Macron fordert Merkel heraus

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Macron fordert Merkel heraus

Emmanuel Macron will in der Corona-Krise mehr Mut und Ehrgeiz von seinen EU-Partnern sehen. Für Europa sei die Pandemie mit Zehntausenden Toten ein “Augenblick der Wahrheit” und ein “Augenblick der neuen Grundlage”, sagte der französische Staatschef seinen Landsleuten am Montagabend in einer rund 30-minütigen TV-Ansprache. “Ich werde versuchen, uns in Europa Gehör zu verschaffen, um mehr Einheit und Solidarität zu haben”, lautet das Credo des 42-Jährigen.

Frankreich gehört wie Italien und Spanien zu den Ländern, die in der Krise für eine gemeinsame europäische Schuldenaufnahme über die sogenannten Corona-Bonds eintreten. Für Deutschland und die Niederlande ist das Thema von Gemeinschaftsanleihen für den wirtschaftlichen Wiederaufbau des Kontinents aber tabu.

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Die christlichen Kirchen weltweit rufen angesichts der Corona-Pandemie für Mittwochmittag zu einem gemeinsamen Gebet auf. Nach einem Vorschlag von Papst Franziskus sollen Gläubige aller Konfessionen um 12.00 Uhr das Vaterunser beten. Papst Franziskus hatte die kirchenübergreifende Aktion am Sonntag angekündigt. Dabei wird er auch den Segen “Urbi et orbi” erteilen, der üblicherweise nur zu Ostern und Weihnachten sowie unmittelbar nach der Papstwahl gespendet wird.

Kirchen weltweit rufen für Mittwochmittag zum Gebet auf

Nach den gewaltigen Detonationen in der libanesischen Hauptstadt Beirut vom Dienstag mit mindestens 73 Toten und 3.700 Verletzten beginnt nun die Suche nach den Ursachen für das Unglück. Laut Libanons Premier Hassan Diab könnten die Explosionen von einer großen Menge Ammoniumnitrat ausgelöst worden sein. Die explosive Substanz sei jahrelang ohne Sicherheitsvorkehrungen im Hafen gelagert worden. Hinweise auf einen Anschlag oder einen politischen Hintergrund gab es vorerst nicht. US-Präsident Donald Trump erklärte allerdings, die Detonation könnte ein Anschlag gewesen sein. Es sei “unvertretbar”, dass eine Ladung von schätzungsweise 2.750 Tonnen der Substanz in einer Halle am Hafen gelagert worden sei, sagte Diab in der Nacht zum Mittwoch dem Präsidialamt zufolge. Das Material sei dort sechs Jahre lang ohne Sicherheitsvorkehrungen gelegen. Ammoniumnitrat, das auch zur Herstellung von Sprengsätzen dienen kann, kann bei höheren Temperaturen detonieren. Die Substanz dient zum Raketenantrieb und vor allem zur Herstellung von Düngemittel. Die farblosen Kristalle befanden sich auch in dem Gefahrgutlager der chinesischen Stadt Tianjin, wo 2015 nach einer Serie von Explosionen 173 Menschen getötet wurden. Präsident Michel Aoun berief für Mittwoch eine Dringlichkeitssitzung des Kabinetts ein, um die Ursachen der Explosion zu klären. “Ich werde nicht ruhen, ehe ich den Verantwortlichen kenne und ihm die härteste Strafe gebe”, sagte Aoun laut Zitaten des Präsidialamts bei Twitter. US-Präsident Trump sprach von einem “furchtbaren Angriff” mit einer “Art von Bombe”. Er berief sich dabei auf Angaben von US-Generälen. Weder vom Pentagon noch den libanesischen Behörden kamen jedoch irgendwelche öffentlichen Hinweise darauf, dass es sich möglicherweise um einen Anschlag gehandelt haben könnte. Große Teile des Hafens und der umliegenden Stadtgebiete wurden verwüstet. Auf Bildern waren unter Trümmern eingeklemmte Menschen zu sehen, viele von ihnen blutüberströmt. Die Krankenhäuser seien mit den vielen Verletzten komplett überlastet, sagte Gesundheitsminister Hamad Hassan beim Besuch eines Hospitals. “Es ist eine Katastrophe im wahrsten Sinne des Wortes.” Der Oberste Verteidigungsrat des Landes erklärte die Stadt zur “Katastrophenzone”. Auch das Gebäude, in dem sich die deutsche Botschaft befindet, wurde nach Angaben des Auswärtigen Amts in Berlin beschädigt. Angesichts der starken Schäden im Stadtgebiet schloss das Ministerium nicht aus, dass deutsche Staatsangehörige unter den Todesopfern und Verletzten sein könnten. Beschädigt wurde auch ein Schiff der Vereinten Nationen: Blauhelmsoldaten der UN-Mission im Libanon (Unifil) seien verletzt worden, einige von ihnen schwer, hieß es in einer UN-Erklärung. Im Hafen waren Container verbogen wie Konservendosen, ihr Inhalt auf dem Boden zerstreut. Schiffe standen in Flammen, Autos brannten aus. In den umliegenden Straßenzügen wurden Fensterscheiben und Schaufenster zertrümmert. Über der gesamten Hafengegend lag eine riesige Rauchwolke. Noch Stunden nach den Explosionen kreisten Hubschrauber über der Gegend, um gegen die Flammen anzukämpfen. Die Detonationen waren im gesamten Land zu hören gewesen – und auch im 240 Kilometer entfernten Nikosia auf der Mittelmeerinsel Zypern. “Alle Gebäude hier in der Gegend sind eingestürzt”, berichtete Makruhie Jerganian, die seit Jahrzehnten nahe des Hafens wohnt. “Ich habe vieles erlebt, aber so etwas noch nie”, sagte die pensionierte Lehrerin, die auch den Bürgerkrieg von 1975 bis 1990 in dem arabischen Land miterlebte. Der Libanon befindet sich seit Jahren in einer Abwärtsspirale: Das Land leidet unter einer schweren Wirtschaftskrise, fast die Hälfte der Bevölkerung lebt in Armut. Die Krise wurde in den vergangenen Monaten durch die Corona-Pandemie verschlimmert.

Suche nach Ursache für Explosionskatastrophe in Beirut

Der britische Billigflieger Easyjet will ab 15. Juni wieder erste Flüge anbieten. Dabei werden hauptsächlich Strecken innerhalb Großbritanniens angeboten, wie das Unternehmen am Donnerstag in London mitteilte.Bedient werden sollen insgesamt 22 Flughäfen, darunter London-Gatwick, Edinburgh, Glasgow und Belfast. Easyjet-Chef Johan Lundgren sprach von “kleinen, vorsichtig geplanten Schritten”. Die Airline kündigte zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen wegen der Coronakrise an. So sollen beispielsweise Passagiere, Besatzung und das Bodenpersonal Masken tragen.

Billigflieger Easyjet nimmt im Juni wieder Flüge auf

Der seit September 2018 vermisste Entertainer Daniel Küblböck soll laut einem Zeitungsbericht für tot erklärt werden. Die “Passauer Neue Presse” berief sich ihrem Bericht am Freitag auf eine Anzeige des Amtsgerichts Passau, die am Donnerstag in der Zeitung erschienen war. Darin heißt es demnach: “Der Verschollene wird aufgefordert, sich bis spätestens 25. September 2020 beim Amtsgericht Passau (…) – Abteilung für Verschollenheitssachen – zu melden, widrigenfalls er für tot erklärt werden kann.” Ferner ergehe die “Aufforderung an alle, die Auskunft über den Verschollenen geben können, dem Gericht bis zu dem angegebenen Zeitpunkt Anzeige zu machen”. Küblböck, der durch die erste Staffel von “Deutschland sucht den Superstar” im Jahr 2002 bekannt wurde, wird seit einem Aufenthalt auf einem Kreuzfahrtschiff vermisst, das von Hamburg nach New York unterwegs war. Auf dem Video einer Überwachungskamera des Schiffs ist dem Bericht zufolge ein Mensch zu sehen, der über die Reling steigt. Allerdings ist nicht zu erkennen, ob es sich tatsächlich um Küblböck handelte.

Der vermisste Entertainer soll für tot erklärt werden

Die Sozialistische Jugend (SJ) setzt sich für einen breiteren Zugang zu den heimischen Seen ein. “Der Großteil der österreichischen Seeufer ist im Privatbesitz, während die große Mehrheit nicht schwimmen gehen kann”, kritisierte Vorsitzender Paul Stich. Gerade in der Coronakrise sei das ein Problem. Mit einer Protestaktion in Wien unterstützte die SJ ihre Forderung. Am Wiener Platz der Menschenrechte symbolisierten am Donnerstag drei mit Stacheldraht umzäunte Planschbecken jeweils einen See. Am Attersee beispielsweise seien nur 13 Prozent des Ufers öffentlich zugänglich, am Wörthersee gar nur neun Prozent. Und durch die Corona-Abstandsregeln finden in den öffentlichen Seebändern noch weniger Menschen Platz, kritisierte Stich. Er fordert, dass an Österreichs Seen ein zehn Meter breiter Streifen am Ufer frei zugänglich gemacht wird. Eine ähnliche Regelung komme bereits in Vorarlberg am Bodensee zur Anwendung.

Stacheldraht-Planschbecken-Aktion für freien Seezugang