisation am Mittwoch in Genf mit. Nach Medienberichten hatte US-Außenminister Mike Pompeo britischen Abgeordneten gesagt, die USA hätten geheimdienstliche Hinweise, dass Tedros von China “gekauft” worden sei. Die WHO habe keine Kenntnis solcher Aussagen, teilte die Organisation mit. “Aber wir weisen jegliche persönliche Attacken und grundlose Unterstellungen zurück.” Die USA werfen der WHO vor, die Gefahr durch das Virus auf Geheiß Chinas anfangs heruntergespielt zu haben. Sie haben deshalb ihren Austritt aus der WHO verkündet. Kritiker sagen, US-Präsident Donald Trump wolle damit von seinem eigenen Krisenmanagement ablenken.

WHO weist US-Attacken gegen Tedros zurück

Die Popularität der tschechischen Protestpartei ANO von Ministerpräsident Andrej Babis ist inmitten der Coronakrise stark gestiegen. Laut der ersten seit Beginn des Ausbruchs der Pandemie durchgeführten Wählerumfrage kommt ANO derzeit auf 34,5 Prozent. Weit abgeschlagen – bei 14 Prozent und weniger – liegen die anderen Parteien, wie die Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar CZ zeigt. ANO kann demnach ein Plus von mehr als vier Prozentpunkten verzeichnen. Mit 14 Prozent der Wählerstimmen könnte laut Umfrage die konservative Demokratische Bürgerpartei (ODS) rechnen, auf Platz drei liegen die Piraten mit 13,5 Prozent. Alle übrigen Parteien, darunter die mitregierenden Sozialdemokraten (CSSD) oder die liberal-konservative TOP 09, deren Ehrenvorsitzender Karel Schwarzenberg ist, landen in der Nähe der Fünf-Prozent-Hürde.

Popularität der tschechischen Regierungspartei stark gestiegen