März-Arbeitslosenrate um 4,7 auf 12,2 Prozent gestiegen

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März-Arbeitslosenrate um 4,7 auf 12,2 Prozent gestiegen

März-Arbeitslosenrate um 4,7 auf 12,2 Prozent gestiegen: Ende März 2020 sind 504.345 Personen beim AMS arbeitslos vorgemerkt. Die Zahl der Arbeitslosen steigt Ende März um +65,7% bzw. +199.934 Personen im Vergleich zum Vorjahr.

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Wiedergenesene Covid-19-Patienten werden dringend für die Spende von Blutplasma gesucht. Die darin enthaltenen Antikörper können an Erkrankte übertragen werden und so schwere Verläufe abmildern. Wir appellieren an alle, die die Krankheit durchgemacht haben: “Bitte spenden sie ihr Plasma”, sagte Thomas Szekeres, Präsident der Ärztekammer (ÖÄK) am Montag bei einer Pressekonferenz in Wien. Es gibt derzeit keine gezielte Therapie gegen SARS-CoV-2, sagte Gerda Leitner, interimistische Leiterin der Universitätsklinik für Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin der MedUni Wien. “Antikörper, die genau gegen dieses Virus gerichtet sind, sind aber vorhanden”, betonte sie. “Wir haben seit April mit Plasma von Rekonvaleszenten (Genesenen, Anm.) – mit den darin enthaltenen Antikörpern – eine wirklich hoffnungsvolle Therapieoption”, sagte ihr Mitarbeiter Dieter Schwartz. Diese Methode komme nicht nur bei Covid-19 zum Einsatz, sondern schon seit Jahrzehnten auch im Kampf gegen andere Erreger. Plasmaspenden haben laut Szkeres in Österreich schon Leben von Covid-19-Erkrankten gerettet – wie das eines Patienten in Graz, der keine Antikörper bilden konnte. “Eine Wunderheilung ist es natürlich nicht”, erläuterte Leitner. Im Wiener AKH sind laut Schwartz zwei Patienten trotz Plasmagabe gestorben, diese hatten jedoch zuvor schon irreversible Lungenschäden. Daher sei es wichtig, die Therapieoption so frühzeitig wie möglich anzuwenden. Eine Plasmaspende ist ungefährlich, schmerzlos und “im Prinzip wie eine Blutabnahme”, betonte Szekeres. Es handle sich um einen kurzen Prozess, der weniger als eine Stunde dauert, erläuterte auch Christof Jungbauer, der medizinische Leiter der Blutspendezentrale für Wien, Niederösterreich und das Burgenland des Roten Kreuzes (ÖRK). Für eine Spende ist eine überstandene und durch einen Test nachgewiesene Covid-19-Erkrankung notwendig, erläuterte Jungbauer. Zudem wird der potenzielle Spender auf eine Eignung untersucht. Für die Gewinnung des sogenannten Rekonvaleszentenplasmas wird die Person an einen Zellseparator angeschlossen, der über die Armvene Blut entnimmt. Das Plasma mit den darin enthaltenen Antikörpern wird in Beuteln gesammelt und ist tiefgefroren bis zu drei Jahre haltbar. Die restlichen Blutbestandteile werden wieder in den Körper des Spenders zurückgeleitet und der Betroffene behält genügend Antikörper, um weiterhin geschützt zu sein. Mittlerweile konnte 35 Schwerkranken mit Plasmaspenden geholfen werden, berichtete Jungbauer. “Mehrere hundert Menschen haben bisher ihr Rekonvaleszentenplasma gespendet”, sagte er. Gesucht werden vor allem jene Personen, die hoch fieberhaft an Covid-19 erkrankt waren, da diese besonders viele Antikörper haben. Jungbauer richtete seinen Appell besonders an genesene Männer, da Frauen bei einer Schwangerschaft zusätzliche Antikörper bilden können, die in bestimmten Fällen für Empfänger von Plasma unverträglich sind. Darauf müssen Spenderinnen mit zusätzlichem Aufwand getestet werden, was bei Männern wegfällt. Genesene, die ihr Plasma spenden wollen, können sich telefonisch beim Roten Kreuz oder bei den medizinischen Universitäten Wien, Graz, Innsbruck und Salzburg, sowie bei Plasmapherese-Instituten melden. Zu den Plasmaspenden wird seit Montag auch in TV-Spots aufgerufen. Genesene sollten zudem von den Behörden angeschrieben und um eine Spenden gebeten werden, forderte die Ärztekammer. Zumindest in Wien passiere das bereits, erläuterte ÖÄK-Präsident Szekeres. Auch die behandelnden Ärzte sollten Covid-19-Patienten über die Möglichkeit einer Plasmaspende informieren. (S E R V I C E – Anmeldung und Information unter: Blutspendedienst des Roten Kreuzes, 0800-190190; Universitätsklinik für Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin der MedUni Wien, 01-40400-53030)

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Spice-Girls-Sängerin Melanie Chisholm hat sich zu ihren Depressionen geäußert. “Ich war oft sehr traurig und hatte andauernd Stimmungsschwankungen. Ich kam tagelang nicht aus dem Bett und weinte die ganze Zeit”, sagte die 46-Jährige der Zeitschrift “Bunte”. “Zudem geriet mein Essverhalten völlig außer Kontrolle und ich hatte durchgehend Angst.” Die Britin, die bei der englischen Girlband als “Mel C.” auftrat, ließ sich medizinisch behandeln. “Ich machte dann Gesprächstherapien und nahm für eineinhalb Jahre Antidepressiva, das war mein Weg, um wieder gesund zu werden.” Die Spice Girls hatten in den 90er-Jahren riesige Erfolge mit Hits wie “Viva Forever” und “Wannabe“. Bereits 1998 verabschiedete sich Geri Halliwell (43) aus der Gruppe. Anfang 2001 gaben die anderen vier bekannt, sich künftig um ihre Solokarrieren kümmern zu wollen. Im vergangenen Jahr waren die Spice Girls nach langer Pause wieder zusammen aufgetreten und hatten 13 Stadionkonzerte in Großbritannien und Irland gegeben. Bereits im Jahr 2000 war über die Depressionen von Mel C. berichtet worden.

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Nach langem Zögern führt England in der Corona-Pandemie eine Maskenpflicht in Geschäften ein. Die Maßnahme soll am 24. Juli in Kraft treten, berichtete die Nachrichtenagentur PA am späten Montagabend. Englands Gesundheitsminister Matt Hancockwerde am Dienstag eine Stellungnahme abgeben. Wer sich nicht an die neue Regel der Maskenpflicht in Supermärkten hält, muss demnach mit einer Geldstrafe von bis zu 100 Pfund (gut 110 Euro) rechnen. “Es gibt immer mehr Beweise dafür, dass das Tragen einer Maske in geschlossenen Räumen dazu beiträgt, Menschen und ihre Umgebung vor dem Coronavirus zu schützen”, sagte ein Regierungssprecher demnach im Vorfeld. Zuvor hatte bereits der britische Premierminister Boris Johnson am Freitag eine Ausweitung der Maskenpflicht angedeutet. Maskenpflicht nur in Öffis Bisher musste in England ein Mund-Nasen-Schutz nur in öffentlichen Verkehrsmitteln getragen werden. Lange Zeit hatte sich die Regierung in London gegen eine Ausweitung der Pflicht auf Läden und andere geschlossene Räume gesträubt. Befürchtet wurde zunächst, es könne zu einer hohen Nachfrage nach der in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen knappen Schutzausrüstung kommen. Außerdem wurde gewarnt, Masken könnten durch häufiges Berühren oder ein überhöhtes Gefühl der Sicherheit sogar kontraproduktiv sein. Großbritannien ist mit mehr als 46 500 Todesfällen bei nachweislich mit dem Virus Infizierten das am schlimmsten von der Pandemie betroffene Land in Europa. Der Regierung wird vorgeworfen, zu spät und falsch auf die Pandemie reagiert zu haben. Auch bei dieser Maßnahme hinkt England vielen anderen Ländern wie Deutschland oder Italien hinterher. Auch in Schottland ist das Tragen von Masken in Läden bereits Pflicht. Im Vereinigten Königreich entscheiden die einzelnen Landesteile selbst über ihre Schutzmaßnahmen zur Eindämmung in der Corona-Pandemie.

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Fünf österreichische Radprofis nehmen am Samstag in Nizza die Tour de France in Angriff. In der größten rot-weiß-roten Abordnung seit vielen Jahren sind die Bora-Fahrer Gregor Mühlberger, Felix Großschartner und Lukas Pöstlberger wie Marco Haller (Bahrain-McLaren) als Helfer der Podestanwärter Emanuel Buchmann bzw. Mikel Landa vorgesehen. Michael Gogl darf bei NTT auch eigenen Chancen nachjagen. Die 107. Auflage der “Großen Schleife” geht in der Coronavirus-Pandemie zwar zwei Monate später als geplant, aber trotzdem mit Zuschauern in Szene. Das Radfest, das beim “Großen Start” an den ersten drei Tagen in normalen Jahren bereits Hunderttausende Fans anlockt, wird diesmal schaumgebremst durch Frankreich rollen. “Diese Tour wird ein Symbol der Wiedergeburt und des wirtschaftlichen Aufschwungs sein”, meinte Tourchef Christian Prudhomme pathetisch. Seine Mahnung an die Fans an der Strecke ist aber eindringlich. “Tragt Masken! Für die Zuschauer muss klar sein: Ich liebe das Rad, ich liebe die Tour, und der gesunde Menschenverstand sagt mir, dass ich eine Maske tragen muss.” In Nizza, das aktuell als einer der Pandemie-Hotspots in Frankreich gilt, ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auch im Freien ohnehin Pflicht. In Start-Ziel-Bereichen wird die Zuschauerzahl limitiert und in den Bergen soll die Zufahrt zu den Pässen nur beschränkt möglich sein. Die Fahrer und ihre Betreuer – pro Team rund 25 Personen – sollen die drei Wochen in einer eigenen “Blase” verbringen. Bei zwei positiven Corona-Fällen im Team – auch wenn ein Chauffeur oder Masseur betroffen ist – ist die Tour für dieses zu Ende. Gogl nimmt mit 26 Jahren seine fünfte große Landesrundfahrt und zum dritten Mal die Tour in Angriff. Seine Topform hatte er bei Strade Bianche trotz Defekten als Neunter unter Beweis gestellt, der dabei aufgetretene Hitzschlag wirkte bei den folgenden Rennen nach. Vor dem Tour-Start fühlt sich der Oberösterreicher aber bestens. Ohne einen Anwärter auf das Gesamtklassement wollen die NTT-Fahrer das Rennen beleben. “Wir werden auf Etappenjagd gehen”, kündigte Gogl der APA an. “Und ich werde auch Freiheiten bekommen.” Beim Debüt bei der Vuelta 2016 war er aus einer Ausreißergruppe Etappen-Vierter geworden. Die Tour ist gerade im aktuellen Krisenjahr für die Teams enorm wichtig – das bedeutendste Rennen des Jahres ist die größte Bühne für die Sponsoren. Gogl, der dreifache Etappensieger Edvald Boasson Hagen (NOR) und Co. sollen das Team mit ihren Leistungen für einen neuen Großsponsor interessant machen. Besonders wirkungsvoll wäre das Gelbe Trikot. Daher würden sie am ersten Tag alle für Italiens Meister Giacomo Nizzolo fahren, sagte Gogl. Danach will er von Tag zu Tag schauen, was kommt. “Ich werde mich auf hügelige Etappen konzentrieren”, meinte der Wolfsegger und hat große Hoffnungen: “An den großen Coup glaubt man immer, dafür steht man in der Früh auf.” Haller bestreitet die “Tour de Leiden” schon zum fünften Mal, nach acht Jahren bei Katjuscha aber in einem neuen Team. Bei Bahrain wird alles einer Top-Gesamtplatzierung des Spaniers Landa untergeordnet. “Er ist so stark drauf, dass ich mich richtig darauf freue, erstmals einen Klassementfahrer zu unterstützen”, erklärte der Kärntner. Landa war 2017 als Helfer von Sieger Chris Froome bei Sky Gesamt-Vierter und im Vorjahr Sechster sowie Giro-Vierter. Haller soll vor dem Hochgebirge so etwas wie der Bodyguard Landas sein. Das sei schwierig genug, auch wenn sich die Leistung nicht im persönlichen Ergebnis ausdrücke, sagte der 29-Jährige. “Ich kann mich selbst nicht exponieren und auf keine Fluchtgruppe hoffen.” Bei Mühlberger, dem Etappen-Dritten des Vorjahres, stand die Teilnahme wegen des Bruchs eines kleinen Handwurzelknochens bis zuletzt infrage. “Ich muss eine Schiene tragen und mit den Schmerzen umgehen. Ich bin aktuell nicht so stark wie im Vorjahr”, gab der Niederösterreicher zu. Dabei war er mit Gesamtsieg und zwei Etappenerfolgen in der Sibiu-Tour nach der Zwangspause stark gestartet. “Aber zwei Stürze in den vergangenen zwei Wochen haben mich zurückgeworfen, ich hatte keine gute Vorbereitung”, erklärte der 26-Jährige vor seiner dritten Tour in Serie gegenüber der APA. Zeit, sich einzurollen, gibt es bei der Tour nicht. Erstmals wartet schon am zweiten Tag eine Bergetappe mit zwei mehr als 1.500 m hohen Pässen. “Die legen gleich voll los. Ich werde in der ersten Woche richtig kämpfen müssen”, erklärte Mühlberger. Er soll in weiterer Folge wie Großschartner vor allem in den Bergen den Chef Buchmann unterstützen. Der Deutsche laborierte aber selbst an Prellungen und Abschürfungen, sein Landsmann Maximilian Schachmann startet trotz eines kürzlich erlittenen Schlüsselbeinbruchs. Pöstlberger, der Auftaktsieger des Giro d’Italia 2017, ist auch zur Unterstützung des dreifachen Ex-Weltmeisters Peter Sagan vorgesehen. Der Slowake fährt um den achten Gewinn des Grünen Trikots des Punktebesten.

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