Millionenschaden - Corona-Krise trifft auch Wels

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Dr. Andreas Rabl (Bürgermeister Wels) im Talk.

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Schulstart in der Da Vinci Akademie

Russlands Schach-Großmeister Alexander Grischtschuk hat mit Blick auf die Sicherheitsvorkehrungen wegen der Coronavirus-Gefahren den Abbruch des laufenden WM-Kandidatenturniers in Jekaterinburg gefordert. “Das Turnier sollte gestoppt werden. Die gesamte Atmosphäre ist feindlich. Jeder trägt eine Maske und dann das gesamte Sicherheitspersonal. Für mich ist es echt schwierig”, sagte Grischtschuk.

1. Großmeister forderte Turnier-Abbruch

Die Regierung und die Sozialpartner haben sich auf ein neues, ab Oktober geltendes Corona-Kurzarbeitsmodell geeinigt. Die Mindestarbeitszeit wird von 10 auf 30 Prozent angehoben, die Nettoersatzrate für Beschäftigte bleibt bei 80 bis 90 Prozent. Die Kurzarbeit werde um sechs Monate verlängert, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Mittwoch nach einem Treffen mit Sozialpartner-Vertretern. Die Eckdaten: Ab 1. Oktober kann die Kurzarbeit für weitere sechs Monate beantragt werden. In Sonderfällen kann die Mindestarbeitszeit in Absprache mit den Sozialpartnern auch unterschritten werden. Sie darf aber höchstens 80 Prozent betragen. Um Missbrauch vorzubeugen, haben sich die Sozialpartner auf ein Verfahren geeinigt, um die wirtschaftliche Betroffenheit der Antragssteller zu überprüfen. Es sollen auch Rahmenbedingungen geschaffen werden, die Weiterbildungsmaßnahmen in der Kurzarbeit ermöglichen. Planungssicherheit Arbeitsministerin Christine Aschbacher ging näher in die Details. Es ging bei der Verhandlung vor allem um Planungssicherheit. Läuft in Betrieben die Kurzarbeit vor Oktober, also dem Beginn der neuen Phase, aus, kann es hier eine Verlängerung geben. Auch die Treffsicherheit soll noch erhöht werden. Es wird klare Kriterien geben, welche derzeit mit den Sozialpartnern erarbeitet werden. Gesundheits- und Sozialminister Rudolf Anschober strich hervor, dass die Maßnahmen auch darauf abzielen, zu verhindern, dass es nach der Wirtschafts- zu einer Sozialkrise kommt. Anschober betont, dass auch die Nettoersatzrate für die Arbeitnehmer gleich bleibe. Das sei ein großer Wurf. Kompromiss “Das Ergebnis ist ein guter Kompromiss. Wir wollten Planungssicherheit für Beschäftigte und Unternehmen, die haben wir mit diesem Paket erreicht”, sagt ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian. WKÖ-Präsident Harald Mahrer: “Wir konnten uns gemeinsam auf ein sehr attraktives Modell einigen. Damit stellen wir maximale Unterstützung für unsere Betriebe und ihre Beschäftigten sicher.” Das Kurzarbeitsgeld sei “gut investiert”, sagte Vizekanzler Werner Kogler (Grüne). Für  Katzian verhindere die Kurzarbeit, dass Mitarbeiter “nicht in die Arbeitslosigkeit geschickt” werden. Um das neue Kurzarbeitsmodell zu nützen, müsse es auch eine Weiterbildungsbereitschaft der Mitarbeiter geben, sagte Mahrer. Stiftungen für Arbeitslose Aschbacher präsentierte auch die Corona-Arbeitsstiftung. Dabei geht es konkret um die Qualifizierung und Umschulung von Arbeitssuchenden. 700 Millionen Euro sollen in die Weiterbildung investiert werden. Abgewickelt wird die Ausbildung über das AMS. Bis zu 100.000 Menschen sollen über diese Arbeitsstiftung weitergebildet werden. Wer länger als vier Monate in einer Bildungsmaßnahme ist, wird auch finanziell unterstützt. Konkret sollen die Ausbildungen zu Jobs in Bereichen führen, in der es viel Nachfrage nach Fachkräften gibt. Konkret geht es einerseits um Pflegeberufe, andererseits um technische Berufe, bei denen die Ausbildung auch länger dauern kann. Bis zu zwei Jahre sind laut Aschbacher hier denkbar. Daneben sollen auch Qualifizierungsmaßnahmen von Mitarbeitern in Unternehmen gefördert werden, vor allem im Bereich Digitalisierung. Anschober strich hervor, dass die Qualifikation in Zukunftsbereiche auch die zukünftige Entwicklung der Wirtschaft unterstützen soll. Als Sozialminister ist ihm wichtig, dass Menschen dabei unterstützt werden, aus der Arbeitslosigkeit herauszukommen. Besonders geachtet wurde dabei auf die Chancengerechtigkeit vor allem bei Frauen. Corona-Arbeitszeitmodell Anschober stellte auch ein neues Arbeitszeitmodell für die Coronakrise vor. Vorbild dafür waren Maßnahmen der Voestalpine. Dabei können in einem Betrieb vier Mitarbeiter sich freiwillig dafür entscheiden, dass sie ihre Arbeitszeit auf 80 Prozent reduzieren, um einen neuen Arbeitsplatz zu schaffen. Dabei wird die Hälfte des Lohnentgangs vom Staat übernommen. Es soll auch keine negativen Auswirkungen auf die Einzahlungen für die Pensionen haben. Das Programm ist für zwei Jahre angedacht.

Kurzarbeit verlängert, 700 Millionen Euro für Qualifizierung, neues Arbeitszeitmodell

Es ist das ewige Henne-Ei-Problem: Soll ich mir schon ein Gerät der nächsten Generation zulegen, wenn es die Infrastruktur dafür noch nicht gibt? Beim superschnellen 5G-Mobilfunk könnte es anders laufen. Die Vorzüge der fünften Mobilfunkgeneration 5G klingen vielversprechend. Hochauflösende Videostreams laufen auch außerhalb des heimischen WLANs ruckelfrei. Und große Dateien können in Sekunden übertragen werden. Bislang waren aber bezahlbare Endgeräte Mangelware. Und an einer flächendeckenden Netzversorgung mangelt es auch noch. Beim ewigen Henne-Ei-Problem tut sich inzwischen aber auf der Smartphone-Seite eine Menge. Im Frühjahr musste man noch häufig 1000 Euro oder mehr ausgeben, um im 5G-Mobilfunknetz zu funken. Huawei, Motorola und Xiaomi haben nun neue 5G-Smartphones auf dem Markt gebracht, die alle unter 400 Euro kosten. Das Moto G 5G Plus und das Xiaomi Mi 10 Lite 5G sind sogar für unter 350 Euro zu haben, während Huawei für das P40 Lite 5G knapp 390 Euro verlangt. Das Gerät von Motorola hat mit 6,7 Zoll Diagonale den größten Bildschirm.Die beiden anderen Geräte bieten ebenfalls Full-HD-Auflösung (1080 mal 2400 Pixel) auf einem 6,5-Zoll-Display. Bei der Bildqualität hat das Mi 10 Lite die Nase vorn, denn hier findet man OLED-Technik mit hohen Kontrasten, die den Betrieb in heller Umgebung etwas besser unterstützen als die LED-Technik bei Motorola und Huawei. Das Moto G punktet mit seinem schlanken Hochkantformat (21:9) vor allem dann, wenn man damit Videos anschaut. Fast randlose Displays Die Bildschirme der drei Hersteller kommen ohne großen Rand aus, weil der Fingerabdrucksensor entweder im Einschaltknopf auf der Seite steckt (Motorola und Huawei) oder unter dem Hauptbildschirm (Xiaomi). Das Huawei bietet zusätzlich die Möglichkeit, das Smartphone mit einem Gesichtsscan zu entsperren. Beim Hauptprozessor setzen Motorola und Xiaomi auf den bewährten Snapdragon 765 von Qualcomm, während Huawei seinen brandneuen Kirin 820 Prozessor verbaut. Dieser Chip wird bereits im Sieben-Nanometer-Verfahren hergestellt und ermöglicht einen besonders energiesparenden Betrieb. Alle drei Smartphones zeigten im Test kaum Ruckler. Bei den Benchmarktests hatte das P40 Lite 5G knapp die Nase vor. Hardcore-Gamer werden allerdings doch zu teueren Geräten greifen müssen, denn anspruchsvolle Spiele wie “Playerunknown”s Battlegrounds” (“PUBG”) zeigen der 5G-Einsteigerklasse die Grenzen auf und laufen nur dann flüssig, wenn der Detailgrad ein wenig heruntergestellt wird.Alle drei Smartphones treten mit jeweils vier Kameras auf der Rückseite an, die bei Tageslicht außerordentlich schöne Fotos schießen. Bei wenig Licht fällt die Qualität gegenüber Spitzenmodellen wie dem Huawei P40 Pro+ naturgemäß spürbar ab. Aber irgendwo muss sich der enorme Preisunterschied bemerkbar machen. KI macht knallige Farben Beim P40 Lite 5G von Huawei kann man einen KI-Modus aktivieren, wenn man die Bilder mit besonders kräftigen Farben mag. Ohne diese Funktion erscheinen die Farben angenehm natürlich. Das Motorola-Gerät schießt in dem Trio die besten Selfies, weil die Frontkamera über zwei Objektive verfügt. Mit dem zusätzlichen Superweitwinkel passen auch größere Gruppen auf das Selbstporträt. Motorola und Xiaomi gehören zu den Herstellern, die sich darauf festgelegt haben, ihre Geräte mit einem möglichst unverbastelteten Android auszuliefern. Das sorgt dafür, dass wichtige Android-Updates ohne große Zeitverzögerungen zur Verfügung stehen. Huawei wurde durch die Handelssanktionen der USA gegen China zu einem anderen Kurs gezwungen. Da die Google-Dienste und -Apps nicht zur Verfügung stehen, kommt das P40 Lite 5G mit eigenen Huawei Mobile Services und einer eigenen App-Galerie, in der viele populäre Android-Apps zur Installation bereitstehen. Neu ist eine App-Suchfunktion, die auch andere Quellen von Android-Apps durchstöbert, etwa den Store von Amazon oder F-Droid.

5G-Smartphones werden bezahlbar

Die bei österreichischen Urlaubern beliebte Adria-Badeortschaft Jesolosetzt Drohen ein, um Bürger davon abzuhalten, während der Osterfeierlichkeiten Ausflüge am Strand zu unternehmen. Alle Zugänge zum Strand wurden gesperrt. Die Polizei wird von Karfreitag bis Ostermontag besonders gründlich die Straßen kontrollieren, teilte die Gemeinde mit. Die Polizeistreifen sollen aufgestockt werden und auch spätabends unterwegs sein. Eingesetzt werden auch Videokameras, die die Nummernschilder der Autos lesen. Auch die Häfen sind gesperrt, berichteten lokale Medien am Donnerstag. “Wir haben uns zu einem äußerst strengen Kurs entschlossen. Wir haben Berichte erhalten, laut denen Personen, die eine Ferienwohnung in Jesolo besitzen, auf dem Weg zu uns sind”, sagte Jesolos Bürgermeister Valerio Zoggia. “Unter normalen Umständen wären wir sehr glücklich, sie zu empfangen, doch in dieser außerordentlichen Situation können wir im Kampf gegen die Epidemie nicht nachlassen”, sagte Zoggia.

Jesolo setzt zu Ostern Drohnen gegen Ausflügler ein

Während Pharmakonzerne weltweit unter Hochdruck an Corona-Impfstoffen forschen, ist auch das finanzielle Rennen um das begehrte Mittel in vollem Gang: Staaten kaufen Hunderte Millionen Impfstoffdosen, um ihre Versorgung zu sichern, sobald ein Impfstoff zugelassen ist. Sie schließen zahlreiche Verträge mit Pharma- und Biotechfirmen – das erhöht die Wahrscheinlichkeit, einen Treffer zu landen. Die Zuversicht, dass ein Impfstoff bald kommt, wächst: Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, erwartet erste Zulassungen Ende dieses Jahres oder Anfang 2021. Rund 170 Impfstoffprojekte laufen laut Weltgesundheitsorganisation, doch nur gut eine Handvoll Firmen befinden sich mit ihren Forschungen in Phase-III-Studien, der letzten Stufe vor einer möglichen Zulassung. Darin muss sich zeigen, ob die Mittel wirklich vor einer Infektion schützen. Weit fortgeschritten sind das US-Unternehmen Moderna, die britisch-schwedische AstraZeneca und die Mainzer Firma Biontech. Mit dem US-Kooperationspartner Pfizer will Biontech bei positiven Ergebnissen schon im Oktober einen Zulassungsantrag für seinen Corona-Impfstoff stellen. Noch aber sind die Projekte mit viel Unsicherheit behaftet. “Lackmustest sind die Phase-III-Studien”, sagt Siegfried Throm, Geschäftsführer Forschung beim Pharmaverband vfa. Mit dem Kampf gegen Corona erhält der 30 Milliarden Dollar (25,39 Mrd. Euro) schwere Markt für Impfstoffe einen Schub. Kein Land investiert so viel wie die USA: Sie gaben unter anderem AstraZeneca eine milliardenschwere Finanzspritze, stellten den Konkurrenten Sanofi und GlaxoSmithKline (GSK) bis zu 2,1 Milliarden Dollar zur Corona-Forschung bereit und orderten beim Duo Biontech/Pfizer um fast zwei Milliarden Dollar Impfstoffdosen – Nachkaufrecht inklusive. Auch Großbritannien und Japan schlossen Verträge für Hunderte Millionen Impfstoffdosen. Deutschland ist in Abstimmung mit anderen europäischen Ländern auf den Markt getreten. Nach Vorverhandlungen einer Impfstoffallianz mit Italien, Frankreich und den Niederlanden finalisierte die EU-Kommission jüngst den Kauf von 300 Millionen Dosen bei AstraZeneca. Das deutsche Gesundheitsministerium hat sich 54 Millionen Dosen des Impfstoffs gesichert. Riesiger Bedarf Der Bedarf in der EU ist groß: Benötigt werden geschätzt 300 bis 600 Millionen Impfdosen – je nachdem, ob das künftige Mittel ein- oder zweimal verabreicht werden muss. Die Kommission sicherte sich daher auch bis zu 405 Millionen Dosen eines Corona-Impfstoffs der Tübinger Biotechfirma Curevac und schloss weitere Vorgespräche mit Sanofi/GSK, dem US-Konzern Johnson & Johnson und Moderna ab. Im Erfolgsfall sollen alle EU-Staaten profitieren. Die Kommission greift zur Finanzierung auf ein Corona-Soforthilfeinstrument mit 2,7 Milliarden Euro Volumen zurück. “Wir investieren in Unternehmen, die auf unterschiedliche Technologien setzen, um unsere Chancen auf Impfstoffe zu erhöhen, die sicher und wirksam sind”, erklärte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.   Die gesamte Weltbevölkerung in einem Jahr zu impfen, schafft man ohnehin nicht. VFA-EXPERTE THROM   20 Dollar pro Dosis Für Pharmakonzerne geht es bei den Corona-Impfstoffen um viel Geld, wie der Vertrag von Biontech zeigt. Die USA zahlen für 100 Millionen Einheiten 1,95 Milliarden Dollar, also knapp 20 Dollar je Dosis. Die Spanne der Preise in ähnlichen Verträgen geht aber weit auseinander. An der Börse ist die Hoffnung auf lukrative Geschäfte schon groß. Damit nicht genug: Parallel zur Impfstoff-Forschung müssen Firmen ihre Produktion ausbauen, damit im Fall einer Zulassung keine Zeit verloren geht. Einige Arzneifirmen produzieren schon im großen Stil, während die Erprobung der Impfstoffe an Freiwilligen läuft – mit der Gefahr, die Ware entsorgen zu müssen, falls Studienergebnisse negativ ausfallen. Und Curevac teilte Mitte Mai mit, dass die Firma schon große Wirkstoffmengen für ihren Impfstoffkandidaten hergestellt hat. Die Tests an Freiwilligen hatten da noch gar nicht begonnen. Was kostet die Impfung? Zudem ist offen, wie teuer die Impfstoffe verkauft werden können. Hersteller wie Johnson & Johnson und AstraZeneca haben angekündigt, zum Selbstkostenpreis zu liefern. Curevac hat indes erklärt, mit einem Covid-19-Impfstoff auch Gewinne für die Eigentümer anzupeilen. “Wir können das nicht zum Selbstkostenpreis machen. Wir haben Investoren, die seit zehn Jahren Geld in das Unternehmen stecken, also sollte es eine kleine Rendite für sie geben”, sagte Curevac-Finanzchef Pierre Kemula der Zeitung “Financial Times.” Da nicht alle Impfstoffhersteller zeitgleich auf den Markt kommen werden, haben die Unternehmen mehrere Chancen, sich zu beweisen. Auf zwei bis vier Milliarden Dosen Corona-Impfstoff schätzt vfa-Experte Throm die weltweiten Produktionskapazitäten für das Jahr 2021. Risikogruppen würden wahrscheinlich zuerst geimpft, Kinder, Jugendliche und Schwangere später. “Die gesamte Weltbevölkerung in einem Jahr zu impfen, schafft man ohnehin nicht.”

Weltweites Wettrennen: Um so viel Geld geht es beim Covid-Impfstoff