Mehr als 200 Erntehelfer in Oberösterreich gelandet

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Mehr als 200 Erntehelfer in Oberösterreich gelandet

Am Freitag sind 213 Erntehelfer aus der Ukraine am Linzer Flughafen gelandet. Sie wurden via Sonderflug nach Oberösterreich geholt, um in den kommenden Wochen bzw. Monaten Erdbeeren, aber auch anderes Obst und Gemüse zu pflücken. Es handelt sich um eingespielte Teams, die von “ihren” Bauern erleichtert in Empfang genommen wurden. Nach der Ankunft mussten die Erntehelfer zuerst zum Coronatest. Sie müssen dann noch in den Betrieben in ihren Quartieren in Isolation bleiben, bis die Testergebisse vorliegen.

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Der Dirigent und ehemalige Generalmusikdirektor der Wiener Staatsoper, Franz Welser-Möst, übt Kritik am gerade aus dem Amt geschiedenen Direktor Dominique Meyer. “Die Staatsoper hat international an Relevanz verloren”, so Welser-Möst in den “Oberösterreichischen Nachrichten”. “Ein Haus muss lebendig sein und pulsieren”, argumentierte der Dirigent. “Das zeigt sich unbedingt nicht nur an Auslastungszahlen, die, so wie sie kolportiert worden sind, sowieso nicht gestimmt haben. Es gibt eine Gefälligkeit, die gefährlich ist. Kunst muss auch leidenschaftlich diskutiert werden”. Welser-Möst war 2014 aufgrund von “Auffassungsunterschieden in künstlerischen Belangen” mit Meyer als Generalmusikdirektor zurückgetreten. Er habe dann eine Vereinbarung unterschrieben, wonach er sich bis 1. Juli 2020 nicht zu seiner Zeit an der Staatsoper äußern dürfe, schildert er im Interview. “Wenn ein Haus auf lange Sicht vom Tourismus lebt, dann wird das gefährlich”, meinte der Dirigent unter Hinweis auf die Coronakrise. Auch bei der künstlerischen Ansicht, “also was szenisch passiert und auch was das Sängerensemble und Engagements anlangt, habe ich die Meinung von Dominique Meyer oft nicht geteilt”: “Für mich war es ein Problem, dass er viele junge, hübsche Sängerinnen engagiert hat, die einfach mit wenig oder gar keiner Erfahrung plötzlich Ensemblemitglied in der Wiener Staatsoper waren. Das ist ja keine Ausbildungsstätte, sondern ein Riesenbetrieb mit rund 50 verschiedenen Opern pro Jahr.”

Welser-Möst: Staatsoper hat an Relevanz verloren

In Polen hat die Staatsanwaltschaft wegen des schweren Sturzes von Radprofi Fabio Jakobsen bei der ersten Etappe der Polen-Rundfahrt Ermittlungen eingeleitet. Die Behörde will herausfinden, ob jemand Schuld an der Verletzung Jakobsens und eines Rennmitarbeiters trägt, oder ob sie Folge eines Unglücks waren. “Wir haben bisher drei Zeugen gehört, darunter auch einen Vertreter der Organisatoren des Rennens”, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Katowice am Donnerstagabend laut Nachrichtenagentur PAP. Weitere Zeugen sollten gehört werden, auch wolle die Staatsanwaltschaft das Beweismaterial analysieren. Zuvor hatte die Polizei Material sichergestellt, darunter auch die Fahrräder der Radprofis und Videoaufnahmen vom Unfallhergang. Jakobsen war am Mittwoch im Zielsprint der ersten Etappe in Katowice bei hoher Geschwindigkeit direkt in die Absperrgitter gekracht und regungslos liegengeblieben. Der 23-Jährige war von seinem Landsmann Dylan Groenewegen abgedrängt worden. Jakobsen überstand eine fünfstündige Operation und wurde in ein künstliches Koma versetzt. Sein Zustand war am Donnerstag stabil, die Ärzte wollen ihn im Laufe des Freitags aus dem künstlichen Koma holen. Auch Groenewegen musste operiert werden. Er unterzog sich einem Eingriff am Schlüsselbein. Der Niederländer entschuldigte sich für die Verursachung des Massensturzes. “Ich finde es fürchterlich, was passiert ist. Ich kann keine Worte dafür finden, wie sehr es mir für Fabio und die anderen Involvierten leidtut”, so Groenewegen in einer Mitteilung seines Jumbo-Teams. “Alles was jetzt zählt, ist Fabios Gesundheit. Ich denke die ganze Zeit an ihn”, meinte Groenewegen, der wie andere Fahrer ebenfalls zu Sturz gekommen war und sich einen Schlüsselbeinbruch zuzog. Er wurde von der Rundfahrt ausgeschlossen, außerdem drohen ihm Sanktionen durch den Radsport-Weltverband.

Staatsanwalt ermittelt nach Horror-Sturz bei Polen-Tour

Bei der Fortsetzung handelt es sich um ein “Special” ohne festes Drehbuch, verriet Schauspieler David Schwimmer. Im Februar war eine Fortsetzung der Kult-Sitcom “Friends” ankündigt worden – nun sollen endlich die Dreharbeiten beginnen. “Geplant ist, dass sie Mitte August stattfinden”, sagte Schauspieler David Schwimmer in der “Tonight Show” mit Jimmy Fallon. Bis zu einer endgültigen Entscheidung werde man wegen der anhaltenden Corona-Pandemie aber noch eine oder zwei Wochen warten. In der Serie spielte Schwimmer die Hauptrolle des tollpatschigen Dinosaurierforscher Ross Geller. Bei der Fortsetzung handle es sich um ein “Special” ohne festes Drehbuch, sagte der 53-Jährige. “Es wird ein großes Interview mit der ein oder anderen Überraschung.” Laut einer Mitteilung der Produktionsfirma Warner Media soll das “Special” beim Streamingdienst HBO Max zu sehen sein. Zudem will der Netflix-Konkurrent alle 236 alten Folgen zeigen. Ursprünglich war die Fortsetzung schon für Mai angekündigt worden. “Friends” folgte dem Leben einer Gruppe junger Freunde in New York. Die Serie um Rachel, Ross, Chandler, Monica, Joey und Phoebe startete im Jahr 1994 in den USA. Zwei Jahre später kam sie nach Deutschland. “Friends” lief bis 2004, zum Schluss sollen die Hauptdarsteller eine Million US-Dollar pro Folge bekommen haben.

Dreharbeiten für "Friends"-Fortsetzung startet im August

Ein Team junger Frauen hat in Afghanistan für Corona-Patienten einen günstigen Prototyp eines Beatmungsgeräts mit Autoteilen gebaut. “In einer Zeit, in der die Welt gegen die Coronakrise kämpft, machen die afghanischen Mädchen einen Schritt nach vorn”, sagt die Unternehmerin Roya Mahboob, die das Team mit ihrer Wohltätigkeitsorganisation fördert.

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Angesichts steigender Infektionszahlen wollen Lehrer- und Schülervertreter den Unterricht an den Schulen anders organisieren. “Die Lage an den Schulen spitzt sich zu”, betont der oberste Lehrervertreter Paul Kimberger (FCG) im APA-Gespräch. Um Standorte mit einer beengten Raumsituation zu entlasten, sollen diese deshalb einen Teil des Unterrichts in Ausweichquartieren abhalten. Bundesschulsprecherin Alexandra Bosek spricht sich für eine Umstellung auf Schichtbetrieb aus. Das schlechte Wetter habe die Lage an den Schulen verschärft, so Kimberger zur APA. Die Infektionszahlen in der Gesellschaft seien insgesamt gestiegen, es sei die Zeit der grippalen Infekte und Schüler und Lehrer würden ihre Tage in teils überfüllten Klassenräumen verbringen. Dort sei Lüften manchmal wegen der baulichen Voraussetzungen gar nicht möglich. Die Folge: “Wir haben schon sehr viele Schüler und Lehrer in Quarantäne“, sagt Kimberger. An manchen Standorten gebe es deshalb Probleme, den Unterricht aufrecht zu halten. Laut Zahlen des Bildungsministeriums ist die Zahl der von den Gesundheitsbehörden geschlossenen Klassen aber weiter überschaubar: Sie ist in den vergangenen zwei Wochen von 69 auf 199 (bei insgesamt 55.000 Klassen) gestiegen – eine Zahl, die Kimberger viel zu gering erscheint. Der Grund für die Quarantäne sei freilich in den meisten Fällen langes Warten auf ein – ohnehin meist negatives – Testergebnis. Hier müssten die Gesundheitsbehörden noch schneller werden und endlich einheitlich vorgehen. Ausweichmöglichkeiten gefordert Um das Infektionsgeschehen an den Schulen zu verringern, spricht Kimberger sich für die Nutzung von zusätzlichen Räumlichkeiten wie ohnehin leer stehenden Veranstaltungsräumen von Gemeinden oder von Vereinen aus. Das ist schon derzeit möglich, für die Anmietung wäre laut Bildungsministerium der Schulerhalter (und damit bei Pflichtschulen die Gemeinden) zuständig. “Wenn sich die Situation weiter zuspitzt, sollte man zumindest einen Schichtbetrieb in Betracht ziehen, bevor wir wieder in die Situation eines generellen Lockdowns kommen”, so Kimbergers Vorschlag für Bezirke mit besonders hohen Infektionszahlen. Bei der Coronaampel des Bildungsministeriums ist die Möglichkeit von Distance Learning und Schichtbetrieb bei Ampelfarbe Orange nur für die Oberstufe vorgesehen. Die Regierung hat zuletzt immer wieder betont, dass die Schulen so lange wie möglich offen bleiben sollen. Eine möglichst rasche Umstellung auf generellen Schichtbetrieb fordert unterdessen Bundesschulsprecherin Bosek von der ÖVP-nahen Schülerunion. Bei den Oberstufen seien hier keine Probleme zu erwarten. Für die Jüngeren müsse es dabei auch an jenen Tagen Betreuung geben, an denen sie eigentlich keinen Präsenzunterricht haben. “Die Maturaklassen haben wirklich Angst vor einem zweiten Lockdown“, betont sie. Auch im Unterricht selbst ortet sie Änderungsbedarf: Sie plädiert gegenüber der APA für eine Einschränkung des Sportunterrichts, wo die Schülergruppen durchmischt würden, niemand Masken trage und auch kein Abstand eingehalten werde. Laut Coronaampel des Bildungsministeriums ist ab der Farbe Gelb (die derzeit an den meisten Schulen gilt) Unterricht in Turnhallen nur unter Auflagen (kleine Gruppen, Belüftung, keine Kontaktsportarten) erlaubt. Die Einhaltung der grundsätzlichen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen (Abstandhalten, Händewaschen) funktioniert laut Bosek bei den Oberstufenschülern ganz gut, in den Unterstufen allerdings nicht. Sie würde sich wünschen, dass die Schüler regelmäßig vom Klassenvorstand an die aktuell geltenden Regeln erinnert und dabei auch über die Infektionslage an der jeweiligen Schule informiert werden, um sowohl Nachlässigkeit als auch unbegründete Ängste der Schüler zu verhindern. Probleme ortet Bosek beim Thema Lüften: “Es wird ziemlich viel gelüftet und dadurch nehmen die Erkältungen bei Schülern zu.” Auch Kimberger räumt ein, dass es hier an manchen Schulen offenbar Probleme gebe. Er wünscht sich deshalb eine Klarstellung von Bildungsministerium und Bildungsdirektionen, wie laut Empfehlung von Virologen und Fachleuten am besten gelüftet werde. Handlungsbedarf sieht er übrigens nicht nur in den Schulen selbst, sondern auch bei der Anfahrt: “Die Schulbusse sind total überfüllt, da kann keinesfalls der Abstand eingehalten werden”, kritisiert er. Allerdings habe es hier im Vergleich zum Schulbeginn da und dort Verbesserungen gegeben, indem die Koordination verbessert und zusätzliche Transportmittel zur Verfügung gestellt wurden. Die Elternvereine Österreichs haben am Dienstag in diesem Zusammenhang eine Petition gestartet. Sie fordern, dass im Schulbus jedem Kind ein gesicherter Sitzplatz zur Verfügung stehen muss. Derzeit würden Kinder unter sechs gar nicht gezählt und bei Unter-14-Jährigen zählen drei Kinder als zwei Personen. Das führe dazu, dass in einem Bus mit 50 Sitz und 37 Stehplätzen derzeit bis zu 130 Kinder transportiert werden dürften. Ein “Tohuwabohu” beim Umgang der Regierung mit den Schulen hat unterdessen FPÖ-Bildungssprecher Hermann Brückl am Dienstag in einer Aussendung ausgemacht. “Obwohl viele Schuldirektoren Konzepte vorlegen, die einen geregelten und vor allem sicheren Schulbetrieb ermöglichen würden, werden dennoch immer wieder Schulen geschlossen.” Außerdem müssten Kinder “oft stundenlang bei geöffneten Fenstern dem Unterricht folgen”. Er forderte Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) angesichts des geringen Infektionsgeschehens an den Schulen dazu auf, er solle “mehr Weitblick und Rationalität walten lassen”.

Lehrer wollen Ausweichquartiere, Schüler Schichtbetrieb

Angesichts der Pläne des deutschen Lkw- und Busherstellers MAN, den Standort in Steyr in Oberösterreich mit 2.300 Beschäftigten bis 2023 zu schließen, sind Dienstagnachmittag dort die Spitzen der österreichischen Gewerkschaft, allen voran ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian, aufmarschiert. Sie demonstrierten Rückenstärkung für die Belegschaft und deren Betriebsräte. In einem Gespräch mit ihnen sollten auch die nächsten Schritte koordiniert werden. Katzian zeigte sich einerseits “sehr enttäuscht”, andererseits kämpferisch. VW und MAN hätten in den vergangenen Jahren immer Handschlagqualität und Vertragstreue bewiesen.Dass nun die gerade erst im vergangenen Jänner unterschriebene ganz klare Standortgarantie aufgekündigt worden sei, sei ein “Schlag ins Gesicht der Kollegen”. Jetzt werde die Gewerkschaft eine gemeinsame Strategie mit dem Betriebsrat erarbeiten. Warnstreik am 15. Oktober Im Gespräch mit dem Betriebsrat wolle man hören, was diesem von der Konzernleitung gesagt wurde, und was mit den anderen Betriebsräten im Gesamtunternehmen besprochen wurde. Es gebe eine große Palette von gewerkschaftlichen Maßnahmen. Der Betriebsrat müsse entscheiden, welche gewählt werde, hielt Katzian fest, aber er wolle grundsätzlich nichts ausschließen. Konkret wird es am 15. Oktober. Für diesen Tag kündigten die Gewerkschaften GPA-djp und PRO-GE einen Warnstreik samt öffentlichem Protestmarsch an. Der MAN-Arbeiter-Betriebsratschef in Steyr, Erich Schwarz, betonte die Wichtigkeit der Unterstützung durch die Gewerkschaft als Signal an die Belegschaft. “Die Stimmung ist nach wie vor im Keller.” Die Arbeitnehmervertretung helfe aber unter anderem auch in rechtlichen Fragen. So durchleuchte die Rechtsanwaltskanzlei Jarolim und Partner die Verträge zur Standortgarantie. Er lehnt es ab, dass MAN die in diesen enthaltene wirtschaftliche “Schlechtwetterklausel” ziehe. Überschüsse aus Steyr Steyr habe zuletzt 20 Millionen Euro Überschuss nach München abgeliefert, in den Jahren davor seien es 33 und sogar 97 Millionen Euro gewesen. Andere bereits bestehende MAN-Werke in Ländern mit niedrigerem Lohnniveau hätten dies nicht gebracht. In dem Vertrag stehe auch, dass es bei einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Entwicklung Gespräche mit dem Betriebsrat geben solle, aber nicht, dass die Vereinbarung gekündigt werde. Zu den hohen Lohnkosten in Steyr rechnete Schwarz vor, dass diese maximal 10 Prozent vom Umsatz ausmachen würden. Überzahlungen seien durch massive Mehrleistungen der Mitarbeiter gerechtfertigt. Dass MAN trotz der geplanten Schließung in Steyr erst vergangenes Wochenende in einem ganzseitigen Inserat wieder neue Lehrlinge suchte, erklärte der Betriebsrat damit, dass zusätzliche zu jenen, die nach erfolgreicher Aufnahmsprüfung anfangen können, weitere benötigt werden. MAN bildet in seiner überregionalen Lehrwerkstätte auch für andere Unternehmen in Steyr, beispielsweise BMW, ZF, GFM und SKF aus. Kämpfen mit “kühlem Kopf” Der oberösterreichische ÖGB-Vorsitzende und Arbeiterkammer-Präsident Johann Kalliauer sieht augenblicklich eine emotionale und eine sachliche Seite: Frust und Zorn, dass nicht zähle, was ein Konzern zusage. Aber auch, dass jetzt kühler Kopf bewahrt werden müsse und alle Möglichkeiten zu nützen seien, um den Standort zu erhalten. Von dem Arbeitsgipfel mit Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern auf Einladung von Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) Dienstagvormittag im Linzer Landhaus, zu dem per Video auch Bundeskanzler Sebastian Kurz(ÖVP) zugeschaltet war, berichtete er, sei es um einen “atmosphärischen Austausch” gegangen. Alle seien einig gewesen, dass man miteinander den Standort in Steyr erhalten wolle und es dazu eine koordinierte Vorgangsweise geben müsse. Unterschiedliche Botschaften wären kontraproduktiv. Das Gipfeltreffen in Linz habe aber auch grundsätzlich ergeben, dass es zur Bewältigung der coronabedingten Wirtschaftskrise einen “Schulterschluss von Land und Sozialpartnern zur Absicherung von Arbeitsplätzen und dem Wirtschaftsstandort Oberösterreich” benötige. Dazu müsse man “die Kräfte bündlen”, so der gemeinsame Tenor der Teilnehmer. Es gehe um den Erhalt jedes Arbeitsplatzes.

Am 15. Oktober kommt es zu einem Warnstreik im MAN-Werk Steyr