Mindestgebot: 100 000 US-Dollar

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Mindestgebot: 100 000 US-Dollar

Wer die Moonwalk-Socken von Michael Jackson haben will, muss laut Auktionsseite mindestens 100 000 Dollar (rund 90 000€) als Stargebot bieten. Bei dieser ohnehin schon  gigantischen Summe wird es aber wohl nicht bleiben. Die Auktion beginnt am 13.November  um 09:00 (Ortszeit) und läuft bis 22.November.

Das amerikanische Auktionshaus „Gotta Have Rock and Roll“ schätzt, dass man für diese Glitzer-Strümpfe in den nächsten Tagen bis zu zwei Millionen US-Dollar berappen muss. Denn: Die Strümpfe gehörten dem King of Pop, Michael Jackson († 50).

 

Foto: picture alliance

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Literaturverfilmungen, Alltagsdramen, Dokumentarfilme und internationale Produktionen mit großem Starensemble: Peter Patzak konnte das alles. Legendär wurde allerdings eine Figur,  die er gemeinsam mit dem Autor Helmut Zenker schuf: sein Major Kottan, ein Polizist, der im ORF ermittelte, sollte österreichische Fernsehgeschichte schreiben. Insgesamt 19 Fälle lang ermittelte der schrullige Ermittler in kuriosen Kriminalfällen und wurde in Österreich Kult. Parallel schuf er eine seiner bedeutendsten Kinoarbeiten: das Neonazi-Porträt „Kassbach“ (1979), für das er international aufgrund der klar geführten Auseinandersetzung mit kleinbürgerlichen Formen des Rassismus, Faschismus und der Gewalt Anerkennung fand. „Kassbach“ gilt immerhin als einer der Lieblingsfilme von US-Regielegende Martin Scorsese. Für „Kassbach“ erhielt Patzak den Unesco-Preis der Berlinale, später gewann er mit seinen Filmen unter anderm den Max-Ophüls-Preis, den Adolf-Grimme-Preis,  die Goldene Romy und den Regiepreis der Biennale in Venedig – letzteren 2002 für „Die Wasserfälle von Slunj“. Geboren wurde Patzak am 2. Jänner 1945 sozusagen als echtes Nachkriegskind in Wien. Das Aufwachsen im Arbeiterbezirk Brigittenau sollte sowohl ihn als auch seinen langjährigen Wegbegleiter Helmut Zenker nachhaltig prägen. Nach dem Schulabschluss studierte er Psychologie, Kunstgeschichte und Malerei und hatte seine erste Ausstellung unter Albert Paris Gütersloh, dem geistigen Vater der Wiener Schule des Phantastischen Realismus. Mitte der 60er-Jahre wurde Patzak zu der „Films of Art“-Show nach New York eingeladen, von 1968 bis 1970 entstanden dort einige Kurzfilme. Schon früh arbeitete er mit prominenten Darstellerinnen, etwa Rita Tushingham im Thriller „Die Situation“ (1972) oder Paula Wessely, die in „Glückssache“ (1977) eine Supermarktkassiererin spielte. „Paula Wessely war damals eine ganz neue Erfahrung“, erzählte Patzak einmal dem „Kurier“, denn bei ihr sei viel über die Sprache gelaufen. „Ich habe Ausschnitte am Schneidetisch gesammelt und immer wieder angehört. Was der Strich von Kokoschka ist, ist bei ihr die Melodie der Sprache.“ Er habe ja das Glück gehabt, mit vielen Namen der Filmgeschichte zu drehen, die ohne Allüren agierten. In der 80er Jahren zeichnete Patzak dann unter anderem für den Kinofilm „Die letzte Runde (Strawanzer)“ (1983) mit Elliott Gould und den Krimi „Joker“ (1987) mit Peter Maffay verantwortlich. Mit „Killing Blue“ (1988), „Gavre Princip – Himmel unter Steinen“ (1990) oder „Brennendes Herz“ (1995) erregte er erneut international Aufsehen, für „Shanghai 1937“ (1996) erhielt er in Moskau den „Preis der russischen Filmschaffenden“. Nach der Jahrtausendwende blieben trotz aller Erfolge die Aufträge des ORF auf einmal aus, es kam zum Knacks: „Die haben ganz einfach auf mich vergessen“, so Patzak. Stattdessen widmete er sich vermehrt der Malerei, und 2007 inszenierte er mit Theo van Goghs „Interview“ im Stadttheater Walfischgasse erstmals für die Bühne. Die Malerei hat Patzak seit 1961 stets parallel zu seinem filmischen Schaffen betrieben, regelmäßige Ausstellungen führten ihn u.a. in die Schweiz und nach New York. Seit 1993 unterrichtete er zudem als ordentlicher Professor Regie an der Wiener Filmakademie, die er auch als Institutsvorstand leitete. Am Freitag meldete die „Kronen Zeitung“, dass Patzak nach einer Herz-OP in Krems am Donnerstag verstorben ist. Zuletzt hatte er vor allem als Autor gearbeitet, erst im Herbst 2020 war sein Buch „Wo bitte wohnt  Herr Friedrich Engels?“ präsentiert worden – eine außergewöhnliche Liebesbekundung an seinen Heimatbezirk  Wien-Brigittenau.

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