Medikamentenbilder und Fundstücke im oö. Museum Angerlehner

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Medikamentenbilder und Fundstücke im oö. Museum Angerlehner

Das Privatmuseum Angerlehner in Thalheim bei Wels startet mit vier starken Kunstpositionen in den Herbst. “Medikamentenbilder” von Monika Kus-Picco, “be inspired” von Mario Dalpra und “Short stories” von Martin Praska beginnen am 13. September, bereits seit 31. August ist Hannah Winkelbauers “Lost and Found” im Salon zu sehen.

Für Monika Kus-Picco ist es ihre erste museale Einzelschau, die auch speziell für den 1.200 Quadratmeter großen Ausstellungsraum im 4.500 Quadratmeter fassenden Museumsbau in Thalheim konzipiert wurde. Die gebürtige Wienerin arbeitet seit 2018 ausschließlich mit abgelaufenen Medikamenten aller Art, die sie einem ungewöhnlichen Recycling zuführt. Ihre groß- und mittelformatigen Werke entstehen auf Basis pulverisierter Kapseln und zermalmter Tabletten sowie aus Tinkturen und Lösungen.

Kus-Picco thematisiert etwa Gesundheit und Schönheit in “American Beauty vs. Covid 19”. Aus ihren Bildern spricht eine eigene Farbdynamik und Ästhetik. “Mein persönliches Interesse an Medikamenten, ihren Wirkungen und Spätfolgen wurde bei mir durch die Alzheimererkrankung meiner Mutter ausgelöst”, erklärt die Künstlerin. Sie studierte bei Adolf Frohner an der Universität für angewandte Kunst, bei Herbert Brandl an der Kunstakademie Düsseldorf sowie bei Hermann Nitsch.

Im Salon sind Hannah Winkelbauers Buntstift-Arbeiten “Lost and Found” – bereits seit Sonntag bis 15. November – zu sehen, die ebenfalls Gebrauchtes abbilden. Die 1987 in Wien geborene und in Linz lebende Künstlerin zeichnet in der Serie “Fundstücke” verrottetes Gemüse, abgeschnittene Zöpfe und tote Tiere. Sie bringt die vermeintlich hässlichen Motive derart akribisch und fein aufs Papier, dass ihnen eine eigene Schönheit innewohnt.

In der Galerie im Obergeschoß stellt Mario Dalpra unter dem Titel “Be inspired” Skulptur und Malerei aus. Seine Skulpturen sind bunte, verschlungene Gebilde, die an Kraken, Schlangen und kunstvolle Treppengeländer erinnern. Jedenfalls kann sich der Blick vortrefflich in ihnen verlieren. Der in Vorarlberg geborene, in Wien und Indien lebende Künstler sieht darin eine Antwort auf unsere hektische und überladene Welt.

Martin Praskas “Short Stories” sind ebenfalls im Obergeschoß des Museums, in den Grafikräumen, zu sehen. Der gebürtige Baden-Württemberger und Wahlwiener präsentiert seine naturalistisch bis kitschigen Figuren in einer kontrastierenden Umgebung, vor diffusem Hintergrund oder in abstrakten Landschaften. Oft stellt er ihnen auch Szenen aus Bildern berühmter Maler wie Albrecht Dürers “Betende Hände” gegenüber oder er verfremdet bekannte Motive großer Künstler.

(S E R V I C E – “Medikamentenbilder”, “be inspired” , “Short stories” von 13. September bis 21. Februar 2021, “Lost and Found” von 30. August bis 15. November im Kunstmuseum Angerlehner, Thalheim bei Wels; Sa 14 bis 18, So 10 bis 18 Uhr, Mo – Fr auf Anfrage nur für Gruppen, Infos und Karten unter 07242 224 422-0 und )

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