Messen, Märkte, Gastronomie: Das bringt die neue Corona-Verordnung

Merken
Messen, Märkte, Gastronomie: Das bringt die neue Corona-Verordnung

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat seine neue Verordnung zur Bekämpfung der Coronakrise am Freitagabend im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Die Regierung reagiert damit auf den neuerlichen Anstieg der Infektionen. Die Maßnahmen treten offiziell mit kommendem Montag in Kraft. Sie betreffen vor allem private Veranstaltungen sowie die Gastronomie. Ein Überblick.

  • Unter anderem bringen sie eine Maskenpflicht auf Märkten, in Einkaufszentren und bei Publikumsmessen. Das Schlupfloch in der Nachgastronomie über geschlossene Gesellschaften fällt. Sie sind nicht mehr von der Sperrstunde 1 Uhr ausgenommen.
  • Zudem dürfen in der Gastronomie nur noch zehn Personen gemeinsam als Gruppe Platz nehmen, plus Kinder. Der Kunde hat – wie bereits angekündigt – in der Lokalität einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, ausgenommen, er sitzt am Verabreichungsplatz.
  • ndoor-Veranstaltungen ohne gekennzeichnete Plätze sind für nur noch zehn Personen gestattet. Bisher lag der Höchstwert bei 50.
  • Plant jemand eine Veranstaltung mit mehr als 250 Personen an Publikum, bedarf es einer Bewilligung durch die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde. Zudem hat der Organisator bei Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen in geschlossenen Räumen und über 100 Menschen im Freien einen Covid-Beauftragten zu bestellen und ein Präventionskonzept auszuarbeiten und umzusetzen.
  • Von den Restriktionen, wie sie beispielsweise künftig bei Hochzeitsfeiern gelten, wo nur zehn Personen erlaubt wären, sind Begräbnisse ausgenommen. Für diese Trauerfeiern gilt laut Verordnung eine Höchstzahl von 500 Personen.

  • Der Mund-Nasen-Schutz ist künftig auf Märkten zu tragen, also auch outdoor. Selbiges gilt in den Einkaufszentren auch zwischen den Geschäften sowie bei Fach- und Publikumsmessen.
  • Immerhin eine Erleichterung versteckt sich in der Verordnung. Bei Bekanntwerden einer Corona-Infektion bei einem Sportler, Betreuer oder Trainer waren bisher in den folgenden 14 Tagen nach Bekanntwerden der Infektion vor jedem Wettkampf alle Beteiligten einer molekularbiologischen Testung auf das Vorliegen des Virus zu unterziehen. Diese Frist wird auf zehn Tage reduziert.

  • Seinen Namen Lockerungsverordnung hat das Paragrafenwerk dennoch verloren. Neuerdings heißt es “COVID-19-Maßnahmenverordnung”. In Kraft treten wird diese mit Montag.
Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Wegen Mordes ist ein 39 Jahre alter Mann am Dienstag in Wiener Neustadt nicht rechtskräftig zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Der rumänische Staatsbürger wird zudem in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher untergebracht. Der Mann soll im August des Vorjahres in Gloggnitz (Bezirk Neunkirchen) eine 83-Jährige auf offener Straße mit einem Küchenmesser erstochen haben. Die Hauptfrage nach Mord wurde von den Laienrichter einstimmig bejaht. Als mildernd wurde bei der Strafbemessung nach Angaben der vorsitzenden Richterin das Tatsachengeständnis gewertet. Erschwerend wirkten sich die einschlägige Vorstrafe und die “besonders grausame Tatausführung” aus. Vor und nach der Urteilsverkündung schrie der 39-Jährige mehrmals im Gerichtssaal auf Rumänisch. Nach Angaben des Angeklagten war der Messerattacke am 16. August 2019 eine folgenschwere Verwechslung vorausgegangen. Der Rumäne hatte drei Tage zuvor seinen Kurzzeit-Job auf einem Pferdegestüt im Bezirk Neunkirchen verloren. In der 83-Jährigen will er von hinten die Frau des Gestütbesitzers erkannt haben. Den Irrtum habe er erst bemerkt, als er das Opfer auf den Rücken gedreht habe, gab der 39-Jährige bei der Einvernahme zu Protokoll. Laut Anklage erlitt die Pensionistin zwölf wuchtige Stich- und Schnittverletzungen im Hals- und Nackenbereich sowie im Rücken. Unter anderem wurde das Halsmark der Frau durchtrennt, wodurch das Opfer rasch starb. Ausgeführt wurde die Attacke mit einem Küchenmesser mit einer Klingenlänge von 16 Zentimetern. Der Staatsanwalt sprach am Dienstag in seinem Schlussvortrag von einem “eiskalt geplanten und brutal durchgeführten Mord”, eine Affekthandlung liege keinesfalls vor. Dem Vertreter der Anklagebehörde fehlte es zudem beim 39-Jährigen an Einsicht. “Er bereut nicht die Tat, die er begangen hat, sondern die Verwechslung. Von einem reumütigen Geständnis sind wir weit entfernt.” Es sei lediglich die Höchststrafe – also lebenslange Haft – angemessen. Verteidiger Wolfgang Blaschitz sah ebenfalls Mord und nicht Totschlag erfüllt. Er forderte jedoch, von der Verhängung der Höchststrafe abzugehen. “Wir haben es zu tun mit einem rumänischen Heimkind.” Der Angeklagte habe nur drei Jahre seines Lebens “bisher in Freiheit verbracht”, sagte der Rechtsanwalt. Zudem verwies Blaschitz unter anderem auf eine bei seinem Mandanten vorliegende reduzierte Impulssteuerung. An der Einweisung des Beschuldigten in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher gebe es hingegen “nichts zu deuteln”. In juristischer Hinsicht ist der Angeklagte kein unbeschriebenes Blatt. Der 39-Jährige beging 2005 in seiner rumänischen Heimat einen Raubmord an seinem Vermieter, indem er diesen von hinten mit einem Messer erstach. Am 31. Jänner 2006 wurde der Beschuldigte in Rumänien zu einer Freiheitsstrafe von 17 Jahren verurteilt und am 19. Dezember 2017 auf Bewährung entlassen. Der 39-Jährige war laut dem psychiatrischen Sachverständigen zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig. Vorliegen würden jedoch die Voraussetzungen für eine Unterbringung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher gemäß Paragraf 21 Absatz 2 Strafgesetzbuch.

Lebenslange Haftstrafe für Mord an 83-Jähriger

Durch die Corona-Krise gibt es zwei Comebacks sowie eine Premiere im Formel-1-Rennkalender. Nach Medienberichten ist die Rückkehr der Formel 1 auf den deutschen Nürburgring und auf die Rennstrecke in Imola (Italien) besiegelt. Eine Formel-1-Premiere gibt es auf der Rennstrecke in Portimao (Portugal). Damit wären im Notkalender 13 Grands Prix für dieses Jahr terminiert. Das bisher letzte Formel-1-Rennen auf dem Nürburgring hat vor sieben Jahren Sebastian Vettel im Red Bull gewonnen. Danach hat es wegen der finanziellen Probleme der Streckenbetreiber keine Auftritte der Königsklasse mehr gegeben. In Imola wurde zuletzt im Jahr 2006 ein Formel-1-Rennen ausgetragen. Es gewann damals Michael Schumacher. Am Nürburgring soll am 11. Oktober gefahren werden, das Rennen in Portimao soll am 25. Oktober stattfinden, jenes in Imola am 1. November. Beendet werden soll die Saison voraussichtlich mit Gastspielen in Bahrain und Abu Dhabi. Offen ist noch, ob die eigentlich für den Herbst angesetzten Rennen in den USA, Mexiko und Brasilien stattfinden können.

Nürburgring, Imola und Portimao im Formel-1-WM-Notkalender

Umfassende Investitionen in die Verkehrsanlagen und Grünflächen in Wels wurden kürzlich im Gemeinderat beschlossen. 👍👷‍♂️🌳🌿🏗🧱 ✅ Rund 3,2 Mio. € werden im kommenden Jahr in den Neubau, die Sanierung und Erhaltung der Straßen, Gehsteige, Radwege und Brücken investiert. ✅ Die 50 öffentlichen Parks nehmen derzeit bereits 590.000 m² Fläche ein und werden um mehr als 19.000 m² erweitert. Alle Informationen und Details zu den geplanten Investitionen lest ihr in unseren aktuellen Presseaussendungen: Verkehrsflächen ▶️ https://www.wels.gv.at/…/wels-investiert-2021-32-mio-euro-…/ Grünflächen ▶️ https://www.wels.gv.at/…/wels-attraktiviert-seine-gruenfla…/

Verkehr und Grünflächen in Wels

Mercedes darf das umstrittene DAS-Lenkradsystem beim WM-Auftakt der Formel 1 in Spielberg verwenden. Die Stewarts haben den Einspruch von Red Bull noch in der Nacht auf Samstag zurückgewiesen. Lewis Hamilton und Valtteri Bottas dürfen das revolutionäre System, bei dem mittels Drücken und Ziehen am Lenkrad der Sturz der Vorderräder verändert wird, einsetzen. Begründet wurde die Entscheidung damit, dass das DAS-System Teil der Steuerung des Autos und nicht der Radaufhängung sei. Mercedes hatte die Duale Achsen-Steuerung schon bei den Testfahrten im Februar zum Einsatz gebracht. In Österreich kommt DAS, bei dem durch die Verstellung der Vorspur die Reifentemperatur beeinflusst werden kann, erstmals zum Renneinsatz. Am Freitag hatten Hamilton und Bottas die ersten beiden Trainings auf dem Red Bull Ring dominiert. Für 2021 ist DAS verboten, obwohl die Autos wegen Corona gleich bleiben wie dieses Jahr.

Mercedes darf DAS-Lenkung bei Auftakt in Spielberg nutzen

Der Bund erhöht aufgrund der Auswirkungen der Coronakrise seine diesjährige Förderung für das “IG Netz” von 300.000 auf 500.000 Euro. Das gab Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne) am Freitag bekannt. Die außerordentliche Zusatzfinanzierung soll der sozialen Absicherung von darstellenden Künstlern zugutekommen. “Neben der Unterstützung für selbstständige Künstlerinnen und Künstler durch den Überbrückungsfonds setzt der Bund mit dieser Maßnahme auch ein wichtiges Zeichen für Anstellungen von Kunstschaffenden in der freien Szene”, so Mayer laut Aussendung. Das “IG Netz” wurde 1991 ins Leben gerufen, um Zuschüsse zu Arbeitgeberkosten für Vereine und Theatergruppen in der freien Theaterszene zu übernehmen und so sichere Anstellungen für Künstlerinnen und Künstler zu ermöglichen. Administriert wird dieser Fonds von der IG Freie Theaterarbeit. Darüber hinaus freute sich Mayer, dass heuer – nach jahrelangen Verhandlungen – zum ersten Mal sechs Bundesländer (Burgenland, Kärnten, Steiermark, Tirol, Vorarlberg und Wien) in das IG Netz einzahlen. Von Oberösterreich gebe es ebenso positive Signale. “Das zeigt, dass das Bewusstsein für die Wichtigkeit von Anstellungen im Bereich der freien Szene insgesamt steigt,” so Mayer abschließend.

200.000 Euro zusätzlich für "IG Netz"

Wegen der Coronavirus-Pandemie erwägt Frankreich die Abschaltung mehrerer Atomreaktoren. Der mehrheitlich staatliche Betreiber Electricite de France (EDF) begründete dies am Donnerstag mit einem Einbruch des Stromverbrauchs um bis zu 20 Prozent. Der Konzern verwies darauf, dass zahlreiche Wirtschaftsbereiche zum Erliegen gekommen seien. Um die Versorgung mit Strom im kommenden Winter sicherzustellen, könnte “die Produktion von mehreren Atomreaktoren in diesem Winter und Herbst ausgesetzt werden“, hieß es in einer Erklärung von EDF. Ziel sei es, Brennstoffe einzusparen. Welche Reaktoren im Gespräch sind, teilte der Versorger nicht mit.

Frankreich erwägt Abschaltung von Atomreaktoren